Band 
Dritter Theil
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SS äe l» cerre lsiac«. Le Lr«» vo^Lge 6 u t-evsnr

Oelhaffen von Schöllenbach / eine alt« Adeliche Franckischefamilie/ welche ihren ersten sitz und wohnung vor alten zelten tvett»»n der Schweitz / und theils in Schwaben gehabt. Es jmd die Oel-Haffen besage einer von dem Kayser MarlmrUano I über lhr allesherkommen ertheilten Urkunde /«l- -lma Nordllngen den r ; octodr.an. ieoo / bereit- in dem 14 l-cuio siegrlmaßrge leute und wappen-aenvffen gewesen/ welche nebst andern vornehmen geschleckten zuNördlingen demstadt-regimrni als Raths-personen vorgestanden/in deren reihe Heinrich und Georg die Oelhaffen unter andern be«kandt sind/ welchem letztem von Margaretha Iungelhoffer m/aus-ser einigen andern Andern/ an. 1466 auch ein söhn /namens Sirt/gedohren worden/ welchen Kayser Frldrrch der III mdie Relchs-tankiev zu tlNkN 8ecrer2rur aufgkt10tNlN<I1/lN WElchek ^Ltion es ÜU(Yfolgend- dem Könige Maximiliano l nicht nur gedtenel/ sondernauch über diese- an. i; von selbigem zum Hosralh gemach wor-den/ welche ck-^e er auch unter dem Kayser Earoio V bekleidek.Erbat diesen Kaysrrn mit geziemender treue also gedlenet/ daß erdeshalbrn verschiedene namhaffle begnadigungrn und privilegrenerlanget / inmaffen er von dem Kayser Friderico III rn emcm 6 ,pio.MLks äe äs«, in porru v/sonis den 9 jul. »489/ wonnnen er imxenL.

lircsnrcllsriL s»L 8 ccicrsriu-, vooaekisu«, L cancinnu, Lommeni-lir

genennet wird / mit thurnier-und stifflsmäßlgen adels - freyheiten

LN exr^n^lllimL fnrmä / dtl, ^495 Aüylitk

Marimiliano I zu Worms den 9 dec. nedii der nv» tsc-, r.-,-.r-,i-i.tz« ss^isrii, auch zugleich das Privilegium mit rothen wach- zusiegeln; und an. 1501 den 24 apr. zu Nürnberg der schlld und Helmdes abgestorbenen geschlechtS der Geuschmiede bey oder neben sei-nem änykdohrnm / conceäirct worDen. In eben diesem jähre istauch diesem Sikt Oelhaffen die sonderbare gnade wiederfahren /daß als er bey dem damals zu Nürnberg versammlet gewesenenRcichS - regiment a!S 8 -cre»rms gestanden / und mit Anna Psin-tzing von Henffenftld den -s febr. Hochzeit gehalten / so haben ihmdie anwesende Churfürsten von Mayntz / Cölln und Sachsen / derErtz Blschoff von Magdeburg / und die sämtlichen Regenten undRäche des Reichs-regiments / samt noch vielen andern anwesendenFürsten / Grafen und Herren nicht nur k»oce>i,on»>irer nach 8 . Sr-dalds-kirche zur trauung begleitet / sondern rS hat auch der Chur-fürst von Mayntz / Berthold Graf von Henneberg / ihm «n kost-bar Hochzeit- mahl ausgerichtet/ und die braut aufdai rathhaußzum kantz gefübret. Weil er auch zu auswürckung der mrß.ftenhei.ten vor dt« stadt Leipzia an dem Kayserl. Hofe viel r«-p-rjret / wur-den ihm von Hertzog Georg zu Sachsen / um eden dieselbigr zeitansehnliche defteyungen zuaesianden/dern dessen pnll-r,tal bey demtn der Hen-straffe daselbst besessenen Hause / biß zur rrlöschung soiha-«irr Meißnischen linir/ beständig genossen. Er wurde auch von demChurfürst Joachim zu Brandenburg und dessen druder Albertonebst ermeldter seiner frau in die Ritter. brüderschaffr der Ketten-träger unserer lieben Frauen auf dem berge vorder allen stadtBrandenburg / welches andre von dem klernod / so dies« drüber-schafft geführet / die gesellschafft der jungfrau Maria zum Schwa-nen nennen/ aufgenommen / auch wurde nach dem tovc seiner er-sten fronen/ die andere ehe-conm-rin aus dem geschleckt der Rittervon Kornburg an. ,;o 8 solcher ehre ebeiifals thellhafftig gemacht.An i;c >7 ertheilte ihm Kayser Maximilian die freyheit/ daß seinUnd stincr äctc-näemen letzter willc auch ohne beovachtting derjeni-gen >o!en!,itaken / welche sonst die gemeinen rechte erfordern / gültig'eyn solle; und an. ,;,r that der Kayser ihm die gnade / daß er>ey der tauffc beym sohi,o sich durch Graf Hoyer von Manßfeldvertretten l,cß. Kayser Carl der V aber hat die oben angeführtenKayserlichen-on-cliwr, § an- i;r, bestätiget. Übrigens hat dieserEin Oelhaffen das dorffOber schöllenbach / samt einem theilvon Unter-Schöllenbach / auchsonstverschiedene hin und wiederUM Nürnberg herum gelegene gült / Höfe und guter um der nieder«gerichibarkcit scquiUrt / welche nach seinem an. 1; ;9 erfolgten tod/und zwar in der gusinät eines stets - wahrenden msjo--,» auf seinesöhne gefallen sind/ und dessen poUcr.läl noch gehören. Dieses SirtOelhafrns söhn aus zweyter ehe / Hans Oelhafen / so des stadi-ge-Nchks zu Nürnberg §<n<r°r gewesen / hat die daselbst noch grünendelinie fortgepflantzcl/ aus welcher sich vor andern «l-hjß»irt habenJohann Christoph und Tobias die Oelhaffen von Schöllenbach .Jener ist Kayferlicher und gar vieler Fürsten und Stände desReichs R atb / auch 1- oc-ncc»-r>ur der Universität Altorff gewesen/und hak als Nürnbergischcr conMienr vnd Abgesandter den Re-genspurglschen Reichs-abschied an. i 6 i, unierschrieden. Zu ansangdes >8 lecuii waren von ermelvien Hanß Oelhaffens nachkommenunter andern am leben/Hetm ich Maximilian und Christoph Eliasdie Oelhaffen von Schöllenbach / deren jener Sixi Oelhaffens sk.»-pur. der Nürnbergischen stadkgerichls Assessor, auch Oder-Pfle-ger der Vorstadt und amls Gostenhoff ist / dieser aber / welcher alsNürnbergischcr lukä-ic^ner den jüngsten cammer - gerichs viidsrj.ons abschied am 171, zu Wetzlar lutterschrteden/auf selnem in demFurstentyum L-ultzbach gelegenen guth Eyßmansberg/als ein mtt-«Ued selbiger Ritterschafft wohnet. Zwey andre Sirt Oelhaffenssodne aber / SirmS jui»r aus erster / und Leonhard lenior aus an-derer ehe / haben durch die oben angemercklen ihrem vater ertheil-anlaß genommen / sich nach Leipzig zu wenden / all-

