Band 
Dritter Theil
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694 och ock

isoy aufdem zu Worms gewesen. Nach diesem wurde Otto IV ,welchen Kayser Rudolph an. 1270 Hochfelden versetzre, a». 1280zum Landvogt im Elsaß verordnet. Sein söhn Otto v, detami;n von seinergemahlin bruderUlrichen, Grafen voilPstro, lei-ne Straßbugischen lehn, und war Land-vogt in der Mortenau .Johannes, ein soh« Rudolphs, war Dom-Probst und Land-vogtim Elsaß . Erwürbe iz8s samt Hcrtzog Lupolden von Oester-reich bey Sempach von den Schweitzern erschlagen. George 11verfiel mit Jacoben von Lichkenbcrg in harten streit, welcher ihnin einer schlackt gefangen bekam, dafür er zur rautzwn seme theilean Mauersmünster, Pfaffenhofen , Nicdermottern, und Obern-brunn abtreten, auch allen ansprächen aufLichtenberg und ms be-sondere anfBuschweiler, welche er wegen seiner mutter, Adelhei-den von Hohen-Geroltzeck, hatte, loß sagen müssen. Erstarb an.14,9 ohne erben, und übergab seine herrschafft Graf Heinrichen zuZweybrücken seiner gemahlin bruder, und seiner muhme, Cunl-gunden Volmers zu Ochsenstein tochter, ehegemahl, welcher mitbülffe Pfaltzgraf Philippen an. 149° von Bischofs Heinrich zuMetz, von dem die herrschafft zu lehn gehet, die lehn empfieng.Wiewohl Oesterreich die oderwehnten Pfirdtischen antheile einzog,und Pfaltz das amt Lnndeck in dem Speyergau zu sich nahm, wel-che zwar denen von Zweybrücken wieder zu lehn gereichet, abernach absterben Graf Jacobs als ein verfallen maun-lehn wiedereingezogen wurde. Solchergestalt war Heinrich von Zweybru-cken Herr vun Ochsenstein, welcher Georgen und Cunigunden ver-ließ. Cuniaunde hcyrathete einen Grafen von Fleckenstein, undzeugte mit ihm Barbara, so hernach Simon Weckers von Zwey-brücken gemadlin wurde, und mir ihm Amalien, Graf Philippsvon Leiningen - Westerbnrg gemahlin , erzeugte, von welcher dieGrafen von Leiningen ihren anspruch auf Ochlenstein herfuhren.Denn als George von Zweybrücken noch bey seinem leben die herr-schaffc Ochsenstein, welche an. 1527 an Ulrichen von Rotzenhausenverpfändet war, an seinen vetter Jacoben, Graf zu Zweybrückenin Bitsch, des Simon Weckers bruder, übergab, welcher sie her-nach feiner tochter, Margaretha Maria, Philippi V Grafens zuHanau gemahlin , hinterließ; so erhuben die Grafen von Leiningenan. 198s, und also 50 iahr nach der Übergebung an Jacodum, eineklage bey dem Metzifchen lebn-gertchte, wider Johann Reinhard-ten von Hanau, worinnen sie anbrachten, daß die Metzischen lehneerblich wären, und Ochsenstein selbst durch eine frau an die Zwey-brückcr gekommen wäre. Daher Graf George die herrschaftt zumprLju<l-2 ferner fchwester der Cunigunden, von welcher die Leiniu-aer abstammten, an seinen vetter Jacobum nicht abtreten können.Aber dieses hätte Cunigunde nach des vaters Heinrichs tobe dieherrschafft mit Georgen getheilt besessen, und müste nun das übrigejure LccrelceiKti an Leiningen erwachsen. Hieraufgab Hanau zurantwort, daß die Cunigunde des Falckensteincrs gemahlin, als diejüngere, durch ihren bruder Georgen einmal sey ausgeschlossenworden, und was sie ctwan bekommen, sey nicht ein theil der herr-schafft, sondern nur etliche wenige güter nach des vaters willen ge-wesen , welchen die herrschafft als ein -ccellHum nicht folgen kön-ne. So sey auch die herrschafft cimio onerolo auf Jacobum gekom-tnen, indem er selbige von denen von Rotzenhausen einlösen müssen.Endlich hätten die Leininger schon ;o iahr vorbey streichen lassen,in welcher zeit ihr recht verjähret. Inzwischen seyn die Hananerim besitz verblieben, und haben die herrschafft an die Fürstendergi-sche familie mit vorbehält unterschiedener rechte verpfändet.

pickend. I. 6. Lllall? I. kg. ?. I. 6 c.

X/ock r. 2. conk. 14. inlign. I. rc 41. in luceriiL xr.ärv.

