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Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
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II. Theil. IX. Hauptstück.

den 1759. den Preußen abnahmen/ wovon ich denRiß im kl. IX. i. und 2. beygefügt, der erster« Artaber in dem Hohcn-Gersdorfer Lager 1762.

Durchschnitt auf sumpfigren und morasti-gen Boden.

§. 289.

Sollte dergleichen Boden das Eingraben ganz undgar verwehren, so muß man sich der, im vorigen §. 288.beschriebenen CoffreS, bedienen, oder die Brustwehr vonlauter Faschinen ausbauen, wenn aber der Boden nichtgleich bey dem Aufstechen Wasser giebt, sondern selbi-ges, wie gewöhnlich, sich nur allmählig einfindet, so istes desto besser, weil man alödenn Wasser in den Gra-ben, und eine bessere Vertheidigung bekömmt; Allein inbeyden Fällen ist es nöthig, den innern Platz der Ver-schanzung mit Horden oder Vretern auszulegen. Ste-het das Wasser über der Erde, so müssen erstlich Bal-ken oder Faschinen, und auf diese die Horden oder Bre-tcr gelegt werden, die nöthige Höhe zu gewinnen, damitdas Wasser nicht zwischen den Fugen der Breter durch-dringe, und den Soldaten beschwerlich falle.

Die Auftritte werden von Faschinen, oder welchesnoch besser, von Bretern oder Pfosten gemacht, welcheauf Klötzern liegen. Ich habe die ;. Durchschnitte imkl. IX. 2. und 1^2. alle auf Geschütz eingerichtet, mit demUnterschied, daß ich in 2. die Brustwehr von dem, all-dem Graben genommenen Schlamme erbauet habe. InI2. aber ist in dem einen Durchschnitte die Brustwehrvon mit Faschinen ausgestopften Schanzköcbcn gemacht,welche mit etwas Erde oder Schlamm, aus dem vor-gelegten Graben, bedeckt worden. Im andern ist einbloßer Sumpfangenommen, den man erstlich mit Was-