Band 
Dritter Theil
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,ltern aeöohren. Als ihn dirs« wegen armuth nicht länger rn dttschule schicken konkrn , suchte er sich durch singen vor den thurrnfortznbrmgen. Er unterrichtete darauf einiger vornehmer lenke loh-ne/ und brachtesich in der ptuiolopkie und mcNicn grosse gcschtck-lichkeit zuwege/ nahm auch in der letzten den zr^ium an / undmachte sich durch seine glücklichen euren überall berühmt; wrßwe-grn Graf HenricuS von Lützelburg ihn zu seinem Lerb-^cciico er»nannte. Er soll zu gleicher zeit Domherr zu Mayntz, und y jähr Br»schoffzu Basel gewesen seyn / allwo er aber so verächtlich gehaltenworden/ daß ihm einsmals ein Domherr eine maul-schelle gege-ben; welches auch ungestrafft geblieben / weil Kayser Albertus Idem Bischoffe Petern nicht gut war/ nachdem derselbe das städilemLrechstall / samt dem schloß und derhrrrschaffi Honberg zum Strfftgeknufft / die der Kayser selbst gerne gehabt hätte. AlSder Ertz.Bl»schoff zu Mayntz / Gerhardus / Graf von Epstein / gestorben war/hat ihn gedachter Graf heimlich an. n-^zu dem Padst ElementeV geschickt / daß er seinem bruder Balduino diese Ertz-Bischöflichewürde ertheilen solle/ welches ihm aber der Padst wegen seiner all«zu grossen fugend abgeschlagen Jmmittelst fügte es sich / daß derPabst in eine kranckheit fici/ ruderen rur unter andern auch Aich-spalt benlffen wurde; da denn seine Mittel also angeschlagen / daßder Pabst/ ungeachtet jederman vorher an dessen aufkommen ge«zweiffklt/ den dritten tag hernach wieder zu seiner gesundheit gelan-get. Hierauf trug der Pabst ihm selbst / ob er eS schon auf alle wei-ft Ueprccirtt / dieses Ertz-Sttfft auf; welcher er auch in dte r; jährrühmlich verwaltet. Und so zwar wird die erhedung dieses Petrizum Ertz Bißthum Mayntz von Trithemio erzehlt. Weil aberdieser von der lange zuvor geschehenen Baßlischen Bischoffs-wahldwseS Petri nicht meldet/ auch Petrus/ nachdeme er diese erstewürde erlangt/ des Grafen Henrici von Lützelburg artzt nicht mehrkau gewesen seyn/ viel weniger sich von demseldtgen in Gesandt-schafft zum Pabst verschicken lassen/ da hingegen überaus denenBaßltsch-Dischöflichen geschichten sich mit besserem gründ muth-niaffen laßt/ daß Petrus zu diesem erstem Bißthum k-er r-iw-n ge-langet ; so ist viel eher zu glauben / daß Trithcmin« die einerrinne-kung nilt der andern vermischet /- und Petrus zuerst die Bischöflichewurde zu Basel durch die hier erzchllr rur von dem Pabst erhaltenhabe; wornach die von Mayntz desto leichter hat folgen können. Erstarb an. ,; ro den; jun. nachdem er vorhero zu erhedung des Gra.ftn Henrlci von Lützelburg in den Fürstrn-stand / nebst Balduino/Churfürsten von Trier / viel beygetragen / md dessen söhn Johan-uem an. i;io zum König in Böhmen zu Drag gekrönet hatte. r>«.

»E". cdron. L cic Vir. i!I. 8,5 ckron. in vili- we

Le. <-erw. in chesir. lle Lpiic. *

Fürst von Mansfeld.