Gchus Tarsuras / ein siuß in Mingrelien , welcher aufdemgebürge von Colchis entspringet, und in das Euxinifthe meer fäl-let.

<k>chus / s. Artaxerxes Ochus .

Vcker/ ol,scri,5. Ovscrs. ein fluß in dem Hertzogthum Lüne-burg, der amHartz aus dem Drockey entspringt, auf Altenau ,Schleweken und Herligerode gehet, die von Goßlar herzu lauffendeGose an lincken und die Bodau am rechten ufer zu sich nimmet,woraufer sich nach Finnenbrügge, Widela, Werda , Schlademund Creutzberg wendet, allda ftärcket er sich mit der von Hornburg herab rinnenden Ilse, wornach er ausDorstadt fortgehet, beyHalchter die Altenau an sich ziehet, und seinen lauff aufWolffen-büttel, Braunschweig, Oelper, Watenbüttel , Steinhoff, grossenSchwülper und Hiüerfee nimmt, allwo er eine brücke traget, end-lich, nachdem er Voldese, Meinersen und Dickborst zurück gelegt,geußt er sein grünliches und unlauteres waffer in die Aller.

Öcknus/ war ein söhn des Tiberis von des Wahrsagers Tiresias tochter, namens Manto. Er soll dieser seiner mutter zu ehren dervon ihm neuerbauten stadt den namen Mantua gegeben haben,auch dem Könige der Nutuler, Turno, wider den Aeneas zu hülffegezogen seyn. Durch den Bianor, dessen erlog. 9 v. 60ecwebnt, scheint eben dieser Ocnus verstanden zu werden. 5 »^.

I.rc, V. >97,

Gcknus/ ward einer genennet, welchen die Heyden abbildeten,daß er in der Hölle ohne unterlaß einen strick drebete, von welchemaber ein dabey siebender esel allemal vornen wieder abnagte < so vieliener zusammen gedrehet. Daher ist hernach das sprichwork ent-standen : Ocnus ttmicuium korguec, welches auf alle diejenige ge.deutet wird, die mit unabläßiger arbeit sich abmartren, und dessendennoch nichts gebessert sind. Die abbildung dieser fabel von dem-Venus, welche der berühmte mabler Socrates verfertigt, ist vore>n unvergleichlich stück gehalten worden. >. zz c..

>n ovocic. 1.4 ei. z v, ri. Äc. I. r. I. 8 r.

IN chlstsil.

ocr ock

O Ccmor Dun Rotheric / nennte sich einen Könmvon Jrrland , da bie Engelländer zuerst in diese insul kämm,zur zeit Henrici I!, welchem sich gedachter Rotheric nicht mmr-werffen wolle, und daher viel tumult erregte, sich auch insonder-heit über des Pabsts Adriani dem Könige in Enqettand gegebenespatent, als über eine ihm nachcheittge fache, beschwerte. Alleinhernach, da der Pabst Alexander 111 ein neu patent bestätiget, be-quemte er sich zum gehorsam, Lrimn».

OdssL - waren bey den alten vvlckern erstlich von leder,her-nach aber auch von ertz und eisen, und bedeckten bie schiendeine,sonderlich der solvalen.

. s.

Octacilius / (Lucius) mit dem zunamen Pilitus, lebte zu desSyllä und Marti zecken als ein sclave zu Nom, ward aber hernachfrey gelassen, und lehrte die rede-kunst, worinnen er den grossenPompejum zum schüler gehabt. Er hat einige historische'sachmgeschrieben. cie rllcror.cisr. c.z. in cliron.

rr-r/. I. 10 cp. 79. lle llill. I-Lk. I. l c. 9.

so hieß zu Rom ein gewisser tribut, welchen KayserCaligula aufgebracht, daß alle i-il,e,ri von ihren gütern und ver-dienst den achten theil geben meisten. In den folgenden zeltenlegte man ihn auch auf andre waaren, und die ihn einnahmen,hiessen OÜLv-ri,. In der kirche heist os-vL her 8te tag nach ei-nem hohen fest, welcher in den cidstern ebenfals gefeyerl ward.

