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als Ludwig des XV beyde söhne die gantze Grafschafft unter sichtheilten. Wie denn das Fürstliche hauß noch ietzo solche 7 theile unddie Wallersteinische nur 5 besitzt. Ausstiche art waren nun nurnoch s Häupter des gantzen stammes übrig,Wolffgang undJoachim,welche man auch beyde in dem Schwäbischen dund >496 und 15-2antrifft. So wurde auch Wolffgang 1502 mit bewilligung derChur-und Fürsten auf der Versammlung zu Heilbrunn zum Haupt-mann des bundes erwehlet. Wiewohl es scheinet, daß er stlche ehreausgeschlagen,weil noch in selbigem jähr Hanß Caspar von Buben-hoftn auf ic> jähre darzu ernennet worven. Seine mit Anna, Erv-Lruchseßin von Waldburg , erzeugte 2 söhne, Carl Wolfgang undLudwig XV, wie auch des Joachim seine, Martin und LudwigXIV, stehen allesamt in der 1 nährigen Vereinigung des Schwäbi-schen bundes zu Ulm 1522. Sie stürben aber alle ab, so baß Lude-tvig XV der allgemeine stamm-vater der jctzt-lebenden beyden li-nien worden. Er trat zu der Protestirendm varthey, führte dieLutherische religion ein, und begab sich nebst seinem ältesten söhnLuvovico XVl in den Schmalkaldischen dund, welcher aber vorihn so unglücklich ausschlug, daß er darüber von dem Kayler icmeslandes entsetzt, und solches fernen andern söhnen Wolffgang» undFriderico, die es nicht mit ihnen gehalten, eingeräumet wurde.Endlich wurde er i;; 2 bey demKayser wieder auSge,ohnel, und
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daß die imroöuÄlon in das Fürsten-coilexium zu Reqenspura ingstecken gerietb. Weit aber daraus dem Fürstlichen Hause ein nacb.theil erwachsen wolle, daß der Mrst von Waldeck, welcher doch erst8 jähr nach Oettingen die Fursten-würde erlanget, in das Fürsten ,cuüc-ßium inrrociucirt werden solle; so brachte man von Waldeck dieerklärung heraus, daß diese lmrc-ciuÄlon dem Hause Oettingen nichtschaden könne. Endlich trafen sie 1696 auch mit der Wallersteini-fchen linie diesen vergleich, daß die clirciiion der gemein,chaffliichendinge, als regalien, bergwercke,lebiis-sachen,lanb-gerichte, zöliercwie zuvor bey dem ältesten der familie verbleiben, und baß manFürstlicher feite den agnaten in nichts zu nahe treten wolle. Hin,gegen versprachen die Catholischen Grafen , daß sie das vor»« a„fdein Reichs-tage ferner nicht hindern, auch geschehen lassen wollen,baß der neue Fürst so wohl in Person als Unterzeichnung der ge-meinschafftlichen clevren und vergleiche den rang haben solle. Sowolle man auch daran seyn,daß die an. 1522 getroffene erbwereini.gung in denjenigen stücken geändert werden möchte, welche mit derneuen Fursten -würde nicht bestehen tönten. Denn da ist in stldi,ger versehen,daß kein Fürstenmäßiger und der höher als die Grafenvon Oettingen seyn, zum vormund gesetzet werden barff, welchesaber nunmehro bey der Fürstlichen linie nichtmehr thnnlich ist,auch in der person des Fürsten Alberti Ernesti II, dessen VormünderWürtemberg und Brandenburg waren,.
starb 1,57. Seine gemahlin Salome von Hohenzollern ligt zu Würtemberg und Brandenburg waren, bereits verändert wordenEalw begraben. Von seinen 6 söhnen haben Mir r, Ludwig XVI Nachdem die Fürstliche linie selbst andern Fürsten zugesellet worden.