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vetrus rLrnestus / des H. N. Reichs Fürst / Graf zu ManS.frld/ Ritter der göldrnen vlieffeS/ Philippi ll/ KonlgsmSpa.«ien/ Feld-Marschall/ Statthalter und General - Capitain derstadt und des HertzogkhumS Luxemburg / war an. i; i 7 gedohren.Sein vater hieß ErncstuS II / Graf zu Mansfeld/und seme mutierDorothea / eine gebohrenr Gräfin von Solmr. In ferner lugendkam er an den Hof des Spanischen Infamen Ferdmaydt; er bliebaber nicht lange in dessen diensten/ sondern gteng an. i;;; mil demKayser Carolo V nach Africa/ den ansang seiner knegS-dunste,ndem damaligen kriege wegen des Königreichs Lums zu machen.Der Kayseriehrntebey dieser gelegenheit seine gtschickttchkettken.nen / und zog ihn nach geendiglem kriege an semen Hof. Doch derGraf bezeugte keine lust zum hosileben / und war von hcrtzen er.freuet / als ihm der Kayser an. 154; eine rompagnie reuter gab. ErI^naiirte sich noch dieser jähr in drr belagerung Landrecy / und derKayser machte ihn dessentwegen an. 1544 zum Odrist-Lieutenantunter dem regiment von Brederode/ das folgende jähr aber zumQouvernellr dtS Hertzogthums Luxemburg und Grafschafft Chrny.An. 1 §46 ward er mit dem Ritter-orden der göldenen vliesseS beeh-ret/ und ließ hierauf in dem mit Franckreich geführten kriege garbesondere proben seiner tapfferkeit blicken. Nur mit der ä-5-nllon beSorkS Jvois wolle rS ihm nicht glücken / denn er ward in selbigemvon den Frantzosen endlich dahin gebracht/ daß er sich an. 1; 5 2 mitfeiner g-rmkn zu krieqr-gcfangenen ergeben mußt«. In dieser ge-fangenschafft blieb er biß an., 5 5 7 / da ihn der König PhilippuS H--Lnülnnirte. So bald als er nach seiner defreyung zu Madrid ange-langet war / wurde er als /zmi,sLci-ur KayserS Caroli V auf denReichstag nach Regenspurg gesendet. Nach glücklich geendigter ge.sandtschafft begab er sich nach den Niederlanden / wohnte daselbstder Macht bey 8. Qmntin bry/und that den «-paniern allda wich-tige dienstr. An. 15; 8 ward er durch den Hertzog von Guise in Lu-kenburg belagert/ <lct-„6irtesich aber so lange/ biß der friede zwi-schen Spanien und Franckreich an., 5; s zu Ch»teau CambresiSgeschloffen war. Der Hertzog von Parma / Qauv°r»-ur in den Nie«derlanden/ schickte hierauf denselben an. i;6; nach Lissabon / seinekraut/ die Printzeßin Maria von Braganza/ daselbst abzuholen/welches er glücklich bewerckstelligte. An. -566 ließ sich in den Nie»Verlanden alles zu einem aufstand an. Bey diesen besorglichen -o»-jlilEi-r«, wurde dem Grafen das commsncio in Brüssel aufgrlra.gen. Die Geusen suchten ihn zwar auf ihre feite zu ziehen / er bliebaber beständig bey der Königlichen parthey/ und bewog KönigPhlUppum II durch diese treue/ daß er ihn an. 15 67 zum Commen-vamen m der stadt Antwerpen ernennet« / im welche er mit isoc.mann emzog / und das anvertraute commsn^o biß zu der ankunfft^.H^^gsvon Aldaführte. So bald als dieser an. l;68 in den^ angelanget war/crhod sich die bisherige Gouvernan.

/ ,!I,W der Graf von Mansfeldhatte dre ehre / sl< biß dahin zu begleiten. Bey seiner Mückkunisl

in den Ntederlandentraff er an. 1569 aller in den waffmanDer Hertzog von Aiba schickte ihn hierauf dem König Carolo Nrm Franckreich mit;°°°mannwlderdteHugonvttenzuhülffe/mitwelchen er sich m der Macht bey Montconwur so wohl hnli / daßihn der König in Franckreich m einem hand-schretben an ihn /nen beschützet seiner crone nenncte. Diese proben seiner tapffeMgefielen dem Könige in Spanten so wohl/ daß er ihn an.157r.linrm mitgltrde des grossen StaalS-Rarhs in den Niederlanden / undzum General a- l-sr-iUe „ber ferne armer machte. Solches HM.««ihn noch mehr in der treue gegen die rron Spanien / er warv adrcdeswegen an. >576 von den Consöderirtrn zu Brüssel gefangen ae.nommen/ und daselbst auf das sogenannte drobt-hauß gesetzt. Indieser verdrießlichen gefangenschaffr muste er fast; mvnate zubrin.gen. Als endlich hieraufvrr Oeiiersl-Louverneur von jus» a Al,.