cte vcAiß. c. 46 öc 59- -i«

Octavia/ war o/isvü tochcer und des Kayfers Augustifchwester, wiewohl diese gene^-iZi«: von einigen vielleicht ohnegründ beffrilre» worden, Sie ward zuerst an Claudium Marcel-ium, und nach dessen tode an Marcum Antonium vermählt, umdadurch den Uneinigkeiten zuvorzukommen, die man sonst aufsei-len Antonii und Augusti zu besorgen hatte, daher man auch mitdieser letzten Vermählung so geeilt, daß sie noch, ehe die in den gese-hen vorgeschriebene zeit verlausten war, und noch vor der Octavialnederkunfft vollzogen ward. I» den ersten jähren wüste sie diecmigkeir zwischen ihrem mann und bruder, wiewohl mit grosserschwürigkeit, dennoch vollkommen wohl zu erhalten. Das dau-erte aber nicht länger, als biß Ankomus nach dem Orient gieng,und sich in Egypten in die Cleopatram verliebte. Octavia weiteihm zwar dahin folgen, bekam aber unterwegens briefe, aus dem»sie obngefehr mercken konte, daß die liebe ihres gemahls gegen siesehr kalt zu werden anfieng. Sie kehrte also wieder nach Rom zurück, und zwar wider des Augusti willen, weil sie durchaus nichturssche zu miem innerlichen kriege geben wolle, in ihres manmshauß, nahm sich auch daselbst aller jachen so wohl an, als ob sie voll-kommen mit ihrem mann zufrieden zu seyn ursach hätte, und ließsich die erziehung der kinder des Antonii von erster ehe so sehr ange-legen seyn, als vorhin. Endlich brachte eS das zureden der Cleo-palra dabin, daß Antonius bie Octaviam förmlich von sich schie-de , und sie nöthigte aus seinem Hause zu gehen; wodurch er dannihr ein unsäglich detrüdniß verursachte, sich aber nickt geringen daßdcy dem volck erweckte, weil es ihm jedermann für übe! hielt, daßer bie Cleopatra der Octavia vorziehen können- Der tod ihres ge-liebten svhnes des Marcelli, der qantz allgemeine lugenden besaß,und dene man als den cydam des Kayfers Augusti vor dessen ver-muthlichen Reichs-folger ansähe, machte sie so mürbe, daß sie ibretage vollends in steter einsamkcit unter anbackender betrübniß zu-brachte , und endlich an. 744 beschloß. Mit ihrem ersten gemabldem Marcello hak sie ausser dem jetzt-gedachten söhne gleichesnamens noch eine tochter Marcellam gezeugt, die an Agrivvamund nachgehends an einen söhn des M. Äntonii vermählt ward.Ihrem andern gemahl aber hat sie Antoniam die ältere, die Domi-tium Ahenodardum, und Antoniam die jüngere, die Drusum desTiber » bruder, geheyrathet, gebohrcn. w Lug.

in/inron. vro». 44. .4. conkol. ull dLsrc. c. r. ?e«Lo«»sniw.

sllv. kick.

Octavia/ Neronis gemahlin, war Claudii Cäsaris und MG-liuä tochter, welche er mit ihr gezeuget hatte, ehe er noch zum Kay«str erwehlet worden. Er versprach sie anfänglich Silano zur ehe,nachgehends aber vermählte er sie an Neronem, welcher sie unlicdem vorwande der Unfruchtbarkeit von sich stieß, hernach aber, alssich das volck in ersehung, baß es nur geschehen, um die Poppaainzu heyrakhen, schwürig erzeigte, unter verwand des ehebruchs undgestifflecer meuterey, in die insul Pandatariam verwiese, aber nachkurtzem durch öffiiling der ädern gar umbringen ließ; gleich wie erauch ihren bruder Drttannicum mit gisst hingerichtet hätte.

in vics kSercm. snnal. I.lr öc 14. Diow. kick. t. 60. ^

OGVHVIH. 6LK8, oder das geschlecht der oäsvHm«,stammele ursprünglich her von den Veürris, wie Sveromus berich-tet. Tarquinius Priscus brachte sie zuerst in den Rath, »vdTulluSHostilius machte sie zu k-ariciss wiewoht sie sich nachgehends selmunter die pi-bejos rechneten , biß sie Julius Cäsar durch das Wi-sche gesctz wiederum in ihren ersten adeistand setzte. Der erste ausdieser famrle, welcher öffentlichen bedienungen vorgestanden, ist ssOccavius Luckis, welcher crL-ckoi war, und in seinen r jobnen mso viel äste sich ansgebreitet. Der älteste äst bat gar derubmteleuteHerfür gebracht; aus dem iüngern aber ist gar der Kayser AM-stus entsprossen. Der älteste söhn Cn. Octavius war an. l»Rom Stadt-Schultheiß, und gewann ein treffen z«r sie, wimPersemn den König in Macedonien, wegen welchem ihme dre e^

des triumphs vergönnet ward. Drey jähr daraufwurbe er Bür-germeister, und nachgehends als Abgesandter an den holdes sa-«igs in Syrien geschickt, allwo er aber an. ;9r von einem geE»