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Oettingen/ eine artige stadt in Ober-Bayern in dem CrtzW-thum Saltzburg, zwischen dem Jnn- und Sa!tza-fluß gelegen, wirdin Alt- und Nm-Oettlngen abgetheilet. Denn nachdem die in die-ser gegend gestandene grosse stadt, welche die Nömer konr o--ni ge-nennet, und in ihrem umfang nicht allein Alt- und Neu-Oettingen,sondern auch ein grosses stück landes jenseit des Inns begriffen, an.910 von den Ungern biß auf eine alte capelle, gäntzlich verwüstetworden; so hat man nachmals eine halbe stunde von besagter ca-pelle, so bereits im 6 oder ?ven tcculo errichtet worden, aus demüderdliebenen gemauer Neu-Oettingen aufgebauet, von welcherzeit an die capelle den namen Alc-Oettingen bekommen. Es hatsein eigenes pfleg-gerichte, in welchem ein marckt, ein closter, 2schlöffer, 7 adliche sitze, 8 hof-märckte samt andern dörffern und gü-tern liegen, und gehöret in das rent-amt Burckhausen. Alt-Oettin-gen betreffend, so wurde Ludewig, Hertzog in Bayern , Ottonis M.söhn, durch die starcken wallfahrten, so wegen eines wunderthäti-gen Maricn-bildes nach besagter capelle geschehen, veranlasset, an.statt des vormals da herum gestandenen Benedictiner-closters, 8.Philips und 8. Jacobs Sttffts-kirchen für die Chsr«Herren alldazu bauen, weiche nachmals an. 1499 erweitert und verbessert wor-den; biß endlich das prächtigeIesuiten-ollegium dazu gekommen,und diesem orte den namen des Teutschen Loretto zuwege gebracht.
ksv. -LvErE, 2er/c»'.ropoßr. NLv.^HiÄ!»««ni lle5cr.Lzv. p. 269.
Oettingen / lat. Orkings. die Hauptstadt derGrafschafft gleichesNamens, nevst einem schloß an dem fluß Wermtz auf dem Meß,liegt r weilen von Nördlingen gegen die Fränckische gräntzen. Eswerden daselbst die 2 reiigionen, die Catholische und Lutherische, ge-diiltet, indem die Fürstliche linie derLutherischen, die Gräfliche aberder Catholischen beypflichtet.
Oettingen/ eine Grasschasst in dem Schwäbischen kreiß, wel-che gegen norden und ostcn an Francken, gegen süden an dasHer-tzogthilm J!euburg,und gegen westen an das Hertzsgthum Wür-tcmberg gräntzet. Die vornehmsten städke und ämter darinnen sindOcltingen, Watterstein, Lwielberg, Allerheim,Baldern< Dürwan-gen, Flockberg, Hoch- und Niederhaust», Harburg, Katzenstcin,Marck- und Minder-Oeffingen, davon besitzt das Fürstliche haußsieben-zwöSffihci!, und die dazu geschlagene ämter und pflegereyen,Merheim, Äulkirch, Christgart, Harburg, Hochhausen,Kirchheim ,Münchsroth, Oettingen,Sonnenhcim und Zimmern; das Gräfli-che aber fünff zwölfftheil. Vormals besassen die Grafen auch dieLandgrafschassl Elsaß,wiewohl es nicht völlig ausgemacht,wenn sieselbige eigentlich bekommen. Lisas, cllron. Os7Lcd,«-x>rocic.
rerum /ilsar. copogr. 5 ucviL', öcc.
