Band 
Dritter Theil
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6y8 odo peb

voefle und in andern wissenschafften eine solche gelebrsamkeii zu-wege, daß er an. 914, nach dem tod Wulffhelmi, zum Er lf Buch ollvon Canterbury gemacht ward. In solcher würbe halffer um dasjähr nebst dem damaligen Ertz-Bifchoffvon G!asgo,Dunitan,den coelibsr der Geistlichen mit grossem eyser befördern, Er starban-sty, und hinterließ einige schrifffen , als epilloi-,!, >»-

rms h-nollLkL, rr-istLrum ll- prrctcnttL corporii Lkritt, >n eucksriitiaL killoricz qu^llairi. >. 6. lle iUultr. -

Icripr. kelp rko Lnglirli killory.

Dd»/ ein Abt von Cluny, warvongeburteinFrancke,undwurde an dem Hof des Hertzogs Wilhelmi von Aqu>tamen auser-zogen. In dem r9den jähr seines alterS ließ er sich eine platte schee-len, und wurde an. 901 in dem Dom zu Tours ^ukcux und ^rc >-Eben daselbst legte er den gründ m der g^mm-e.c, undreisete darauf nach Paris , allwo er die music und <l.»i°Ä.c gelerm .Nach seiner zurückkunfft schloß er sich m eine zelle, und wartete mitgrosser strengiqkeit die Übungen der gottseligkeit ab. An. 9>2 reijeleer in Burgund , und wurde daselbst xeİr bey einer closter-schule.11m das jähr 926 wurde er von Turpione zum Priester emgeweyhet,gleichwie er das folgende jähr zum Abt erwählet worden. Dochwich er bald darauf der ungestümigkeit der Mönche, und begab >lchwieder nach Cluny , allwo er das von ihm vormals angefangenekloster völlig zu stände gebracht. Er reisete nachgehends ; mal umwichtiger Ursachen willen nach Rom , und starb endlich zu Rhetmsan. 942, oder wie andere wollen 944. Man hat von ihm lle v,rs

L.Q-i-Llä-comiri-^ureHLnenlis lib.4; rrsLsrum 6- converkcme 8.r«lLttivi Tdu-naeniis 4 Lu-gunllis ; collscionum 5cu occuperionum

libros lre; und andere, welche mehrentheils bey llu khesne in seinerbibiiorKecL c>uni->ccnll zu finden. Das leben Odonis hat seinllillipul Johannes in z büchern beschrieben, welches man bey demSurio am > 8 nov. lesen kan. j ckron. llb. r

mirac 8. kenellillt. c. q.. ÄF-öexe, in c-csi. c. 114 L in -krön.

Laro». L»-r,e, Lc.

Gdoacer/ Ediconis oder Edicä, Königs der »eruio-um,

Lcirckorum, oder Scyrorum UNV lufcUingorum söhn, wurde VVN Ve-ite», die es mit tt-po-i- parthey hielten, in Italien geruffen, langtedaselbst an. 476 an, brachte das land, so jetzt unter der Venetianergebieth stehet,und Gallium Cis-Alpinam unter sich, schlug Orestemwie auch dessen bruber Paulum, und schickte den Kayser Augustu-lum gefangen nach einem schloß, so das Lucullanische genennetwurde, unweit von Neapolis. Hierdurch wurde er sehr mächtig,daß ihn auch Zeno, der Kayser von Constantinopel zum ?^rricio er-kläret«, gebrauchte sich aber seiner gemalt mit grosser bescheiden-heil, war mit der louverLmstät vergnügt, und wolle keinen König-lichen babit tragen. Und ob er wohl ein Arianer war, so verfolgteer doch die rechtgläubigen nicht, sondern erwieß ihnen vielmehr aufvordilte einiger ihrer Bisthöffe viel gnade. Nachgehends bekriegteer die Rugier, ein volck in Teutschland an der ost-see, schlug ihrearmeemnd versetzte viele aus denselben in Italien . An. 487 bekamer ihren König Ferethum oder Phöbam nebst seiner gemahlinGisas gefangen, und schickte sie in Italien . Feretbus salvirte sichmit der flucht , und wurde durch Theodorici, des GothischenKönigs, hülffe in seines vaters herrschafft wieder eingesetzt, aberbald hernach von dem Odoacer daraus abermals vertrieben.Hierauf gieng Theodoricus an. 489 in Italien , und Odoacer,welcher seine progrcllen zu hindern sich bemühete, wurde auf demVenelianischen gebiet geschlagen. Nachdem er über diese nochzwey andere schlachten verlohnn hatte, wurde er an. 490 genöthi-get, sich -n die stadt Ravenna zu retiriren. Theodoricus belagertediesen ort 2 jähr lang, und schloß endlich mit dem Odoacer einenfrieden, kraffl dessen sie beyde Italien gemeinsamlich beherrschenselten. Ader nicht lange hernach ließ ihn Theodoricus an.49; beyeinem tzanquec umbringen, weil er einige Unruhe wider ihn vorge-habt haben solle; wiewohl mehrere scribenten die regier-sucht desGothen dabey anklagen. Odoacri bruder Odoulfus rettete sich mitverflucht. ?--oc. lle ke». Lock. lle rctz. Lulk. in

