oet oft
auch bey denen zu Carlowitz in Ungarn an. 1699 mit benTürckengeschlossenen fnedens-tractaten uienipoienrisrius prim-rius, undnachmals an der Ottomannischen Pforte Groß-Bothschaffter. Erward auch mit dem orden des goldenen vliesseS beehret, und besaßmit seiner gemahlin,Anna Dorothea,GrafJohannis von Wolcken-stein tochter, eine gar gesegnete ehe. Es sind ihm aber unter an-dern daraus gebühren worden an. 1662 , Maria Anna Theresia,Graf Johann Wilhelms von Oettmgen-Spielberg gemahlin; an.r66; Maria Ernesttna, Graf Notger Wilhelms zu Oettinqen.Katzenstem zweyte gemahlin; an. -66; Maria Magdalena Felici-tas; an. iS66 Maria Sophia, des Grasen Christovhori FrancisciTruchscs zu Trauchderg gemahlin; an. 1668 Ernestus; an. 1672Franciscus Josephus Ignatius, (i-nomcur zuSaltzburg; an. 1676DominicusIosephus,KayftrlicherReichs- Hof-Rath; und an.r677Wilhelmus Jvjephus Ignatius Antontus. Der dritte söhn Er»nesti, Philippus, so an. 1640 gebohren worden, war KayserlicherCammcr»Herr und Obrister über ein regiment zu pferdt, und starban. 1680,von seiner gemahlin Eberhardina Julian« Sophia,Gräfinvon Oettingen, Antonimn Carolum und Mariam nach sich lassend.Der vierdke söhn Ernesti, Johannes Antonius, wurde an. 1641 ge-bohren , und bekam die stelle eines Dom-Herrn zu Passau, Olmütz und Brcßlau, und starb zu Rom an. 167;. Der fünffte söhn Er-nesti, Ignatius, ward an. 1642 gebohren, und bekleidete die stelle ei-nes Kayftrlichen Cammer-Herrn.
Die Balderische oder Ratzensteinifche linie, hat, wie bereitsoben gedaail, Ernestus,GrafWilhelms jüngster söhn,aufgerichtet.Dieser wurde an. 1584 den 24 oet. gebohren,und starb an. 1626 den18 may, von seiner gemahlin Catharina, GrafRudolph des älternvon Helffenstein auf Wiesensteig tochter, nebst Ulrico, so an. 1644bey Dutlingen geblieben, und Margaretha Anna, Graf JohannSigismundi von Thun, und Maria Magdalena , MarggrafWil-helms zu Baden gemahlin, Martinum Franciscum, und Wilhel-mum Fridcricum hinterlassend. Martinus Franciscus, welcheran. i6n gebohren, und an. 16;; gestorben, hat den Balderischenzweig aufgerichtet, der aber in seinem söhn Ferdinands Maximi-lians, Kayserllchen Cammer-Herrn, an. 1687 wiederum verdorret.Der andere söhn Wilhelmus Fridericus,so an. 1622 gebohren wor-den, und an. 1677 gestorben,richtete den Katzensteinischen zweig mitRosina Susann« von Trubeneck, Graf Gottfrieds von TättenbachWittwe,auf. Denn diese gedahr ihm 011.1647 Marimilianum Er-nestum > welcher an. 1668 zu Negenspurg des nachts entleibet wor-den ; ferner an. i6;r Mariam Tveresiam,Graf FrantzErnstFug-,gers zuGlöth gemahlin; und endlich an. 16;; Notgerum Wilhel»mum. Dieser wurde Kayjerlicher Cammer-Herr, General-Feld-Marschall-Lieiitenant, Commendant zu Costnitz, und o.n-vireÄordes Gräflich-Schwäbischen coiieZi«. Er starb zuVillingenan.isp;,und hinterließ von seiner ersten gemahlin, Maria Sidonia, desFreyherrn Phriippi von Sölerii tochter, Cratonem AntvninmWilhelmum, der an. 1684 gebohren worden; ferner IsabellamLndoniam, und Mariam Tberesiam : von seiner andern gemahlinaber, Maria Ernestina, GrafWolffens zu Oettingen-Wallerstein tochter, Mariam Josepham, welche an. 1714 zu Wien an einenGrafen von Thurn vermählet worden. in Lern,. ü-mniL-
tngr. r. r. in cab. gcnesl. in pcollromo rerum
-Us-r. >. ; c. u L l. 7 c. 9. kurop. llsroicl. Louversinen
Von Kuropa Lc.
Oettinghaufen/ siehe Brunnen.
Ofanto/ siehe Offa»lto.
