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namrn! hat sichinKayserlichen kriegs-dicnsten hervor gethan,
rr.s^ir rer.Lvk.
pietra pelosa/ lat. verrs rii°L, ist eine kleine stadt in Jstrim/welche den ritul euirr Marggrafschafft führt / und unter Venettaui-scher bothmäßlgkeit stehet. Sie ltgt auf einem felsen / nahe bey demkleinen fluß Quieto / zwischen Draguti und Prnguenle.
Vietra Santa- eine kleine stadt nebst einem Bißthum in denrändern des Groß-Hertzogs vonFlorentz am meere gelegen / 5 mei«!en vsnLucca. Man glaubt/ daß eS vor dem Feroma oder LucuSArroniägebeiffen.
Vrghms / (Albertus) Probst und bey 8. Jo»
bannis in Utrecht / freyer Herr in Midrecht/ WilneS/ Cudelstrert/Zevenhoven und Tamen/ Herr in Achtienhoven / Dlockland undNuythoorn/ ein berühmter Widersacher Lutheri / war gebürtigvonCampen aus Ober-Mel / eines v-rricii söhn.' Nachdem er zu Lösensiudiret und Lsccslsuicus worden / gieng er nach Cölln / da er rkea-toZi-w studirke / und die voLor. würde erhielt. An. i; 20 schrieber «inen kractat von der Verbesserung des kicchen calenderS / undvon der Oster-feyer- welchen er dem Pabst Leoul Xä-ä-cirtt. Ergab auch eine schutz-rede heraus für die rüsoiuZie, und noch eineandre wider Marcum äs Benevento / welcher den lchr-satz des Kö-nigs Alphonsi und der stern.kündigcr zu seidiger zeit äs moru oüsvi«rdi- verfälschet hatte. Ferner verfertigte er einen traeral äs inveinlv-ns loikiriorum L: «quilioÄiorum. Er hatte sonderbare lust zu dermsckemstic; allein seine freunde riechen ihm/ er solle sich auf dierd-oioZie legen/ welches er auch that / und widerLutherum/Me-lanchchonem/ Bucerum und Calvtnum schrieb. Der Pabst Adria-nus VI / welchen er noch ehe er Cardinal worden / nach Spanien begleitet harte / ließ ihn zu sich nach Rom kommen / und verhin-derte ihn nur der tod/ daß er seine -rk-m gegen ihn nicht recht bezeu-gen konte. Bey Elemente VII und Pauls lll stund er auch sehrwohl/ und dem letztem äsäicitte er sein werck/ -n-rtio KiersrrKiL«cci«NsMc» genannt. An. 1;;; wurde er Probst zu 8. Johann inUtrecht / und starb daselbst den 26 dec. 1542. Man merckt von ihman / daß er erschrecklich heßlich ausgesehen und eine höchst unange-nehme spräche gehabt habe. Calvtnum soll er sonderlich deßwegen/weil er sich damit einen Eardinals-hm zu verdienen gedachte/ ange-griffen/ über Bucerum aber sich so hefftig geärgert haben / daß ersich durch desselben Widerlegung / die er ohngeachlet seiner schwa-chen grsrmdbeit immer eyfrigfortgesetzt/ ben lvd aufden halß ge-zogen. Ausser obermeldren wercken hat er auch geschrieben ä-
oKsio; äs Iibsro üowinis srbicrio 6,: äivins grscis ; äiscribsäe sÄi» 6sc7§)-r>oäi; sxpllcstioriem controveciisrum; ö^c. Hiexbty ist Nicht
zu vergessen/ daß dieser mann einige Meynungen von der erb-sünde/von dem freyen willen und von der göttlichen gnade führte / weichtauch etliche Cacholische in-oioZi verworffen haben / als der lehredes heiligen Augustini zuwider lauffend. in eioZ. Me««- in
sloZ. 8e!Z. L äs scrixt. sec. IÜ. ^ 4 -'. bikl. Neig. znn. ecclev.
sä sn. i;4Z. Svve»?. Le!g. x>. lis. s
Lp, blibulium in bxpoäigmsre p. M, Z40. ^47/s.
