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1 (1834) Was sie waren - ihre Geschichte / von Carl Friedrich Gumtau
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offenen brandenburgischen Aufschlag, anstatt des bisherigenschwedischen.

Die übrige Uniformirung blieb der frühern noch fernergleich.

3. Bewaffnung.

Sogleich bei dem Befehl zur Vermehrung des Feldjäger-Regiments, erging von dem königlichen Ober-Kriegs-Kol-legio unterm 9. Januar 1784 die Bestimmung, daß sämmt-liche 400 Augmentation-Mannschaften, Büchsen erhalten,und alle Unteroffiziere der bereits bestehenden 6 Kompagnieenmit Büchsen bewaffnet sein, und zu dem Ende Letztere sieBajonett-Gewehre abgeben sollten. Auf diese Weise bestand1786 nach bewirkter Formation des Regiments in demselbendie Bewaffnung in

700 Büchsen und

600 glatten Bajonett-Gewehren.

Erst im August 1787 erhielt das Feldjäger-Regiment,vorzüglich auf Veranlassung und dringende Verwendung desbeim Regiment stehenden Oberst-Lieutenants von Valen-tin!, der den Werth der eigenthümlichen Waffe kannte, dasWesen derselben ganz begriffen hatte und dem das Regimentaußerdem so manche zweckmäßige und verdienstliche Einrich-tung verdankte, wieder auch durchgängig Büchsen und gabdie bisher noch geführten 600 leichten Gewehre ab, welchespäterhin an das Berliner Kadetten - Corps abgegeben wordensein sollen.

Diejenigen Jäger, welche mit den leichten Gewehren be-waffnet gewesen waren, erhielten auch anstatt der bisherigenPatrontaschen, die von allen Büchsenjägern schon bisher ge-tragenen, um den Leib geschnallten Kartouchen.

Zu gleicher Zeit bekamen die Jäger die ersten Flügelhör-ner zum Signalisiren.

Schon im November 1784 war auf einen Vorschlag desKapitain von Böltzig von dem Könige die Einrichtung ge-nehmigt worden, die Hirschfänger zum Aufstecken auf dieBüchsen, als Bajonett zu gebrauchen. Diese Einrichtung