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k N. oder Henrico IH zerstöret und öde gemacht, hernach aberwieder auferbauet, und mit Teutschen einwohnern besetzet worden.Zu den zeiten Kayjers Henriei IV soll ste ibre piiviie^is bekommenbaden, als sie ihrem König Salomoni bey Griechisch-Weissenburawieder die Blssenen und Bulgaren tapfern beystand geleistet- Sieligt 2 weilen von der Oesterreichischen gräntze, 8 von Wien , 6 vonPreßburg und i merke von dem Neusiebler-jee, ist ein kleiner abermit guten mauren, pasteyen und wasser-graben befestigter, aufTeutsche art mit stemernen Häusern wohl gebaueter,und sehr volck-reicher ort, so daß er eine von den schönsten und besten städlen inUngarn ist. Er hat; thore, und vor denselben grosse und gleich-falls wohlgebauete Vorstädte, so auch mit mauren, rundeten, grabenund; thoren versehen. Ausserhalb denselben ligen gantz nahe dieherrlichen Weinberge, in welchen die vortrefflichsten wein/wachsen,so meist nach Schlesien verführet werden, und davon die einwohnerihre beste Nahrung haben. Diese sind fast alle Teutsche, und derLutherischen religion zugethan, so daselbst in einem bet-hause in derstadt ihr öffentliches-xercirium treiben, welches auch verschiedeneAdeliche und Gräfliche Personen aus den alten Oesterreichischen ge-schlechtern veranlasset sich allhier aufzuhalten, und ist dieses bet-hauß von dem Kayser an. 167; aufs neue verstattet, und dazu ?«-vüexiret worden, daß die Prolestirende Reichs-Hof.Rälhe undägemen von Wien aus allda ihren gottesbienst pflegen könten.Die übrigen kirchen, als 8. Ivh. Baptistä, 8. Michael, 8. Georgeund die Ungarische kirche sind Catholischer religion. Es ist auchein Franciscaner-kloster allda, und der Bischoff von Raab, GeorgeDraskowttz , hat ein Jesuitennebst einem conviAoriovor Ungarische Edelleute dahin Misstet, welches der Fürst PaulEsterbasi, ?^i-n->us von Ungarn , verbessert. Der her
stadt ist halb Catholisch und halb Lutherisch. Allhier sind verschie-dene land-tage gehalten worden,und noch letzthin an. iü8 l. Des-gleichen sind auch unterschiedene Könige und Königinnen allhier ge-erönet worden. An. 149°, nach dem lod Königs Matthiächat sichdiese stadt an den Kayser Maximilianum I ergeben. An. 1605 ha-ben die Türcken, Tartarn und Heiduggen sie zu ansang des jun. be-lagert/worauf den Sten desselben monals der darin« ligende Obristvon Trautmannsdorff einen ansfall gethan, und nach einem har-ten gefecht denDind in die flucht geschlagen. An. 1659 nahm sieder Fürst aus Siebenbürgen, Bethlen Gabor,ein , und ließ seine sol-daten alles darein geflüchtete gut plündern. An. > 676 den 29 nov.ist sie samt der Vorstadt biß auf 22 Häuser abgebrannt. In derCoruzzen unruhe, zu ansang des iz^culi, haben sie dieselben hartbelagert und bomb^ret, allein unverrichteter fache abziehen müs-sen, und haben nicht einmal die Vorstädte einnehmen können. Sie»stauch die Haupt-stadt eines wegen des vielen wein-baues berühm-ten und sonst auch fruchtbaren comitats, so von ihr den namen hat,lat.comitLi»5 Sopranicnlis. Selbiger hält gegen mittag und abenddie gräntze mit Oesterreich, gegen morgen flösset er an die Raaber-rmd gegen Mitternacht an die Wieselburger gespanschasst. Es ligtin diesem comitat der Neusiedler-see,an welchem rings umher wohl-angcbaute märckte und dörffer,wie auch die stadt Rüst; ferner sinddarinnen 2 Königl. Freystädte,Evsenstadt und Rüst,die berühmtenFürstlichen Esterhasischen schlösser Eysenstadt und Forchtenstein ,die warmen bäder zu Höfflein, das gesund-bad zu Wolffis, lat. k»-
vum Z.VS'olKgLnßl. r r;, clcc. I.
«pir.ttunZ 4 nll.i. cle rep. k.0,7^ 5 eL.; c. 7 f. 97;, 97;.
mi 5 cell, llcc. r ?. 1 x>. 141 ciec.Z ?. I p. il. lfunZsris
x. 678 leg.
