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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Cap. VII.

S. Marci.

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( 6) Matth. 15.4.6.

7.2.

( 7) Matt.15.10.* N. von speise

14 Vnd er rieff zu ihm das ganze volck()/ vnd tranc/ wann es

56 Vnd wo er in die märckte/ oder ståtte/ ewer auffäßze()/ die jhr aufgesetzt habt/ vnd 1.Tim.4.3. 2.Tim.3.oder dörffer eyngieng/ da legten sie die fran deßgleichen thut jhr viel.cfen auff den marckt/ vnd baten ihn/ daß sie Die vrsachen nur den saum seines kleides anrühren möchten. Vnd alle die ihn anrühreten/ wurdengesund.

dises anrührens/ S.Matt.c.14.vb.36.

a N.von den argfiftigsten vnd grim-migsten/ welche zu demend von Jerusalem außgesandt waren/ auffeine lehr vnd werckacht zu haben/ die zubeschetten vnd bey demvolck verdächtig zumachen.

0

Das VII. Cap.

1. Da etliche Jünger Chrifti mit vngewäschenen händen effen/ bereden es diePhariseer/ 6. Aber Chriftus beweiset/ daß man Gott vergeblich diene nachmenschenlehre 8. Straffet fie/ daß sie/ wegen ihrer aufsätze/ Gottes gebott/sonderlich das fünfte gebott/ aufheben/ 15. Zeigt dem volck an/ was den men-schen eigentlich verunreinige/ 24. Ein Cananeisch weib bittet ihn für ihreTochter/ welche besessen war/ 29. Er treibt den Zeufel von jhr/ 31. Mas

darüber sehr geprisen.

chet auch einen tauben/ so zugleich wbet reden konte/ gesund. 37. Vnd wirdNo es kamen zu ihm die Pha:

riseer/ vnd etliche von denSchrifftgelehrten/ die avonJerusalem komen waren().z Vnd da sie sahen etlichefeiner Junger mit b gemeinen/ das ist/ mit vngewaschenen hånden dasAlso wird das jenige brot essen/ versprachen sie es.

( 1) Matt.15.1.

b Dd. vnreinen:

genent/ welches vnhei

lig vnd vnrein ist. S.

Phariseer vermeinten/

nes angerühret/ obwol

es in dem gesatz nicht

für war/

durch vnrein vnd vn-

3 Denn die Phariseer vnd alle Juden esAct.10.14. Dann die sen nicht/ sie wäschen denn die hände manchwann fie etwas gemeis mal/ Halten also die aufsätze der eltesten.g4 Und wenn sie s vom marcft fommen/Daß fie gleichwol dar- effen sie nicht/ sie" wäschen sich denn. Vnd deßheilig wären/ so lang dings ist viel/ das sie zu halten haben ange-fie fich nicht wider genommen/ von trincfgefessen vnd frigen/ vndches Chriftus alhier ehernen gefessen/ vnd* tisch zu waschen.s Da fragten ihn nun die Phariseer vnddem effen nicht auf Schrifftgelehrten: Warumb' wandeln dei-fein jihren aberglaus ne Jinger nicht nach den auffäßen der el

wäschen hätten/ wel=

tablet: Hebt aber diepolitische ehrbarkeit

des handwäschens vor

sondern widerlegt

ben vnd heuchelen.

D.i. die ſpeiſe.

ות

mäſſigttchdancksagug gebrauchtwird/ 1.Tim.4.4.

vnd sprach zu ihnen: Höret mir alle zu/ vnd maffiatich vnd mitvernemets.

15 Es ist nichts* ausser dem menschen/das ihn fonte gemein( 8) machen/ so es in ihngehet/ sondern das von ihm außgehet/ dasists/ das den menschen gemein machet.

y Dai. vnrein.

( 8) Actor.10..is.

Rom.14.17,20. Tit.I,

s

( 9) Matt.11.15.

z Gr. Parabole:welches worwort nicht alslein eine gleichnus besne sonderbare tehr oderspruch. D

16 Hat jemand bhren zu hören/ der deutect/ sondern auch etehore).

17 Vnd da er von dem volck ins hauskam/ fragten ihn seine Jünger vmb diesegleichnis ue),

2

a

18 Und er sprach zu ihnen: Seyt ihrdenn auch so vnverständig? Vernemet jhrnoch nicht/ daß alles was aufsen ist/ vndden menschen gehet/ das kan jhn nicht gemeinmachen?

in

( 10) Matt.15.7.15.a Als speis vndtrance.

