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geschlagen. Hernach bat er an. 1427 aufdem zuge, den Lautrernach Neapel that, 6000 Gasconier geführt. Aber er soll zum theilschuld gewesen seyn, daß dieser zuq mißlungen, indem er dem Ge-neral gerathen, zuförderst die übrigen Plätze des Reichs einzuneh-men , ehe er vor die Haupt-stadt gieiige, dadurch die feinde zeit ge-wonnen, diese in gute Verfassung zu bringen. Als nun nachgehendsdie Frantzosen die belagerung von Neapolis aufheben müssen, beywelcher gelegenheit er den nachzug commandirte, ward er von denKayserlichen,die aus der stadt fielen, gefangen, und ist bald daraufzu Neapolis gestorben, da denn einige schreiben, die Spanier hättenihn mit betten erstickt,oder erwürget. Er ist ein guter soldat,aber soeigenfinnig gewesen, daß er alles verderbt, wenn man seinem rathnicht gefolgt. t>. r. z p. 144, r>8, rzz, r;i. cvro. 2.
cspir. errgnx. t. i
Petrus Nolascus / der urheber des zur rantzionirung underlösung der gefangenen gestiffleren ordens,war ein Frantzose, ge-bohren zu Mas äs- s-inres Pudes in Lauraguais, in der diöces von8. Papoul in Languedoc, nahe bey Carcassonne . Diese Mönchethaten ausser den gewöhnlichen dreyen noch ein vierdtes gelübde,daß ffe die erlösung der gefangenen Christen befördern belffen wol-len. Petrus brachte diesen orden nebst Raunundo von Rochefortoder Pennafort an. 1218 oder 19 zu stände, und wurde der erste Pa-triarch davon. Pabst Gregorins IX spprobi'rte ihn unter der regul8. Augustini an. irzo ober Petrus starb am heil. abend vorweyhnachten an.ir^s. DerPabst AlexanderVIIverordnete durcheine bulle vom 12 jul.an.i664,daß man das oKcium dieses Heiligenden ; l sän. halten solle. H/ve/ke, in m»r Oreso. relig.
l. I twö. I. ir c. 8. tom. l in Qregor. IX cpllü. 9.
L. lri8 n. 10. Lrov. snnsl. oi-6in. Lc.
Petrus ä'Osma/ ein Spanischer krvkellorrlieoloZi-,aufderUniversität zu Salamanca , lebte in dem 15 Lcuio und behauptete,daß die kirchen-beicht eine menschliche Verordnung, und von Gottnicht eingesetzet wäre,welches von dem Pabst Siptv IVals ketzerischverdammet wurde. in Axro iv.
Petrus/ von Pavia , Bischofs zu Florentz, wurde von denMönchen des klosters 8. Salvaloris, unweit Florentz, der Kmomeund ketzerey beschuldiget, welche öffentlich vorgaben, daß alle fegenund alle sacramente,so von demseldigen ausgetheilet wurden,lauterflüche und kirchen-raubereyen wären,worauf nicht allein das volck,sondern auch ein groß theil der clerisey sich von des Bifchoffs ge-horsam entzog. Der Pabst Alexander II schickte einen Cardinal ab,den tumull zu stillen, allein vergeblich. Des Hertzogs Godofredidrohnngen aber,daß er alle Mönche aufhängen lassen wolle,wofernsie nicht wieder in ihr kloster giengen, richteten mehr aus. Jedochliessen sie nicht ab, ihren Bischofs;» verfolgen, und schickten einigeaus ihrem Mittel , ihn vor dem Pabst und den Dischöffen des La-teranischen Oncilil an.io6; zu verklagen, welches diese mit so grossser Versicherung thaten, daß sie auch, um ihre abgelegte Zeugnisse zubestätigen, sich erbothen, in ein groß feuer zu gehen, welches aber derPabst nicht zugeben wolle, sondern sie wieder zurück in ihr klosterschickte. Als sie wiedergekommen waren, kam das volck Haussen«weise zu ihnen, und trieb sie darzu an, daß sie dasjenige thun sollen,worzn sie sich gegen den Pabst erboten, um allen zweiffel, den sie er-reget, aufzuheben, und die fache gewiß zu machen. Hierauf soll ei-ner, Petrus i§n-u5 zugenaml, durch ein ftuer hindurch gegangen,und im geringsten nicht dadurch beschädigt worden ftyn. Da die.ses geschehen, wurde der Dischoffseiner gantzen diöces verhaßt, undjederman schalt auf ihn. Hierauf lnlpenciirte ihn der Pabss von derVerwaltung seines amts biß zu völligem austrag der fache. Als aberdasjenige, was man ihm schuld gegeben,durch nichts anders beime-sen werden kunte, als durch die bemeldte feuer-probe, wurde der Bt-schoff-irtoivirel, woraufer eben diesem kloster, welches ihn sosehrverfolget, viel wohlthaten erwiesen haben soll.
