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von Asien / und die Indianischen insuln / wie auch die Mund ssid.liche gegenden von Afrika / und begreifst in sich den meer-duseu vonArabien/ die see von Zanguebar/und den östlichen theil des Actbio.pischen meers / st blßanbaS vorgcbürge guterhoffnung hinan ge-het. Der weftltche oceanu?, welcher an unser K^mimkeriumund von den alten wegen seiner finsterniß und dunckelheit vor un-schiffbar gehalten wurde / begreifst in sich den andern theil des Ae-thiopischen meers / das Atlanttsche / Mittelländische / Spanische /Frantzöstsche und Britannische Meer. Der gedachte letzte theil desAethioptschen meers gehet an der westlichen küstr von Afrika vondem vorgebürge Guter Hoffnung an/ fast biß an den -queremhin / und benetzet die westliche küste von Caffern / und die küste vonCongo. Das Atlanttsche meer reichet von dem Aethioptschen meerbiß an die südlichste gegend von Spanien . Das mittelländischemeer laufft zwischen Europa / Asia und Afrika . Das Spanischemeer flösset an dieses Königrelch gegen west.und norden / und dasFrantzösische an die küste von Gvienne und ein theil von Britan-nien. Das Britannische meer umqiebt die insuln von Groß-Brit-tannien und Irrland / ausgenommen die sie auf der ost-seite/ wel-che das Teutsche meer genennet wird. Der nördliche ocesnus wirdeingetheilet in dtc Lartarische see/das eiß«meer/ die nord-see oderdas teutsche meer / und die ost-sce oder das m-rc kakkicum. DieLartartsche see stößet an die südlichen gegenden des mitternächtigenfesten landes/ unv an das nord.cheil derTartarey biß an Nova-zembla. DaS eiß-meer flösset an die küsten von Grönland . DasTeutsche meer stößet an Norwegen / Dänemarck und Temschland/wie auch an das östliche theil von Schottland und Engelland.Das msrc bLkKicum aber oder die ost-see ist zwischen Schweden /Polen / Teutschland und Dänemarck.
Was den oceanum der neuen weit oder America betrifft/ so wirdderselbe von den erb - beschrctbern in; theile unterschieden / welchesie nennen die nord-see / die süd-sce und das Aethiopische oder Bra-silianische meer. Die süd - see wird auch daS stille meer genennet /weil selten stürme darauf sind/ und hat allezeit frische winde/ sodaß dieschiffer binnen 10wochen paßiren können/ aufjeden tagizo Englische Meilen gerechnet. Einige halten davor / daß manüber dieses meer eben so bald nach Chrna kommen könne / als umdas gedürge Guter Hoffnung. Z-ogr.
in nocic orbis.
Ocellns / (Lucanus) ein alter Griechischer dk'iotopkm aus Py-thagorä schul/ war aus Lucanien/ daher er den namen empfan-gen/ gebürtig : doch weißt wanden namen seiner gebuns-stadlnicht / wie denn auch sonsten nicht gar viel von ihm dekandt tst.Seine Voreltern waren von Troja / welche unter der regierung Kö-nig LaomedonliS nach Myra einer stadt in Lycien gekommen sind.Er lebte noch vor den zeiten Platoms: wie dann Archylas Taren-tinus in einem schreiben an Platvnem berichtet/er habe dessen nach--kommenschafft in Lucanien angetroffen. Von seinen schriffren a- kc-xibus, 6 e 8 .eg„o, Lc. ist nichts gantzes zu uns gelanget / als alleindas buch , von der welk: welches zuerst von ihm
in Dorischem visleL > hernach von jemand anders in Attischen istgesetzt worden. In demselben trachtet er mit allerhand sehr elendenund schwachen gründen die ewigkeit der wett zu erweisen : zu endaber gtbter unterricht wie man sich in fortpsiantzung des menschli-chen geschlcchts zu verhalten. Man mmhmassel nicht ohne ursach /Aristoteles habe seine meynung von der well ohnursprüngttcherewigkeit von ihm gedorget: wie er dann auch eine gleiche emihei-luna der elementen mit ihm machet. Diß buch ist von GuilhelmoChristians / und hernach von Lubovico Nogarola ins Latein über.setzt und ans siecht gegeben worden worauf eS mchrmMm sowolin Griechisch als Latein im druck erschienen / und auch denen vonThoma Galc zusammen gcsammleten opukcuii- .vl^uoiozlc,5 ein-verleibt worden, vioze». in LrckicL. Lclog. gs
!»lunc!i Incvrrupc. kibl. Qr. r. i. Nikllork. univcrk. r. 7. *
Gchad / eine grosse und volckreiche stadt in dem glückseligenArabien. Das dahcrum liegende land ist fruchtbar und hat viellust-wälder von dattel-bäumen / auch amnulhigen brunmquellen.Die gedachte stadt ligt 5 tage-reisen westwärts von Ncgeran.
