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genehmhaltung sich entschlossen. Diejenige/ so dergleichenklon am meisten befördert,sind gewesen (i) unter dem Padst Jnno-centio IV der kscer Eesareo, von dem man die strengern ckrancuca-ner eine zeitlang k>acr?s LLlLrinas genennet; (2) unter dem Padst
Elemente VI der »Lree Gentilis von Spolero; (;) unter dem PadstEngem» IV/ Bernhardlnus von Siena , welcher an. 14;^ denkrslribus minoribus 6e obscivLiiris gleichsam eine neue form gege»den. Der Padst Leo X verordnete durch eine absonderliche bulle,baß hinsüro die unterschiedene namen der Franciscaner autgeho-ben seyn / auch alle und jede ins künffcige K-rres - kr-nces-lrcguiLns observsnria: genennet werden solten» Nichts destowenlgererlaubte der Padst Clemens VII durch eine andere bulle, daß d-eie.nige/so die rege! des heil. Francisci nach ihrem biichstaben,,»id nachden erklärungen der Päbste Nicolai III und Clementts V, »bicrv.-ren wollen, m zukunfft von den übrigen unterschieden , und ^»-8kr-ncitcLlii 6e ttriÄiori oblecvsmir genennet werden mochten. ZuRom haben diese Observantiner ihr closter bey der klrche cii 8an
kiekr» nel lelonrorio. 6e orig. orciin. 8. kranciici.
snnzl. 5. krsncisci. in expos. reg. 8. krsncilci.
csisl. rlcgl, cxcklm rslig. n. 74, 7 ?-
Obsfeld/ ein städtlein und amt in dem Hertzogthum Magde-burg in dem sogenannten Hvltzcreyse, so der Landgraf von Hessen-Homburg von dem König in Preussen Friderico I vor Neustadt ander Dosse in der Graffchaffl Ruppin bcko!nen.Lra»ck»L^^./.--§e->§r.
Obsopäus/ (Johannes) war zu Brette» in derPfaltzan.lezs qebohren, und studierte theils in seinem Vaterland, theils zuNeuhauß,theils zu Heydelberg in dem c»Ue§>» 8ap>cm>s>. da er son.derlich Z. Urstnum gehöret. AufChurmrst Frlderict III lod zoger nach Franckfurt am Mayn,da er bey Wechclio einen corrcLorcmdes drucks, gestalten er in der Griechifche» und Lateinischen Machwohl erfahren war,abgegeben; begab sich auch hierauf mit Weche-lio nach Paris , da er 2 mahl wegen der religion ins gefängmß ge«setzt worden. Daselbst legte er sich in dre 6 jahraus die artzney«kunst, und brachte es dahin, daß er, nachdem er wieder durch Engel,land und Niederland nach hauß gekehrct, die pMcll.on der mewc.nzu Heydelberg erlangt; muste auch, als Churfürst Fridericus IVnach Amderg zog, ihn als Leib-öä-chc^ dahin begleiten. Kaumaber kam er wieder nach Heydelberg, da ihn euie köstliche kranckheitergriff, und an. 159S aus diesem leben wegnahm. Er hat unter-schiedliche wercke Hippocratis mit gebesserter Lateinischer, Über-setzung und anmerckungcn aus msousiripcen und andern düchernherausgegeben; als 6pliorisir>or. IsÄicm. octo, Losca prL-lsg>2 6cc.So hak man ihm auch die LibMns oracu/L, mit Castellionis verlionund seinen eigenen aus allerhand msnuscripren und anderstwohergenommenen anmerckungen, wie auch 2o>nLstri8 msgics.cum scko-lilr plerkvnis und vsclli.UNd o,sculL merric» )ovis 6cc. gleichfalls mitseinen nocen, j» einer gar saubern estieion zu Paris an. 1607 ge-druckt , zu verdancken. Sein bruder Simon hat sich auch einennamen in der artzneyckunst erworben, doch mehr durch feine mccii-«lnische prLxi» als durch schnfften; derselbe ward auch kroscNormcllicinL zu Heydelberg, und starb dabey in seinem 44jahr an.iüiy.
)l. psrerg. vit. mcüic. *
Vby/ lat. obiu8. ein grosser fluß in dem östlichen theil vonMoscau , welcher in dem land der Calmuckcn aus dem see Kithayentspringet, durch Siberien siieffct,und sich durch 6 elnstüffe in daseiß-mecr ergeust. Er ist sehr ungestüm, und also vor die schiffahrtsehr gefährlich,auch bey seinem cinfluß so breit, daß man etliche tageüber denselben zu segeln hat. Er wird insgemein zur gräntze zwi-schen Asien und Europa gesetzet.
