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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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I7S

Das hohe Lied Galomo._ Kap.VIIl.

eine ''thür/ so wollen wir sie westigm mit

fcnhab-n/wi-cinof- ssÖsNN ^l)0lkN»

n-m Wort räum vnd 1O l Ich blN eine mawr / -nd meine

ftib-mirft-«d-nauft " brüste sind wie " thürnc/ ° Da bin ich wor-"EfLd.r«nd-»mb den k für 2 seinen äugen' als die friden findet.blLnZ-rHc« I l "Salomo hat einen Weinberg zuch-n/'^c !>-7 dlsi 'BaatHamon/" Er gab den Weinberg«r«"n°f^ng?Maut den Hürcrn / daß ein jeglicher für feinerunkst« -«rscyn m-l. hechte -- taufent >' Silberlinge.

lr Od. tafeln, brct-

kern / hölzern / von Leiern. ff Das Tedernholtz, vnd was darvon gemacht, ist schön/ starck,währhafftvnd von gulem gcruch' von dergleichen holtz ist der tcmpcl Saiomons gebawen worden/l.ll-cg.ö.ir. Man kan durch disc ccdernctaffcl verstehen das Work der warheit/ gegen welchen, auchdie porten der Hölle» nichts vermögcnMatt. is. is. vnd l.Lor.iz.r. And. verstehen dtp von Vermeh-rung der himmlischen gadcn. I ff D.i. Ich bin ansaewachscn / vnd starck worden im glau-

ben vnd liebe an JTsum Thristum. Dieklcineschwestergibt mit discn Worten weissagungsweisczu ertennen / das sie bereitwillig seyc die lehr dcp H. Evangclij anzuncmmen / vnd in dem glauben andieselbe zu wachsen. Andere vermeinen / die Jüdische kirche rede allkicr / vnd danekedem Herrn Christo/für seine gnadc/dap sie eine Statt Gottes worden sey: Od. daß ihr glaub sostarck seye/als eine manr. n, D.i.diellebe, die ich z» meinem Bräutigam lrag/ist starck/vcstvndvnüberwindlich. ff 7 snd.gutdanckc»nachistdisdiemeinung: MeiNeBrüste sind Hochauf-gewachsen/w,eLris.7,s. D i.dcrkirchcn dienstisiinmlrgcnugsamlichbesiellt/ linder Thristoaufzuziehen/vnd sie mit der milch des Göttliche» worlo zuspcssen/i.I'-l.v.e. n ff Dise

glctchnup von den thürnen bedeutet auch dicstürcke/Macht>md Herrlichkeit/ die sich bey dem ampkdeß H. Tvangelii befindet/ vnd die öffentliche Verkündigung desselben aufCanzlcn od. solchen hohenörtercn/ da sie vonallcn kan gehöret weiden. Dann das Hcbr. wort dligclai wird auch sür einenböigeren hohen Predigst»! gcnommtn/KeK.8.4. os N. da ich dicantwort bekam/ vonderen drob, ^.x. D>ss redet die Brüut zu ihren gcspieien. p ß Öd. In. g ff N.

