Buch 
Unterricht für die Officiers, die sich zu Feld-Ingenieurs bilden, oder doch den Feldzügen mit Nutzen beywohnen wollen, durch Beyspiele aus dem letzten Kriege erläutert, und mit nöthigen Plans versehen / von Johann Gottlieb Tielke
Entstehung
Seite
190
JPEG-Download
 

iZO II. Theil. IX. Hauptsiück.

§. 294.

?I. X. 2. b. habe ich sie vor dem Graben schregangebracht, wo selbige, durch den Aufwurf der Wolfs-gruben, einigermaßen gedeckt sind. Sie sind sehr gut,die Werke damit zu umgeben, indem man sie etlicheSchritt von der äußern Grabenscite absetzt; Allein,rückt der Feind mit Geschütz an, so sind sie gar baldnieder gelegt. Diesen vorzukommen, fetzt man sie ssschreg, daß die Höhe der Spitze von der Erde nur 4.,Fußbeträgt. Unten am Fusse der Anhöhen ist es auch zumöftern vorrheilhaft, Pallisaden zu setzen, nur müssensie so eingerichtet werden, daß sie das Feuer oben vomBerge nicht hindern. Da, wo sie den Stücken nichtzu sehr ausgesetzt sind, kann man sie folgendergcstalt in2. Reihen hinter einander anbringen, die erste senkt manmir den Spitzen gegen den Feind so sehr, daß sie nur zFuß von der Erde abstehen, l. Schuh darhinter setztman die rte Reihe senkrecht.

Dergleichen Pallisaden sind nicht möglich abzuhau-en, noch vielwenigcr kann der Feind über selbige sprin-gen, dahcro ich sie auf Bergen, wo des Feindes Feuernicht zu befürchten ist, allen Brustwehren und Verma-chungcn vorziehe.

§. 295.

Wenn man sie in den Graben setzt, so richten sie sichmit der Höhe nach dessen Tiefe. Sie müssen entweder,zumal wenn sie schreg stehen, vl. X. 2. ». etwas kür-zer seyn, oder doch nicht über etliche Zoll übern Gra-ben vorrcichen, damit sie das feindliche Geschütz nichtfassen kann. Sie werden auf verschiedene Art in denGraben gesetzt. Ich bin nicht davor, sie mitten in denGraben zu setzen, denn man kann alsdenn den Graben»icht gehörig bcsireichen, und der Feind, wenn er in

den