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geliefert und jeder Soldat erhielt alle 5 Tage 1 Brod, wo-für ihm 2 Gr. von der Löhnung abgezogen wurden.
Der etatsmäßige Servis betrug:
1 Kommandeur monatlich.6 Thlr.
1 Major — 5 -
1 Kapitain — 4 -
1 Stabs-Kapitain — 3 -
1 Lieutenant — 2 -
1 Dbcrjäger — - - 12 Gr.
1 Jäger — - - 10 -
An kleinen Montirungsgeldern wurden für
jeden dienstthuenden Lberjäger monatlich.12 Gr.
— — Jäger — .10 -
gut gethan. Jeder Beurlaubte erhielt solcher Gelder jährlich1 Thlr. 16 Gr.
In den Monaten August und September wurde die Löh-nung für das Bataillon nach dem kompletten Etat gezahlt.Die übrigen 10 Monate aber waren die Kompagnieen nur8 Lbcrjäger und 60 Jäger stark, von denen jedem Kom-pagnie-Chef noch 20 Jäger für seine Rechnung zu beurlau-ben bewilligt war.
2. Uebungen.
Es sollte, wie schon oben bemerkt worden ist, in dieserPeriode, nach den vorhandenen Instruktionen Friedrichdes Großen, das richtige Schießen die Hauptsache derganzen Jäger-Taktik sein. Doch konnte diese Uebung beidem Mangel an dazu gelieferter Munition bei dem bestenWillen nur sehr mangelhaft betrieben werden, da etatsmäßigfür jeden Jäger jährlich nur 9 Schuß gewöhnliches grobesInfanterie-Pulver, Blei aber gar nicht geliefert wurde, weildasselbe Ein Mal verabreicht, immer wieder gesammelt wer-den sollte und daher als ein eiserner Bestand galt.
Bestimmte Instruktionen für diese Uebungen fanden garnicht Statt, sondern wurde hierin, so wie in der Ausbil-dung für die übrigen Dienstzweige, Alles den eignen Erfah-rungen und den individuellen Fähigkeiten und Ansichten der