ckron tgrce/z,. ?««/. vi-»c. Lc. *

' Vdoutbacha/ ein schloß, welches der Groß-Sultan, Maho-melh IV nicht weit von Adrianopel in Romainen zu seiner resident;aufbauen ließ. als er an. -664 einen Unwillen auf die stadt Constan-tinopel gemorsten. Das dabey gelegene dorffChiomlichoi mufieauch den namen Odoutbacha annehmen, und wer es nicht so nenn-te, dem kostete es das leben. oervm. pk. p. r p. n.

Odra / ein fluß in Croatien, so unweit Sißeck in den kulpa-flnß,dieser aber allda in die Sau lallt. An. 159; den 22 jun. ist HassernBassa von Boßnien von denKayserlichen in dieser gegend geschla-gen worden.

Gdyck/ ist der name einer herrschafft in der Niederländischen provintz Utrecht, 2 Teutsche weilen, ostwärts,von der stadt Utrecht ,an dem Rhein , gelegen. Von diesem ort hat sich Wilhelmus vonNassan zu schreiben angefangen, dessen vater Ludovicus, Herr vonLeck und Beverwert, ein natürlicher söhn des berühmten Mauritii,Prtntzen von Oralsten, gewesen.

Gebalus/ war ein söhn Cynortä, Königs von Sparta, undwcceci.rie demselben in dem besagten Reich, welches auch von ihmOebalia genennet worden. Er heyrathete des Persei tochter, Gor-govhone,und zeugte mit ihr den Hippocoon, den Tyndarum und die^ einen söhn, namens Hyacinthum. Nach sei-

nem tod folgte ihm in der regierung Hippocoon; abgedachte seineEr verheyratbete sich wiederum, und war die erste, welchejvlcb^ erempel unter den Griechischen weibern einführte.

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Oedalus / war ein söhn Telonis von der Nymphe Sebethis,

und herrschte, gleich seinem vater, in der insul Cavreg, der heimlnstadt Neapolis fast gegen über. 8--2- -Tneill,7 v. 7^. zgOecolampKdius/ (Johannes) wurde an. 1482 z» Weinsberg in Francken geoohren, dahingegen lchon sein anherr zu Basel ge-wohnt, und daselbst durger gewesen war, wie er selbst in Ler zu,schreßt seiner erkläcung des Proptzeren Ekaiä gedencket- Sein rech.ler name war Haußschein/weichen er nach gewvhnheil der dama-ligen zeiten mit dem Griechischen Oecolampabius verwechselte.Den gründ seiner studien legte er zu Heilbrunn, und darauf»,Heidelberg . Er begab sich nach Bonomen, muste aber, weil er dielusst in Italien nicht vertragen kunle, bald wieder zurück gehe».Er kam also wieder nach Heyvelberg, und legte sich daselbst mitgrossem fle,ß aus das Uullmm rkeoioxicum. AIS er nach Hause kam,wurde er daselbst zum Priester verordnet. Jedoch weil er merckte,baß er noch nicht tüchtig genug wäre, diesem amte vorzustehen,ver.ließ er seine dienste, und begab sich nach Tübingen , woselbst er vonReuchlino in der Griechischen sprach unterrichtet wurde, gleichwieer sich auch zu Heydeiderg auf das Edräische legte. Hieraus trater seinen vorigen dienst m seinem vaterlande wieder an, von bannener nach Basel zu einem Prediger beruffen wurde, allwo er durchseine besondere --rullmon gar bald einen grossen rühm erlangte,auchgenöthiget wurde,den grallum eines i)oLor>r, anzunehmen. Hieraufoeriess man ihn nach Augspurg,woselbst er gleichfalls nur eine kurtzezeit seinem amte vorstund. Denn er fieng an, die damals in derkirche vorgenommene cek-rw-cion zu billigen, war aber zu furcht-sam solches zu bekennen, derowegen er sich in e»n klvfier nicht weitvon Augspurg, und zwar in den Brigitten-orden begab. In diesemstände gab er ein buch von der deicht heraus, darinnen er solche leh-ren schon anbrachte, die seine imtbrüder nicht wohl vertragen ton-ten. AIs er immer weiter gieng, und seine meynung deutlicher anden lag legre, bekam er viel ansechlungen, so daß er endlich gezwun.gen wurde, das kloster zu verlassen. Er kam also an. - z 22 nach Ba-sel , woselbst er Chrysostomi commem»,ium über das erste buch Mo-sis ins Lateinische übersetzte, und von dem Rath zum krokil^stkeologiL und Prediger verordnet wurde. Darauf fieng er an, vielgebrauche der Römischen kirche mit genehmhaltung des Raths ab-zuschaffen. Unterdessen erhub sich der streit von dem heil. Abend-mahl zwischen Luchero an einer, und Zwinglio an der andern feite,in welchen auch Oecolampabius mit verwickelt wurde, da er sichdenn durch das buch üe veio inrell-Äu vcrkorum vomini, Iioc cllcorpus MLUM, darinnen er des Zwinglit meynung eiffrig llckenälrte,sehr berühmt machte. Er ckl^ucirte bierauföffentlich zu Baden mitdem Eccio, und bald darauf muste er zu Bern dergleichen probe sei-ner gelehrsamkeit ablegen, worauf cr die kirche zu Basel an.völlig relormirte, dergleichen er auch nebst einigen andern zu Ulm that. Endlich wohnte er an. i529dem co»c,guio zu Marpnrg mitbey, und als er von bannen zurück nach Basel kam, verfiel er in einekranckbeit, woran er an. izzi m dem 49 iahr seines alters starb.Von seinem tod wurden viele zeitungen ausgesprenget, bald solle ersich selvsten umgebracht haben, bald solle er mit gisst vergeben seyn,welches alles doch schlechten gründ hat. Was seine vielfältigeschrifflcn anlangt, hat er nicht allein unterschiedliche schnfften deralt-väter,als des Chrysostomi,des Gregor» Nazianzeni und andereraus dem Gricchuchen ins Lateinische übersetzt,sondern auch für sichviele verterligel, als snnorsilones IN Acnclin ; exegcmsrL in iibmm)ot>; conimcnrariorum in Llsism libcos icx und andere oxcgericr:ingleichen clc rill! pLicliali; cle lliicriniine vclbi intern, L cxrerni;quoll nun lir onerol, (krilli-nis conketkln ; UNk> andere lllllzsiziic,,