Vtghius / (Stephanus Vinandus) ein gelehrter Lnci-zusrius-war gebürtig von Campen in Oder-Mel, und hielt sich nachmals8 jähr zu Rom auf/ da er eine genaue Untersuchung von denen da-selbst befindlichen antiquitätcn machte. Als er wiederum nachDeutschland gekommen, hielt er sich an den Cardinal von Granveü,bey welchem er 14 jabr lang ^ELi-ius und nibüoküccsiiu- war.Endlich wurde er wku-msi»? bey dem Prmtzeu Carl Friedrich vonCleve, mit welchem er in Italien reiste. Als aber dieser Printz an.2^7; zu Rom starb/kam Pighius wieder in sein Vaterland, undwurde daselbst ein Ononicus rcguisr-s. Seinem verstorbenen Prin-tzen zu ehren beschrieb er seine reise in einem sehr gelehrten werck,welchem er den titul tt-rcuie; kroäicius gegeben, so an. 158? in 8vo zu Antwerpen gedruckt worden, und darinnen viel sachen, so zu derTeutschen und Italiänischen Historie gehören, angebracht. Erstarb an. 1604 in dem 84 jähre seines alters, nachdem er sich durchseine SNNLIS5 urbiz Xomsnn ; comiz, davon er den ersten an. 1599drucken lassen, einen grossen rühm erworben hatte. Er hat auchaus.den krggmencis lslkorum Ospicolinis zweyerley tsüos ^lsßjstrs-ruum Kom. si> V, L. all tempors Velpsiisnj Lc crluwpüorum » ko.muli ulque sä plsurii 3>!vsni rriuwpbum verfertiget, welche An-dreas Schottus an. 162; vor den andern romum seiner snnsliumdrucken lassen. Ferner hat man auch von dem Pighjo ein werck,
Ilicmi; Des Leu äc lege äivins, mgleichem cn^ctiologiL in yusruorsnni psrces, so an. 2; 68 zu Antwerpen in 8vo säiret. äs
Kom. rcr. tcr.
Vigna/ (Johannes Baptista) war von Ferrara und lebte an.i?7o. Er war Cantzler bey dem Hertzoge von Ferrara, und erwarbsich durch seine gelehrsamkeit einen grossen rühm. Er schrieb in 8
büchern die Historie des Hauses Este von ä.c.;90 h,ß 147s, so an.
2577?» Venedig in koi. heraus gekommen, hernach an. 2585 und1596 zu Ferrara wieder aufgeleget, und an. r;8c> von TidurtioDreyfeldern ins Teutsche übersetzt zu Mayntz heraus gegeben wor.den. Seine andre wercke sind: guskionum vnekicsrum üb. ; äs
consolscions üb. ;; äs ocio; csrwinum üb.;; gli lteroici; il krinci-' xe Ac. cesk. ä'buoM. Isktsr. As.
Ptgnatelli/ ist der name eines vornehmen und berühmten ge-schiechts in dem Neapolitanischen, worinnen es die Fürstenthümer,Hcrtzogthümer und Marggrafschassten Bisaccia, Moncorvino,Spinazzola, Castellaneta,Monteleone, nebst andern mehr, besitzt.Der ort, wovon es seinen Ursprung bat, wird Trope« genannt, undligt in dem jenseitigen Calabrien. Zum gemeinen stammwater setztman Thomam Pignatellh welcher zu ausgang des 24 keruli gestor-
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ben. Von demselben stammeten in dem dritten grab her Fabriciusund Scipio. Der letztere hat die linie der Marggrafen von Lau-ro und der Hertzoge von Bisaccicktzestjfftet. Der erste aber, wel-cher vorher den ritul eines Herrn von Noja führte, ward an. 2556von dem Könige von Spanien , Philipps II, zu belohnung unter-schiedener stattlichen kriegs'öiensre zum Marggrafen von Cerchia»ro gemacht, und starb das nächstfolgende jähr, nachdem ihm seinegemahlin, Victoria Cicinella, 9 söhn und 2 röchter gebohren. Vonden söhnen haben Julius, Marcius und Lucius das geschlecht fvrt-gepflantzt. Der jüngste von diesen ist ein stamm-vatcr der Herrenund Fürsten von Marsico worden. Der mtttelste, namens Mar-tins, ward Marggrafvon Spinazzola und zeugte Franciscum,wel-cher von Porti«, einer rechter Fabrttii Caraffa, Hertzogs von An-dria, folgende kinder hinterließ: r) Antvnium, gebohren an. 161welcheran. 1681 Cardinal , und an. 1691,unter dem namen Jn-nocentii XII, Pabst ward, worauf er den 27 ftpt. an. 1700 mittobe abgieng; 2) Martinm, Fürsten von Moncorvino, welcherConstantiam, eine tochter Johannis äi Guevara, Hertzogs von Po-,vino, heyralhete, und einen söhn von ihr bekam, der aber noch vorihm starb; ;) Ludovicum, welcher in dem geistlichen stände daszeitliche gesegnete; 4) Fabritium, welcher als ein Jesuit starb; ;)Paulam Mariam, welche den 18 apr. an. 1694, in bem 89 jähr ih-res alters, als eine Nonne in dem Dominicaner-kloster ä-iis 8apiea--L zu Neavolis verschied. Des ersten Marggrafen von Cerchiaro,Fabritii Pignatelli, ältester söhn, Julius, zeugte Fabritium, erstenFürsten von Noja, dieser aber Julium, Fürsten von Noja nnd Ja,cobum, Hertzog von Belgvardo. Der erste von diesen beyden hin-terließ 0)Fabritium,Hcrtzog von Monteleone, dessen söhn Hectoenoch vor dem vater starb, als er vorher Fabritium gezeugt, weicheebey seinem an. 2679 erfolgten lobe nur eine eintzige tochter, Jo-hannam, nach sich ließ; (2) Aqnellmn, Fürsten zu Monre Corvi-no, einen vater Julii, Hertzogs von 8. Mauro; (;) AndreamFranciscum Pignatelli, welcher den 17 dec. an. 170; Cardinal, wieauch Ertz-Bischoffvon Neapolis, ward; (4) Nicolaum, welcheran. 2679 seines ältesten bruders ürenckelin, die abgedachte Johan-nam, heyralhete, und durch sie den titul eines Hertzogs von Monte-teone bekam. w'e/r p. III. WL». genest tsbsll.