Gcca/ ein fluß in Moscau, welcher auf den grätzen der Crimmi-schen Tartarey entspringet, von füden nach norden zuläufst, dieHertzvgthüiner Worvtin, Coluga, jsoluin oder Columua bewässert,io Teutsche meilen westwärts von der stadt Moscau die Cleafmaund Mora zu sich nimmet und bey Numovogrod in die Wolga fällt,allwo das wasscr sehr liess ist. An-1669 wurde zu Dydent ein großschiff, der adler genannt, um die Handlung des Caspischen meers,wohin dieser fluß führet, in guten und sichern stand zu dringen, er-bauet.
. Occa/ o si-ri-L 6c) oder das gebürg Occa, vor alters Jdubcda,Nimmt feinen ansang i» dem Pyrenäifchen gebürge, und theilt sichgleichsam in ; arme, von welchen der eine biß nach Tortofa in Ca-taloiiien sich erstreckt, der andere durch Bifcaya, Alt-Casiilien, Leonund Gallicien, biß an das voraebürge i-iniz re, r-r, gehet, der dritteaber, welcherOrofveoa genennet wird, durch Alt Casiilien, Neu-Castilien, Andalusien und Granada biß an die meer-enge vonGibraltar sich ausdcbnet. In einem absonderlichen verstandkömmt dieser name nur einem stück dieses gebürqes zu, nemlicheiner reihe von bergen, welche zwischen Burgos,Miranba 6e> Ebro und 8. Domingo cle ta Canada sich hesinden. 6clic. 6e
I'Lsp. p. ZI, ;r.
Occam/ oder Ocham/(Wilhelmns) ein aus dem dorffmit ihmgleiches namens in der landfchasst surren gebürtigerFrancsscaner-Mönch,und desJohannis Duns oder Scott fchüler, war das Hauptder so genannten eiominLiwm, und wurde vnösor invmcwii,.., vc„c-rabMz, incepkor 6c v-'Äor il»g»Hs genennet. Er hat bereits vordem jähr i; zosich durch seine schrifflen bekannt gemacht, und gleichzu ansang des >4s-cuU die iNeoingic aufder Un,ve-6tät zu Paris ge-lebret, auch den König Philipp den schönen von Franctreich widervenPabst Boniiaeium durch feinen lractat von der geist- und welt-lichen gcwalt vertheidiget. An. i;2r wurde er von feinem ordenzum Prvvinclal in Engelland gemacht, und befand sich hierauf beyeiner zu Perug-.a gehaltenen Versammlung seines ordens, woraufwider den Padst Johannem behauptet wurde, daß es eben keine
occ oce
ketzerey wäre,wenn man sagte -weder Christus noch seineAva,stet hätten etwas eigenthümliches besessen. Diese lehre drei,tete Occamus überall und sonderlich zu Bononien anschiß ihn end.lich der Pabst durch drohungen des banncs zum stillschweigen ae.bracht. Hierauf entwich er aus Italien nach Franckreich, undhielt sich daselbst biß auf das jähr i;r8 in der stille auf. Nach die,ser zeit ergriff er wiederum die jeder,vertheidigte den KayftrLudwi»aus Bayern , und den Gegen-Pabst Pelrum von Cvrberia,hingegen auf des Pabsts JohannisXXII Hochmuth und tyrmu'mhefflig loß, lehrte auch öffentlich, baß der Kaystr in dem zeitlichenund westlichen niemand ausser Gott unterworffen. Hierdurch nunstieß er den Pabst gewaltig vor den kvpff und bekam an. i;;o denbann zu feinem lohn, welches ihn nöthigte, zu diesem Kaystr seinezuflucht zu nehmen. Solches erhielt er auch gar leicht, und wurdezu den wichtigsten Verrichtungen mit gebraucht, denen er mit gros-ser treue vorgestanden,wobey er nur gebeten, der Kaystr mochte ihnmit feinem fchwerdsvertheibigen, er wolle hingegen allezeit milderjeder parat seyn. Sein tod soll an. i ; 47 , nach andern aber etwasspäter erfolget seyn. Nachmals ereignete sich einige fchwürigkeitdarüber,daß der Pabst^ohannes XXII die odangesührte meynunzverdammet, daß nemuch weder Christus noch einiger von seinenAposteln etwas weder insgemein,noch ins besonder gehabt. Solchelehre wird das brod der barfüffer genannt, und kömmt darauf an,od das eigenthum solcher dinge, die sie durch ihren täglichen ge-brauch verzehren, als brod und wein, diese» ordenü-leuten zugebvre,ober nur der blosse gebrauch derselben, ohne das eigenthum darüberzu besitzen. Doch fand der Pabst Nicolaus III, so von diesem erdenwar, und seidigen bereichern wolle, ein Mittel. Denn damit solchesnicht ihren stifflungs-regeln zuwider z» lauffen scheinen möchle,wandte er vor, daß sie von dein, was man ihnen gäbe, nur den ge-brauch haben, die fach aber selbst der kirche eigen seyn solle. Imübrigen ist zu mercken, daß, als Occam in den dann gefallen, die ge-lehrten zu Paris ihn vor einen ketzer erkläret, und seine bücher ver-brannt habe». Es sinb aber selbige ausser den bereits gedachten,sein tractat cli: jurisUietioni! i,r>pcrLiori8 in csulis mLirimoniLlwm;gULiiionuin 8 cleciiloncs super porcibzte Üc clignir»re summ, ?nmillcis;6>L>ogU8 imer rnsgilliurn 6c clilcipwuw, j,i Z theilen ; comperulmmerrorurii ^obsnnis XXII; opu8 nouLgimL cbcrum urUi -lominiorerum ccclelizlbicLruni 6e sb.licznone bonorum remporallum in per,seüioi«: cksrus monsclrorum 6c clericoruru 2clversu5 errores )ok8nmrprpz,; guLlbionor lupcr 4 übroz senrencisrum 6c in ccnrüeiguiunickcologicum; exposuio surez lupcr rocsm srrem vckcrem; sunim»roeius iogic« ; rnn^or luninin logicn: 6cc. In snnss 6c liibl.
