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1 (1834) Was sie waren - ihre Geschichte / von Carl Friedrich Gumtau
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der Angriffsfron», mit Geschütz besetzt. Gegen das Thor führteein Damm durch nasse Wiesen. Einem zuerst angreifendenBataillon folgte die 4. Jäger-Kompagnie, deren Lirailleursdurch die Wiesen und auf dem leicht gefrornen Eise über denGraben gingen. Der Sturm wurde abgeschlagen, der Dammverlassen und die über den Graben gegangenen Jäger muß-ten Deckung suchen, indem sie sich an der Abdachung desWalls niederlegten. Der darauf unternommene Sturm eineszweiten Bataillons gelang, es drang in die Stadt ein, dieJager-Kompagnie folgte und vereinigte sich mit ihren Li-railleurs, die unterdessen den Wall erstiegen hatten. Der Feindward bei seinem Abzüge durch die Avant-Garde verfolgt.

Am 11. Februar rückte die 4. Kompagnie mit derAvant-Garde vor Conde. Die Aufforderung zur Uebergabewurde abgeschlagen und der Angriff unterblieb, weil man sichvon der Schwierigkeit des Unternehmens und der Unmöglich-keit des Gelingens im Boraus überzeugte. Der Feind be-schoß unsere Truppen mit seinem schweren Geschütz.

In den bezeichneten Verhältnissen waren die Kompag-nieen bei den weitem Bewegungen der Truppenteile, zu de-nen sie gehörten und wohnten am 2. März der Kanonadevon Soissons bei.

Am 4. stieß auch die 2. Kompagnie in Laon zur Avant-Garde und beide Kompagnieen wurden nach St. Christophedetachirt.

Am 7. rückten die Kompagnieen wieder in Laon einund am 8. in die Abtei auf der Straße nach Soissons .Als sich

in der Schlacht von Laon am 9. März feindliche Abtheilungen der Abtei näherten,wurden sie durch Detachements, ihnen aus derselben entge-gengeschickt, bald vertrieben. Im Laufe des Tages wurdedie 2. Kompagnie rechts, die 4. links von Laon , letztere aufder Straße nach Rheims aufgestellt. Nur vorgeschickte Deta-chements derselben kamen zum Gefecht und verloren 2 Todteund 7 Verwundete.

Am 12. wurden beide Kompagnieen der Brigade des

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