insonderheit auch unterschiedene poiem,^ wider die katholischen,wider Lutherum und wrder die Anabaptisten- ,n virr Ocw.

iLiupLlln. lle otncu Oecolsni^Lllü. in Lnnzl. sll

LN-i^rz LaUbi. IiLresi-in. in d-on-X LOe--

menlc VIl. llc ori^ine IiLrelium I. r c.8. in tii-

IdoriL lllcrnnicmnr^. lle llnru relißion. iinp.

kill. l-urkernnillni. in virir rksolog. Leim. ikcoloZ.

elogiis in rkesiro, Lc.

O^OOiVI^!ssILLI8>v0N ortzii ksbirLtziliz, war ein ti-

tul, welchen sich vorzeiten die Patriarchen zu Constantinopel, undnach diesen auch die Römischen Pädste angemaßet haben, weil siedie obersten und vornehmsten Bischöffe in der gantzen well seynWolken. F-e/»e III, qc> L/. x>. 0 Z 4 .

Oecumenius / ein Griechischer scribent, welcher des heil.Chrysostomi schrifflen in die kürtze zusammen gezogen bat. Manweiß mcht eigentlich,um welche zeit er gelebet hat, gestalt ihn einigeins 9tc, etliche ins rode, und andere gar ins nie llculum sttzen.Man hat seine wercke in 2 voiuminibus Griechisch und Lateinischan. illz i zu Paris in foiio gedruckt, welchen einige tractate beyge-fügt sind, so Areta, einem Bischoff von Cäsarea in Cappadocien, zu-geeignet werden. Alle diese wercke sind von Johanne Hentenio,einem Mönch des orbens 8. Hieronymi, übersetzet, dieses Henteniiarbeit aber von Friberics Morellio verbessert worden, deren titmfolgende sind : en-rrsiioE ober caren.^ in LÜ2 ; com-

menk. in cpill. 8 pgulj ; commcnr. in epill. 8. )zcobi L ->li s "»o-nicxr, Lc. Lenc»/ KiKI. Illcr. Le//«,,»,». *

Hedenburg/ lat. 8opronium, und von einigen 8SMPWNIUM,aufUngarisch 8npron, eine Königl. Freystadt in Nieder, UngEw

sehr alt,und wird von Bonfinio und Ranzano vor eine Römische cv>lonie gehalten,welche isempronius dabin geführt; Lazius aber ver-meynet, sie solle den namen 8opron,um nicht von dem Römer T».Sempronio Gracho, sondern von Aproniano, dem Landvogt mPannonien,zu zeiten des Kaysers Valentiniani 1 bekommen haben;Oedenburg aber soll sie daher heißen, weil sie von dem Kai»"' Caro-