Buch 
Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
Entstehung
JPEG-Download
 

4-62

Der Prophet Maleachi.

e^Aw^-cnsic zu mir (^)/ so wil ich nnch zu euch auch kehren/spricht der HErr Zebaoth. So sprecht jhr:

- Worinn sollen wir vns bekehren?

E b-fihr-stWider-u 8 Ists recht / daß ein mensch Gott leu-

.-l->AL 7 "L schet/wiejhrmichteuschet? So sprecht jhr:lmnK-/b.M-..-nauch Womit teuschen wir dich? Am gehenden

wolgarnichts/vndden ^ "

TiE-cnGo«cs/dm

6MM 9 Darumb styt jhr auch verflucht/ 'daßekmal-RZ»Lm euch alles vnder den Händen zerrinnet: ^ DenKL'Lmmcnsch chrteuschetmich'allesamt. .

^L 7 -'Ls w,- l o Bringet aber die zehendcn gantz inr-r al--v-umnffr/daß I^einkornhaus/auff daß in meinem Hauseb-mM'!Nocl'chkken speise sey/Vnd "prüfet mich hierinn/spricht-o v.a^ndcrdmI>^ bebaoth / obicheuchnichtdeshim-

Utels o fettster "auffthun werde / vnd 1 fegen' herabschütten ''die fülle.

' Vnd ich wil - für euch den " fresser»ndchär-d-mGo«--- ^ schelten/ daß er euch die frucht aujfdcmftides-cnstabbrnchE.^. ^(h^erderben sol/vndderweinstock im acker

euch nicht ^ vnfruchtbar sey/spricht derHErr

flucht/ d.i. so sehrver-

flucht/ dass euch alles AvvVtvrt/.

ir Daß euch alle Heyden sollen selig vrei-sen/Denn jhr sollet eilt -wahrtes land seyn/sprichtderHErr Zebaoth.

i; " Ihr redet hart wider mich/spricht derHErr.

14 So sprecht jhr: Was reden wir widerfl^eydm/LaL dich?Damit/ dqßchrsagt: EsiftÄmbsoch/

Cap. l V.

vnder den Handen zer-rißt vnd nichts wol ge-rathen ob. Acdeyenwü.

K st -Öd. darumb/daß jhr mich beraubet.

I st -Od. auch dasgangr volck/ Vcrst.be-raubt mich. -Od.anchist das gange volcktverflucht) darumb/daß es mich a»ch bc-

Heyd-nwären für dem HErren Zebaoth führen

w 7 ?d 7 ?nLmp 7 / l 5 ^ Darumb ' preisen wir die *veräch-and7reM!ed7m ter: Den die k gottlosen''nemen zu/sie werswLZtnSm cherr Gott/vnd 'gehet jhnenalleswol hinauß.

»nd beulten gebürken/ l 6 l Ader die gottsförchtigen trösten

Ed-7 T sich ynder einander also: Der HErr " mercktsr.ckr...°. ch diel,. hörets/vnd ist ° für jhnt ein k'denckzedel

geschrieben für die/ so den HErren fürchten/vnd ^ an seinen namen gedenckcn.

Sie sollen (spricht der HErr Zebaoth)

io.;8,

n Lb ich euch nichtwerde segnen / wennjhr die zchenden vndanders / so zu meinemGottesdienst gehört/recht lifert.

, fruchtbare

o D,

regen reichlich geben/S.6cn.7.il. -,.u.og.7.i-ly.vberflussige regen. i st

deß tages/den ich 'machen wir/mein Zeigen-

p st Zu bequemer zeit. g st Heiße hier st viel/als fruchtbare vnd

Hcbr. außiären/lär machen. Derverstandist: In solchem vborfluß/ daß es

scheinen wird/ais ob ich alle meine sthaistamnicren außgelerck hafte. s Öd. das 'brs nitwcrdct crka-gen köncn/od.daß nit schereren genug seyn werden. D.i. Ich wil euch einest groß« menge gebe» von aller-ley ftüchtcn,'das siw sie nicht alle werdet eimsamlcn oder verbrauchen können. i st -Ld.vmbcwcrt-

willen/euch zum besten. u Hierdurch verstehcl crdiekcfer vnd allcrleyfchädlichethlcr/wclchcdieflüchte auf dcni feidverderbctcn/ S.stocl.1.4. x st D.i. »rrtre-ben od. abwenden od. abhalten.