" b In dem das jes

nige/ so vberflüssig/ onsauber vnd zur nal

tüchtig ist/ durch den

rung des menschen vnsselben aufgeworffenbicibende nahrung ges( 1) Gen.6.5. vnd

ond hierdurch die vers

reiniget wird.

8.21. Jer.17.9. Prov.6.14.

Od.berathschlas

d Oder/ begierd

19 Denn es gehet nicht in sein herz/ songungen/ b.dencken.dern in den bauch/ vnd gehet auß durch den allezeit ein mehrers zunatürlichen gang/ der alle speise baußfeget.

haben.

et 26. mutwill/

schen gehet/ das macht den menschen gemein. gen. neçð. mife20 Vnd er sprach: Was auß dem men geiheit.ftder/ bose aus21 Denn von innen auß dem herzen( 1) gonft. S. Matt.20.15-der menschen gehen herauß böse gedancken/ haben ibehebruch/ hureren/ mord/

8td.onverstand

ren vrsprung in demherten/ vnd werden

22 Dieberey/ geiß/ schalckheit/ list/ vn- darnach eusserlich vollezucht/ fschalcksauge/ gottslästerung/ hoffart/ D.i.inderfelbte

synvernunft.

23 Alle dise böse stick gehen von innenherauß/ vnd machen den menschen gemein.testen/ sondern essen das brot mit vngewaschenen in die grenze Tyri vnd Sidon( 12)/ vnd24 Vnd er stund auff vnd gieng von dan

d Beredeten oder nen hånden?

tadelten fie es. Do.tlagten darüber.

e Oder/ mit der

ihre hande sauber was

n

6 Er aber antwortet vnd sprach zu jhnen:fauft: wie die jenige, Wol fein hat von euch heuchlern Jesaias gefchen wollen/ mit der weissaget/ wie geschrieben stehet(): Diß volckraben pflegen. Oder ehret mich mit den lippen/ Aber ihr herz istfleiffig. Ob. biß an den ferne von mir.

ellenbogen/ wie dann

daß der Juden ge

°

die

etliche darfür halten/ 7 P Vergeblich aber ists/ daß sie mirbrauch gewefen feye. nen( 9)/ dieweil sie lehren solche lehre/ die nichts

f Dd. halten also

vest die vbergebung ist denn menschen gebott.

der Alten.

felbft mit allerlen men

g Weil sie das 8 Jhr verlasset Gottes gebott/ vnd haltetshen/ als Heyden vnd der menschen auffäße/ von krigen vnd trinckanderen vmbgiengen gefeſſen zu wäschen/ Vnd deßgleichen thutrühreten/ wardurch fie jhr viel.

an

vermeinten vnrein zu

feyn.

Gr.Es

9 Und er sprach zu jhnen: Wol fein habtſere dann/ daß fie( su- jhr Gottes gebott auffgehaben/ auff daß ihrwelches so wol das eyn- ever aufsätze haltet.

vor) getaufft seyen:

als das abwaschen bec

tauchen in das waffer/ 10 Denn Moses hat gesagt: Du solt dei-alet/ arvon der H. nen vatter vnd deine mutter ehren( 4)/ 2ndwer vatter oder mutter fluchet)/ der sol des

Zauff seinen Namen

hat.

it Ober/ Ranten :

das Griechische wort todes sterben:

Xeftes bedeutet den

fechften theit von einem Congio.

I

11 Ihr aber lehret/ wenn einer spricht zumk Db. Bethtas vatter oder mutter/ Corban/( das ist/ vennder/ auf welchen fie ichs opfere/ soists dir viel mizer) der thut wol.1. Vnd so laßt ihr hinfort ihn nichts

ten an der tafel lagen

od. fich anlehneten/ an

figen.

bracht. S. Jac.1.1S.

gen gegne. Dann esscheint/ daß Chriftusnicht selbst in den ſitär-

ten

der Heyden gepres

diget habe. S..27.ond 31. Matt.15.24.( 12) Matt.15.21.k Dieweil die volHeys

der an dem ort Hopeseit noch nicht vors

den waren war

die

handen/ daß man ihsnen das Evangelium

1 D.i. Heydnisch.

ment die Heyden pfice

gieng in ein haus/ vnd wolt es niemand wisfen lassen/ vnd font doch nicht verborgen seyn.25 Denn ein weib hatte von ihm gehört/ offentlich predige solte.welcher töchterlein einen vnsaubern geist hat: Denn im N. Leftiste/ vnd sie kam/ vnd fiel nider zu seinen gen Griechen genent26( Und es war ein Griechisch weib auß die Griechische sprach" Syrophenice) Und sie bat jhn/ daß er denTeuffel von ihrer tochter außtriebe.