Ms männliche nachkommcnschafft schon in der rten

Leonhard Oelhaffens männliche äck-näenraoer noch langer gedauert / von welchen sich auch zwey söhne Hie»

r

welcher Schiejischenl

brich / der als Rittmeister unter dem Kayserl. Fürstenberaisä,-..regimcni tnemer im zojährigen kriege deyRonßackeram Man»an. 1648 mit einer Schwedischen parihry vorgefallenen remom»sein leben kingebüffci / und Maximilian des Brrßlauischen Kür-Itenlhumb trkohrner Kömglicher mann/und Breßlauischer Ratks«Herr / der in «den selbigem jähre fein leben beschlossen. ^

kvrnesmcnriL c. z § >ij. Frrcke» Oeiterr. ckrsoffr. 1.6 c. 4. L,

vo» p. »y>. V,e/Z>err in sclUir. riicssur. prsüjx.

Letoläi vuce teliswent. Loäe» äipiomsticus säjcAus L». z»/'

-v» bist. kriä. III imp. p. 4;. Gelier«« in rkesrro?. r lcA. 4 p. jj,Z.

8>Ieliozr. c. 8 §. 14.0. »s».-/. snnvr. n.;; p. 710. L«cs ZckIMk«chrvn. p. 1 c. 1 p. 8s4 Sc c. 4 p. >8r6. Äletlr kvgsir p.4.

