Dem Durchleuchtigsten Fürsten-vnd Herzen/
Herzen Carl Ludwigen/
Pfalz Graffen bey Rhein / des Heyl. Römischen ReichsErz- Schaßmeistern vnd Chur- Fürften/ Herzogen in Beyern/ cdMeinem Gnädigsten Fürsten vnd Herzen.
Wald nomb
told
On Edoardo dem VI. König in Engellandwird erzehlet/ daß/ da ihm als einem König dreyer Königreichenbey seiner Krönung drey Schwerdter præfentirt worden/ habe erauch das vierte begehrt/ Das Schwerdtdes Geistes/ dich.Big Eph.6.17.bel/ daffelbige vnfehlbare Wort Gottes/ Welches da lebendig/ Heb.4.12.fräfftig/ vnd scharffer dan kein zweyschneidig Schwerdt/vnd durchtringet/ biß daß es scheidet Seel vnd Heist.
Mag wol sein/ daß der Gottselige König sich damahls erinnert/ der Krönung des auch Jungen vnd Frommen Königs Joas/ bey deren ihm ebenamässig nicht nur die Gron auff das Haupt gefeßet/ sonder auch das Büch des 2.Reg.12.Zeugnus von Jojada dem Priester in die Hand gegeben worden.
Auffer allemizweiffel hat Edoardus durch dis sein begehren des vierten Schwerdtsoffenbahren wollen/ seine grosse Liebe zu dem Göttlichen Wort heiliger Schrifft/ vndoffentlich zuerkennen geben/ daß er dasselbe so hoch schäße/ als irgend eines seiner Kösnigreichen/ welche ihme durch die übrige Schwerdter bedeutet worden/ ja allen Kö-nigreichen dieser Welt weit vorziche.
Einer solchen inniglichen Liebe vnd grossen Ehrerbietung halben gegen das Wortdes Königs aller Königen/ seind etwan auch andere Chriftliche Könige/ Fürsten vnd Postentaten/ vnd vnder denselben insonderheit das HochlöblichsteChurhauß der Pfaltz-Graffen bey Rhein / von langer zeit hero hochberühmet gewesen. Gestalten dañ onderEw.Churf. Durchl. Glorwürdigsten Vor- Elteren/ deren nicht wenig nacheinanderzu neñen weren/ welche diß orts keinem Edoardo was nachgegeben/ sonder ebenmässigdie reine Evangelische Religion vnd den lauteren Brunnen oder vesten Grund derselben/die Prophetischen vnd Apoftolischen Schrifften ihnen weit lieber sein lassen/ als viel Pfal.119.73.tausend stuck Solds/ vnd Silbers/ ja gar alle Königreich dieser Welt: Auch dahernicht nur für Ihr Person die lesung derselben für Ihr höchstes Gut/ vnd größte Wollustgeachtet/ sonder auch Ihre Vndergebene neben dem offentlichen Gottesdienst/ zu dieserHeiligen Vbung trefflich gehalten: vnd zu diesem end die Vätterliche Vorsehung gethan/daß in Israel an solchen geistliche Waffen kein mangel/ auch die allernothwendigsteSee, Sam.13.19lenspeiß das Wort des Herzen nichtchewr; sonder vielmehr vermittelst der Buchtrus Sam.3.ckeren die KircheGottes beydes in dero Gebieten vnd Heerschafften/ wie auch anderswowol versehen were mit allerhand gattung Exemplarien der H. Schrifft/ wie dieselbevon dem Theuren Mann Dr. Martin Luther / in vnser Teutsche Mutter- Sprachvbersetzet/ vnd nachgehnds von anderen Hocherleuchten Theologis mit Summarien/Randglossen/ vnd anderen Außlegungen wol erkläret worden: In reiffer betrachtung dessen/ das gleich wie die Dolmetschungen darumb nothwendig/ damit ein jesder/ auch die jänigen welche der Grund Sprachen vnerfahren/ das Testament shresHimlischen Vatters leßen/ vnd also der edlen Freyheit/ so ons die Reformation in vneseren Kirchen zuwegen gebracht/ würcklich geniessen mögen: also dienen die Außle-X ijgun