Band 
Dritter Theil
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Vorrede zu denen zwey letsten Theilen

dcö Historische» I.exiei.

Ey dieser endlichen ausgab derer zwey letzten thei-len des allgemeinen Historischen und Geographi-schen LenÄ scheinet es eben nicht sonderlich von-nöthen zu seyn/einen neuen Vorbericht beyzufügen. We-nigst kan dasjenige/ so Hiebey noch vornehmlich zu erin-neren vorfällt/ mit gar kurtzen Worten vermeldet werden.Alles kommt hauptsächlich daraufan/ daß man/was beyausliefferung derer zweyen ersten Bänden ist versprochenworden/nun auch biß ans ende getrachtet habe zu leisten;so viel nur die viere mit gröster eyl fortlauffende pressen/welche anjetzo diese andere helffte des gantzen wercks in-nerhalb zehen biß eylff monaten zu ende bringen/in einerso kurtzen zeit und bey so vielen darzwischen gekommenenVcrstörungen zu thun gestattet haben.

Die vormahls angekündete Berfassung aller zu derwichtigen Historie des Durch!. Hauses Württemberggehöriger artickeln und berichten ist in einem sehr vollkom-menen stand eingelösten/ und der gethanen Versicherunggemäß zusammen in den arnckel Württemberg einge-bracht worden. Was auch ferner zu den geschichtendes Durch!. Hauses Baden/ sowohl als einiger an-derer uralter Häuseren/ aus welchen dieses letztere abstam-met/ und deren gebiete und Vorrechte an sich ererbet hat;wie nicht minder/ was von denen namhafftesten örteren/Gras-und Herrschafften/so darunter gehören/ denckwür-diges zu crzehlen ware/ist gleichfalls mit gröstem fieiß bißans ende fortgesetzt/ und jedes an seinem behörigen orleingerücket worden. Wobey man sich dann nochmals«eine besondere freude machet für diese ansehnliche vermehr-und Verbesserungen des gegenwärtigen Wercks/ erstlichdenen beyden Durcbleucbrigsten tdäupreren/welche dieses also haben veranlassen und befehlen wollen/und hernach auch den zweyen hochgelehrten und preiß-würdigen Verfasseren/ t)erren Johann Ulrichpeegitzeen/ wohlverdienten Würtemb. Pfarrherrnin Unter-Türckheim/und k)errn Carl ^riderichDroVngern/ Hochfürstl. Baaden-DurlachischenHof-Nalh und nochmalen für sich selbst/ und

im namen des unterkhänigsten und gehor-

samen danck abzustatten.

Aus der Schweih/ Elsaß / Freyen Grafschafft Bur-gund/auch von verschiedenen örteren Teutschlandes sindgleichfalls mehrere verzeichnussen und befchreibungen de-rer angesehensten Geschlechteren eingesandt worden; wel-che dann alle/ wo man sie nur in rechter zeit empfangenhat/ ein jedes an seinem ort/ hierinnen erscheinen. Vonanderen solchen Geschlechteren in nicht geringer zahl hatman zu bedauren/ daß sie zu spath eingelauffen / und alsonothwendig biß in das künfftighin etwan absonderlich ge,bende müssen verspüret werden. Die bey-

de geehrteste Herren des Verfassers dieser Vor-rede/auch nicht minder die verschiedene andere Schweitze-rische Gelehrte/welche zu gründlicher erläuterung der Va-terländischen Geschichten/ Alterthümeren und Geschlech-keren/viele wichtige beytrage gethan/verlangen nicht/daßihrer von neuem allhier gedacht werde; wiewohl sie des-wegen Nicht minderen rühm und danck von allen billichenliebhaberen der geschicklichkeit verdienen.

