Band 
Dritter Theil
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ode odo 697

von Urbarst II rum Cardinal - Priester erklärt. Er blieb aber be- ihm angetragenen ehren-stellen angenommen. Seine gröste bemü»ständig bey der vorschrifft seiner ordens-regel, und ließ das beste sei- hung war auf liebes-wercke gerichtet, und wie er den armen über«»es klosters sich vor allen andern dmgen mir ungemeinem eifer an- Haupt viel gutes erwieß, also ließ er sich sonderlich angelegen styn,gelegen seyn, wormnen er auch desto glücklicher war, weil sowohl ihnen ein Hospital zu bauen , wozu er seinen eigenen pallast und ei«die Päbste, als der Kaystr Henrlcus IV, ungeachtet er es beständig nige dazu erkauffle Häuser anwendete,und daselbst die armen, die ermit Gregvrw VII (.dem vorbedachten Hiidebrandv) hielt, seine per- selber mit grossem sieiß aufsuchte,mit allem nöthigen unterhalt ver»ihn hoch schätzten. Der Constantinopolitanische Kanter, Aler- sorgte, auch selber sie bediente. Er starb an. 1670, und vermacht?

alle sein vermögen diesem Hospital, dessen besorgung nach seinemtod sein bruder über sich nahm, und solches, nachdem er Pabst wor-den war, von neuem bauen und anrichten ließ. Ein andererverwandter dieses Pabsts, Tbomas Odeschalchi genannt, machtesich auf eben solche weise berühmt , und starb an. »692.

0 VLDN - war ein gebäude zu Athen , in gestalt eines ekeaerl.darinn die poeten und mustcanten, ehe noch ein kücarruM erbauetward, mit einander cercirten. Bißweilen ward auch darinn geeichtgehalten, und drn hauß-armen in der stadt körn ausgetheilet.Perikles hat es erbauet, Aristion in dem bell» ange-

steckt, und der König Ariobarzanes wieder aufgerichtet. Es wareninwendig viel faulen und sitze, das dach gierig stutz in die höhe, inform eines zells, und bey dem eingang waren der Aegyptischen Könige statuen zu sehen. Nicht weit davon lag die Ockers unddes Bacchi tempel. Zu Rom waren dergleichen vier, welche ebenzu dergleichen Verrichtungen gebraucht wurden. Lrcic.

leÄ. all tpkeopllrslli cksraÄ. p. ;2. sc! Lueroo.

vowir. c. kÄövrc««» Lowa c.ir.

Odiain/ eine stadt in der Nord.östlichen gegend von Hampshire in Engelland, gehörte vorzeiten den Bisthöffen von Winchester.Nahe dabey sind noch die --»ll-ra von einem berühmten schloß,worinnen i; Engelländer sich 2 Wochen lang wider die armee desv-iipkins von Franckreich, unter des Königs Johannis regierungwehrten. Lc stellar« rkesrr. Lrirsnn.

... . . ^ . er Constantinopolitanische Kaystr, Mr-Üs

Comnenusl, bezeugst gleichfalls, beydes durch dnefe und durch ae,schencke,e,ne sonderbare gewogenheit gegen ihn. Er starb den 2 decan. lioz, und wird von den Catholischen mit dem titul eines seli-gen vener.rt. KM. Oall.ll.1. 4. Lss OK 1. z c.14. Äs«.

Odemheim / eine stadt in der Unter-Pfaltz ohnweit Alzey indem amtOppenheim gelegen. Ededessen war es ein Reichs-städt-kln, welches Kaystr Carl der IV an. i;;s nebst Oppenheim undandern der stadt Mayntz versetzte, von bannen er es aber wieder ae-Ivset, und an Churfürst Rupertcn den ältern von der Pfaltz ver-pfändet. Doch muß es auch von diesem wieder an das Reich kom-men seyn, well Konrg Rupert an. 1402 solches wieder aufs neue anseinen söhn Ludwig gegen io°o°o fl. versetzt. Endlich ist der ortan. 150? LandgrafWilhelmen von Hessen , wegen aufgewandterkricgs-kosten auf die achts-vollstreckung wider Churfürst Philippenzur lsrirKÄion vom Kaystr eingeräumet worden. Io/»ev «. p.

x. ror öc p.

Oderski/ eine adcliche famikie in Schlesien , von welcher Niko-laus an. 1400 Lrnonicns zu Olmütz , und Elisabeth an. I4l2 Aebtis-sin zu Pustomirtz gewesen. Wenceslaus hielt sich an. i; 70 au demHof des Hertzogs zu Ferrara auf. Dessen älterer bruder, Petrus ,Oberster Cämmerer des Hertzogthums Jägerndorff,starb a». i;?i.Des letztem ur-enckel waren Johannes Christophorus, Abamusund Wenceslaus. rab, keirm,.