Ofen/ lat. Nulls, eine grosse befestigte stadt in Nieder-Ungarn,ist die Haupt-stadt von dem gantzen Königreich, nebst einem festenschloß und einer wichtigen citadelle, welche die stadt-ommsnllirt.Den Lateinischen «amen soll sie von Buda,des Königs derHunnen,Attila bruder, und den Teutschen von den vielen kalch-ofen haben.Sie ligt in einer gar angenehmen und fruchtbaren gegend, so jvn-derlich guten wein hervor bringet, und war vormals die residentzder Könige in Ungarn . DerKayser sigismundus und auch Kon,gMatthiasHunniades,zierte Ofen mit vielen ansehnlichen gebäuden,absonderlich ließ er das schloß prächtig zurichten. Die gantze stadtwird in 6 sonderbare theile abgetheilt, darunter das schloß der erste,der andere die ober-stadt Ofen auf einem Hügel, der dritte die langeVorstadt, der vierte die Juden-oder wasscr-stadl, der fünffte eineVorstadt, und der sechste die stadt Pest, welche, über der Donau .An. -526 kam diese stadt in der ungläubigen Hände; Loa, wurdesie von ihnen verlassen, und darauf das folgende jähr von dem Ertz-Hectzog Ferdinands wiederum eingenommen. An. 1529 muste siesich aufs neue den Türcken ergebe», welche sie nach ihrem abzugeJohanni von Zapolia einräumeten- Der König Ferdinand suchtesie nachmals etliche mal unter sich zu bringen, allem vergeblich.Ati.i;98 hatte zwar der Ertz-HertzogMatthias verschiedene theiledavon erobert; allein das anhaltende regen-wetter nöthigte ihn,diehelagerung wiederum am zuheden. Nicht besser ergieng es m demfolgenden jähr dem von Schwartzenberg, gleichwie auch an. 1602der Christen unternehmen fruchtloß abgegangen. An. 1684 griffman diesen Haupt-platz aufs neue niit grossem eyffer an, allem esblieb abermals nur viel volck davor sitzen, und der Turcke davonMeister, biß es endlich an. i686geglücket, daß die stadt mit stürmund im gesteht der Türckischen arrnee von 60000 mann eingenom-men ward. In währender zeit alS sie unter Turcktsther bothmaj-sigkeit gewesen, und hernach so hart beschossen worden, sind die al-ten herrlichen gebäude gäntzlich ruiniret worden. An. 171t Vmder damalige Commendant, Graf von Regal, an dem ort, wo dasaste Königliche schloß gestanden,eine neue Kaystrliche bürg erbauet,auch die festung vortrefflich re^riret und verbessert. Die dajelbst
off 707
befindlichen warmen ha'der find sehr wohl gebauet, und etliche vonden Turcken wagnikc aufgeführet. Der wein-bau wird anietzosehr
ssLE-, LeL« L: in llekcripr. ttungsr.öcc.
Offa/ der Grosse zugenannt, König von Mercia , 6-ccellirteEtheldaldo an. 7; 8, nachdem er Beornred, der sich des Reichs un-rechtmäßiger weise angemasset, aus dem weg geräumet hatte, undwar em kriegerischer, listiger und ehrgeitziger Herr, der seine Nach-barn auf allen feiten anfiel. Der gröste schar,dfleck, den er sich inseiner regierung anhieng,war dieser,daß er Ekhelbertum,den Königvon Ostangeln, ermordete, nachdem er ihn freundlich zu sich einge-laden, und ihm seine tochter zur gemahlin versprochen hakte, an dej-sen statt er aber ihn in seinem eigenen pallast um das leben brachte,und alsdann seines ReichS sich anmassete. Seine feinvschafft ge-gen Carolum N. war sehr groß, dannenhero er alle commc,c>en mitdessen lande verbieten ließ, biß durch Vermittelung Alcuini, eines ge-lehrten und politischen Mönchs, so wegen einer wichtigen angele-genheit von hier nach Franckreich gieng, gedachter haß in eine be-ständige Freundschafft verwandelt wurde. Gegen den Padst, wel-cher ihm darinnen gewillfahret, daß er das Ertz-Bißtbum von Can-terbury nach Lichfield versetzt hatte, erzeigte er sich höflich, und ver-machte ihm einen immerwährenden tribut aus jeglichem Hause sei-nes Königreichs. Seine regierung währte 8 jähr, und ist auch in-sonderheit wegen des grabens (insgemein Offas Dike genannt) be-rühmt, welchen er von einer see biß zur andern zwischen seinem Kö-nigreich und den Brittischen gräntzen machen ließ, wovon mannoch heut zu tag ein stück sehen kan. Er gehet ungefähr 100 Engli-sche meilen über Hügel und berge von dem ausfluß der Dee inFlintshire an, biß zum aussall der Wye in Glocestershire. Seinzweck darinnen war, die überbliebene Britannier innerhalb ihrengräntzen dadurch zu halten. Eben zu dem ende machte auch Haroldein gesetz, daß wenn sich ein Walliser disseit mit einem gewehr sehenliesse/ihm die rechte Hand abgehauen werden solle. iM.Lngi.
lll>. in klar. lull. 'VitL lluorum Oüsrum sp«
kisttst. Psri 5 . ellit. 1684. t.