^ st Dd.keinenmißwachshabe/Vergl.chev..i<nr>eut.ii.i4,i;.Xilios.^,7.bIsg.!.io.r st Hcbr.landdcfitusto/d.i.Iustig.Vergl.I1i>n.li.i«.2i>c!i.7.i4. » -Od. cwerc Workhaben vbcrband genommen wider mich/od. sind wider mich zu starck (d.i. zu scharst/ frevel/) worden. Alswolle er stacn: Ihr habt auch in dem gesnndigck/dass jhr vnbesomicnc vnd gottslästcttichc Wort w idermich habt fahre» lasten. (s) sok.n. ,s. b> st Hebr. daß wir seine wacht wahrncmen/d.i.daswir balten/was er vns zu halten befohlen. c Hcbr.schwarh gekleidet cinhcrgehen/d.i. tranken vndleid tragen/wegen vnserersünden/S sub.zo.rL. st ks;8.7.vnd4r.>o.v»d4;.i. <1 st Stndwork

der gottlosen, e st Dd. achten glückselig. 5 Öd.stoll-en/hochmüt-gcii/trotz-gei,. x st -Od.die aottloügkeit thun. k Hcbr. werden gebawct/ b.iiwcrdcn gesegnet vnd vermehret an gütercn/kin«deren vnd allerley wolfart. st Alsowirdaiichdas wort/Bawen/genommcn/l'rov.ri st S.riiil.h5.-i. le st Dd. vndcntgcben/ N.allcr gefahr/cllcnd vnd bcschwerdcn. -Od. sie entrmncn/d.i.werden nicht gestrafft. I st -Od. Alsdann trösten-c. wann sie solche Wort der gottlosen hören.

m st Od.Sprcchcn/N. die nachfolgende wort/zu ihrem tröst. n -Od. Mcrckt darauf:

Ist. auf die reden der gottslästcrer/wclchrer nicht wirb »»gestrafft lassen,'coseye gleich hier in biscr od. NachLijer zeit: Darumb müssen wir ihren- bösen excmpel nicht nachfolgen. » st Hcbr. für seinem'angesicht: Ist menschlicher weist von Gott gcredk. x -Od, Dcnekbuch/d.i.der HEri vergisst der

jeniqen Nicht/diechnförchtM. S.r»em.zi.;4.rsal.i;o.i6. ^poc.eo.ir. q st D.i.dicden

L->Er:cn stets für äugen haben / ekren vnd förchtc». r Wcnnich-icgoftloscstraffcn/vndmcm

voiek eri-ften werde. s Äsem eigen erbtheil/mein eigen vnd besonder volck/ das mir sol lieb seyn/wice:niöstlicbcrfck>a6/S.Lx<,p.i.v.5.kis>.i;5.4 l'a.r.,4. st i.ket.r.o. And. Sie werden mein seyndeß taaes/an dem ich ein cigentbumb machen werde. D.i. Wann ich mein volck von den gottlosen welt-tmderen absondern werd«. And- an dem tag/ da ich meine allerwcrtcstc kleinodien absonderen werbe.

u Ld.Dawiiibke.

M sehe»/wag

thumb seyn / Vnd ich wil ihr' schor,eu wie einmann seines sohns schonet/der jhm dienet.

18 " Vnd jhr folt dargegen widerumbsehen / was für ein vnderscheid sey zwischendem gerechten vnd gottlosen / vnd zwischendem/derGott dicnet/vnd dem/der jhin nicht L »aL-mdienet» 7 m

Meinung ist: alsdann werdet jhr ein ander» erftihrcn vnd reden müssen,'als jhr juvcr geMgUMn

Das IV. Kap.

Allhicr beschreibt der Prophet den vndcrschrid/welcher seyn wird zwischenden gottlosen/ dieda werde» durch das Gericht Gottes/ wie stroh/ vcrzebret wer-den,' Vnd den ftommen/wclche er tröstet mit dem Anhang der Sonneder Gerechtigkeit / 4. Darnmb vermahnet er das gange volck / sich zu bckcb-rcn/vnd das g-seg/ das ihnen Gott durlb Moscn gegeben / zu hatten/ 5. Vndweissaget abermal von der sendung IohanniS dcss Täuffers/vnd von der kraffkseiner predig.

a st-Odcr/d«rk,,q.N.dcß -icrichis G^tes: welches entwedervon der eisten oder an-dern zukunfftUmsii,da er am n'mgsirn kagzum gcricht erscheinen

anzündet, / spricht der HErrZebaoth/vnd wird jhnen weder' wurtzel nochzweige lassen,r Euch ai

tet/sol aufgehen die'' sonne der gerechtigkeit/vnd" heil vnder dessrldigen Pügeln/vnd jhrsolt s auß vnd eyn gehen/vnd'' zunemmen wiediernastkäiber.

z Ihr werdet Die gottlosen 'zertretten:Dem, sie sollen" aschen vnder eiverr,' füssenwerden deß tages / den ichmachen wil/spricht der HErr Zebaoth.