Nur eine neue art von Vermehrungen solle allhier nichtvergessen werden anzuzeigen/ welche in denen sehr nettenund vollständigen Reyhen oder Nachfolgen aller in diegegenwärtige zwey Bände emlaustender Englischer Bi-fchöffen/ sowohl als derer Ertz-Bischvffen zu Horck beste-

het; deren jede unket dem tikul des Bißkhums oder Erß-Bißthums/welche Vie Männere der ordnung nach beses-sen haben/ ist eingebracht worden. Solche sind bey de-nen Englischen/sowohlkirchen -als weltlichen Geschichtet!von desto grösserer Nutzbarkeit/als nicht nur in beyden viel-fältige Meldung dieser Prälaten geschiehet; sondern auchdieselbige in solchen anlassen/ entweder nur nach ihrenErtzdißt-und Bißthümeren/ oder doch lediglich mit denenVornamen angedeutet werden. Man hätte sehr gewün-scht/ dergleichen schon in denen zwey ersten Banden ge-ben zu können; hat sich auch um die dazu nöthige büche-re gleich bey ansang des Wercks mit allem fleiß beworben.Allein da selbige dannoch etwas spath angelangt/ ist esnicht müglich gewesen / eher als bey den gegenwärtigenzwey letzten theilen damit den ansang zu machen. Dieübrige gleiche listen/ so zu den vorigen gehörten/wird man jedoch allenfalls nicht ermangeln/dem künfftl-gen -§L/^/e--M/s einzuverleiben. Die wichtige zugab em-pfängt nun der geneigte Leser von eben dem preißwürdj-gen Verfasser derer vielen netten und gelehrten neuen ar-tickeln/üder eine grosse anzahl/ sonderlich Englischer undOrientalischer geschickter und berühmter leuten/ welchesschon in der ersten Vorrede genugsam ist angezeigt wor-den. Wie nun diese letztere berichte von den besagten ge-lehrten Männern durchgehende mit besonderem vergnüge!!der besten kenneren sind aufgenommen worden/ als wel-che leichtlich sehen mögen/ wie wenige Personen im standwären/dergleichen rare und gründliche berichte mitzuthei-len ; also darff man sich solches in ansehung deren jetztangedeuteten Folg-reyhen der Englischen Bischöffen undErtz-Bischöffen nicht minder versprechen.

Nach diesen kurtzen erinnerungen könte die gegenwärti-ge Vorrede schon jetzo beschlossen werden; woman nrchkaus einrathen verständiger Personen für gut angesehenhätte/ auf eine von dem Leipzigischen Herren Verlegerwider die zween erste Bände der hiesigen auflag ausge-streute <7<?»>r bey so guter annoch fügender gelegenheikzu antworten/oder vielmehr deren gründ oder ungrunde zuuntersuchen. Man achtet sich zwar dazu eben nicht garhoch verbunden/sonderlich da sich der Herr Verfasser dernicht genennet hat/auch die vornehmste anklagenund tadlungen nur überhaupt gemacht/ und mir gar kei-nen/ oder doch gewißlich sehr schlechten bewelßthumenunterstützet werden. Es ist einmal schon zum voraus klargenug/daß kein verständiger oder billicher Leser denjenigenso reichlich glauben zustellen könne / welche vieler nam-hafter fehleren aufs deutlichste sind überzeuget worden:wo sie gegen das Merck/welches ihre blöffe unwidertreib-lich an den tag gebracht hat/zwar eine besondere Verbit-terung zeigen/und etwan in gar harte Worte ausbrechen/aber darbe» keinen tüchtigen beweißthum darlegen. We-nigstens wird allhier fürs künffnge diese heitere erklärunggethan/wie man im geringsten nicht gesiNnetseye/ aufder-gleichen schMten fernerhin zu antworten/ nachdeme att-jeho deutlich genug wird erwiesen seyn/ daß bey der aller-»grösten degierde/ die zu Basel an dem Hiss L«co gemach-te arbeit zu venmglümvffen / und bey äusserster mühe/welche angewendet worden/die fehlere/ so sich darinnenfinden mochten/ wenigstens durch mehr als den zten theildes ersten Bandes/auszusuchen; dennoch gar nichts wich-tiges zum Vorschein kommen ist/ja vielmehr von dem ge-lehrten Herrn Gegner oder eben in denen artickeln/allwo er andern hat fehler zeigen wollen/ und welche erderowegen sonderlich wohl zu besitzen vermcynte/ nochselbst fehlere sind begangen worden. )( Die