-.. -- .. Diesen vergleich hatKaywrLeopold lüyüdestätigt. So war nun
Albertus Ernestus der erste Fürst. Seine gemahlin war ChristinnFriderica, Hertzogs Ederharbi III von Würtemberg tochler, nachderen tod er an. 1682 ihre leibliche schwester nach beschehener bchsi
und Friedrich den stamm fortgepflantzel, davon jener ein stamm-va-ter der Fürstlichen, dieser aber der Wallersteinische» linie ist. Lu.dovicusXVl ward gebohren 1508, und starb 1469. In seiner lü-gend studierte er zu Tübingen , und bey erwachsenen jähren hatte ergleiches schicksal mit seinem vater. Doch blieb er bey der Lutheri-schen lehre, und hat von seinen ; gemahlinnen nebst andern Gotbo-fredum, Wippertum und Pbilippum gezeugt. Der letzte war Wür-tembergischer Amtmann zu Neustadt,und starb 1627 in dem closterZimmern ohne kinber. Wippertus büßte an. 1604 daS leben ein.Gothofredus aber pflantztr den stamm fort, und zeugte mit GrafEberhards von Hohenlohe tochter Lndovicum Eberhardum, dessenmit Margaretha, des Grafen Georgii von Erpach tochter,erzeugtersöhn Joachimus Ernestus war an.isir gebohren, und kam mittenm dem Teutschen krieg zur regierunq, daher er feinen auffentbaltmeistentheils zu Ulm genommen. Er hatte; gemahlinnen. Dieerste war Anna Sibylla, Graf Wilhelms von Solms tochter, mitwelcher er aber nur 2 töchter gezeugt, davon die andere der mutteran. 16;; das leben gekostet, und gleich wieder verstorben; die ersteaber Sophia Margaretha, an. r6; i an Marggraf Albert von An.spach vermählet worden. Die andere Anna Dorothea,GrafCraff-tens vonHohenloh tochter,so an-i64; gestorben,gebabr ihm 2 töchterund 2 söhne,Mariam Dorotheam,SufannamJohanam,CratonemLudovicumundAlbertumErnestum.DiedritleAnnaSophia,Pfaltz-äraf Augusti zu Sultzbach tochter, so 167; gestorben, gebabr ihmJoachimum Ernestum, Mariam Eleonoram, Christianum Augu-stum, Hedwig Augustam, Magdalenam Sophiam, EberhardinamSophiam,nebst; jung verstorbenen, so daß er ein vater von i; lin-dern worden, von denen fast allen was merckwürdiges zu behalten.Maria Dorothea heyrathete Hertzog Eberhardum III von Wür-temderg. Crato Ludwig hätte nach dem in dieser linie kurtz zuvoreingeführten recht der erst-geburth iucceckren sollen, er starb aber1660 und überließ die reihe seinem bruder Alberto Ernesto,von demeinmehrers soll gesagt werden. Joachimus Ernestus ist als Obrist-kieutenant des Dänischen leib-regiments 1677 in Schonen geblie-ben. Maria Eleonora vermählte sich an. rü6; mit GrafGottliebvon Windischgrätz. Christianus Augustus war Commendant zuOffenburg , und starb 1684. Hedwig hat 1677 einen Freyherr» vonStadel genommen. Magvalena Sophia hatte Graf JohannLudwig von Hohenloh zum gemahl,und starb 1689. Cberhardinaverheyrathete sich an ihren vetler,GrafPhilippen,Wallersteinischerlinie, und wurde Latholisch. Der stammhalter war also AlbertusErnestus I, gebohren 1642. Der Kayser Leopoldus erhub ihn an.r 674 in den Fürsten -stand, und gab ihm den titul Oheim. Es wi-dersetzten sich aber dieser neuen würde nicht nur das SchwäbischeGrafen-coließium, sondern auch die Wallersteinische linie, undbrachten eine erklärung von Kayser Leopolds 167; aus,daß diese cr-höhung niemands rechten nachtheilig, auch die Fürstliche würdenur ein perlonLi-cli-rsitsr seyn solle,welchem ohnerachtet die Graf-schafft Oettingen in ihren vorigen creyß-und erb-verfassungen blei-ben mäste. Gleichwohl drang das Fürstliche hang darauf, daß dieFürstlichen güther durch die erhöhnng von der Gräflichen csL aus-gezogen , und den Fürstenthümern zugesellet werden musten. Eskonte es abcrAlbetus Ernestus I bey feinem leben nicht ausmachen,sondern muste die fache nach seinem tod 168; den Vormündern desjungen Alberti Ernesti II, Marggraf Christian Ernst zu Branden-burg und Hertzog Friedrich Carln zu Würtemberg, überlassen, wel-che auch 1686 mit dem Schwäbischen Grafen-coiiegio sich dahinverglichen, daß der neue Fürst gegen erlegung 700 fl. in die Grafen-casse von dem Gräflichen creyß-anfchlage loßgegeben wurde,woraufdie locstion aufdie Schwäbische creyß-Fürffen-banck erfolgte. DieWallersteinische linie aber prorekwte nicht allein wider dieseIvcsrion,sondern stellte an dem Kayserlichen Hof vor, wie ihre P2ÄLt-mili« durch die neue Fürstliche würde gantz zu gründ gierigen,wenn die Fürstliche linie nicht mehr unter dem in ihrer familiebräuchlichen Kni» stehen,und eine besondere stimm aufdem Reichs-tag in dem Fürsten-Rath haben wolle. Zum wenigsten verlangtedie Gräfliche linie, daß man die gemeinschafftlichen dinge theilensolle- Zu welchem ende der schrifft-gründlicher bericht von den ge.memschafftlichen rechten des Hause- Oettingen, und wie felbige zurtheuung zu bringen,heraus gegeben wurde. Dadurch geschahe es,
gimg vieler so griff als weltlichen gelehrten,nahm. Mit der erstenbat er gezeugt 1) Ebcrbardinen Sophien, so an. 168; Fürst Chri-stian Eberhard in Qst-Frießland beygeleget worden, und an. 1702verstorben; 2) Albertum Ernestum Il,von dem hernach; ;)Chri,st-nam Louisam, Hertzog Ludwig Rudolphs von Draunschweig-Blanckenburg gernahlin. 4) Hcnrietten Dorotheam, vermähltan Fürst Georg L-amuel von Jdstein. Mit der andern gemahlinzeugte er Albertum Ernestum III, so aber bald verstarb. AlbertusErnestus II, Kaystrlicher o-ner-i.visjor, wurde 1669 gebohren,undvermählte sich an. 1688 mit Sophia Louifa,LanbgrafLudwigs IVzu Heffen-Darmstadk tochter, mit welcher er Albertum ErnestumIV, so 1689» gebohren und verstorben, und an. 1691 SophiamMagdalenam Elifabetham gezeuget, so daß das Fürstliche hauß aufschwachen füssen stehet.