Odeschalchi/ ein Italiänisches geschlecht, welches aus derLombarvie herstammet. Etliche wollen , daß einer von den Olle.tckslcki- als ein dcrühmterHaupkmann mit Carolo N. aus Frank-reich gekommen sey, der sich daselbst niedergelassen, und mit allerehre sein geschlecht fortgepflantzet habe. Wie man denn noch heutzu tag in der gantzen Lombardie, vornemlich zu Como und bey denGraudündtern,ihre begräbniffe und gedächtniß-mahle findet. AusComo haben sich einige dieses gekchlechts in dem iSden l-cuio nachTeutschland gewendet, und in Nürnberg niedergelassen, allwo siestarcke Handlung getrieben. Weswegen der Pabst Innocentius XI die zu ihm kommende Nürnberger jederzeit fleißig gefraget, in wasvor einem zustand die olleicvaicki vormals in Nürnberg gelebet.Unter des Innocentii XI nächsten vorfahren haben sich zu endedes lüden und ansang des i7den «-cuil zwey Difchöffe aus Como gebürtig dekandt gemacht. Der erste war Paulus , Bischofs vonCivita lli Penna in dem Königreich Neapolis, und Oouverneur vonRom , der andere, Petrus Georgius. Dieser letztere erlangte durchseinen fleiß grosse geschicklichkeic in den geistlichen rechten, und tratnach absterben seiner frau in den Priester-orden- Weil nun seinesVaters bruder, der vorhergedachte Paulus, oouveraem-von Rom war,gieng er dahin,und erhielt gute beförderung. Denn Sirius VMachte ihn zUM proconoiario parricipaore, zum kekerenllsrio ver-schiedener iignaruren, UNd ZUM vrekerro cie, bi-evi lli giustirir. Nach-mals erwählte er ihn zum ?roronatario, der bey der crnonilarion desH. Diego alliliiren muste, welches neuen Heiligen lob-rede er vordem OoiieZm gehalten, auch desselben leben beschrieben. Gre-gorius XIV machte ihn U>m Qouverneur von Fermo, und Cle-mens VIII zum Bischofs von Alessandria , schickte ihn auch alstiunrium in die Schweitz , welcher cbsrgc Odeschalchi rühmlichstvorgestanden. Nach seiner zurückkaufst stund er sowohl dem Biß-lhum an dem setztgedachten ort, als dem zu Wgevano gar löblichvor, und starb an. 1620, einige geistliche wercke nach sich lassend.Der Pabst Innocentius Xl hatte 2 brüber, Marcüm Antonium,von welchem hernach, und Carolum, welcher einen söhn von Limo,und eine tochter,Iohannam, nach sich gelassen. Diese vermahlte

Obrer/ oder Obre!/ ein fluß in Andalusien , welcher an dengrantzen von Estremadura entspringet, und sich in den meer-buse»bey Cadix ergcust.

8. Odils/ der ;te Abt von Cluny, war aus Auvergne von eineradelichen familie entsprossen, kam an. 994 nach seines pi-Lceptonsdes Machst tod zu dieser würde, und verwaltete sie 5 6 jähr. Durchseine frömmigkeit und liebe gegen die armen setzte er sich bey demKönig Roberto in Franckreich, und bey dem Kam er Henrico I in stgrosses ansehen, daß dieser ihm seine güldene cron geschencket,welche der Abt bey entstandener hungers-noth auf die Versorgungder armen gewendet. An. ic>;4 wurde er zum Ertz-Bifchoff vonLion erwählet, welches er aber ausgeschlagen. Viel clöster inFranckreich haben ihm nicht nur ihre Verbesserung, sondern auchihren Ursprung zu dancken. Er starb endlich an. 1048 in dem 87jähr seines alters. Man sagt, daß er der erste gewesen, welcher zudem fest Allerheiligen gelegenheit gegeben,indem er seinen Mönchenbefohlen, daß sie auf eine gewisse zeit das gedächtmß aller Heiligenfeyren sollen, und weil es ihm viel andere kirchen in diesem stucknachgethan, wäre dadurch endlich der Pabst bewogen worden, daSgedachte fest zu bestätigen. Man hat von ihm vicam §. tvtajo!,.wie auch das leben der gemahlin des Kaysers Ottonis I, Adelheid;ferner lermones lle fellis Dowirri, beakX virßinis sc lanAorum, undandere. Sein leben ist von dem Cardinal Petra Damiani beschere«

den. I.; c. 4. in ckcon.

?r» kidliotk. lo.

iiecle. Osve. Lcc.

