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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Cap. VI.

Esther.

+ Hebr.bey der König vnd Haman zu dem mahl kamen/ dasEsther zugericht hatte:

' mahlzeit des weins:d.i. da man den wein

aufgetragen hate/ od.beym wein begunte

frölich zuwerde. Man

473

die ihm dieneten: Es ist ihm nichts ge- 1+ 08. an ihm istschehen.

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nichts gethan: 6. i. erhat keine belohnungoder verehrung emedaß dieses mordlis

6 Sprach der fönig zu Esther/" da er 4 Vnd der könig sprach: Wer ist im pfangen wege beffen,( wie eie wein getruncken hatte: Was bittestu Est: hofe?( Denn Haman war" in den hof ge the fremmen widerdarvon schreiben) bey her? Es sol dir gegeben werden/ vnd was gangen draussen für des königes hause/ daß den König geoffensdem Obs wein aufzu forderst du? auch die helfte des königreichs/ er dem fonige faget/ Mardochai zu hentrunden sie was es sol geschehen.

den Persen erst mit

tragen: dann sonst

ser des Königs

tranck war gefotten

wasser auß

|

cken an den baum/ den er ihm zubereitet

7 Da antwortet Esther/ vnsprach: Mei- hatte)

traffer auf dem fluß ne bitt und beger ist/

Choaspe..

Du solt deincrbitt gewähret werden.

ich meine bitt dem

shme andeuten/ was

vnd was mein antisgen fene.

Od. nach dem

8 Habe ich gnade funden für dem könig/PD.i.morgen will und so es dem könige gefellet mir zu gebenKönig fürtragen/ vnd meine bitte/ vnd zu thun mein beger: Sotch von ihm begehret komme der könig vnd Haman zu dem mahl/das ich für sie zurichten wil/ So wil ichbefät des Königsmorgen thun was der könig gesagt hat.9 Da gieng Haman deß tages hmaußTein zu dem panquet frölich vnd guts muts. Vnd da er saheMardochai im thor des königes/ daß ernicht aufstund/ noch sich für ihm bewegt/ D.i. des haus ward er vol zorns vber Mardochai:10 Aber er enthielt sich. Vnd da er

* Wegen dergroffen chr/ daß er als

der Königin eingelasden war.

f Hebr. gut vonhertzen.

ses des Königs.u S. drob. c.3.7.2.

fich/ d. i. seinen zorn/

vn mit der that sich anMardochai rechete.

y Dann er hatte

I

X

y

And.bezwang heim fam/ fandte er hin/ vnd ließ holen seinedaß er niche also bald freunde/ vnd sein weib Seres:11 Vnd erzehlet jhnen die herzlichkeit seischen föhn. c.9..10. nes reichthumbs/ vnd die menge seinerfeiner tochter wird finder/ vnd alles wie ihn der könig so großwo man ne sethan. Und. gebens gemacht hette/ vnd daß er vber die Fürsten schon zu ehren vnd vnd knechte des königs erhaben were.i 2 Auch sprach Haman : Vnd die fo-konigin Esther hat niemand lassen kommen Hebr, ich bin mit dem könig zum mahl/ das sie zugerichtetruffener oder gelades hat/ ohn mich)/ vnd a bin auch morgen b zub 00. von ihr ihr geladen mit dem fönige.

stattlichen ampteren

gebracht hatte.

*.I.

z S. drob. c.3.

auch morgens ihr bes

ner.

c Ich kan mich

daran nicht lassen ers

Z

13 Aber an dem allem hab ich kein gnusättigen/ vnd damit ge/ so lang ich sehe den Juden Mardochaidt den gate am fönigsthor sizen.

nicht frölich machen.

gen. Hebr. cin hottz/vnd so in folgend.

leichtlich thun

e

Erhalte ben 14 Da sprach zu ihm sein weib Seres/dem König/ wie du vnd alle seine freunde: Man mache d einenb.de wore baum fünfzig elen hoch/ vnd sage morgenhebunette Saman dem fönig/ daß man Mardochai dran hencke/ so kommestu mit dem könig frölich zumte das holly/ b.i.ließes mahl. Das gefiel Haman wol/ vnd& ließzu einem galgen zube einen baum zurichten.