Oettingen / eine alte Gräfliche familie in Deutschland , derenUrsprung viele von einem der zwölffsöhne hes Jsendarths, Grafenszu Aitorff und Hertzogs in Schwabe», herführen, welcher zu denzeiten Caroli II. gelebt; es ist aber biß aufOttonem ÄI. von denOettingern nichts zu finden. Unter demselben lebte Grajo,der we-gen feiner tapfferkeit der streitbare hiesse, und wie man insgemeinvorgiebt,Hedwigen,desKayftrs Henrici kucupis rochter, und GrafEberhards von Eberstcin witrwe, zur gemahiin soll gehabt baden.Aus dieser ehe soll Bischoff Notkerus zu Lnttich,der an. ivo-/ gestor-ben und in die zahl der Heiligen aufgenommen worden, nebst Ot«tone gebohren seyn. Gedachter Otto hat mit seiner gemahiinWandelmuthis,einer Grastn von Schlüffelburgssein geschlecht fort-gepflantzet. Sein söhn Richardus war um das jähr ss8 berühmt,und wurde von seiner gemahiin Wolffild, einer Grastn von Berin-gen, ein vater verschiedener Ander, von denen der andere söhn Hm»ricus mit seiner gemahiin Richildis, Gräfin von Ommge», Udalri»cuin gezeuger, welcher von Gertrud, Pfaltzgräfin von Tüdmgen,Henricum hinterlassen. Diesem gebahr seine gemahiin Luidgard,eine Gräfin von Schlüsselburg, verschiedene kinder, von welchenOtto um das jabr n lü geledet, und von Dietburgls, Gräfin zuWerdenberg, 4 söhne nebst einer rechter nach sich gelassen. Unterjenen hat Lndovicus in seinem mit Cunigunda von Neüenbnrg ge-zeugten söhn Fridcrico eine gesegnete nachkommenschafft erhallen.Aus selbiger lebte Lndovicus II an. 1212, und hinterließ einen söhndieses namens den Ill weicher das Franciscaner-kloster zu Nordlin-gen gestifflet, und mit Margaretha von Hohenzollern nebst verschie-denen andern söhnenLudovicum IV gezeuget,welchem seine gemah-lin, eine gebobrne Marggräfin von Burgau , Ludovicum V zur weitgebracht. Dieser war ein ansehnlicher Herr und lebte an. 129;.Das kioster zu Kirchheim und das Teutsche hauß zu Oettingen ha-ben ihm den Ursprung zu dancken. Daselbst wurde sein lohn Henri-cus Commenthur. Der dritte söhn,Lndovicus Vl-stifftete ein haußvor die Johanniter zu Erklingen, und der vicrdte söhn Conradus,der Schririipff genannt, wurde durch Agneten, Burggräfin vonNürnberg , eui vater Ludovici VII und Fridericil. Lndovicus VIIstarb an.,; r;,und hinterließ von seiner gemahiin,Anna von Dorn-berg, Ludovicum VII!, welcher in so grossem ansehen war, daß erdes Kaystrs Aiberci tochter, die Gntha oder Bona, zur gemahiin be-kam. An. i ;,i y haiff er die strcitigkeiten des Bischofs Gottfriedsvon Wüchburg mit den Grafen von Henneberg beylegen, bekamauch die beerb, zoll und was sonst das Sttsst über die stadt Anspachfür gcrechtigkeaen besaß, zu lehn, nachdem ihm solches schon vorherwar verviändet worden. Der söhn dieses Ludwigs,Albertus,zeugteLudovstiim IX und Fridcricum II, welche an. - ia- in dem Elsaßi-schen land-frieren als Landgrafen von Essaß vorkommen. Dasrecht dnrzu soll Ludwig mit seiner gemahli» Adelheid, Henrici III,Grafens von EgWeiM und Landarafens von Elsaß lochter, denArgcnc. vor den letzten seines geschlechrs ausgiebt, erworbenhaben« Meist vor eins hüt Ludwig noch um das jähr 1;; 9 gelobet,
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und kan desieniM Heinrichs schwester nicht M ehe gehabt haben,ui das jähr i2;z fallt. Daher zu vermuthen, daß wenn
ansang des 14/ecul, m den geschichten vorkommt. Von diesemaber behauptet kern scribmt, daß er der letzte seines stamins gewe-sen. Sodann tst nicht zu glauben, daß Ludwig sein recht aufElsaßmit seinem bruder Friedrich wurde getherlet haben, wenn er selbi-ges durch ftlne gemahiin erworben. Endlich bezeugt das KsZmen-rum urMiiLnum. daß Heinrich von Eglßbeim sowohl einen bruder,als auch einen xollkumum, hinterlassen- Und obwohl das s,aZmea.tu.» sagt,daß der bruder kein recht zum lehn gehabt; so bat doch deepoiikumus nothwendig erben müssen, und muthmasset Obrecht gaewohl,daß der noch an. i;?6 beydem >ui,err. ^r§em. bekandteLand»gras Johannes von Elsaß,welchen Albertus den letzten seines stam-mes nennet, aus dieses Henrici nachkommenschafft gewesen. Da«her wahrscheinlich wird, baß die von Oettingen einen theil von Un-ter-Elsaß unter dem namen der Landgralschafft entweder ausKay-serucher gnade oder auf andere weise lange nach dem tod Heinrichsan sich gebracht, und solchen Landgräflichen titul mit des Heinrichsnachkommen gemeinschaffclich gehabt. Sie haben aber solche Land»Grafichafft nicht lang behalten , sondern Ludwig der XI, desrstledncbs söhn, und Ludwig der ältere oder X, haben ihre von