Band 
Dritter Theil
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tzene wercke in gröstem ernst gesetzet hat; i'Ollvrsgs favor, - da dochdieses bey leibe nicht der name eines besonderen von Menaqio ver-fertigten buch« / sondern allem dmenige ausdruckung ist / durchwelche sowohl er als andere des mann« grosse sL-Ä-on oder Nei-gung für eines seiner Wercken/und,war vermuthlich für die vonihm anS licht gegebene u,st«>re»e s^bi- hab«» andeuten wollen/alsdie selbiger allen anderen Missten/ so von ihm« in druck erschienensind/ pflegt« oorjuiichen. ES geschtrhet davon deutliche Meldungin denen sogenannten n-nsg.Ln«. p. »57. wie nicht weniger in demLlog- von kien-xi». so diesem letzteren buch vorgesetzet wird; undist auch daher unter den freunden des vormahl das sprüch-wort entstanden: 5 °n s-bts.m anzudeuten/ eS geschehe

fast einem jeden/ daß er sich m emes seiner wercken/ oder in einigederen qualitäten/ so er zu besitzen vermeynct/ absonderlich verliebe/aufweiche weise;, «.unseres Herrn Gegners sein s«bie anjetzo dasreine und nette teutsch wäre/womit er alle mängel derer vori-gen Leipzigischcn ausgaben voükommlich,u ersetzen sermevnet.

Was halt jetzt noch ferner der Herr Gegner davon/ paßierts beydeine für keine groresque. wann der tauffname Cosmus/Welchen ver-schiedene Groß-Hertzogen von Florentz geführet/ und der in Aran.tzösischer sprach immer cüm« geschrreben wird/ in denen aus More-ri gemachten Übersetzungen also ist genommen worden/als obs«owre hiesse/oder vielmehr als ob Lome und eomcc schlechterdtn«gen eins wäre. Einmahl ist man in der ersten und anderen Leipzi-ger ausgab durch alle 4 theile des Wercks fest darauf bestanden/und hat come a-.vteäiciz Wmrr den Grafen von Medicis be-deuten müssen/auch an solchen orten / da der Groß-Hertzoglichetitul ausdrücklich dabey stunde. In dem art. Sorbin hatte Mo-reri unter anderen Personen/ denen Sorbin nach ihrem todt lei-chen-reven zu ehren aufgesetzet/ auch gemeldet / den Lolme a« r^e.ciicis, Ouc cic 1 oi'cane. Allein/ wie schon gesagt/ zu Leipzig ist derLauf-name dieser hohen Person verschwunden/ und erscheinet alleinDie zusammenfügung der gantz widerwärtigen tituln / so nach derFraiitzösischeii rcdens-ark warhafftig ein sNsmi,>-Ze s;coc-sguc heis-M müste: der Grase von Medicis / Hertzog von Toscana;als wann sich je einer aus dem Mediceiscyen Hause die beyden titulzugleich beygeleget hätte. Doch Mag noch mit diesem ersten ortum den vorzug der seltsamkeit streiten ein anderer auS dem art.Stell« (Jacobus) allwo der titul des Groß-Hertzogen vorher-siunde/ der namr Cosmi hingegen folgte/ und also der Graf umso weniger mochte platz haben. Und dannoch hat auch das nichtsgefruchtet/ und der angedeutete Fürst wiederum gar nett derGroß-Hertzog/ der Grase von Medicis seyn müssen.

Ist jetzt das nicht auch etwas von grocesoues, wann man wegeneinem nlcht verstandenen wort/ so man zu übersetzen vor sich gefuu-drn/einen gantz widrigen verstand heraus bringet/und grad dasgegenchril siegt dessen/ so man hak sagen sollen. Das FrantzösischeWort n-zmmoms, rst ja nicht rar noch schwär zu verstehen; gleich-wohleu/wann uns Moreri im art. Stadius gemeldet bat: it

sguil une^rLnlle regmäcion en enseiAnanr tss ^tiicticmLcigues s ?srirgu'll cerirrc nesntmnins en s'swulLnc s vcnilmr prellire /avenic sux

a-Is c.our; da hat man uns alsodald in nettem Teutsch bere-den wollen: Stadius hatte sein ansehen auch nicht einmahlverloren/als er sich darauf gelegt/ wie er den Hofleutenzukünffkige fachen vorher jagen möchte. Die vollmetschungrst um so viel rarer / weilen ja/ wo man auch das unglücklichen-anrmom5 anfangs in einem gantz widrigen verstände für unserTeutsches nicht einmahl gefaßt; dannoch die mit den übersetztenalso gleich zusammen Hangende worte des Moreri auch den un-achtsamsten Übersetzer ein anderes lehren können; <K a reng,r p-,r >ä

Ze nom tzes XtLlkemsuciLNL oäieux, cowme il svoit ere ctu lern; äesCeis-s.