Oedenwaldstätt/em dem Abt zu Zweyfalten gehöriger fleckenin Schwaben, an der landstraß auf Ulm und Biberach , eine stundvom clofler Offenhausen gelegen. Die einwohner sind Evangelisch,aber des Abts leibeigene; daher wann einer stirbt, so nimmt derAbt den Hauptfall, nemlich ein pferdt oder eine kuh. *
Ordern / eine kleine stadt in dem Meißnischen Ertz-gebürge, 2weilen von Freyberg, welche an. 1467 und 1708 durch eine feuers-bcunst biß auf wenig Häuser im rauch aufgegangen,
riiron.
Oedipus/ Laji , Königs von Theben und Jocastä söhn, wurdeso bald als er gebohren, weggetragen, weil das or«culum, als manrs wegen seiner geburt befraget, eine traurige antwort gegeben.Allein da man ihn aufdem berge Cytherou gefunden, wurde er anPolybi, des Königs von Sycion ober Corintho, hofgebracht,undallda erzogen. Nachgehends verließ er diesen ort und kam nachTheben, daher er unwissend seinen eigenen vater lödtete, und seineMutter Jocastam heyrathete, auch mit ihr kinder zeugte. Alleinda er letztlich den greuel, welchen er aus Unwissenheit begangen, er-kannt, begab er sich der Königlichen würde,und stach sich selbst frey-willig die äugen aus, weil er sich vor unwürdig hielt, das tageslichtzu schauen. l0«'o<koe. 1.I. I. z Tketzsiä. Lewsca.
öcc.
Oedt / diese Freyherrliche, und nunmehro Gräfliche familie isteine von den ältesten in Oesterreich , und vorzeiten insgemein Oe--er genannt worden, gleichwie sie unter solchem namen sich auch inTyrvl ausgebreitet gehabt, woselbst sie aber um das jähr 148° ab-gegangen. Zu den zeiten Kaysers Ferdinandi I bat sie ihren sitz imland unter der Enß genommen, da sie vorhero im land ob der Enßgewöhnet. Heinrich lebte um das jähr razo. Friedrich von Oedt,deygenannt der alte Oeder / hat seinen stamm mit 2 söhnen,Conrad und Lorentzenssortgepflantzet, welche um das iahr i;49 flo-riert haben. Wolfs, Herr von Oedt, in Darberg, ist um das jähr?87o Kayserlicher Kriegs-Obrister und Oder-Mundschenckgewe-tzn. Von andern wird er auch Commenbant zu Comorren undHerr zu Reinsberg genennet. Gegen ausgang des 17 krust unter-
oef ocl
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bM die«» «schlich, E md,r» Jehmm Cd-i«-»«, K«s«««-,Cammer-Herr; und Johann Heinrich, Graf von Oedt, Nieder-Oesterrelchlscher Regiments-Rath und Kayserlicher Camer-Herr,welcher an. 1718 Präsident des ncu-aufgerichteten wechstl-coUegiizu Wlen worden. llemm.k.z. colleöt. s-aesi-
aukr. p. lro. etireol«r.
Oessner / eine Adeliche und nunmehro theils Freyherrliche fa-Mlste »n Nieder-Sachsen,welche aus Francken herstammet,und un-ter die turmers-genossen an. 1209 zu Worms gezehlet wird. Siehat in vorigen zeiten bey Rotenburg an der Tauber ihren sitz ge.habt. An. 14-8 gelangte sie in die Fränckische Reichs-Ritterschafft,wegen des gutes Habeisheim, welches dazumal Hans Oessner, alsem Wurtzburgisches lehn, von gedachter stadt erkauffte. WolffOessner bekleidete an. r 5 28 die stelle eines Cantzlers bey dem Marg-grafen zu Anspach; dessen söhn gleiches namens, verursachte durchdie befehdungen grosse unruhe, zog sich aber nicht allein den verlastsemes väterlichen guts Jnsingen, sondern auch einen frühzeitigentod zu, welcher an. r; z 8 zu Hall in Schwaden erfolgte. GeorgeFriedrich keß sich in dem dreyßig-jährigen kriege in dem Braun»schweigrschen nieder, und verkauffte ferne in Francken gelegene gü«ter. sein söhn gleiches namens, Freyherr von Oessner,ward Chur -Hannoverischer Lcnersl- l.ieucenanr, und blieb an. 169; in derschlacht bey Landen in Brabant, in dem 72 jähr seines alters.
kranc. rc6iv. ßenesl.
Oeland / lat. «isn-li-, eine insul aufder ost«see,zuOst-Goth»land und der cron Schweden gehörig, deren ufer mit vielen festenschlöffern versehen sind. Sie ist 18 weilen lang und i breit, ligtnicht weit von der provintz Smaland, von welcher sie durch denCalmer-sund abgesondert wird, der stadt Calmar gegen über, undgehört unter dieselbe.