gut/ d. i. dieser vorsSchlag/ rath.

g Heb.er machs

reiten.

a Und. war derSchiaff von dem Kd,nig gewichen.Heb.derSchlaff des Königswar weggeflohen.Disses ist auß sonderbalrer anschickung Got:tes beschehen.

b Das geschichtsbuch/ darin alle dencks

vnder seiner/ des Kós

f

Das V I. Cap.

bahret hat.

Dist nicht derdacht wird/ c.4.11.

hof/ dessen droben ges

vnd s.y.1. in welchenniemand vnberuffenhineyn gehen dorffte:

5 Bnd des fönigs fnaben sprachen zu dann derfelbige hofihm: Sihe/ Haman stehet im hofe. Der war inwendig amkönig sprach: Laßt ihn hereyn gehen.

hause des Königs:Dieser aber war außewendig/ in welchem

warteten/ biß daß sievom König erfordesret wurden.nt And. in denaussernhauses& c. Mit dem Kös

6 Buda Haman hineyn kam/ sprach der die Hofdiener aufkönig zu ihm: Was solman dem man thunden der könig gern wolt ehren? Haman aber gedachte in a seinem herzen/ Wem ſoltder könig anders gerne wollen ehre thun/deñmir? Vnd aman sprach zum könige:7 Den mann/ den der könig gern wolt sen

ehren/

aufer vorhof desmig fich zubesprachendaß man ic.ehr der König

P And. zu des

wolgefallen hat. Ben fich selbs. Diß hat er geo

8 Sol man her bringen/ daß man ihm schlossen auß denfönigliche kleider anziehe/ die der fönig pfle- ten/ beren er vompfle- en/ berenget zu tragen/ vnd das rossz/ da der könig his afbereit genoſſenauf reitet/ ond daß man die königliche fron ber alle Fürsten ereaufsein haupt setze/

t

hohet.drob.c.3.v.1.f Od.das tonigo

liche kleid.

t

höchsten ehren eine/

liebsten

9 Vndmansol solch kleid vnd rossz geben+ Diß war derin die hand eines Fürsten des föniges/ daß die vorzeiten die Kōoderselbe den mann anziehe/ den der König teen freunden undgern ehren wolt/ vnd führe ihn auf dem die ſie am meisten charossz in der statt gassen/ vnd lasse rufen für Gen. c.41.. 43. vndihm her: So" wird man thun dem mann/den der könig gern ehren wolt.

reten/ anzuthun. Sihe

1.Reg.1.33.

u Oder/ soll manchun. So gebühresichs/ daß man dem

thúc/ den der Königso drund...wore fallen von als+ And. wurdtriebe sich selbs fort:verdruß. Bergt.2.Chron.26.20.

gern ehren wolte. Ula

x Hebr.nicht einlem 2c.

yfortgetrieben: oder/

10 Der fönig sprach zu Haman : Eile/vnd nim das kleid vnd rossz/ wie du gesagthaft/ vnd thue also mit Mardochai dem Juden/ der für dem thor des königs sist/ laß* nichts fehlen an allem/ das du geredt hast11 Danam Haman das kleid vnd rossz/ vndvnd zochs Mardochai an/ vnd führet ihnauf der statt gassen/ vnd rief für ihm her: grossen hertzenleids/So wird man thin dem mann/ den dernig gerne ehren wolt.

namlich/ auß hertzleid

z Zum zeichen deswie bey den Morgens

köständischen völckeren

12 Vnd Mardochai kam wider an dasthor des königs: Haman aber eilet zu hau--se/ trug leide mit verhülletem kopfe:

1. Abasveros/ als er nicht schlaffen konnte/ laßt ihm die Chronick der Kodas böse fürnemmen Bigthana vnd Theres/ vnd daß ihm solches noch nicht

nigen in Persen vortesen 2. Findet Mardochai trewe wahrnung wider

vergolten sene/ 6. Fragt Haman / was dem zu thun/ den der König ehren

woite/ 10. Vnd befihit ihm/ daß er Mardochat also thun sotite/ wie er geeantwortet hatte/ 12. Haman wird darüber trawrig/ 13. Seine weisen

vnd sein web propheceyen ihm den faht:

d

a

N derselben nacht konte derfönig mit schlaffen/ vnd hießdie Chronica vnd die historien bringen.

