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habe erst spät angefangen bewohnt zu werden , aber ohne gründ,Massen gnugsam erweislich ist, daß die Jngadyner, Inthaler undVinßgeuer bey den alten für ein volck paßirt, und Venones genenntworden. Franciscns Niger mcynt, die Jngadnner haben anfäng-lich Oenone5 geheissen, von dem Oen, an dessen Ursprung Ire ge-wöhnet, seyen aber hernach mit etwas Veränderung Venoncsgenemitworden , und werden gemeiniglich gehalten für die alten Lateiner,ausLatio, Campanien und nächst-gelegeneu orten, welche derdienstbarkeit des Afrikanischen iochs unter Hannibak entflohen,welches neben der sprach, die bey den Ingadynern von ihrer strff.jung an gewesen, und bis aufdiescn tag Latin (vonLatio) genenntwird, auch zu beweisen scheinen, die namen der flecken, welche mitden alten Lateinischen,Campanischen rmd umgelegener orten nameneine grosse glerchbeit haben, wie aus der gegeneinanderhaltung zuersehen. Vill- «ui. lull. «.K-r. p. 4. Ob aber dieses that zuvor un-bewohnt gewesen , hat man keinen gründ. Kill. kk-r.
üb. k ä cLp. 16 -ä Zl. ciiron. Lksir. L p. sä zog.. 6--/.
kill. «.kLr. p. 4 b. liem p. 9;,1-;, izo öe -AI.
I. r c. 41. 4z. Annalss üiü. kskri«, *
Meningen/ war ehemals eine Grafschafft, ist aber itzund eineProbsteu an dem Bodensee, wo der Rhein auS demselben wiederherauskömmt, und gehört dem Bischoff von Costnitz, welcher sicheinen Herrn davon zu schreiben pflegt. Cuno von Oeningen hatmit seiner gemahlin Richlinda, einer tochter des Kaysers OttonisM. die abgedachte Probstcy an. 980 gestifftet, und einen söhn ge-nüget, namens Rudvlph, welcher sein geschlecht beschlossen. 7»^/.L. 8. k. >. L,«/r« LnnLl. 8vev. ^cieikp. ?., 1.10 c. >;.
Oenoe/ eine alte stadt in Attica, einer landschafft in Griechen-land , an einem flusse, dessen lauff die einwohner hemmten, um dasWasser auf ihre äcker zu führen , in meynung, sie dadurch rechtftuchtbar zu machen. Allein an statt der verhofften fruchtborkeit,wurden die äcker dadurch verdorben, und voller löcher gemacht, so,daß man sie nicht mehr bauen konte, daher kam das sprichworl:Oenoe, . oderOenoes graben, welches man zu solchen
dingen gebraucht, wodurch ein mensch sich selbsten grossen schadenthut, an statt daß er dadurch den grösten Vortheil zu erlangen gemey-tiet. §,x»b<,gcogrLpii. I. 8. Leü«?. in norir.orbi, »nrigui.
Oenomaus/ König von Visa/ bekam von dem o-acuio dieNachricht/ daß er von seiner tochter Hippodamiä mann umgebrachtwerden würde. Dannenhero erdachte er/ um aller Fürsten / dieum selbige freyeren / loß zu werden/ diesen fund / daß er vorqab/derjenige solle seine tochter haben / welcher ihn in einem gewissenNitterspicle/ da man auf wagen in die wette rennet«/ schlagen undüberwinden würde; hingegen aber/ daß die/ so er schlagen würde/getödlet werden sotten. Endlich begab sichs / daß Pelops / Tan-tal! söhn/ welcher sich in Hippodamiam hrfftig verliebt halte/des-ftldeii kutscher bestach / daß er schwache achsen an seinen wagen ma-chen solle/ woranfvcrselbige unter dem rennen zubrach/ unbOe-nvmauS dermaßen beschädigt wurde / daß er bald hernach starb/Pelops aber Hippodamiam heyrathete/ und ihres vatrcS crone be-kam. 8. in Qb.