Delberg / lat. mons olivc», ijgt nahe bey Jerusalem ostwärts/Und ist von oem bache Kidron an / welcher unten in dem khalJo-saphat läufft / biß oben aufdie spitze üoo schritt hoch. Dieses trifft»herein mit dem / waS Josephus davon schreibet / welcher der hö-he dieses berges 7;° schritt zueignet: denn zu seiner zeit ist der rhalunten tieffcr gewesen als jetzo / weil er nach der zeit mit dem schüttvon der zerstörten stadt Jerusalem und von dem ruinirten tempelangefüllet worden. Er giebt einen überaus lustigen prospect / istvon norden gegen süden zu ohngefehr 2000 schritt lang / und in;spitzen oder kleine Hügel zertheilet / unter welchen der mitteilte Hügelder höchste/ der gegen süden zu aber der niedrigste ist / und der dergdes argermffes genennet wird. Man sagt / daß sie alle; von dmtempcln der falschen qötter/ weicht Salomonis kedS - weider ver-ehrten / verunreiniget worden; der höchste nemlich durch den gö-tzen Astaroth/ der andre durch Chamos den greuel der Moabiter/und der dritte durch Milcom den götzen der Ammonitcr. Dieserberg ist sehr fruchtbar / und mit vielem geträide und öl - bäumen/woher er auch seinen namen bekommen/ bedecket- Auf dem mittlernHügel sind noch einige ".ciers von einer schöne,, kirche / welche deSKaysers Constamini Mutter/ Helena/ daselbst erbauen lassen / zusehen/ nemlich einige stücke von den mauren nebst den qrundfestenoder Pfeilern / welche das qewölbe getragen haben. In der mittenist eine kleine achteckig« eapelle von steinen gedauet. Der boden istgleichfalls von steinen / ausgenommen der ort/ wo unser Hevland/da er gen Himmel fahren wollen / soll gestanden haben. Daselbst istder blosse felsen / in weichender ltncke fuß des Heylandes wunder-barer weise; zoll ticffeingedruckt ist. Damit dieser heilige felsen vondem volck nicht betreuen werden möge / haben die Christen selbigenrund umher mit steinen vermacht / und eine feite davon offen gelas.sen / um den fußflapffen küssen zu können. Gegen abend zu ist einekleine Moschee für die Türcken/ welche diesen ort unter ihrer gemalthaben. An der figur des in den felsen eingedruckten fußstapffenSChristi ist zu sehen / daß sein angesicht gegen Mitternacht gekehrt ge-wesen seyn müsse. Einige sagen / daß seine beyde füffe in den felseneingedruckt gewesen / und daß die Türcken den eindruck des rechtenfuffes weggenommen/ um solchen in ihrer grossen Moschee zu haben.Man sagt / daß die alten Christen / als sie die eapelle mit marmor»und jaspiS-steincn pflastern wollen/ solcher durchaus nicht an demorte / worein Christi fußsiapssen gedruckt ist/ thun können; desglei-chen daß wenn die Christen etwas von diesem felsen weggenommen/selbige immer tieffer hinein gesuncken. Ferner wird berichtet / daß/als Helena den vorbemeldten herrlichen tempel erbauen laffen/das-jenige / so über dem orte gewesen / von welchem Jesus gen bimmekgefahren / nicht habe können zugemacht werden / so daß sie genö-thigt worden / ihn offen stehen zu lassen / wie das k-mk-on zuNom; «doch hat sich anjetzo alles verändert. Denn das Pflaster mder eapelle ist heut zu tage mit dem felsen völlig vereinbaret. Derfußflapffen ist nicht mehr so gantz / wie er sonst gewesen ist / weilnemlich die pilgrime einige kleine stucken davon heraus gebrochenhaben / um sie als heiliglhi'imer mitzunehmen/ unddle tapellr lstgantz zugedeckt. Gegen dem fuß des mittlern hugelS zu sind noch ei-nige merckmale von dem garten Gechsrmane zu sehen / und gegendie spitze zu ist eine höle / der Propheten grader genannt. DaS vvickgehet erstlich in den felsen htnein/und von dar durch rrne kleine thurin dir gräber / welche sehr liess unter der erde ausgearbeitet sind /und 2 breite runde ausgehaltene gallenen machen / aüwo unten aufdem boden einige iöcher sind/ die todten corperhrnem zu legen.Ein wenig über dem boden ists wie ein cabmet / wortnnen die Pro-pheten Haggai und Zacharias begraben liegen sollen. Um dtc nutttdieses Hügels ist eine kleine Moschee/ und noch eine andre oben ander spitze. Aufdem niedrigsten Hügel oder berge des ärgern sseS/sind noch die ni-ie,-von dem dorff Sidoam zu sehen / und etwasweiter droben siehet man noch einige übrige merckmale von des
III theil Lttt» Mo-