e

b

2 Da die wurden für demwürdige fachten/ so fich fonige gelesen/ traffichs/ daß geschriebennigs Whafuert/ vnd war/ wie Mardochai hatte angesagt/ daßanderer Königen in die zween fåmmerer des königs/& Bigthagetragen hatten/ be na vnd Theres/ die an der schwelle hüteten/ben c.2.v.23.+ ebr: getrachtet hetten/ die hand an den königAhasveros zu legen.

Persen/ regierung zu

schrieben waren. dro-

das buch der gedächt

nussen/ vnd die wort

der tagen.c In gegenwart

3 Vnd der könig sprach: Was habendes Königs anger wir Mardochai ehr vnd guts dafür ge-

Hebr. fürangesicht.

d+ Der wol

te seine zeit nicht vn>

k

b

13 Vnd erzehlete seinem weib Seres/vnd seinen freunden allen/ alles was ihm be-gegnet war. Da sprachen zu ihm seine a wei-sen vnd sein weib Seres: Jst Mardochaivom samen der Juden/ für dem duc zu fal-len angehaben hast/ so vermagstu nichts anihm/ sondern du wirst für ihm fallen.

C

e

14 Da sie aber noch mit ihm redeten/ fasmen herbey des königs fämmerer/ trie-ben Haman zum mahl zu fonimen/ das Est-her zugericht hatte.

gebräuchlich war. S.2.Sam.15.30. Jerem.14.4.

a Seine Räth/ desren raths er in wichtis

gen

sachen fich pflegte

zu gebrauchen: oder/die wahrsager vnd

sich hatte/ welche in

sterngucker/ die er bendene ländern hoch geswichtige fachen rathgefragt wurden.dochai ist.vorgezogen wordens

hatten/ vnd in allen

b Od.wei Mars

c In dem

vnd du ihm solche ehehaft müssen anthun.

d+ Eigenti. gesbas/ was du wider shr

wißlich fallen: so wird

/ dir

vnd sein volck fürgesnommen hastselbst zum vnderganggereichen. Aufferzweiffel ist diesen weis

fen in etivas bewußt gewesen/ wie diejenigen/ die fich dem Jüdischen volck widersetzt/ jedesmal von

Gott seyen gestrafft worden.

e In dem sie sagten/ es war hohe zeit/ er solte cilen.

Das VII. Cap.

1. Der König verspricht Esther wider/ zu geben alles/ was sie begehrenwurde/ 3. Sie bittet vmb ihr vnd ihres volcks leben 4. Entdecket Has

mans böſe anſchläg/ 7: Welcher die Königin vmb friſtung feines lebens

bittet/ weil er vermerckt/ daß der König vber ihn sehr ergriñet war/ 3. Sein

angesiche wird verbüllet/ daß er den König nit mehr ſehen möchte/ 9. Har

bona sagt dem König/ daß Haman cincn baum fünfzig ellen hoch habe

the note than? Da sprachen die knaben des königs/ machen lassen/ Mardochai daran zu hencken: Der König gebent/ daß man

nutzlich zubringen/ sondern/ weil er nicht schlaffen konnte/ ließ er ihme was nutzliches fürtesen.

e Od.fand sichs. And. man funde geschrieben.

g Genent Bigthan/ drob.c.2.21.

S. drob. cap.2..21.h And. was ehr vnd erhöhung oder herzlichkeit.

Wein er vns beym leben erhalten/ vnd vns diese Mörder entdeckethat.

k Die aufwarter.

Saman daran hencken soltef 10. Welches auch beschicht.

Vnd