Band 
Dritter Theil
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telle, ein historien-fchreiber und Ober.kekerenä-r,'uz von Savoyen ,auch Suppliquen-meister unter den Hertzogen von Savoyen, E-manuel Philiberto und Carola Emanuel, war sehr gelehrt, undschrieb die Historie von Savoyen. Carolus Emanuel vergönneteihm den gebrauch seiner Archiven und bibliothec,und gab ihm nach»richt von den tituln und rechten der vornehmsten klöster seines lan-des. Er that auf dieses Hertzogs befthl eine reise in Sachsen , umvon dem Ursprünge des Hauses Savoyen gründliche Nachricht zu ho»len. Nach seiner zurückkunfft gab er seinen genealogischen stamm»bäum heraus , unter dem titul : srl,or genuiiH» sgxoni« Sabzu-Na--gue krjncjpium.nebst kurtzen eiogiis von jedem Fürsten , worinnener, wie man vorgicbt, sehr fehlen soll. Er hat eine spoiog,- da-von widerAlphonsum ll'Glbene gemacht. Seine Historie von Turin unter dem tirul äuguH» i'»rinorum > begreifst viel sonderbare dingein sich, und ist das vornehmste, daß alles, was er darinnen sagt,nachdrücklich erwiesen und nach allen umständen beschrieben wird.Er schrieb auch noch andre dinge,und nahm sich vor,in Lateinischerspräche, äUovrogcnsum gnric,uirLtes, oder die allgemeine Historievon Savoyen zu beschreiben, welche er in ;c> bücher eintheilte. Die-ses wcrck findet man aber nur in m-mutcrip-o unter den archiven zuTurin , Er starb in dieser stadt den 18 april an. 1582, seines alters;7 jähr und 4Mvnake. 6nic6>e«.r.n

Vini / (Alexander) war i6z; zu Florentz gebohren. In seinemrc> >ayr ward er >u die Jesuiter.schule und ihm 16 anfbie -csciemi-nach Pisa geschickt, wo er im 26 jähr mellicina-vostor ward. Nach-dem er sich in der Kurznic und dem kenntniß derer altcrthümer einegrosse wissenschafft zugelegt hatte, trieb ihn die begierde fremde län»der zu sehen, an, nach Morea zu gehen, ob er schon in seinem Vater-lands Hoffnung halte befördert zu werden.An. -sgo schickte ihn derGrvß-Hertzog nach Cairv die frische Cassa zu csnäiren, neue trau-ter zu entdecken, und zugleich einige geheime Verrichtungen auszu-richten. Als er daselbst an. >68l angekommen, traf er den Do»mcnico Canlieri von Pisa an, der denen pagen des Bassa vorgesetztwar, und ihn bey dem Bassa bekannt machte, worauf Pini, nach-dem er zumahl den Bassa an einer kranckheit geheilt, alles erhielte,was er suchte, da sonst das c-ncliren der Cassta von Eairo scharstverbothen ist. Während seines aufenthalts an diesem ort, hatte ergelegendeit, viele merckwürdigkeiten abzuzeichnen, welches er her.nach nebst vielen seltenen müntzen, Arabischen ES. und andernrurioll; auf einer Griechischen schaicke nach Livorno schickte, dieaber unterweges strandete, daß also alles verlohrcn gieng. An. 1682wolle er nach Alexandrieu gehen, weil er aber keine gelegenheit ha-ben konte besuchte er das gelobte land und kam nach Jerusalem .Weil man ihn bey seiner zurückkunfft nach Florentz beschuldigte,daß er den mitgegebenen befthl, nehmlich bcnCantieri mitzubringennicht in acht genommen, gieng er unvergnügt nach Venedig , undtraff daselbst den Cantieri an, der glücklich aus der Lürcken Händenentkommen war, als sie Wien belagerten. Ob sich nun derselbegleich viel mühe gab, ihn zu bereden, daß er wieder nach Florentzkehren möchte, blieb er doch bey seinem entschlus, sich auf denenVenetianischen galeeren als vellicum der schiffs-slokte gebrauchen zulassen, welche stelle er auch viele jähre verwaltete, und nach ero-berung von Napoli lli Romanik grosse chren-stellen und hauß undhoferhielt. An. 1700 gieng er wieder nach Morea, undi7o;alsXlccllcus mit dem Venetianischen Botschaffter Giustiniani nachConstantinopel, wo er sich an die ivchter eines Edelmanns von Pe-saro Franc. Masselini, Verlange daselbst gewohnt hatte, verhey-rathete. Doch nicht lange nach der Hochzeit muffe er mit dem ge-dachten Gesandten wieder nach Venedig gehen, und kam zwar wie-der in Morea an, ward aber bey ersolgtem Türckischen einfall mitallen denen seinizen zu sclaven gemacht. Seine unverwandten such-ten ihn loß zu machen, aber als alles schon richtig war, starb er1718 an der pest in dem gefängniß ber sclaven zu Constantinopel.Seine schrifften, darunter eine -l- moril-usiurc-rumgewest, werdenohne zweiftl seyn verlohren gegangen, aber zu Venedig hak manseine beschreibung von Morea unter dem titul : u keiaponncio.