Wie lächerlich ist wieder/wann man im art. Melli anführet/AzchiaderRönig von Tombut hätte ihme Marocco zins-bar gemachet, da nicht allein dleses/so es warhafftig/ ant keineweise rn dem an. Melli gehöret hätte/ sonderen auch Moreri aufsaller deutlichste nur dieses meldet: Die leute des landes Melliwarm erstlich von dem Rönig zu Marocco/nachmalen aber von dem Tombutifchcn Röntg Zzchia unters sochgebracht worden : ils svuienrere tubjuZlier x>sr leLoi cts^tilroc;

wsis i'sn l;ro, Vxcllis Kc>i cls 'pomhur le les renciir cridursires?

Wie laute»/ wo man übermahl/ weil man die krafft der Frantzös.«orten nicht recht gefaßt, brc kaufleut« eine gewisse waare an solchevrtere bringen ipachct, welche sie lediglich alldorren holen? z. e. der-vsrro^uin oder das docks-leber kommet ja aus der Afrikanischen Barbarey/ und Hut so gar seinen namen von der stadt Marocco .Dochhats im art. r->L>er hciffen müssen/ die Europäischen undBarbarischen kauften» bringen dock-lcder nach der stadt obigennamens; da Moreri wenigst von grad das gcgcnchcil hatteandeuten wollen/ und überhaupt nur gemeldet/ wie vre HandlungAr gedachten lederen viele kanfleuke sowohl aus Europa/als derBarbarey dahin zuge. On 7 iHc grsnci commecce <te msrroguiv.

cs gui 7 »mcns piuiieurs MLrclian; ct'Liico^e ör oe Lrrdrrie.

. Wie Passus/ wo man die in Franckreich so sehr unterschiedeneamtere eines prevoc 6es MLcctinnz, und Urevoc lies ^iLrecisLux ver«mischet? diß geschiehet gantz offenbar im art. Trrstanus Erdmi-»a (Liidovtkus) und muß da Tristan Oberaufseher der kauss-«euten zu parisi/ oder wie andere sagen/ Schloß-Vorgkgewesen seyn. Und doch hatte Bayle / 'von welchem der art.abgeborgel ist, schlechter dingen gesetzt: n scoir vrövoc »es -v>2ce»cbLux. Auch zeigen im übrigen die diesem mann zugeschriebenethaten genug an/ daß er ein solches amt getragen/ welchem es zu-käme/ dre räubere zu verfolgen und zu straffen / wie der näyüc a«

^srLcb-ux thUt; nicht aber/daß er das Ober-Haupt im burgrrlichcn reglment einer stadt habe seyn mögen. Ohn« jetzt noch vor»der abfurdität zu reden/ die/ wann je prevüc »es msrcksns undrrevLc itcs msrLcbsux eins wäre/ gleichwohl noch barmn begangenwurde/ daß man gemeynt/ es könke in Franckreich nirgendwo keinsolches amt gefunden werden/ ausser in Paris .

Für was für sEgue- sind jetzt nicht anzusehen die nach derheutigen Frantzosischen art eingekleidete namen verschiedener Per-sonen auS dem alterthum/und welche zu einer solchen zeit gelebt/da gewißlich dergleichen namen sehr fremde gewesen sind ? wann/wie vormalen im art. Cyr/ der Eukychiamsche in das Bißthumvon Antiochia eingedrungenr Münch aus dem fünfften Kcuio- P<«trus Fullo oder Cnapheus/ zu Teutsch necrus 6e komon, oder woje dtß ein bruck-fehler/ a- l-ouion hat heissen müssen; also nun mdem art. Gtdon ein Syrischer Bischoff der stadt Paltos/ welcherim sechsten jähr hundert gelebt/ in gröstem ernst Johannes a- Pal-tes genenntt wird? Was ists/ wann man in einer grschrchte desjahrs ;87 die wacht vorder thür des Königlichen zimmers bey demuralten Fräuckischm König Childebrcto/ Schweitzer heiffetxnur weil solche Moreri nuittiers gcnennet; »u,u,er abec in einemFrantzös. Ol-Hon-irc durch das wort Schweiger ist vertemsch!gefunden worden? sihe hievon den art. Rauchin-