Ochiali/ siehe Uchiali.
Ochiehole/ siehe Woä'ey-Hole.
(Dchinus / (Bernhardinus) war ein Jtasi'änee / gebürtig vonStena/ begab sich anfänglich in den Franciscaner/ nachgchendsaber in den Capuciner-orden/ in welchem er von an. »; ;4 biß > 142verblieben/ ja er wurde auch zum 6 -ners! dieses ordens erwchlet.Etliche sagen / er sey auch des Padsts beicht-vater gewesen / welchesaber von andern in zweiffcl gezogen wird. Er lebte nach seiner or-dens-reqel mit aller strengigkeit/ und predigte mit grossem eyfer.AlserohnqefchrzuNeapoliS mit einem Spanischen surecankuko.Johanne Valvesio/ der in Tcntschland einen geschmack von derProkestirenden religion bekommen/ bekandtwurde/ fieng er vondieser zeit an / seine predigten etwas anders einzurichten / und sehrvieles zusagen / was demPädstlichen Hof nothwendig mißfallenmußte / welches einige dem Verdruß / den er über die verweigerteCardinaiS-würde empfunden / zuschreiben wollen. Er kam daherbald in verpacht. Man citirke ihn nach Rom / und er wolle auchdaselbst erscheinen/ wurde aber zu Flsrentz von Pctro Martyre/dersein guter freund war / gewarnel / daß er sich nicht in solche gefahrbegeben solle. Sie beschlossen endlich beyde / sich in sicherhetl zu be-sehen. Ochinus machte sich zuerst auf und gieng nach Genf / Mar«tyr folgte ihm bald darauf/und begab sich nach der Schweift. Die-ser abfali deS Ochtni erweckte bey dem Pabst grossen Verdruß/so gar
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daß ek si)ll lki Utveßt !eyn/den ganHm deß *
wegen zu vertilgen. Unterdessen begab stchOchinus ferner nachAug»spurg/ woselbst er einige predigten heraus gab. Von bannen gienger mit Petro Martyre nach Engelland / und solches zwar auf ver-langen dks Ertz.DischoffS von Cantelderg/ Cramniert/wetl mannach dem tode des Königs Hcnrict VIII beschäfftiget war/ die kir-chen in Engelland zu reformren. Dieschleunige Veränderung aber/sonach dem tode des Königs Eduardi in diesem reich entstund/zwang so wohl Ochtnum ais Marlyrem/ sich von bannen wiederwegzubcgeden / welches sie auch an.»z;; thaten und nach Straß,bürg kamen. An. iz?5 befand sich Ochinus zu Basel / wurde auchdaffeldigcjahr nach Zürich vvciret zu einem Prediger der Italiäni»scheu gemeinde/ die sich daselbst versammlet hakte. Ochinus bekann-te sich zu der lehre der kirchcn zu Zürich und fand an diesem orte andem Bullingero einen sehr guten freund/ verblieb auch daselbst bißauf das jähr 1 z 6;. Denn um diese zeit wurde er gezwungen diesenort zu verlassen / weil er einige m-iogos hatte drucken lassen / darin-nen er unter andern die poiyZsmie oder daß man zu gleicher zeitmehr als ein weid habe / vor zuläßig erkannt hatte. Dahero wurdeihm anbefohlen / sich innerhalb; wochen aus der Züricher gebiethezu begeben. Er bath zwar / daß lbm nur möchte erlaubet werden /den Winter über in der stadt zu verbleiben / weil es wegen der kättesehr beschwerlich zu reisen wäre / konke aber solches nicht erhalten/welches sowohl gleich damahl von Ochino und dessen freunden/alsseither von anderen verhaßt genug ist vorgestellt worden. Worge-gen aber der rath von Zürich mit gutem gründ einwendete / daßman von diesem mann viele unruh zu befahren gehabt / welcher ge-gen sein versprechen und die gesätze der stadt solche bücher die vongefährlichen fachen handelten/ hätte drucken lassen / sonderlich aberdurch seine meynunq von der poh-Z-m,- per Reformittm religioneinen grossen schandflcck anhängen / und den stand selbst verwirrenkönle/ wo man nicht in zeiten vorkäme. Indessen hat freylich Ocht»nus und noch andere seiner freunden sich sehr beklagt/ daß man ihnohne genügsame Untersuchung der sachen bey