4

Enn sihe/es kommet' ein tag/der brennen sol wie ein ofen/

Da werden alle ''Verächtervnd gottlosen strohseyn/vnd der künftigetagwirdsie

stchens «lso/d- dis«tagvvndemerstcaiazan der ciöchelniiaaChristinn fleisch,ist;,seiner crfchcim«, zum

Euch aber/ die jhr meinenamen förch- NstrE

b Äd.SlklM.(1) st ObsöHir.c Da. wird sie gantzvertilgen vnd m,ftoi-tcn/daßsicmminerstl-len wider aufkommenod.hcrfür wachsen.

ä st Also wnd Chri-sti!» Jesus gcnenk,weil er den verchnd,durch sein Won vndGeist crtcuchtet/vndiehcrhen der glänbiqen

" Gedenclet des gesetzes Mose/meinesknechts/das ich jhm befohlen habe auffdem NTv-berge °Horeb an das gantze Israel / samptden gebotten vnd rechten. " he.ULL^

5 Sihe / ich wil euch sendenden Prophetenp Elia/ ehe denn da komme der ^grosse vnd

' fchrecklichetagdesHErrem SLL"

6 Der sol daschertz der vätter'bekehren

zu den kmdern / vnd das Hertz der kmder zu )h- ^

ren vattern / Daß ich nicht komme / vnd das N^Kgnni- erdreich mit dern'bann schlage.

auf daß jhr Gott die-

nct in Heiligkeit vnd gcrechtigkeit/S. so!>.8.;Ü. st r.Lor.r.iy. Od.außgchen/N.aufciNe sittcwerde.

n Änzeitiicher vndewigcr wolfahrk/durch dcnscgcn Gottes. And. gcbcns/sprinqen/buxstn!N. vor frewdc der geistlichen erlösnng durch Christinn/deren er die gläubige in chrcllihcrümvcksicherilldurch den H.Grist. i D.i. vLcrwinden/Ist.in Christo/ cwcrcm Haupt/Lcr diewclkhat vbttMM-

Lcn vnd noch täglich die feinde seiner Kirchen bezwinget vnd vberwindek / biß er sie mdlich alle wirdlegmzum schemel seiner fl'isscn. st S. 1Dor.15.57. i.st»k.s.4. k st D.i. aufs aussersie verachttkvnd Nichts wcrth. Vcrgl.sesSS.14. Oan,ie,r. 1 st Hcbr. ftißsolcn. m S drob rav-

n st Weil die zeit vorhanden war/ da das volck Gottes viel jähr lang ohne Propheten sgnwm-de/d-c ihnen prcdiqcn solrcn//dann Nsaleachi ist der legte vnder den Propheten deß A.TcsiamcntS/) h>ver-mahnet sie der Prophet/ daß sie sich inzwischen flcissig in der ablefimg vnd crforschung deß Gesches/irciche«Gott durch Most» gegeben / vbcn selten/ damit sie wider alle anfechtungcn gcwaffnet ondttidem «hmiglauben gcstärckctwnrdcn. (1) st Oour.s.;. 0 st S.Ocur.4.1;. p Nmi.

Iohanncm/den Täuffcr/dcr da kommen wirdim Geist vnd trafst EliL/wie solches Christus ertlärMm.11.14. vnd I7.li,dkarc.v.n.vnddcr Engcl/l.uc.i,i7. g st An welchem der HEnim

fleisch erscheinen wird. ' r st Welcher schrecklich wir d seyn den gottlosen / dicgottscligcn aber ;abercwung ihrer fünden vnd besscrnng ihres lcbeno bewegen sol. Vergl. focl.r.zi. s Da ßmepredig wirdsolchckrafft haben in den hcrkcn der gläubigen vnd ausscrwchltcn/durch die lvmcknng keßH. Geistes/dasi beydc/vättcr vnd kinder/sich ziim HEncn werden bekchren/viitihme climiüftalichdien«,r st Ld. Wider bringcn/od. wenden. w D.i, die eynwohncr der Erdcii/dicMcnschc».

x D.i. gang vnd gar vertilge/N. wegen ihres vnglaubens vnd der Verachtung Cbrisii/jbr«bakk<näckigkeit/vnd vnbußfertigkcit. (stS- 2sck.14.vb.11. Öcur.i8.is,i6.Löb.;.ri,r?. i.eor.is.rr.) Sebchcr Äkcnschen sind zu allen zelten viel indcr welk gewesen / vnd sind noch/ dass Gottwolvrsach hätte/n-ichseiner gerechtigkeit/die weit aufsschärffste zu straffen: Er verschonet aber noch zur zeit dem mcnsitlist«gcschlccht/ dasi crs nicht gar vertilge / wegen dcsihgusieins der frommen vnd gläubigen die m kuMfind/ st S.6en.>8.r;,i4,8ec.

Ende deß Alten Testaments