overo le kette provincis lli gvcl regnn lletcricle cls ksufsnis, illulkrme erillottö »I mollerno. 6e/e/,tte 1718 p. l.

vinnebera/ ein zimlich fester schloß in der davon also genast-len Grafschaffi in Stormarn / 2 weilen von Hamburg / ist zuwek«len eine Gräfliche restdcntz gewesen. Die Grasscham Pinneberg be-stehet vornemlich aus den; ämtern / Pinneberg / Hatzburg undBarmstede/ und ist in der theilung zwischen den söhnen GrafenGerhardt I zu Holstein-Rendsburg an dessen allem söhn/ Gerhar-dum II/ Grafen von Schaumburg / gekommen/und bey desselbennachkommen geblieben. Als aber Ono Vl/ der letzte Gras vonSchaumburg und Pinneberg / an.-640 starb / so theilte sich derKönig von Dännemarck und der Hertzog von Holstein-Eoltorfft»diese Grafschafft/ so daß dieselbe in fünff theile abgesondert / undder?te theil zum vvrauß wegen aufgewandter lösten / und 2 vonden übrigen vieren als ei» gleicher antheil / sodann noch dre helsslevon den zwey andern theilen gegen crlegung einer gewissen summegeldes dem Könige/ der reff aber/ so allein in dem amte Barmstedebestanden/ dem Hertzog zukam/ welcher solches amt hernach an denGrafen von Rantzow gegen die alten Rantzowischen guter m Wa-grien vertauschte, (sihe Rantzow.) Inende des -yden iccui, istPinneberg wegen der an. «69s zwischen Danemarck und dem Her-tzog von Holstein allda gehaltenen tractaten sonderlich bekanntworden, (sihe Fridericüs IV / Hertzog zu Hollstein-Goltorp.)

Zctisumb. ckron. t. 5 c. 5 ve.

Ickreib. von sclilelsvv. uncl ttoili. p.; c. «4 p. «7>. lieirtis-arcliivxrrk. fpec. concin. r von I^olllein p. rii.

Vinnenaw / ein kleiner fluß in der Hollsteinischen landschafft

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wohner treiben starcke Handlung mit Moskau und TeuMlandSie find fast insgessmk der Griechischen religion zugethan / undhaben einen Blschoff/ der bey ihnen residiert. ES pflegen auch andtesem orte kleine land«tage gehalten zu werden. Kare ot ko-

isnci p.«Icrr. 6 p. r lelk. z.

Pinsson / (FraneismS) wurde Professor zu Bouraes denLfebr. lün / nachdem er bereits vorher einige zeit die inll.rukione,2">"blgem orte <loci«rt hatte. Er war so fleißig in seinen lectionen/daß er offters § meilen wett von seinem land-hause in die stadtgteng/ eh« er eine stund hätte versäumen sollen. Er profitirte langerett das lur csnooicum. und hatte allemal 5 biß 600 zuhörer. Er

^ in dem 6 z jähre seines alkerS. Seinencrel yat lttne eci INiiüppi ImperLkori; refcripk» , und seinencominenksrium nbkr dik epillolsr ?spL lionori! lll htMUß gkbkN

wollen. t?»7/e.

Vinsson / (Franclscus) «m söhn des vorhergehenden / war zue april an. 16,2 gebohren. Nachdem er seine llugisdaselbstadsolvim/kam ernach Paris/unv warv an. 16;; zu einemadvocatrn allda aufgenommen. Er wurde auch endlich an. «682ksronnie«, oder das Haupt in dem colicgio der Advokaten und Pro-kuratoren bey dem Parlament. An. 1688 ward er unter die 24 v».Äor« llonorsrio5 der Juristen-facultät zu Paris reeipirer/ und starbals Unter-vsc-nur des advocaten-coUeßü den 10 oct. 1691. Er hat

bltl htkÜUß gkgkbtN / ülö Wl) L ^ntonii LenZei krsn.

