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und bey säoniMrirung des heil. Abendmahls gebrauchte. Einigehalten es vor ein seiden tuch, welches über den kelch und paten ge-deckt ward/ allein sie haben wenig gründ, -i«
OkklLIIssM . hieß bey den alten Römern der morgemgruß,welchen die clienlen ihren Patronen täglich bringen musten, vaverfie auch oKrioi; genennet werden. Viele pflegten auch solche he^nach beym ausgehen in die stadt zu begleiten. In der kirchen heistes/ wie bekannt/ das amt der heil. messe. u- s-lm. vcc. c. 7.z><r//c«-, *
Offton / oder Ossas Town/ eine von OH, dem König vonMercia/erbaute stadt, nahe bey Netlested in Sussolk, wo man nochdie ruöers eines schlosses siehet, welches derselbe gleichfalls erbauet,nachdem er Ethelred,den König der Ost-Angeln, ermordet,und sichseines Königreichs angemasset hatte. c>n^c»r Lrirsnn. in
rtiesrr. wsZnL Krirsnn.
Og / König zu Basan, aus dem geschlecht der riefen, welcher denIsraeliten den durchzog durch sein land verwehren wolle, aber ebenhierüber mit seinen söhnen und seiner gantzen armee ums lebenkam. Le-r,. 2!, zz. ? 4 , z;. z;> 1-4.
Otten/ eine land schafft, so vor eine der besten in gantz Indien gehalten wird, zwischen Brampour Soronge, und Amadabat , hateinen eigenenFürsten,welcher aber em vasall des grossen Mogols lst.
OckersheiM / eine kleine stadt in der Unlcr-Pfaltz gegen Man.heim über. Sie ist schon zu der Carolinger zeiten, als ein dorfunterdem namen Agridesheim bekandt gewesen. PfaltzgrafConrad hates durch erbschafft von seiner mutler Agneten, von den Grafen vonIweybrücken an sich gebracht, und Churfürst Adolph hat es so liebgehabt, daß er nicht allein selbiges zu einer stadt gemacht, sondernauch nach abgetretener regierung an seinen bruder Rudolphen alldasein leben zugebracht. An-i Sr i kamen die Spanier unter dem vonCordova vor diescn-ort,cs liessen aber die einwohner alle davon, bißaufden küh-birtcn, welcher nebst seinem schwanger» wcibe, die sichin manns-habit verkleidet, auf den wall getreten, und accorbiret.A». 1644 ward diese stadt von den Spaniern fast gantz abgebrannt,und an. 1680 erstiegen sie die Franyosen. >» °r>g. ?»ist.
x. r c.iz 9. 64. Diiesrr. Lurop. 9.599. ?. 9. 48, 78 -
Oüier/ (Carolus) Lecrclgriur des Frantzösischen AbgesandtenS,Grasen von Avaux, wurde an. 159; zu Paris gebohren. Er er-lernte die sprachen nebst den rechten zu Bourges , nachmals aber zuValence in Danpbine, und wurde darauf Advocat bey dem Parla-ment zu Paris . Doch weil diese stelle seiner natürlichen Neigungentgegen war, nahm er die cK»rZc eines Secrek-rii bey dem gedach-ten Grafen von Avaur an, welchen der König Ludovicus XHIan. iü;7 als ämi>LilLäcur „ach Schweden, Dännemarck und Po-len schickte. Von dieser -mb-lQöe verfertigte Ogiev ein journ-l,welches nach seinem rode an. 165s heraus gekommen. Nach seinerzurückkunfft fiel er in eine verdrießliche kranckheit, die ihn des rech-ten auges beraubte. Eben dadurch ivurde er verhindert, ein Car.thcnscr-Mönch zu werden, wiewohl er dennoch zu den csnonici-rcgulrrikus ke tsime OencvicVe zu Paris sich begab. Allein wegennoch immer anhaltender Unpäßlichkeit müsse er sich in seines Vatershauß tragen lassen, allwo er an. 1654 gestorben. Sein bruderFranciscus Ogier, war ein geistlicher, und begleitete an. 1648 denGrafen von Avaux nach Munster. Er gab an. 166; seine redenunter dem namen aÄivns putziiques heraus.
