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worauf dieser mit militärischer Musik »ach.Hause gieng. DieWürde des Scheichs war erblich uud die Dynastie hieß El-Mdoffer, wahrscheinlich der Name des Gründers der Stadt.Die Nachbarstämme (Odschnran) durften nach Sonnenunter-gang nicht in der Stadt sich aushalten, denn die Thore wur-den geschlossen. Die Stadt war sehr mächtig und beherrschteeinen großen Theil der Küste. Es waren mehrere großeMoscheen darin und die Leute waren sehr religiös. AuchGelehrsamkeit wurde gepflegt. Die Stadt verlor ihre Machtund ihren Glanz nach deni Einfall des mächtigen StammesAbgal, welcher zu dem Stamm der Hawia Somali gehörte.Durch den Einfluß der Portugiesen wurde die Stadt nochweiter geschwächt.
Von Mukdischa kam der Reisende nach Suahel (die User,Küstens, wie er sagt. Er gelangte nach Manbasa , eine großeFnsel, welche auf dem festen Land keine Besitzungen hatte.Er fand auf dieser Insel «Mombas) Bananen-, Limonen-und Citronen-Bäume, auch die Frucht Dschamun «Dschambu,Eugenia, Jambu), welche der Olive gleicht, und sehr süßschmeckt. Die Leute von Manbasa eultiviren kein Getreide,da man ihnen dasselbe von Suahel bringt. Ihre Haupt-nahrung besteht aus Bananen und Fischen. Sie bekennen sichzur Lehre des Schafii, sind fromm, keusch und tugendhaft.Ihre Moscheen sind aus Holz gebaut. Neben den Moscheensind Brunnen zum Waschen der Andächtigen eingerichtet."
Es scheint nach dem Bericht des Jbn Batutha, daßMombas damals noch nicht sehr mächtig war. Sie wurdees erst durch die Häuptlinge, welche von Schiras kamen, inMombas sich niederließen, Sansibar und Malindi eroberten.Es scheint auch, daß die Wanika zur Zeit des Jbn Batuthanoch nicht an der .Lüste waren. Wahrscheinlich kamen sieerst aus dem Innern, als die wilden Zimbos, welche I.'>68die Küste verheerten, wieder verschwunden waren.
Von Mombas reiste Jbn Batutha nach Kulua «.Liloa),wo er eine große Stadt fand, deren Bewohner auch Lchafii-ten waren und gegen die ungläubigen Nachbarstämme Kriege