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begebenheiten prüfend ins Auge, so dürfen wir daraus unläug-bar Folgendes entnehmen:
/V. In dem Feldzuge von 1812 wurde bei dem dies-seitigen Hülfs-Corps, welches die besondere Bestimmung derEroberung einer Festung hatte, das Jäger-Bataillon höchstzweckmäßig und angemessen verwendet. Zu Vorposten undzur Besetzung von Positionen gebraucht, brachten sie diefrüher gemachten Erfahrungen und Belehrungen über denleichten Dienst überall mit Erfolg in Anwendung und leiste-ten dem Corps durch Sicherung, durch Kundschaften unddurch den Respekt, den sie dem Feinde durch die Vorzügeder Waffe einzuflößen wußten, den Kosacken, diesen aner-kannt vortrefflichen Wächtern, gegenüber, wesentliche Dienste.Hierüber hat sich der General von Seydlitz in einer beson-dern Mittheilung durch ganz bestimmte Aeußerungen gegenden Verfasser zureichend erklärt, mit dem Hinzufügen:
„In dem Feldzuge von 1812 fanden sich die Jäger in„ihrem Element, im Walde und auf Vorposten. Eine„schon im Jahre 1802 von dem Feldmarschall von Porck„ausgesprochene Idee der sogenannten stehenden Patrouil-„len, oder eigentlicher weit vorgeschobener, wandelnder„Feldwachen, bewährte sich hier bei der praktischen Aus-führung vor dem Feinde."
Diese stehenden Patrouillen finden wir vorzüglich vonden Vorpostenstellungen von St. Dlay aus, vor dem Kreb-senkruge u. s. w. mit Nutzen verwendet.
Die Jäger entdeckten jedes Mal die feindlichen Ueberfalleund Verstecke und erspähten immer seine Annäherung bei denverschiedenen Angriffen, so daß sie überall zeitig genug mel-deten. selbst zurückkamen und nebst den übrigen Truppen ihreStellungen einnehmen konnten. Daß sie dabei in den ver-schiedenen Vorposten-Gefechten, nach Maaßgabe der hohemAnordnungen, das Erforderliche leisteten, haben wir gesehen.Namentlich aber erscheint ihre Verwendung und ihr Verhal-ten in den Vorposten-Gefechten am 1. August bei St. An-nen, am 5. und 6. August bei St. Dlay beachtenslverth,besonders aber für den Gang des Gefechts von Bedeutung