Ogilvy/Meorge Benedict, Freyherr von) Kdnigl. Polnischerund Cbur- Sächsischer General -Feldmarschall. Er war aus ei-nem alten Freyherrlichen geschlecht entsprossen, welches in Irr-land unter dem namen Muredon floriret, und davon der ältesteallezeit die würde eines LordS nebst einer grossen Herrschafft besi-tzet. Sein vater begab sich in seiner jugend, wegen der innerlichentroublen, womit sein Vaterland damals geplaget ward, in Deutsch-land , und trat in Kayserliche kriegs-dienste, da er denn in dem ;ojährigen kriege den bey Brunn in Mähren gelegenen Spielbergwider die Schweden tapffer defendirte, und sich dadurch bey demKayser dermaßen recommendirte, daß er die stelle eines Commen.danken in selbiger vestung biß an seinen tod behielt. Er selbst folgteden rühmlichen fußstapffen seines Vaters, und brachte es in denKayserlichen diensten so weit,daß er biß zu der cii-rge eines Qen-rsi,m-jors gelangte, wobey er zugleich die stelle eines KayserlichenCammerberrn vertrat. Als aber der Czaar an. 1693 sich zu Wien befand, warff derselbe eine solche Hochachtung auf ihn, daß er balddarauf nach Moseau beruffen , un.d nach dem tobe des berühmtenGenerals k°rc zum General.Feldmarschall erkläret ward. Hier-auf that er an. 1704 bey der eroberung der vestung Narva , dabeyer das lager commandirte, vortreffliche dienste, schloß auch die ac-cords-puncte von Ivanogorod, und hatte die ehre, daß ihn der Kö«Nig.A»gustiis in Polen mit dem orden des meisten adlers regalirte.Das folgende jähr trat er, mit genehmhaltung des Czaars, in Pol-nische und Cbur-Sächsische dienste, und bekleidete die ck-rxe einesGencral-Feldmarschalls biß an seinen tod, welcher an. 17,0 imvct. zu DaNtzig, in dem 62 jähre seines alters, erfolgte. Er bat dasritter-gut Sauershan unweit Prag vor 120000 fl. an sich gebracht,und selbiges seinem eintzigen söhne, Frank Carln, KayserlichenCammerherrn und Obristen, nachgelassen.
Ogilvy / (Johannes) war schon ziemlich alt, da er anfieng zustndlren, brachte es aber darinnen in kurtzer zeit sehr weit. Seinevornehmsten wereke waren sein , welcher ihm das amt einesKöniglichen m Engelland zuwege brachte ; seine
Übersetzung des Homeri und Vwgilii, 9-091-1» xiwerv», feine 9»-»-m Ibwvi fabeln, und des Königs Caroli II tractament
m Lonven, als er bahr» gekommen, gecrönet zu werden. Von sei»
vgl ois
nem herkommen weiß man nichts, ohne daß fein name zu zeige»scheinet, daß er'von Schottländischer extr-Kion gewesen.
Ogle/ ein schloß in Northuinberland zwischen New-Castle undMorpeth , gehörte vor alters den Baronen von Ogle, und qghnachgehends den Hertzogen von New-Castle den Grafen-titul. DieoZier florirten in der Barons-würde von dem anfange der regle,rung Eduardi IV - Ihr männlicher stamm gieng mit Cuthbertbdem 7ben Baron aus. '
Oglio / rlat. oiiiu-, ein fluß in Italien , welcher an den Triden.tinischen grentzen entspringet, durch den Lago -l'Jseo, und dasHertzogthum Mantua fliesset, und sich zu Tvrre -k Ozlio in den P»ergeußt.
Ognate/ siehe Onate.
Ogna Sancha / eine Gräfin von Castilien , lebte um das jährChristi 9 S°- Als sie eine wittwe war, verliebte sie sich in einenMauritanischen Fürsten, und entschloß sich denselben zu HeyrathenDamit sie nun in ihrem vorhaben ungehindert verfahren möchte,nahm sie sich vor, ihren söhn, Sancho Garcia, mit gisst hinzurich,ten. Nachdem aber dieser von seiner mutter grausamkeit Nachrichtbekam, und mit ihr an der tafel sitzend, auf ihren defthl den ihmpi-L-tLmii-len becher mit dem vergüteten wein austrincken solle,stellte er sich, als ob er gar nichts davon wüste, und bath daher»die mutter aus Höflichkeit, daß sie zuerst daraus trincken möchte.Als diese hieraus merckte, daß ihr vorhaben entdeckt worden, trancksie also fort den becher gantz aus und starb bald hernach. Dahersoll die gewohnheil ihren Ursprung haben,welche man biß jetzv nochin Castilien beobachtet, daß ein mann das weib zuerst trincken last,wiewohl solches anjetzo mehr aus Höflichkeit als aus andern Ursa-chen geschiehet. Dieses Unglück gieng dein Grafen ihrem söhne sozu hertzen, daß er um solche that auszubüffen, das closter 8. Salva-tvris V0N Ogna stjfftete.c-o«" dick. lle I'Llp^ns.