krisan.i;77Mit den Conföberirten einen vergleich schloß/ inM.chcm die sreylaffung der gefangenen/ aber auch zugleich die ma.schaffung der Spanischen truppen ausdedungcn wurde / so kamzwar der Graf von Mansfeld auß seiner grfangenschafft lvß/musteaber mit den Spanischen völckcrn nach Italien marscyrren. Dochdiese hatten kaum den rücken gekehrek/ so gieng der term in denNiederlanden wieder an / und dte Spanische militz muste zu ver»stärckung des ü-nerLl-6ouv°rn<!urs zurück kehren. Bey diesen um«ständen kam «S an. 1578 bey GemdloucS zu einer harten schlachk.Die Spanier erhielten den sieg / worzu die tapfere anführung desGrafen von Mansfeld nichtwenig beytrug. An. ,579mohinedir«ser als Königlicher Feid-Marschall/ unter anführung des Hcrtzogivon Parma / der belagerung ver stadt Mastrich bey / und brach«diese unter währender kranckheit vorgenannten Hertzog« dahin/baß sie sich ergeben muste. Nach dieser expcciinon geeng er mit einemstarckcn yet-ciicineiik nach Geldern / die allhier entstandene Unruhebeyzeiten zu unterdrücken. Dre geschwindlgkeit / mn dem erdenfeinden au/den hals kam/ trug nicht wenig zu dem glücklichen au«,gang seines zuges bey. Man sahe auch die würckungen seiner ge-genwart nichl allein m ber provintz Geldern/ sondern auch ein theilvon Hennegau / dre Grafschafft Artois und die gegend um ROlund Douay herum ward durch dieselbe in Königliche ge.bracht. Diejenigen stadtr / so sich ntcht in der gute bequemen wei-ten/ wurden mit gewalt gezwungen / und Quesiiois/Commim«/Warnedonck/ Courtratunb8. Amandan. 158° unter dessen an»führung rrovert. Da aber die eroberten und unter Königl. bolh-mäßigkeit gebrachten örtrr den Hertzog von Parma nicht zu ihremGouverneur annehmen wollen / so ließ es dieser geschehen/ daß siedrn Grafen zu ihrem Gouverneur und cupiisill-venerLi ernennelen.An. i;8l nahm er Bouchain und Nivelle/ im jähr ,;8r aber Ml.vorden weg/ und wohnt« hieralif der belagerung Tournay bey/welche der Hertzog von Parma commandirle. Eden dergleichenthat er auch in folgenden jähren vor Antwerpen und Termvnde/und halte sodann die ehre/ das vom Könige dem Hertzog von Par-ma übersendete güldene vließ / diesem an. ,;88 bey bem einziigt inAntwerpen zu übergeben. Nur gcmeldtem Hertzoge kam er dengantzen krieg über nicht von der fette/ wodurch er sich bey demselbiaso beliebt machte/ daß der Hertzog / da er an. ,;88 auf der soge-nannten unüberwindlichen flotte das commspcio übernahm/ihm

die inkcrims,Verwaltung des 8°l,crL>-8ouvcrrierucnri, mit cnnlM bks

Königs auftrug. Nach zurückkuiifft des Hertzogs gimg der Grafmit einigen sux.u-r- truppen rn das Ertz-Stifft Cöln / den Printzmvon Chimay in belagerung der stadt Bonn zu lccim-ure». Dochdiese belagerung endigte sich eher/ als der Grafankam/ und«wendete sich hierauf vor Wachrendonck/welches er bey später jahrS»zert wrder vermuthen eroberte. An. ,590 ward er abermals Mincerims-c-cnersi- Oouverncur ernennet/ als der Hertzog von Parma/auf befehl des Königs in Spanien/ mit lüooo mann nach Frank-reich gieng. Dieser tunAiou stund er mit sonderbarer aexieriiäi vor/und recommendirlr sich dadurch so wohl/ baß ihn der König a«.i; 92 / nach dem tobe des HertzogS von Parma / zum würcklWLeucrsi-Onuvcrneur ernenntte. Nach üntrettling dieser wichllgttlclisrge schiene es / als wenn ihm das glück den rücke» kehren wol«;denn er unternahm den rntsatz der vestung Gerlrudenberg/Mkurtz darauf auch die belagerung von Crevecoeur vergeblich. Dirgröste theil der Spanische« solbaten rebellirke/ und prcW lMund stäbten viel geldt anß. Das eintzige glück / so er bey sei«

8-nerL>-8ouvcri,e,iienr gkNvß/ bestund lN bkM FÜrstM littst/ biiM

von dem Kayser Rudolpho II an. l 5 94 erhielt. Kurtz daraufMder von dieser beschwerlichen rrgierungs.last befreyet/ und Ertz-U'tzog Ernst zu Oesterreich kam als ocnersi- c-ouvern-ur an seine stillt.Er lebte hieraiif noch jähr / und brachte seine übrige lebenistmmit tapferer Vertheidigung des ihm besonders anvertrauten H<r«tzogthums Luxemburg / auch erthetlung heilsamer rakhschlage/mSpanischen diensten zu. Endlich starb er den rr may an. io°4im87 jähre seines allers / nachdem er beynahe 77 jähr der cron Spa»nie» gevtenet/ und 59jähr «ouve-neu, des Hcrtzoglhums Kckm«bürg gewesen. Seine erste gemahlt» war Margaret!)« von BlM'rode/ dte andere Maria von Monlmorency/ eine schwM ve»Grafen von Horn und wittwe Caroli II / Ecafens von Lalai»/ 0«dritte aber Mallyni. Aus dieser dreyfachen ehe hat er Mlcrschiedkne kindrr gezcuget/ die aber mehrentheils ihrem valer mtobe voran gegangen / nemlich Carolum / ber ein kapstrer ki g»Held gewesen / und an. ,59; in Hungarn geblieben/Oclaolum/welcher sein leben im jähr 1591 in ber belagerung vor KnovMvourg eingebüffet / Fridrricum/ Nenaldum/ Philippuni / VM

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diesen mich sem ^rbugo verheyrathet gewestn/unv Msck

ft aankt E . Peter Ernst nicht unbekannt,D«'

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