Die Wallersteinische linie hat gestifftet Fridencus.LudoviciXVdritter söhn, gebohren i;i 6 und gestorben 1579. Erbckannie sichzu der Calbollschen religion, welcher auch feine nachkommen zuge-than verblieben. Von seiner gemahlin Euphrosina,GrafMartinivon Oettingen eintzigen tochter, würbe er ein vater von 19 kindern,darunter nur ; zu zahren gekommen. Der jüngere,Friedrich, ver-verliebte sich in eine weibs-person von Nördlingen , Ursula Heil«drunnerin genannt, mit welcher er zwey bald wieder verstorbenesöhne erzeuget. Die tochter Euvbrostna, ward an Graf Carln IIvon Hohenzollern vergeben,und Wilhelm führte den stamm mit sei-ner gemahlin Johanna, Graf Carls von Hohenzollern tochter,fort,mit welcher er ; kinder gezeuget, Wilhelm, Wolffgang und Ernst.Nach des vaters an. 1602 erfolgtem tod haben diese die »och jetzoblühende Wallersteinischen special-linicn gestifftet. Wilhelm be-kam Spielberg nehsi zugehör zu seinem antheil, und hat mit seinergemavlin Elisabeth, Graf Maximilian Fuggers tochler MarcumWilhelmum,und Johamiem Albertum gezeugt. Dieser letztere,!»an. 1591 auf diese well gekommen, wurde an-1623 von MariaGertraut Erb-Marschallin von Pappenheim , ein vater JohanuisFrancisci, welcher sich mit Louisa Rosalia, Gräfin von Altimis,ver-mählet, die ihm 7 söhne und 2 töchter gebohren, wiewohl nur; da-von zu erwachsenem alter gelanget, nemlich i) Johannes Seba-stianus, so als Cornet unter dem Kayserlichen regiment seines Vet-ters,Graf Philippen-, an.167; bey Baden gestorben. 2) JohannesWühelmiis, so 168; gestorben, und von seiner gemahlin MariaAnna Theresia, seines vettern, GrafWolffgangs tochter, eine ach-ter, Mariam Joscpdam Antoniam, nachgelassen, welche 1686 ver-storben. ;)Franci!'cus Albertus, der Grafm derMüntz,vondemHause genannt, woselbst er zu Oettingen öffters zn wohnen psiegie.Er war erst c:si>on,cui zu Saltzdurg, wurde aber nach seines bru«ders tod Kaystrlicher Cämmercr. An-1681 hat er sich mit Jo-hanna, Francisci, Freyherrns von Schwendi zu Hohen-Landsbergund Camberg tochter und erbin,vermählt, und mit ihr nebst 2 koch-lern eben soviel söhne, nemlich an. 169; Joscphum Kranciscum,und 1697 Franciicum Antonium, gezeuget.
Die wallersteinische special-linie hat, wie bereits oben ge-dacht, GrafWolffgangus, so an. >;?; gebohren worden, aufgerich-tet. Er starb an. i; 98 und hinterließ Ernestum, welcher ihm au.a ?94 von Johanna von Molle gebohren worden. Ernestus,Grafzu Oettingen und Wallerstein,wurde Neichs-Hof-Raths-i^lickmund Kaystrlicher geheimder Rath. Er erhielt durch eine linkem-an dem Kayserlichen Reichs-Hof-Rath die lubllivliion des W-Mr-steinischen antheils in; gleiche theile, und bekam dadurch das jchwtzund amt Wallerstein . Er starb hierauf an. 1670, nachdem ihmseine gemahlin Maria Magdalena , Graf Anton Fugqers tochter,16 kinder gebohren, davon aber 6 söhne und 4 töchter jung verltoc«den. Von den übrigen wurde Wilbelmus, so an. > 627 gebohrenworden,Kaystrlicher Oder-Hof-und Land-Jägermeister,auch naci,-
mals geheimder Rath, und starb an. 1692, ohne kinder zu hmltt«lassen. Der andere söhn Ernesti,Wolffqangus, ward an. >629 denr febr. gebohren, und starb an.1708. Er war Kaystrlicher wurcr-licher geheimder Rath, Cämmerer, Reichs-Hof-Naths-ke»»^'