Odin/ ein Gott der alten Dänen, von welchem sie glaubten, daßer nebst noch einem andern Gott, den sie Thor nennten, die fest,schlachten regierte. Einige sind der meynung, daß dieser Odin un-einige andere Nordische Götter zauberer gewesen, welche aus demAsiatischen Scythien nach Schweden und Dänemarck gekommen,und durch ihre zauber-künste die leule glauben gemacht, daß sie ebendieselben Götter wären,welche von ihnen damals angebetet würden.Man erzehlet von dem Odin , daß, als er gesehen, daß er bemtod

sich an. l6?8 an den Mayländischen Grafen Carolo Dorromeo, Man erzehlet von dem Odin , daß, als er ge,eyen , oaß er vem todGrafen von Arona, Ritter des goldenen vliesses,und vormals Kay- nicht entgehen konte, er seinen leichnam, so bald als er wurde gestor»

serlichen OommillLrium > starb aber das folgende jähr im kind-bette.von Livio Odeschalchi war an. ,676 als sein vetter Pabst ward,22 jähr alt, und studirte zu Rom bey den Jesuiten die plnioiopille.Nach seines Vetters tod gab ihm das heilige coiiegmm das geners-lar der kirche,so er aber nur bey währendem concisvi biß aufdieWahl Alerandri VIII geführet. Der Kaystr erklärte ihn zugleichzumFürsten des Römischen Reichs, und gab ihm verschiedene län-der in Teutschland und Ungarn . Insonderheit hat er in dem letzter»Königreich die landschafft Sirmien bey Belgrad unter dem tituleines Hertzogthums an sich gebracht. Über dieses besitzet er dieHertzogthümer Ceri,Bracciano,und die festung Palo. Ja ««1.1697strebte er mit nach der Polnischen cron. Er hat auch von dem Kay-ser den titul -Orer-s erlanget, welcher ihm aber in Rom disputiretwird, «peil es wider desselben orts gewohnheit- Endlich starb eran. 171; den 7 sept. und setzte den dritten söhn aus dem hauß Erbazum universal erben ein, mit der bedingung, daß er den geschlechts»Namen Odeschalchi annehmen solte. jerrrkerrlclienllen

kuropL erste korkletrung. sll an. 170!.

2?s» p. i;47. llFös//«, Icslia Qcra. Löiü», rdearr. ll'buom.

leuer. Lerr Ilal. regnanre, Lc.

Odeschalchi/ s Marcus Antonius ) war aus dem vorhergehen-den geschlecht entsprossen, und erwählte den geistlichen stand

den seyn, zu verbrennen befohlen, mit Versicherung, daß seine stetewiederum nach Asgardie, von wannen er gekommen, reisen,und da-selbst ewig leben wurde: welches Asgardie die Haupt-stadt desjeni-gen landes war, woher diese zauberer kamen, und wo die Dänenihr Vall-Holl oder die Elysischen fester zu seyn glaubten. Man be-richtet , daß sie zu des Pompeji zeiten, aus der an die ste Möotisstoßenden landschafft gekommen, um den Waffen der Römer zu ent-gehen. Wenn dieses mit der Wahrheit überein kömmt, so muß eSzu der zeit geschehen seyn, da Poinpesus Mithridatem überwand,und die Römischen adler biß an den kossliorum cimmsrium brach-te. Allein,weil er gleichwohl keine von denen aufder nord-stitedesEuxinischen meers wohnenden n-riooen unter sich gebracht hat, soscheinet gedachte erzehlung nicht allzuglaubwürdig zu seyn. DieSchwedischen scribenten rechnen diestnOdin mit unter ihreKönige,welcher,nachdem er Rußland, Dänemarck und Sachsen bezwun-gen, und unter seine söhne Boo,Veeta und Bastern getheiket, 24jähr vor Christi geburt, die; Nordischen Königreiche, Norwegen ,Dänemarck und Schweden feststen angefangen zu beherrschen,und

erzehlet in seiner cinleirung aur Sclivvellistiiea lustoris

wunderliche dinge von ihm. am. van.

Odo/ siehe Eudo .

Odo/ mit dem beynamen Severus, ward in Engekland vonänlichen und rwar ungläubigen eitern gebohren. Nachgehends

gc,cyicu-t cnl,prv«:n, uuv v>.» 8»-»,..

IE-bruder, der hernach unter dem »amen Innocentii XI den Dänischen und zwar ungläubigen -

wadstlichen stuhl besessen,ließ ihn,da er Cardinal worden,nach Rom bekennest er sich nicht nur zu dem Christlichen glauben, sondernkommen, konte aber nicht von ihm erhalten, daß er einige von denen brachte sich auchin der Griechischen und Lateinischen spräche,in der

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