demBißlhumSlraßburg tragenden lehne an. i;; 9 an Dischoff Johan-nen: verkaufft. In eben diesem jähr gaben sie Simon von Lichten»berg kauffs-weife von der lehns-herrschafft ioß, die sie über einigtLichtenbergische güter hatten, woraus zugleich erfolget, daß dieGrafen von Ortungen nicht alles, was sie an dein Landgrastyumdejessen, an das Blßcoum verkaufft. Wie denn noch jetzo vie Frey-herren von Fieckenstein ihre herrschaffr rm Eisaß von Oettingen zulehn empfangen. Gedachter Lndovicus XI zeugte mit Jmagna,Graf Heinrichs von Schaumdurg tochter, nebst zweyen cöchtern,; söhne FridericumIII,Ludovicum XII,und Fridecicum IV. Deeerste wurde Bischoffzi, Eichstädt und starb ,4,5. Der andere Lu-dovicus XII, der bärtigte deygenannl, war Kaysers SigismunoiHofmeister, und starb an. 1440, eine einige lochter hmrerlasimb, dieAedtlßu, zu Kirchheim worden. Fridericus I V, welcher des Kay-ftrö Ruperti Hofmeister gewesen, erhielt eine gesegnetere nachkom-menschaffc, indem ihm von Euphemia,Hertzogs Victorini zu Mün-sterberg in Schlesien tochter, nebst verschiedenen andern Andernbeyderley geschiechls, Johannes, Ulricus und Wilhelmus gebohrenworden. Diese thrittcn sich so, daß Wilhelm Oettingen, UlrichFlochbergmnd Johannes der strenge Waiderstein bekam. Johan»nes hat demKayser Marimiiiano I in den Niederlanden gute dienstegethan. Daher er auch mit dem ordm des güldenen viiesses begna-diget wurde. Sein söhn Lndovicus XIII, so schon an. 1489 nichtmehr am leben gewesen, hinterließ eine eintzige rochier, Magöale»nam, welche an Graf Ulrich von Montiert vermählet worden«Der mittelste bruder Iohannis, Ulrich von Fiochbergnvar an. 14;«Graf Ulrichs von Wüctemberg Rath. Er kauffte seinem bruderWilhelm die stadt Wemdingen ab, und starb an. 1477. Er hinter-ließ von Barbara,Gräfin vo» Thengen, einen minderjährigen söhn,Joachim,dessen Vormund Georg, Hertzog in Bayern , war. Der-selbe wurde :;2o auf der reise von seinen feinden gefangen undtödlilch verwundet. Wilhelm, Graf Ulrichs von Flochberg älte-ster bruder,hatte zur andern gemahiin eine Gräfin von Werdenderg,die ihn auch überlebet. Die erste aber war Beatrix, Pault 6 -1»Scaia, Herrn zu Verona und Vmcenza tochter, mit der er Frie-drich , Wolffgang und Johannem gezeuget, welche mit HertzogGeorgen gewaltige Händel gehabt, darüber sie ihr meistes land ver»lohren. Es halte nemstch ves verstorbenen Ludwigs XIII lochter,Magdalena, ihr erb-recht auf das Wallersteinische antheil anHertzog Georgen verkaufft. Dieser, weil er zugleich Vormund desjungen Joachims war, und wegen seiner macht von jederman ge-furchter wurde, setzte sich mit gewalt in den besitz seines erkaufftenrechts. Es wurde aber der streit durch des Kaysers Marimillam an-spruch und vergleich an. 1489 dahin beygeleget,daß die Grasen demHertzog sein gelb wiedergeben sollen, dargegen der Hertzog nebstÜbergebung der vormundschafft ihnen das abgenommene wiedereinräumen muste. Durch diesen schaden halten sie erfahren, wiegefährlich es einem Hause sey, wenn mächtigere die vormimdschMführen,und die tochter zugleich mit den söhnen erben. Daher sie sichan.i 4 s; durch eine erb-vereiniaung auf 9 Puncte verglichen, welcheder Kayser Maximiiianus bekräfftigte, darunter die vornehmstenseyn: i) daß kemFürstcnmäßiger eines Grafen vvrmnnd soll seynkönnen; 2) daß die tochter weltlichen standes mit 6 oac> fl. die geist-lichen aber mit 2000 fl. abgefunden fcyn sollen; z) daß ein Grafzwar das eigenthum und Nutzung feines antheils an fremde ivll ver«kauffen können. Die obrigkeit aber und sollen bey dem Haufeverbleiben. Wie sie denn 4) die regalien, bergwercke, lchn-ver-lcihungen rc. gememschafftlich behalten wollen, nur daß der ältestelebende Graf, wo er anders würcklich in dem lande sich aufha?t,darüber das llircÄormm führe. Diese erb-vereinigung ist hernachi;r2 wiederholet,und von dem Kayser Leopolds an. 166; bekrastti-get worden. Solchergestalt theilten sich nun die 4 Herren, MFriedrich, Wolffgang, Johann und Joachim, in die Waüersteml-fche vmaffenschafft so, daß jeder davon ein theil bekam. AllemJohannes starb i; 1; aus, nachdem er mit feiner gemahlm Elisa-beth von Conde einen theil der herrschafft Conde im Hennegau er-heyrathet, welchen seine tochter Elisabeth ihrem geMah! Alhelmvoll Roggendorffzugebracht. So verließ ariüV;nedrich, Biichvffzn PaffaU, an. 149° dieses zeitliche, daß also WvMang? zwoiff»theil der Grasschasst zustimmen bekam, dahingegen Joachim derennur 5 hatte, welche erntheilung auch nach der zeit bevallen worden,III Theil. ttuust als