Dffa/ der erste König der Ost-Angeln, in Britannien, richtetesein Königreich eben zu der zeit auf, da die andern Könige derliepcsrckie ihre aufrichteten, nemlich in dem 6 leculo.in ckronico. Ltironolo^i» ^ng>o-8sxonics.
Offa/ein König der Ost-Sachsen in Engelland, luccellirte demKonig Venfredo, und fieng seine regierung mjt dem 8 leculo an.Nachdem er 8 jähr regiert hatte, verließ er sein Königreich, um mitKenred,dem König von Mercia, nach Rom zu gehen. Lllronoiogir
Lrißio-8sxon. Lcc.
Offanto/ lat. ^u68u?, ein fluß in Neapolis,welcher in pcincipst»olerL. in dem Apenninischen gebürge entspringet, und sich in denOollo lli Vcuexis ergeust.
Offen/ ein adeliches geschlecht in dem Hertzogtbum Bremen ,welches schon seit an. i; oo in dem land Kedmgen gewöhnet. Umdas jähr 1708 war Anton Heinrich auf Schkdllsch bey Stade,Schwedischer Rittmeister, welcher das geschlecht fortgepflantzet.
Offenbach / die residentz des Grafen von Jstnburg.Offendach,ligt an dem südlichen ufcr des Mayns, 1 stund oberhalb Francksurt.Sie gehöret zu dem Ober-Rheinischen creyZ, und wird wegen ihrerguten lirusrion alle jähr mehr angebauet.
Offenbahrungs-Ritter/ siehe Apocalyptische Ritter.
Offenburg / eine freye Reichs - stadt in der Orcenaw inSchwaben, an dem fluß Kintzig, 2 meilen von Straßburg , stehetunter dem schütz des Hauses Oesterreich, und ist der Catholischen re,ligion zugethan. Sie soll einen Englischen Ritter,namens Offenem,zum erbauer haben. Zum beweiß dessen zeigt man eine müntze,die alten Offenburger Pfennige genannt, deren man einige an. 1626zu Straßburg bey niederreissung des closters 8. Clären gefunden.Sie gehörte vormals dem Bißthum Straßburg, welches an. 1;von dem Marggrafen von Baden, dem sie von dem Reich versetztgewesen, selbige erhandelt. Bischoff Wilhelm zu Straßburg aberübergab dem Kayser Ruprecht die helffte der stadt, damit er ihmwider «straßburg helffen solle; daß also sowohl das Reich als derBischoff zugleich theil daran gehabt. Endlich aber ist sie von deinBischoff gar loß gekommen, welches nicht lang vor dem -6 kccui»geschehen seyn muß, weil man sie weder in den Rheinischen nochSchwäbischen damaligen städte büudmffen antrifft. An. i6;2gieng sie an die Schweden mit accord über,; jähr darauf aber wur-de sie wiederum in den Schwäbischen Reichs-und creyß stand ge»setzet. An. 1688 Haufeten hier die Frantzosen übel, und sprengtendie festungs-wercke. coimogc. in sonal. Lucvicis»
LIf. cliron. I.; c. iz. ttopogr. Suev-L.
Offenburg/ (von)war ein alt adelich geschlecht in Basel .Amandus (Hemman) wurde von Kayser Sigmund zu Rom aufder Tyber-brück,zum Ritter geschlagen und hernach Obnst-Zunffi-meister zu Basel , starb an.-4?8. Sein sohn Pelrus ward ari.1462 der erste Obervogt auf Farnspurg, und dessen sobn Petrlls,
Bürgermeister, zu der zeit, als die stadt Basel in den Eydgenoßi-scheu bund an. 1 aufgenommen worden, wsrdey er sich nützlichgebrauchen lassen ; starb an.'Nt. . AmanduS war auch Bürger,meister, und starb an. i;;9. Jacob lebte an. 159°. -vron.
ckron. anns!. 287.
Offenhaufen/ siehe Gnadenzell.
OsskLIdOXIVN. so hieß in der alten kirchen ein güldenoder silbern schüsselein oder plaiten,welches man auf denkelch deckte,M theil. Uuuu » und