Wie artig sichets/wann der König in Franckreich,HenricusIII/an seines Vorlesers statt sechsten zu dessen Leser gemachet wird/und/ weil in dem Lio>;e vorn v-- korrcs diese worte angetroffenworden: Uem7 III le 6c ton teÄeurz der Herr Verfasser des art.gespürtes selbige in seiner netten und reinen Teutschen schreib-attausgedruckt: daß so gar der Rönig selbst seine (des -i-s i-or-»es) verse zu lesen pflegte? Wie nett ists nicht/ wann dasenge gefangnuß m «ine weite renn-bahn verwandelt wird/wle im art. philoxenus geschiehet; allwo der Frantzösische namedes m der that sehr schlimmen kcrckers zu Syrarusa/ darein dertyrann/ Dionysius der ältere/für welchen/ gleichfalls zur unge-bühr/ nur aus einigen neuen Scridcnten / der jüngere Dionysinsgesetzet wrrd/ den obyedachten Poeten gestossen/ zwar von Morertnach dem Griechischen lsuiumiL nicht unrecht csrrieres, diestein-gcuben wäre genennct/ aber in unserer rein- Teutschen über.setzung gar unglücklich für eine renn-bahn ist angesehen wordeneHier wäre es wohl gut gewesen / neben dem reinen Teutschenauch das reine Frantzösische zu verstehen/ um daraus den un-terscheid zu siudkll / zwischen ies csrricrcs und ls ebnere. Maltwurde sich haben berichten lassen/daß c-rri-rc zwar auch im nu-ve»ro lingulsri eine ftein-grube/aber hingegen im numero pturs-

wie es Moreri gebrauchet/ nimmermehr eine renn bahn an-zeigen könne; wir dann der vcrzweiffelt böse kercker zu Syracusa /um Vene es da zu thun/ und welcher sonst aus den alten geschichtmnur zu wohl bekannt tst/gewißlich sehr schlechte gleichheit mit einerrenn-bahn muß gehabt haben.

Jedoch wir müssen einmahl mit diesen groresqu-, ein endemachen/ öbschon deren noch ein schöner vorrath in bereitfchaffl ist»Wann gleich jedes stuck davon absonderlich von solcher art / daß eSfür sich selbst noch ziemlich lustig zu lesen / so ist man doch billichbesorgehes möchte die ailzugrosse menge dennoch zutetst verdrieß-,lich fallen. Nur ehe mans »och gantz aufziehet / dieser gattungmustere anzuführen / will man dem geneigten Leser annoch einekleine Veränderung mache«/ also nemüch/ daß er zwey andere ziem-lich angenehme fehlere sehen solle, welche zwar anfänglich von an-deren sind begangen worden / aber im übrigen nicht nur denen bis-her aus dem Lechz. Mexico angeführten musteren in ihrer art gantzgleichen/sonderen auch insonberhcik davon einigen Verfasserin des-selben gar begierig sind angenommen und als ein gefundener schätzbeybehalten worden.

Der erste kommet von Moreri her / und findet sich im artickelNemea der wald in Peloponneso . Da wird uns jetzr gesagt: AlsHercules von der schlacht des sohnes Melochio (sötte Mo-lorchi yeiffen ) Widerkommen/ hätte er der» Nemeischenlöwen aufgesuchet und erwürget. Diß ist zwar freylich denausdruckuugen des Moreri, wenig» in der Hauptfach/ gemäß/ aberdarum nicht minder §rores-,ue. Dann wer bat doch jemablen un-ter den thaten Herculis von einer Macht wider den söhnMolorchi gehöret? Oder well diese Macht gar rimeutschalso gesetzet wird/ wovon bald hernach an seinem besonderen ort,wo mögen wir immer in den Missten der alten finden / daß Her-cules den söhn seines getreuen gastwirths / des guten Mo-lorchi/ getödtet habe ? Der lächerliche fehler kommet daber/weilbey einem alten >i7lliolo§o gestanden/ wie der Mimische köw knrtzvor der ankunfft Herculis den söhn Molorchi zerrissen / Mo/orchuSaberHerculem hierauf in sein hauß aufgenommen/und selbigemgezeigt hätte / aufweiche weist er die greuliche best» am leichteste»überwinden möchte. Da muß nun Moreri/ wie ihme noch anders-wo gar offt begegnet / wegen allzugrosser eylftrtigkcit und weil ekzuvor von der geschichtr nichts gewußt / das wört löw übersprun-gen/ und sich also die einbildung gemachet badem als wann Hercu-les selbsten den söhn Molorchi umgebracht hätte. Die worteLactantii über des L»rii i-hcb-ictem 1.5 ,6-,. tönten vielleicht am

ehesten ursach dazu gewesen seyn; Massen es dorten von zerreiffungdes sohns Molorchi durch den löwen stehet: -uju- iso mr-r.fecersc. Einmahl hat ein fchreiber / wie Moreri / durch das einigeüverhiipftn des Worts >e<, zu aller da gemachten Verwirrung nochleichtlich genug anlaß nehmen wögen.

Der andere angenehme fehler von dieser art stehet im art. Ol>n,da lle Pernambucä. Die sich nur wenig um die dcschaffenheil desAmermnischen länderen bekümmere« / wissen genug / daß sowohl)(X ander»