«lscLllence llc I'empirc.
vetrus / genannt von Poitrers, ein ordens.mann von Cluny ,lebte ungefehr in dem 12 li-ul». Er schrieb verschiedene historischetractate, und unter andern einen, summ» iMoric» dikiic, genannt.Er ist unterschieden von dem Petro «le Mmontr-, so eme chromckunter dem trtul biblia psuperum geschrieben, öe nm. l.sr. I. r z.
Petrus ä- Riez/ein Frantzösischer Poet,war um das jähr 1280berühmt. Er -»mmmrte den roman von Iuda Maccabeo,welchenGautier -le Belle Perche angefangen. lles?o«.
Petrus 6- szncrL kiOL, ein Engelländischer Carmeliter ,war voÄor von Paris , ein gelehrter Professor und geschickter Pre-diger. Er wurde Inquillror Lllci in Engelland wider die anhängerdes Wiclefs, und starb in dem --»nv-m zu Norwich den iZ nov. an.1462. Er bat verschiedene wercke verfertiget; als: predigten;romm-msrio-über die episteln Paust und Petri; ?r««->n,a t-m-n-
tisrum; sloksberum kbeologi«; plsci» tkeologi«; oererminsrioncrv-ris-, in kibl. c-rmel. in t-srall. Lsr«.
lle script. Lng!.
Petrus/ aus Sicilien , lebte in dem 9 und wurde vondem Kayscr Basilio dem Macedonier in Armenien gesch'ckt,«m da-selbst einige gefangene auszutauschen, welches er auch glücklich ver.richtete. Er war 9 monat auf seiner reife,und schrieb binnen solcherzeit eine Historie von der ketzerey der Manichaer in Griechischerspräche. Der?. SirmondnS hat etwas davon übersetzet, welchesder Cardinal Baronius mit in seine snn-i-s hmem gerucket hat.Hernach fand er diese schufst gantz in der Vaticanischen bibliothec,und bekam eine abschrifst davon, welche er Marco Veliero nachAugspurg schickte. Dieser gab solche Historie dem p- MatthaoRadero mit der bedingung, daß er sie ins Latein übersetzen solle,welches dieser alsvbald that,so daß wir den hemelvten tractat an-etzo
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in der bibliokliecs p-rrum finden, unter dem titulr liiüori, Z« vsri»Lc ssoiiös i^lsliictiTo.-um K«reL. Petrus redet daselbst zu ende vonseiner gesandtschafft. L« E« m sus. in
Petrus Thomas/ ein titular-Patriarch von Constantinopel und Crtz-Bljchoff von Candia, rc. gebohren in der diöces von Sar-lat rn Languedoc , in einem dorff genannt Sales, war ein Carmeli.ter-Monch , und wurde in unterschiedlichen wichtigen aeschäfflenvon den Päbsten Elemente VI, Jnnocentiv VI und Urbano V ge.braucht. Er starb an einer vor Alexandria empfangenen wunde,als diese stadt an. i;66 von den Christen belagert wurde. /M.
Petrus vLULkEl.18. s. Petrus cl-MiLCLULis.
Petrus / der erst« Kayser in Rußland / von seinem vater Ale«xowitz / und wegen seiner vmreflichen thaten der Grosse/ auchferners wegen der so klugen einrichtung der stiren seines lande»/ einvakcr des vater-lands / zugenannt/ erblickte dieses welk-liechtden 11 juiuan. 1672. Alcxius Michaelowitz hatte ihnemit NataliaKrrtlowna Narrskin / ferner zweyten gemahlin erzeuget/ nachde-nke er von der erstem schon - lribS-erben gesehen. Födör Alexowitz/sein bruder / (der seinem vater in dem Reich luc-e^rte / und in derbesten blute semer jähren das leben beschlösse) sahe vor seinem endewohl/ daß er eines» mächtigeregierung keinem einfältigen undschiafferigkn Prmtzen hinterlassen tönte/ schlosst derowegen seinenbruder Johannem / drmr das recht der «rstgrburt hierinnrn Lvori-Lrle/ von der crone aus / und ernennet« zu seinem Nachfolger seinenlungern bruder / diesen Petrum / als er noch nicht gar das zehendejähr errerchrt hatte. Sein ansang wäre nicht ohne viele- blut-ver-gieffrn / woran so wohl seine schwester Sophia / als ein hoher be«amdter des Reichs/ namens Couvansky/ der die Streichen zu com«mandierrn hartr / die leidige ursach waren. Der p^xr /als wärePetrus ern uiurpscor und ungerechter besitzer ver cron / solle ihrenschändlichen ehrgeitz bebecken/welcher sie triebe/selöst nach der höch.strn macht zu streben / rührten derohaiben nicht / biß sie Johannemzugleich neben chme auf dem thron sahen. Couvanskt wäre hier»mit nicht zufrieden/ sondern verübte weiterS so gross« mioi-mi«»und grausamkeitrn/ daß dir Prircheßin Sophia sechsten (dir sichdoch anfangs seines rathS hauptsächlich bediente) ihne samt seinemsöhn stürtzte / und beyden vhnvermerckt ohne weitere proce«iur dieHäupter abschlagen liesse. So theuer mußte der erste Rebell diesesgrossen Czaaren seine untreu bezahlen. Die Strelitzen wollen ihresCapitams tob rächen / man triebe sie aber bald zu paaren / und ga«be einem jeden seinen verdienten lohn. Hierauf kehreten die beydeCzaarS wiederum nach ihrer residentz gen Moskau / und liessendurch den Fürsten Galirzin/ Groß-eantzler des Reichs und ihren er-sten rnmiitruw. nicht nur die ärmer von neuem besetzen / sondernauch den mtt den Schweden zu Kardis geschlossenen frieden aufewig cooürwiren. Nachdeme nun der Fürst Gallirzin und seine pa.tronin die Printzeßin Sophia das gantze Rußland in voller ruhesahen/ undkeineausländischenachbarrn zubeförchttnhatten/ sosuchten sie ihre macht festzustellen/ und alles nach ihrem eigenenwillen rwzurichten / schloffen derowegen die «»verwandten desCzaaren Peters von allen ämtern aus/die an diesem jungen Fürstendamals hiengrn/ . und suchten ihm« lediglich heillose leuth an diestiren zu setzen / die ihne aebsuckiren/ und aufrin liederliches lebenbringen tonten; weil er aber ein weit besseres naturel hakte/ undvvn ftinerjungsttn iugend an schon nach ehr und stands-mäßigenqualiräken strebte/ so wäre auch dieses vergebens / sintemal er durchmeb seines heroischen grmüths sich gantz allein auf nützliche wiffen-schafften sxpiicirte/ und schon frühzeitig einen gantz ungemeinenfleiß zu der schiffahrt erwiest/ in welcher kunst er auch nachgehend»ein rechter meiiter worden. Indessen fasse Sophia und ihr ^voricGaliezin noch immer am rüder/ und llirigirten dir Hauptsachennach ihrem belieben / alldieweil dieser junge Monarch noch min.derjährig/ und fremder Hilffbrnöthiget wäre. Die recht-gesinntestuffzetrn immer nach bessern reiten / und wünscheten nur / bald Pe»krumm einem reisten alter/ und dadurch eine glückliche adände-rung in Rußland zu sehen; sie hatten auch Mich ursach / wei«len fast niemahlen so viele ungewitter zusammen gestoffen / alseben bey diesem unglücklichen Herrn. Die unruhige Printzeßin So-phia samt ihrem brkanten anhänger p»ü,Wirten den mit-regentenJohannem sich zu vermählen / um dadurch Petrum (im fahl jenerPrintzrn hätte) m den geistlichen stand zu nöthigen/ und über denandern desto leichter allen gewalt zu erlangen; die Nariskins aberund übrige seine anverwandte entdeckten ein solche- absehen ohnemühe/ und stelltenihme den Fürsten Boris Galirzin/ der geaen-xarlhey vettern/ an die seile/ welcher recht väterlich für Vene gesor.grt/ und zum besten des reich- in allen treuen gerathen / manchvor demseindetliche campagniendurch/ alsQencrsi,ss,mus. sichhrrtzhafft gestellt!. Indessen erreichte der Czaar Peter das »ste mhcseines alters / und wiewohl er jugend halber noch wohl langer hat-te warten können / so wurde doch für ralhsamer gehalten / thmerinanständiges gemahl beyzulegen/ sonderlich da man sahe / daß dieEraarin Proscovia / des Neben-Czaare» Johannrs gemahlm schonallberrtts schwanger wäre/und solches dte macht der gegen-partheynicht wenig zu verstärcken schiene. Dte wähl siele nach relffer erwa-gung auf Eudoxia FöderownaLapouchtM/ rme tochterdesBo.jar Födors / von sehr altem Adel / und d«e verlobnuß geschahe den29 jan. 1691; da gleich das jahrdaraufrm söhn erftlgle. Dleseswäre denen beyden rebellischen gegen-regenlen/ der Pnmeßlnundihrem ksvoriten / ein runder zu erner neuen raserey / welche auch soweil gienge/ daß sie dem »bristen über dte Strelitzen / Thrkelavi-III theil. SSSSS - tau,