Iviinuric. T'rnlrcm. 6c cle scripror eccl. cls
scripror. non cccs e. r. F/<rc,Hn c-csl. teckiuin verir. 1.18.in monsrck. iwpcr c7»2,e
OLQ^8IO> oder die gelegenheit/ wurde vor alters von denHeyden als eine göttln geehret, und vor die oder-ausstherm der be,qucmsten zeit, worinnen man elu geschäfft am besten ausrichtenkönne, gehalten. Wenn man sie abbildete, stellte man sie vor i» dergestalt einer nackenden weibs-person, welche an dem huiterlhell deskopffes kahl war, und auf ihrer siir» eine lange Haar-locke halte,miteinem fuß in der Infft, und mir dem andern auf einem rade stund,in der einen Hand ein schecrmcsstr, und in der andern ein stgel dielt.Desgleichen hatten auch ihre Nisse flügcl, und das rad war m steterdewegung. Dieses solle andeuten, daß die gelegenheit allezeit mi«beständig sey und bald vergehe, jd daß selbige', wenn man sich derennicht, sobald sie einem angebothen werde, gebrauche,bald entweiche,und nachmals eine stetige reue in dem gemüth hinter sich lasse.
cpigrsmui. 12. No//?ttr c>L uriu srguc prvgrcllu iclolvlrt, gsnk.
stnr^gm.Lnriq. ktom.
OLE WOX> der name einerHeydnischen gottheit,welcher mandie aussichl über die selber, unb zwar zu derieiiigen zelt, da sie geegkwerden,zugeschrleden hat- i x,c»gr. >8.1.29. s'E/pL»i>».
M)il>. p. >8j.
C)ccs / ( Adolphus ) war mccl>c>»L Oosdor und zn
Augspurg. Er legte sich sonderlich auf die -»ciguitäten , wie erdenn alle alte mülitzen der Römischen Kaystr von Pompejo U. anbiß aufHeraclium gefamiiilet. Er starb au. 160; in dem 8> iabrsemcs ailers und hinterließ p8Lr>uzcop. i»ic>ipi. snrlg. in liist-
rcpcic. in tvl.; vlumismar^ 2 ?onipcjc> VI. usgue rll sjc-Lciium Ac,
Witte hält ihn vor einen gebohrnen Augspurger, Bciithcmabcrvor einenFrießländer. ^"e ciiLr.biogr. Le??,slull. ic. U»ll8cl>.ttsnr p. 290,
OLLssXIHI)ss8, oder ocLEL. gewisse Nymphen, vonwelchen die Heyden gedichtet, daß sie der gott Oceanus mit derThetis gezeuget. ^omc--pLnrK. p. ,«o.
Oceanus/ ein gott des meers / welchen die Poeten vor Wund Destä söhn / Telhyos chcmann und der stüsse und vrunnen va-ter ausgeben. Die alten neiinclen Occanum den vater aller dliule/weitste mit dem weisen Thales dafür hielten/ daß das wasscr dasprincipium oder der Ursprung aller fachen sey. Bey den erddkschrestdem bedenket occ^n»; ygs grosse wclt-meer / so die erde umglckt/wdaß vermittelst desselben dieweil vonosi-nach westen zu uwscdMwerden kan / nachdem MagcllaneS / Drecke / Marrc / Caven«dlSH und BrowerS die p-ist>°m von norden in die süd-ste enlbccrtthaben. Der «cc-,,»- ovcr das grosse wett mccr wird in 4 grosse ihel»le unterschieden/ nemlich M den vst . sud - west - und nordsttymoccanum.
Der östliche oc-zn»; hcgrcifft in sich das Chinesische meer/ densi-cwpcizgum 8 gegen dledieds-tnsuln/ vdkrl-!^ci->ors--6 r-»,e 8 jn/ und die see von Achlbo! um dle tnsu! Java. Der sudtvche occLnus oder das Indianische Meer benetzet den mittägigen ltM