einer so unfreundli-chen jahreszeik in seinem hohen alter so schimpflich fortgejagt hatte.Also begab er sich nach Basel ; allein die obriqkeit wolle ihn auchdaselbst nicht leiden. Dannenhero wurde er gezwungen sich nachPolen zu retiriren/ ob er gleich schon 76 jähr alt war; doch auchallhier konte er nicht lange verbleiben / sintemal der Cardinal Com»mendonus als Päbstttcher wuncus, ein ect s wider alle fremde ke»tzer heraus brachte. Also mußte Ochinus nach Mähren entweichen/woselbst er bald darauf starb / nachdem er in Polen 2 söhne unddie älteste tochter durch die xefl eingebüffet hatte. Von seiner reli-gion/ die er nach seinem auSgang aus der Schweitz soll gehabt ha«ben / finden sich unterschiedene Meynungen der gelehrten / indemihn etliche zu einem Anavaplisten/ andre zu einem Svcmianer/ an-dre gar zu einem Atheisten machen wollen. Die meisten halten ihnvor einen Socinianer/ unter welche er auch von Sandio qezehletwird. Er hat unterschiedene schrifften hinterlassen / als predigten /
expotirionea, epiNo>L?Lu>i sci tionisnos, Dialogum lls
kurßsrorin, lle Ocens Oomini l. Lontrs ^ozkim. H/eKpkLlum,
und andre; worunter am allerdcrühmtesten sind / öisiozi lriZimL m
cluos likros Uivill, Quorum primus stille klelkiL , cominergus oiaiagol18, tecunctus elk cum llc rcbuz variis kum pocilVmum UelUnirme, Die-se öislogM hat er in Italiänischer spräche geschrieben /' allein Seda.stianuS Castalio hatsie in das Lateinische übersetzet. inan-
nslikus tÜL^ucinorum. Lci sn, i;47. in gnnsl.
in Kitt. kTrcguin lecuti 161. ; c.in vics perri KtLrryrir»//o^r»^eE in Kitt. cccl. scc. >6. kil. ttitt. sccl. ?.; c>. 868.
884. §«»</»» in kikl. snticrinik. Kitt. retorm. kolon. Od-
servsriones ttsk. r. 4. okk. rc> üc r.; obk . 1. r. L-r-tc. *
Gchio / ist eine von den e grossen landschassten der insul Ni-phon/ und begreifft n provintzen oder kleine Königreiche in sich.
Ochsenfurt / eiue feine stadt in Franckenland am Mavn,; klei-ne meilen von Wür^burg und L von Uffelheim gelegen / gehörtdem Bischofs zu Wurtzdurg. Sie war vormals nur zu des Di-schoffs tischegcwiebmet/ aber der BischoffMangoldus hatsie an.iryz demDom-capitul für 4 ;ooopfund Heller verkauffi-An.izzrward sie von einem donncrschlag angezündet / und verbrannte fastzur helffte- in ropozr. Krane, in Krane, relliviv.
xag. 42».
Dchsenhausen / eine unter die ohnmittelbare ungefürsteteSchwäbische prälaturen gehörige freye Reichs-Abtey, Benedicti-ner-ordens, zwischen Diderach und Memmingen , meiner sehr lu-stigen gegend gelegen , ist an. nc-o von ben gebrüdern Hawino,Avalderto und Conrado von Wolswodefchwendi gestifflet, dotiretund der Adley zu 8- Blasii im Schwartzwald unterworffen wor.den. Es war selbige anfänglich nur ein priorat; nachd m fie aberan zeitlichen gütern mercklich zugenommen, hat sie Pabst Bonifa-cius IX an. izyr von der bolhmäßigkeit der Abtcy8. Blasii be,freyet, sie zur Abtey erhoben, und ihr die fteyheit ertheilet, sich ei-nen Abt nach belieben zu envehlen, worauf auch an. rzyr unter«KreLtion Bischof Burckards zu Costmtz, als viceccl-»«, einer ausihrem inittel, Nikolaus Schmidt gcnannr, zum ersten Abt allhiererwehlet worden. An. 1548 hat der Römische Konig Ferdman-dus 1 diese Abtey in feinen und des Ertz Hauses Oesterreich beson-dern schütz genommen, worunter sie noch jetzo stehet. tx.c.l.
ccct. llcs reickz-arckivs r. Z.
Ochsenftetn/ ein schloß nebst einer ansehnlichen herrschafft imElfaß um die Grafschafft Dagsperg, Elsaß-Zabern und Mauers-Münster gelegen. Vor diesem hat sie ihre ciane Herren gehabt,davon Ludewig an- auf dem immer zu Zürch, und George
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