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füssen.

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27 Jesus aber sprach zu ihr: Laß zuvordie finder satt werden. Es ist nicht fein/daß man der finder brot nemme/ vnd werf esfür die hunde.

zu werden: Dieweil

damals under

sehr gemein war. Eihe

Rom.1.14,16,& c.mDder/ vongesburt auf: d.i. von ges

schlecht vnd herkommen.

n Denn Zyrusvnd Sidon waren in

Phenicien gelegent

welches ein theil vonSyrien war/ an temMittelländische Mer

28 Sie antwortet aber/ vnd sprach zu gelegen.

o Neml. die kinder

desGnadenbunds/ den

ihm: Ja HEr/ aber doch effen die hundlein Goves: So nennet ervnder demtisch von den brosamen der finder. de Juben/ vnn29 Vnder sprach zu jhr: Bmb des' worts Gott mit Abrahamwillen so gehe hin/ der Teuffel ist von deinertochter außgefahren.

t

30 Und sie gieng hin in ihr haus/ vnd fanddaß der Teuffel war außgefahren/ vnd dietochter auff dem bethe" ligend.

vnd seinen nachfome

menen gemacht hatte.

P D.i. meiner gutethaten geniessen.q td. anständig

Gr. chrlich oder gut.Sonnet er die

r

Heyden: wie beyneMatthæo Cap. 15.266erkläret worden.f Durch waches disdeinen glauben haft zut Gr.außgegange

Gazetennen gegeben.

31 Vnd da er wider außgieng von dengrenzen Tyri vnd Sidon/ kamer andaslileische meer( 13)/ mitten vnder die grenzen der gen.

statt/ daß wir zu tisch thun seinem vatter oder seiner mutter/13 Vnd" hebt auff Gottes wort durchzehen ſtätte.

1 D.i. leben: ist

eine Hebreische art

zu reden/ wie Pfal.1.1. vnd anderstwo.

( 2) Efa.29.13. Ezech.33.31.

m Oder/ der Asten. nt Bon diferP D.i. ohne frucht/ weil fotcheredienst dem Herzen nicht

( 3) Matt.15.9. Col.2.18,20. Tit.1.14.

gantzen antwort/ S.die auflegung vber Matt.15.7,& c.o Oder/ Haltet sich ferne.angenehm ist.9. D.i. Ehren.( 4) Exod.20.12. Deut.s.16. Ephef.6.2.oder drohet.( s) Exod.21.17. Lev.20.9. Deut.27.16. Prov.20.20. f D.i. die gabe/ die ich

I D.i. mit bosen worten anfahret/ schittet

jet opfern wil/ fot dir zu nutz fonamen: N. dieweil ich dieselbe für dich vnd in deinem Namen opfern wil. Od. das jenige feye Corban, das dir von mir möchte zu nutz kommen. S.Matt.15.vb.5. t D.i.jhr vberudet jhn/ wann er eine gabe für seine Elteren vnd in ihrem Nammen geopferet habe/ so habe erdem Gesatz genug gethan vnd seye seinen Elteren nichts weiters schuldig.( also) Gottes Wort kraffttos. Gr. Benemt ihm sein ansehen vnd trafft.

n Oder/ machet

u Gr.geworffen.( 13) Matt.15.29.

× S.hiervon Matt.4.25.

32 Vnd sie brachten zu ihm einen tau-ben( 14)/ der' stumm war/ vnd sie baten shn/( 14) Matt.9..32.daß er die hand auff ihn= legte.

Z

Luc.11.14.y Gr. der vbel resden kont.z N.jhne zu henslen: wie er gewohnt

33 Vnd er nam ihn von dem volck a besonders/ vnd bleget ihm die finger in die war mit auflegen der

vnd andern dergleichen Ceremonien zu thun.

a Oder/ Allein.

hånden/ mit anrührenb Dder/ Steckes

te: Diser ze hen hat sich Christus gebraucht/ weil zwischen denselben vnd der krafft Gottes/ im durchbohren ter ohren vnd lösung der zungen etwas vergleichung.Gij

ohrer!