188
II. Theil. IX. Hauptstück.
wohl auch der Vortheil, den Graben nicht vor, son-dern, wie bey den Laufgraben, Clrancbees) hinter dieBrustwehre zu legen.
Die Fälle, wo dieses anzuwenden, werden weiterunten gezeigt und erkläret werden. Hierbey sind be-sonders zwey Stück in acht zu nehmen:
i) Daß man bey dem Eingänge die Erde gut abda-che, oder auch Stuffen mache, damit die Solda-ten leicht ein-und ausgehen können,r) Daß man einen Abschlag oder Rinne anbringe,um bey einfallenden Regen das Wasser abzuleiten,und die Soldaten trocken zu stellen; Dieses ge,schiehct auf folgende Art: Man macht den Gra-ben etwas abhängig, und eine Rinne in selbigen;Diese leitet man dahin, wo der Boden den mei-sten Hang hat, sollte eö auch unter der Brustweh-re weg seyn, da man sie denn, noch vor Verfer-tigung der Brusiwehre, machen muß, bedecket siemit einer Pfoste, Brete oder Faschinen, und bau-et die Brustwehr drüber. II. ?1. VIH.
§. ryr.
Da die Verschanzungen nicht sowohl durchs Ge-schütz, als vielmehr mit stürmender Hand eingenommenwerden, so muß man sie, wenn sie gehörigen Wider-stand thun sollen, mit Pallisaden, Sturmpfählen, Ver-hack und Wolfsgruben versehen. Bey Anwendung derSturmpfähle bekommt die Brustwehr eine r. Fuß brei-te Berme, auf diese legt man eine 6. Zoll starke Schwel-le, und zwar, daß sie r. Zoll abhänge. ?I. X. i. s. b.und ?1. XV. o. p. g. Die Sturmpfähle werden gelegt,ehe die Brustwehre ganz fertig, und muß man die ausdem Graben geworfene Erde um z. Fuß indeß zurückwerfen. Man senket sie gemeiniglich mit den Spitzen,