cilci pintonii kr-Ä-tur lle benckciis cccletislliriz cx clellniriane lletumlursll litum tori OLlIjci öc liberkÄrcoi ecciellL Os!Iic20L sccomwollLkur,fo an. 16Z4 gedkuckt z 8. l,ullavici krancorum «egis vrAZMLkicL fsn-Äio <L in LLm llillorics pr^ksrio Lc commentsrius; Crttoli Vil krsn-cornm ceßi? pr^gmaticr kiEio Lc.; junz I-onrillcii. cL'grr-i

öc OLlIici z trsirs lles ou lles lllvirs «in tkov tur ies benellces eccis^

L-lliqucs öcc. Ulitkr seine» kinVkkN ist PinffvN cles IkioNcs, Ad»vokal in dem Parlament zu Paris / wegen seiner gelehrsamkeit be»rühmt worden. ^/-.

yinter von der Au / eine von den vornehmsten adelichcn fami»lten tn Oesterreich / von welcher Johannes an. 1; ;8 gelebet. Des-sen nachkommen findet man biß zu außgang des 17 Kcuii, da ihrersieben am leben gewesen / bey dem L«,-e//»s »omm. ?.

Viiito/ (Hector)ein Portugiesischer Mönch von dem ordendes Heil. Hicrvnymt/.war,?«o 5 essor zu Coimbra / und starb au.1584. Erhatcommemariosuberden Esajam/ Ezechicl/Daniel/Nahum und die klag-lieder Jcremiä geschrieben/ die an. 1^90 zuLion gedruckt sind. Seine schrifften -te vit« Lkrillis,,- sind auch inSFrantzösische übersetzt.

. Vintzkova/pintzsv oder pintschenhof/ ist ein kleiner ortm der Preußischen landschafft Pomerellm / nicht weit von demWeichsel -strom/ zwischen Maricnwerbcr und Graudentz westwärtsgelegen. An. 1702 erlitten daselbst die Polnische und Sächsischetruppen eine niberlage von den Schweden .

pinytus/ Bischoff von Gnoffus/ einer stadt m Creta/wak um das jähr Christi 17; berühmt/ und schrieb an 8 . Dionysiumvon Conntho einen lractat / dessen Hiewiiymus gedencket. Dername Pinylus stehet in dem msrryroiogio liomLno auf den lo oet.

L/cr. cie fcri^k. cccl. c. rö. llll. I.4 c.ro, 22. ?/o»or, öcc.

Vro/ das hauß Pio der Fürsten von Carpi / ist eines von denvornehmsten geschlechtern in Italien gewesen / und von den »Manftedis Piis zurzeit der Gräfin Mathiidis entsprungen / wie»wol einige dieses geschlecht aus dem Hause des Kaysers ConstantiniÄä. herleiten wollen. Sie waren vornehme kciegs-Generale / liessenihre tapsserkcit bey unterschiedlichen qclcqcnheiten sehen / dientenanfangs bein Kayser Fridertco l/ mid begaben sich hernach unteedie armee der kirche. Ihre Nachkömmlinge waren Fürsten von Car-pi biß aufAlbertum Pio/ welcher in dem «6 sscuio in grossem anse-hen lebte. Er war des KayserS Marimiiiani l/ wie auch Earoli VAbgesandter/ bey welcher gelegenheit er für Caroli gewesenencepror, den Adrianum Floren«ium / und nachmaligen Pabst an.1 z«7 den Cardinaishut erlangte. Allein da er sich darauf für dieFrantzösische parthey erklärte/ mußte er viel dabey ausstehen/ wardbey der einnahm Rom gefangen / und folglich aühier seiner gütcmberaubt/ diederKayser dem Prosper Colonna / seinem Generalzulegte. Albertus gieng darauf in Franckreich / und starb zu PariS an der pest an. i?z6da er in der Franciscaner-kirchcn begraben/und ihme eine eherne faul aufgerichtet worden. Er hatte kurtz vor»her seinen einigen söhn durch den tode verlohren. Lionello Pro / deSgedachten Alberti bruder/ wußte sich hernach einer aufstoffendcnbequemen gelegenheit so wol zu bedienen / daß er ein theil davonwiederbekam. DieserLionellowarNudoiphtvater/ weichenderPabst Paulus III an. i;;6 zum Cardinal machte. Er hat unter»schiedliche schrifften hinterlassen / unter welchen eure wider Luthc»rum / und eine andre wider Erasmum gerichtet war. Dieses letzter«werck istiN2) bücher cingelhetlet / undan. -?;> zu Venedig undParts aufgelegt worden. Scpulveda schrieb enie schütz schrim fürihn wider Erasmum / unter dem titul / pro E«ro

pio , Lomite Lsrpenll in Lkässnnm. Carolus Pio war gebohren an.1622 / wurde Cardinal und starb an. 1689. Seines brndern söhn/Crrccc; Fürst