Oguella/lat. Ognel». ein schöner flecken mit einem schlösse inder Portugiesischen provintz Alentejo , auf einem berge, an dessenfusse der fluß Cbevora vorbey läufst, 4 messen von Eivas. Es istein merckwürdiger brunnen allda, in welchem alle thicre und fischeausgenommen die frvsche, sterben.
Ogulin / eine gräntz-vcstung in Croatien.
Ogyges/ ein König der Thcdaner, oder wie andere wollen,vonOgygm und Acte oder Aktis, nachgehends Beotia und Atlica ge.nannt, soll der erste erbauer der städtc Tdebä und Eleusis gewesenseyn. Die berühmte waffer-fluth, deren die Griechischen scribenlenso offt gedencken, geschahe zu seiner zeit, aus welcher er errettetwurde, wie die meisten scribentcn bejahen. Wiewohl andre sagen,daß er nebst allen seinen Unterthanen darinnen umgekommen sey.Es ist schwer die eigentliche zeit zu finden , wenn diese wasserfluthgeschehen, die wahrscheinlichste meynung ist derjenigen, die davorhalten, daß sie ä. /ei. 2,92, ü;s jähr nach der allgemeinen iund-fluth, 986 vor denen olympiad. 1488 vor Alexandri N. tobe gc,jcheheu. c?/«», ^ 4 /kx. I. 1. ürum. o-of 1. I. Liccroü clirun, rekorw,
I.) c. 1 n. 4 öcc.
Ogygra/ eine insuk, zwischen dem Pbönicischen und Syri-schen meere, die sonderlich wegen des aufentballs der Calypso, beyder sich Ulysses nach seinem schiffbruch 7 jähr lang aufgehalten, be-kannt ist. Man ist wegen ihrer eigentlichen läge noch nicht einig,,indem sie einige aus dem Mittelländischen meer nahe bey Locris,andre anderwärts suchen, daher einige gar auf die gedancken ge-kommen , daß eine insul dieses namens gar niemals in der welk ge-wesen. />/----/ -liev.
Ohio / Ouabache / oder der schöne fluß, ist ein fluß in Neu-övanckreich, ,,, Nord-America, welcher sich in den fluß MiWpiergeußt.
Ohre/ ein fluß, welcher in dem Hertzogthum Lüneburq, im ste-cken Obrdorffin einem hauß entspringt, das adeliche hauß und ste-cken Brome vorbey bis vor dem Drömling rinnet, allwo er sichunter dem in der Marck Brandenburg gelegenen, denen von Bar-tensleben zugehörigem dorffJahrstädt , nach verschlingung deskleinen flusses Teitcrwitz, unter die erde verlieret, und dardurchdiesem ort des Drömlings gantz naß und morastig machet, so, deßman nur bey dürrem sommer - und winters - zeit bey hartemfrost hinein kommen kan. Er gehet also unter dem Drömling fortund kommt bey kalvörde wieder aus der erde hervor, lenckt sich dar-aufgegen osten aufHaldcnsleben zu, und fällt endlich theils beymdorffLoitzke theils bey Wolmerstedt in die Elbe . Es wird seiner
in »nnLlikus kr-ncicis »cl an. 781 gedacht, da VVN Kaystk
Carl dem grossen gemeldet wird, er habe sein läger an dem orte ge-schlagen , wo die Hora und Albia zusammen rinnen.
Oick/ eine stadt und Grasschaffl der Frantzösischen vrovintz Pi-cardie, welche von Calais biß an Grävclingcn und Duynkirchengehet, ist zu verschiedenen malen bald von dieser, bald von jenerparthey erobert worden, csie ist aber 200 jähr in der EngelländeeHände gewesen. Die Spanier bemächtigten sich derselben in deneinheimischen kriegen, traten sie aber in dem Vervinischen frieden
wieder ab. ä» recllercli. lies SINIH. cles villss cis krsnce»
Oil/eine gar kleine insul nahe bey der insul Rhee.
Oise / lat. Oel,«, oder oi/l.,, ein fluß in Franckreich, welcher inder Picardie entspringet, und sich endlich in die Mine, 6 meile«von Paris gegen Rouen zu ergießt.
Oiselz/ / ist ein festes schloß in der krsnclis-c/omrs.
Oiser pits/ gewisse hölen, nahe bey Feversham, in der Enstrl«ländischen provintz Kent, soin bem cingange enge, inwendig aberweit sind, und linken viel zimmer haben- Man hält sie vor dme»