Jesu Christi äugen. Dnd will die Braut hicmit anzeigen / es sey eine vnverdienkc gnade / die sievon ihrem Bräutigam empfangen/ das c>- sie nach langwirigcr bangigkcit vnd bctrübnuß also trö iKe.S-Lsa.54. 7,8,Scc. S.auchLph.r.li,iz,Lec. I Od-aloeine, dicrc. durch den glau-ben vnd die liebe/die der H.Gcrst in mir wüccktt. empfinde ich ruh vnd friden n meinem gewissen,ch Od. die Braüt will sagen: dckBiäutigamhatkihm meinen glaubcnvndflc,ß lassen wolgcfallen/vnd ist deßwegen mit mir wol zu finden. Wir sind allzumal Gokkcsfeindc, r om5.10. 2 i. So Wirin vusercr vcrdcrbnns betrachtet werden: Nun «,r aber gerechtfertigck sind durch den Glauben/sohaben wir friden mit Gott / durch vnseren Herrn JTsum Lbristmn / 8.oin 5. i.Lsa. zr. 17. And.legen» also auß: Mit dlscr antwort begab ich mich z» ruhe/ vnd war wol zu friden. s All-bier redt dieBrauknoch/ will sagen: Salomo, d.i. Christus durch den tönig Salomo fürgebildct /hat «inen Weinberg/ d.i. die kirche/ in welche er seine dicner / die Propheten / Apostel vnd ihre Nach-folger / welche allhie durch die Hüter angedeutet werden / gesandt hat / dass sie denselben bawcn/auf daß er viel fruchte trüge. S. dlarr.ri.zz.i.cor.z.s. Od. mankan dlse wort verstehen als WortChristi/so da in sich halten cinevergleichung zwischen Salomo vnd seinem wclnbcrg/vnd zwischenChristo vnd seiner gemcln.Salomo hat nicht selber können achtang geben auf seine weingärken/iwieauch David nicht hak thun können/ i.Lbr.r 7.-7.) sondern hatAinpt-lcnthbestelll / die darauff achthalten/ ihm einen jährlichen zins darvon gaben/ vnd für ihr mühe etwas genas darvon hattcn.Lhri-stus aber/der seiner kirche allzeit zu gegen ist,Etr.rs.-2.^pvc.r 1. hütet selber seines Weinberges/vnd dahcro gebühren ihm allein alle früchtc vnd einkommen desselben. S. von den Weinbergen Sa-loinons/Lcci-r.g. r ff Und. an einem fruchtbaren ork. Hebt. kincNi Herren der menge:b.i.aneinemort/derviclfrüchtctragt. Vcrst. die weit/ in welcher cincgrosse menge völekerstch be-findet/ rndecdencnauchThnstusdiesüinigcnhat/I'si^.g. Od.vcrst. hier die kirche/ in ansehender meng« der gläubigen/ die in difen Weinberg gcpflanm sind: Bnd der mannigfaltigen fruchte/die sie Gott geben od. geben sollen/als weichet llean einen fruchtbaren ort gepflantzet/ vdcr den errelchlichseincnsegcnaussgegoffen. S.Ll.z.i.Lcc. n ch D-i- Er übergab/ verlchnkc disenWeinberg den bestckndcrcn od. hütcrn/daß fle denbawcn sotten/ damit er vielfrüchtc brächte.

x ch Merekc die grosse fruchtbarkeit dises Weinbergs / der so vil früchtc dem Tigenthumbs«Herren einträgt/ vber den gewinn so der Lehen-mann od. besiändcr darvon halte. S. auch Lia. 7.25.x h Od- silberne (scckcl.) S-von dem wert diser silbernen münffen, Leu. ro.i«. vnd rz. 15.

ir

Mein Weinberg ist für mir. ' DirSalomo gebüren tausenr: Abcr den hülern ^zweyhlindert/ ^famtftinen frücbtcn.

i;

mich deine ° stimme hören/ Die ^gejelfchajsi ^ daß'»ten«mercken drauff.

lagen: der welrl,.,,,den mir mein Nr»,,,tigamvulrmrtt,,,-»nnbefchlenhat,,,-,/^

Die du wohnest in den gärten/' laß Jch 7 >b"L,^

" darauff/d-,p

g-bawel werbe / vr,tzMel früch»

14 ^ Fleuch mein fretUtd / vnd sey gleicheinem ' rche oder jungen Hirschen auff den

^ ^ sie ihrer clg.yey be-

wurtzveraen. «"».nup

^ ^ wiMbe,gn>ch,P^,.

sam in obachk genommen/ L-nr.r.-. Od. w mn es wort deß Bräntlgams sind/so ist das dlc mcMM.,Me-n wcinbcrg/(d.i. mein Gemeinde/wie .6.Ll2.§.r.) ist für mir/ d.i. Ich selber gebe ach,

tunq darauf/ vnd trag- sora/dak er wol gebawct wcrde:Ich thue nicht wie Salomo,der d.schrg^,bütcrn vberlicssc, Ich ncmme mich filbtr meiner weinbergr vnd meiner schufen an. ,,

iv,Sec4ob.i°.i4./dxoc.v.r. Die Vrant will sagen: dir Saionio, d.i. meinem Bräulig.im