Vignerol/ pinarolo/ lat. vinsroiium, an Dem kleinen flußClisone, eine stadt in Italien, in der provintz Piemont , nebst einer fe-sten cmsäeii auf einem berge, gehörte eine lange zeit dein Hertzogevon Savoyen , und war der jüngsten Printzen dieses Hauses sppen-nsge. Allein an. i6;i wurden die Frantzosen krafft der zu Chie-rasco den zi martii des bemeldten iahrs geschlossenen friedens-lra«ctaten meister davon. Denn der Hertzog Victor Amadeus tratdem Könige von Franckreich und dessen Nachfolgern diesen ort nebstallen darzu gehörigen herrschafften ab, als da sind ausser der stadtund dem schlösse Pignerol , Riva, Baudenasco, Bunasco das obererc. dargegen ihm der König ausser Alba und dem dazu gehörigen ge-biet, auch eine gewisse summa gelbes gab. Hierauf haben dieFrantzosen diesen ort mit unglaublichen Unkosten mehr und mehrfortificiret, und ihn fast unüberwindlich gemacht. Daher auchder Cardinal Richelieu ihn dem Könige Ludovico XIII als einenschlösse! zu Italien rscowo-snä-ret. Allein als der König Ludovi-cus XlV mit dem Hertzoge von Savoyen an. 2696 einen particu-lier-frieden schloß, so trat er dem Hertzoge die stadt und citadelleab, doch daß vorher alle vestungs-wercke gäntzlich äsmoiwet wer-den, und der Hertzog selbige nimmermehr wieder aufbauen, son-dern auf allen fall nur die stadt mit einer schlechten mauer umfassensolle. An. 2 704fiengen die Frantzosen an, diesen ort wieder zufortisiciren, sind aber daran verhindert worden, und musten ihnnach der schlacht bey Turin dem Hertzoge von Savoyen wiedeeüberlassen, l.- Kilt.äs l.ouis X!II. Ls/ck-rsrö. ^,0» §»1,07«».
Vignortus/ (Lanrentius) ein c?sooaicu 5 zu Trevigo, wardan. 2572 i» Padua gebohren. Er hatte eine sehr grosse neigung zuden Kullür. darinnen er auch dergestalt zunahm, daß er einer vonden vortreflichsten leuten feiner zeit ward. Denn ausser der Philo-sophie und der rechtsgelehrsamkeit verstund er die sprachen, undwar in Uteri ; eießsncioribus wohl erfahren. An. 2 Sor begab er sichin den geistlichen stand, und hatte verschiedene bedienungen zu Pa-dua, woselbst er Pfarrer zu 8. Lorentz war, biß ihm der Cardinal Franciscus Barberini ein canonicat zu Trevigo gab. Er sammle-te sich eine schöne bibliothec nebst einem cabinete von m-äsüien undandern curiosttäten. Alle grosse männer zu seiner zeit waren seinegute freunde, als der Cardinal Barvnius, der Präsident Tbuanus,Voßius, Heinstus und viel andre. Dominico Molino, vrocirswrvon 8. Marco, hielt ihn gleichfalls sehr werth, und ließ ihm zu eh-ren in der kirche 8. Laurentii ein grabmahl nebst einem exirspbi»ausrichten, nachdem er an verpest den 2; jun. 26,2 gestorben war.Er hat nnterschiedliche wercke geschrieben, als äs Lrv» öc eorua,
spuä vecerci minillsrii«; menl« liisc«, tcu veeulllilimL rsbul« «nessIscris ^-Avpriorum iimulscris c«Iskg: expücsrio, cum suLsrio äs vs-rüs vekerum ü«r«kicorum smulecis L a«i<zuis Zemmis Lc llgilÜs; ws.ßnL Oeum A i^lserü K: /2triäis inici's, ex vccutiis monumcotis lorns-r> cru» öe expÜcsrs; hmbolsruw epikollcsrum.Iiber; mi5cs»s elo-giorum, acclsmstionum, sälocmionuw, cpicspiiiorum L: intcriprio.»um; korigioe äi ksäour; l'Lnrsnors; commsmsris in AiciswmLc. in vir. ?ixnor. in sloZ. äoK.
kll, der name des von dem Pabste Pio IV an. 1560 gestifftetenRitter-ordens, welcher 5;6 dergleichen Ritter machte, als er Pabst war, und haben wolle, daß sie zu Rom wie auch an andern orten soviel gelten sollen, als die Reichs- und Maltheser-Ritter. Ihr ge-schähe bestünde darinnen,daß sie den Pabst tragen und führen mu-tzen, wenn er ausgieng. Sie wurden eben sowohl als die andernIII Theil. Cceeer rgu««
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