Oenone/ eine Nvmphc / welche den Trojanischen Printzcn Pa-ris / als derselbe in ihrem vaterlande in Phrygien / in der gegenddes bergeS Jda/ einen schqfer abgab / heffliq zu lieben anfieng/auch von ihm wieder geliebt ward. Als Paris von ihr nach Grie-chenland reisetc/ soll sie ihm prophezeyel haben / daß er von bannen(aieichwie hernach durch die von ihm geraubte Helenam würcklichgeschehen) den Untergang seines Vaterlandes zurück bringen würde.Man meldet ferner von ihr / daß man ihr nach des Parts tobe sei-nen cvrper gebracht/ damit sie ihn begraben möchte; sie sey aber/aus einem trieb ihrer ehemahligen liebe/ auf den ersten anblick desentseelten leichnams/ todt niedergefallen/ und hernach zugleich mttdemselben begraben worden, ep,ll. ü»vic. «^. ae remeä.
swor. v. 4?7. Dr/?. erocicon c. 4.
Genopides/ ein berühmter »4LrüemLricur aus der insul Cbiosgebürtm, lebte einige zeit nach dem Anaragora, und verfertigte ei-ne astronomische tadelte, die eine zeit von;-jähren in sich hielt,weil nach seiner meynung das grosse jähr in solcher zeit vollendet
wurde. vs,. üill ,0, 7. c7e»/ö»»«- lle -Ire NLILÜ c. 19.
Menotrus/ ein König der Sabiner, wie Varro berichtet, oderder Arcabier, wie Pausanias meldet, besetzte die kästen des Meer-busens von Tarento mit volck, und gab dieser landschafft den na.rnen Oenotria, welche in folgender zeit, da sie neue colonien ausGriechenland bekommen, Groß-Griechenland geuennet ward. n>.
F,/. I. 7 /kneill.
Oepffingen / eine kleine stadt nebst einem schlösse, welche zwi-schen U!m und Ehingen gelegen, und zu der Herrfchaffl Justin.,cngerechnet wird. Vorzeiten gehörte sie der adlichcn familie vonBerg, die sich davon nennte, an. i;o; aber an die Freyherr-n vonFreyderg dieselbe käufflich überließ.
Mepp/ eine adekiche samilie, welche aus Ungarn in Francken.und von dar in das Fürstenthum Anhalt gekommen. Ist r>. m ae.?.«§ ^^^reich hat sie ihren sitz zn grossen Watzdorff gehabt,^"^ldst Jacob,wiewohl ohne benennung der zeit zuerstangeführet, der Elriabeth von Rachwein zur gemahlin erwählt, von
an diese familie den deynamen von Scheuder und Hoßdorffan-genommen. Deren enckel, Lebrecht Ferdinand, Waran. 172aHessen-Casselischer Cammer-Juncker, und des Erb-Printzens Ge,,nera!-Adjutant. Le,»,«»». ^nk-ür. Kill. 1. 7.
Geri/ ein gut altes Züricher geschlecht: Rudvlph wär an.i,7iZunfftmeister, wie auch sein lohn Peter, des Raths, haben schöne>eA,r- sä PILS csuiLs, insonderheit den armen «esicrt. Felix, einsobn Pekri, war auch einer der 60 redlichen marineren, die manScbwertler oder Büke nennte,die sich im alten Züricher krieg durchtapffere thaten llgnaiillert, und die Gesellschaffl zum Schneggen ge-stifftet, ward 1460 des kleinen Raths und Oberster zu dienflender Gradieren, Freyherren im Zug nach Füßach. Er warauch in der berühmten schleicht bey Murten an. 1476 zugegen, seit-her seynd viel von diesem geschlecht in kleinen und grossen Rath ge-zogen worden. Joh. Casparus, voÄ. macht sich heut zu tazdurch seine glückliche euren sehr berühmt. H/rMer2uricK.e°.
fckleclirk. *
Geringen/ eine kleine stadt, amt und schloß am fluß Oka inFrancken, an den Würtembergischcn gräntzen in Oergöw,Len Gra-fen von Hovenlobe gehörig.
Gerye/cin fluß im Hertzogthum Braunschweig-Lüneburg ,entspringt in der gegend der Raub-kammer, unweit Bredclau,ge,het auf Münster, Sutting, Toding, ferner durchs kirchspiel Mü-den auf Potzm, nimmt an der lincken feiten den Hamikenbvßeler-Beeck und fleust sodann aufMüben zu, nimmt daselbst die von derrechten seilen Herrinnende Witze ein, gebt darauf fort nach Willi»genhusen und Lütter, allwo er die Brunau verschlinget, eylt dannferners aufHermannsburg, Schlüpke, Oldendorffsda die Anger-beeck herbey rinnt) Dcntzen rc. und führet endlich ihr forellen-rei-ches waffer, zwischen Winfen und Steven, der Aller zu.