Oe!haffen/(TobiaS) ein vortreflichrr Jurist und kluger siaaiS-mann von Nürnberg gcvürijg / lein vater wäre EltaL Oelhaffen/em / auch verwalter der geistlichen gutem und des stadk.schatzeS daselbsten. Tobias wurde von seinen eitern / nachdem er inden Nun»- einen guten gründ gelegn/ naher Altorff geschickt/M.wo er die gelehrten Männer Michaelem Plccm mm und Zranendrr-gecum zu lchrmeisiern gehabt. Er traelmefümemlich dasNu-iiumvnd nebst diesem legte er sich auch auf die mE6n.er sonderlich lust halle; dergleichen hat er sich auch fleißig erzeig! mallen exsrc>c >>5 scsäemi^>! , Uni) hlkilk öffentlich orsnunez und ä,lpu.lSk-nner. Nachveme er ; jähr zu Altorff gewesen / begab er sich nachTübingen / tcrede allda das stuämm ,ui->^ruä-,m!>- sehr emdsig/undhalle zu l^a-c-xroren Rumelinum und Besoldum/ welche eine be.sondere liebe zu ihmetrugen/ er hat auch unter selbigen -i.hmirl.Von dar gleng er nach Slraßburg / und ferner nach Basel / nach»deme er an diesen orten sein stuäium jurizp> uäs»r,a: adsolvirt / lcaiterclnc reise an/ und zwar anfänglich in Franckrelch/ da er sich mParis und Orleans eine zeiilang aufgehauen. Von vannen gnnger nach Engelland / und m der zurückkunffk hielie er sich etwas zeitin Holland auf/ von dar aus rristte er durch Hennegau und Al-töls wiederum nach Paris / weiter nach Lvvn / und endlich wirde.rum durch die Niederlande nach hauß. Von hier auS gieng er so-dann in Italien / und nach seiner zurückkunfft name er zu Altorffden üi-säu.n Ui'ätllkscus cm/ darauf wurde er Lonlilirrius zu Nürn-berg als er kaum -4 jähr alt wäre / jedoch / ehe er diese an.träte/ gleng er nach Spcyer den ttxiumcuriL am Kayserl. kam-mer-gericht zu erlchrncn. An. ^28 wurde ihme von demzu Nüraderg eine r^srion an deil Kayserl. Hof aufgetragen / uinalfflatt des Hrn. TctzelS und der Hrn. FetzerS da- uue-css- y,r stadtallda zu beobachten. Als er sich nun in die 5 Monat lang allda auf-gehalten hatte / wurde rr auf den cEem nach Gaißlingen abge-schickt/ woselbst er auch die gnade des HertzogS Johann Cäsium-tn Sachsen erhalten/ welcher ihn in die zahl seiner Rächen aufge-nommen. Bald hernach wurde ihme eine «.«-gs-lon nach Praq/ undfolgend-nach Amderg aufgetragen. i»m an. 16; s als zu Nürn-berg ein Fräncklscher creyß-c^vcnc Mallen wurde/ trug ihmder Hertzog zu Sachsen-Coburg auf/ sein inrec-ss-dabey zu beo-bachten. Er verrichtete nachher» noch viele andere wichtige Gr-sandtschafflennachec Bamderg/ München / Cvburg/ Culmdachrc.mit grossem rühm und vergnügen seiner unnoxslen. An. 1641 wä-re er um auf dem Reichstag zu Negenspurg /und von dar wurde ernach Würtzburg und sernecs nach Franckfurk geschickct / allwo ersich in die 2 jähr aufgehalten. Nicht lange nach diesem wurde ihmedir l.egsric-n nach Münster und Oßnabrügg aufgetragen; undindiesen Verrichtungen erzeigte er ducchgehendr eine ungememe-i»--.ritat/ Hertzog Eberhard zu Würlenberg ernennle ihn zu seiueniRath/ und hierauf mußte er wiederum nach Damberg/ ErfurtundMünchen gehen. Alt Pfaltzgraf Carl Gustav / nachmaliger Königin Schweden / mit dem Schwedischen General Mangel nachNürnberg kame/mußte er bey selbigen im namen der stadt daS com-pluncni ablegen. Folgcnds murde er zum uro-c-nc-urrio der um-versiläl Altorff/ und zum -tUMor- des s?pe»srions gcrichl ernennet.Viele Fürsten haben thue durch verheiffung grosser bestallungs-gel-lern in ihre dienst« zu ziehen getrachtet; allem die liebe zu seinem Va-terland lraffe jewetlen bey ihme vor. Er hat in allem ;s Gesanbl-schafflen verrecktet / und ist an. -666 gestorben. Bey seinen so vielenreisen/ Gesanbtschafflenund wichtigen staals-c'ccupsrivnen/ Haier doch nicht unterlassen/ einige sehr schöne krsär-cus auSzugeben/alS

lILMllch / t^Lcis. Oc jure ^Lonccsntji ÄlL. «

L/rrcer. inVic. *

Dels / tat. oi;n-, und von den Polnischen scribenten oi-sm-l-genannt/ einemittelmäßige stadt und Fürstliche residentz in VM»sten/ 4 meilen von Brcßlau gegen die Polnischen gränyen. Mansagt / daß der Kayfer-Henricus I selbige an. 9;ü aus einem marm»flecken zu einer stadt gemacht / und mit schönen freyheiten begäbet,welches aber falsch und vielleicht von Oclßnitz im Voigtlanve zuverstehen. Unter ihren gebäuden sind von den geistlichen die großepfarr-kirche mit ihrem alten glocken>lhnrn, Fürstlichen monum---'e>«, didliothcc, orgeln und predigt-stuhl, desgleichen die proMy-kirche; von den weltlichen aber das schloß zu sehen. Die udr-genhänstr in der stadt sind mehrentherls von stein, unter welchen dasratbbauß aufdem viereckigten marckt-platz stehet. Im übrigen Mdiese stadt sonderlich von dem ;ojährigen kriege und an. 1710 vonder vest viel erlitten. LcNIcü c'.ron x>, rrz^.

<k)els/ (das Fürstenthum) liegt jenseit der Oder, und gräM

gegen morgen mit dem Briegifchen, gegen mittag mit dein