' ülli

gebühret die meiste ehr/ dieweil du der Herr deß Weinbergs bist, aber den bütern/ die sich habm bnchen lassen/ zum baw deines Weinbergs , der lobn/den du aller, irewe» dienern vcrbelffm hasi. »wann» wort desi Bräutigams sind- so ist das diemeinung: Du Salomo wirst dem volles NnioWwen haben/ N. tausend siiberüngl.n. Aber die arbeitet vnd Hüter werden auch das ihre haben,icdcr,nachdem erarbeitet. S.dkarih.ro.i>r>Sec.i.Cor.;.8. Derst.hicrbey/alswan» du Brä«.tigam weiter« sagte: Aber mir kommen die fruchte ineincs Weinbergs gän,stich vnd überall zn: Girewe kirchen-diencr gebendem Herrn Thristo gern bis« ehr: wir können pflanzen vnd wässere«,abcr Gott allein gibt das gedei/en, i.Lor.z.s,7. vnd >5.,°. b> Od.dcn hütercn seincrfrü^ten. c Öd.ädicdu-c.LhristnsrrdekhicrscincBraut an, die in den gäreen wchnttsta

an denen orten sich aufhaltet, da kttchen gcpflanl'ek sind, in vnderschicdilchcn landschafflry> nd Mten, die er crwchlel bat/ ihm eine gein-md daselbst zu versinnlen. ä f Od. die Gesellen «ne-cken auff deine stimm: laß mich (sie: N. deine stimm) hören: e Durch welche du mich amf.

fest,meinen2Lamm«nbekennestvndlobcst. ß DikEngrlvndallchclllgcimhimmcl. s Ld,man kan durch die Gesellen verstehen andere gläubige Christen, d:e eben denselben thcwrm glM«!vberkommenbabcn/ r.kck.i.r. die lehre der kirche» anhören vnd deren folgen. x Da-l!/haben «in sonderlich verlangen / daß Gott von seiner zanken tirchcn geehret vnd gepriesen »Mb f So viel hcißl das Hcbr. Wort, so hier gebraucht wird. Scheint aber-nichl, käsest»diserbcdcutung hier genommen werde Dann diekirche begehrt nick«, baß Christus von jhr sichod. welche: die Kadarener begehren solchcs/b1-rr.s.Z4. Sondernfilchcn ,st hier so vil /alseile»kommen / wie einer, der geiagi wirb/ vnd fleucht. Der Braut bitt vnd begehren ist, dgß sie MGsieben das end deß Reichs Christi in diser welk, (da er in seinen glidern verfolgt»»!, angefochten«)vnd zugleich ihre ausncmmung in den hohen Himmcl-Nun regieret Christus mitten vnder s»«feinden, ksino.r. vnd das wird währen, bip dass cr alleseinc fcind wird zu seinen küssen gelegt, Mda-reich seinen:Valtcrvbcrgcbcnhaben, i.Lor.i;.14,.-5- DieBrautvcrlangknachdjsemtag«»«wünscht, daß er bald komme, vnd jhro in dessen bcystehc, allweil sie hier in dem streik ist l vnddisnbald seine leiste zukunfft wolle anbrechen lassen zu ihrer crlösung- Dergl. drob.r.17. Tonmcklje das woriSnineb in seiner eigenliechrn bedeukung will behattcn, Ncml.fmfiiehm/so müftetlsder verstand seyn: Fiench mein sircünd rc. nach den würtzbcrgco: D. i nach den himmlm / Sie Gwürlcherge genennt werden, wegen dcrhbhe, freüre vnd wonnc / die zur rechten Gottes sepMewiglich. Csnr.4. s. wirdder himmei gcncnnk, «in Myrrhenbcrg vnd ein «eyrauch-hügel: mllels»die Braut sage» ; wicwol es mir sehr lieb wäre / daß du leiblich bey mir wärest und st-:.- l«,best / jedoch so erkenne ich / Laß es mir besser sey / daß du in dem Himmel seyest, mir von d»ncn den Tröster/den Heiligen Geist, zu senden / vnd mir in deines Dalkers Hause dieTlälllzu bereiten / auf daß du mich endlich zudir nemmest in die ewige fremd vnd seligkeir,

14.r. vnd is.-r. i f Das eilends dahin ianffl. Dasist, Lile/iu»nßj>ireiil«,

Sitze/ <-ara,e.i,v,>7. Gleich wie dieses Hohe lied angefangen hat mik dem verlilygm i«Braut nach dem Bräutigam, dass er sie küssen «olle mik dem kuß seines mmides: also -ick»-auch mit verlangm / nach der andern zukunfft Christi, da «r seine kirche in die ewige stockwird aufnemmen. Der Geist vnd die Brau« sprechen : komm. DnL «er es birst, dirspreche: komm. Christus selber sagt: Ja/ich komme bald/Amen. Ja komm!

Herr Jesu. Die gnade vnscrs HermJesu Christ, sey mit euchasten, Amen. ^xoc. rr. 17,10,«.

Ende deß hohen Lieds Salomo.