Gertzen/ eine von den ältesten adelichen familien in Nieder«Sachsen . Nicol wird in einem briefe des Hertzvgs von Güstrvwan. > ry; als zeuge angeführet. Stephan, des Pfaltzgraftn Cast-mirs Rittmeister, ist an. r;/? mit 267 pferden in Franckrcich ge-zogen. Caspar war an. -646 Ertz Bischöflicher Bremischer Rathund Abgesandter, nachgebends aber Drost zu Pinneberg . JohannCarl hat an. 1676 als Dänischer Odrister in dem treffen bey Hm,den sein leben verlohren. Hanß Ernst war an. 1712 PreußischerLand-Rath, und an. 171; florirte einer von Oertzen als Hectzogli-cher Holsteinischer Cammer-Herr. ?.
GeA/ Chatean d'Oer, das haupt-orth und kirchspiel, im wel-schen «saner-land, so vor diesem denen Grafen von Grycrs zustän-dig gewesen, aber an. 1;;; durch kauff an die stadt Bern gekomeu.Aufdem Hügel, allwo nunmehro die kirche stehet, ist vor dem krieg,den die Grafen mit den Herren von Corbiercs geführt , ein schießgestanden,welches im friedens-schluß hat müssen geschleifft werden.Zu dieser gemeind gehört auch das etwan eine meil lange tbal Les.jy. Die einwohner haben vor altcrs schöne fteyheiten und schonan. 140; ein burgerrecht mit Bern gemacht. An. i;8; haben stevon Bern die Erlaubmiß erhalten,die gemeind-güter zn verknusten,und an. iSroward ihnen eine gattung Land.-Ratb von ;o Perso-nen bewilliget, dessen Häupter sind im namen des Land-Vogts derTschachtlan oder khatelain und im namen der gemeind der Ban«beret oder Lands-venner. sbrcgL p. 46:. *
Gesel/ lat. olin-, eine insul auf der vst-fee, bey dem eingangedes 'Riegischen meer-busens, begreifft 12 biß 14 Meilen in der lange,und 7 in der breite. Die vornehmsten örtcr auf der insnl sind A-rcnsberg und Lwnneburg,ausser welchen ste noch 18 kirchspiele hat.Es besaß diese insul der König von Dänemarck, welcher ste an.i;84dem berühmten Polnischen General,George FahrenSvachcn, so da-mals sein Ober-Hosmarschall war, lebenslang einrammte, aberhernach wegen beschuldigter untreue wieder einzöge, wie bey demkhyträo in «Lxon, davon zu lesen. An. 164; ist sie durch den auf-gerichteten friedcns-tractat den «schweben abgetreten,und an.>7'^von den Russen eingenommen worden. äelcr. l-ivon. rs«.
ücc.
Gesserling/ ein adeliches geschlecht in Pommern,von welchemsich «Samuel in dem zojährigcn kriege als «schwedischer Odristckhervorgelha», und an. 1647 als L«mmci,öLm in der belagerten stadtJglow in Mähren , durch einen feindlichen schuß sein leben verlob-ren. Sei» söhn, Ernst Christian, wurde an. 1646 in der jetztge-dachten stadt qebohren, und da er sich in den kullüs festgesetzt, nahmer in Franckreich unter der Königlichen ZL-cie zu fuß, bald aber her-nach unter den «Schweden dicnste, und wohnte an. 1667 als Lieute-nant der vioquLllc von Bremen mit bey. Hierauf erhielt er eine^impLgnl-unter demregimentzu pserde, welches der Graf LMWilhelm von Königsmarck vor Franckreich ausrichtete, und ließ an.167! unter dem Turenne bey allen kriegs- Verrichtungen seinen Hel-denmuth sehen. Allein die Kayserlichc und BrandenburgischecstoriL vermochten ihn, die Frantzösischen dienste zu verlassen, wes-wegen er in Hanovcrische dienste trat, und bey einem dragoner-re»giment Major, an. 1680 aber Odrist-Lieutenant ward. An. i684muste er auf seines Hertzvgs orä-L mit nach Morea aufbrechen, all-wo er bey den wichtigsten Unternehmungen zugegen war, biß ihn ^