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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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z Welche Samariter sonst von den

halten werden/ Joh.4.

9. die vrsach/ S.Luc9.53.

82

Evangelium

Cap.XI.

priester dieselbige straffe hinab zog/ vnd daer| sind. Vnd führe vns nicht in versuchung/.bösen: Wieihn fahe/ gieng er füriber.Sondern erlöse vns von dem svbel.

32 Desselbigen gleichen auch ein Levit/ daer kam bey die stette/ vnd sahe jhn/ gieng erfürüber.

33 2 Ein Samariter aber reiset/ vnd kamJuden für feinde ge- dahin/ vnd da er ihn fahe/ jammert ihn sein/34 Gieng zu ihm/ verband jhm seine wunden/ vnd goß dreynol vnd wein/ vnd hub ihnauf sein thier/ vnd führet ihn in die herberge/vnd pfleget sein.

at Gr.Denarien

Matt.18.29.

a

35 Deß andern tages reiset er/ vnd zogwder Pfenning/ Sie herauß zwveen groschen vnd gab sie demwirth/ vnd sprach zu ihm: Pflege sein/ vndso du etwas mehr wirst darthun/ wil ich dirsbezahlen/ wenn ich widerkomme.

pflicht eines nächstenerwiesen hat.

c Christus vnd fei-

ne Jünger nach Jearusalem reiseten.

36 Welcher diincket dich/ der vnder diesendreyen der nehefte sey gewesen/ dem/ der vnder die morder gefallen war?

37 Er sprach: Der die barmherzigkeitan ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: Sogehe hin/ vnd thue deßgleichen.

38 Es begab sich aber/ da sie wandelten/decemt. gieng er in einen' marckt/ da war ein weib/Bethanien: Welcher mit namen Martha/ die nam ihn auf in ihrlag. S. Joh.12.1. hauß.

nahe bey Jerusalem

e Bon disem weib

vnd ihrer schwester 39 Vnd sie hatte eine schwester die hießMaria. S. Joh.11.1. Maria/ die fatte( 24) sich zu Jesus füffen/ vnd( 24) Act. 22.3. höret seiner rede zu.

f R. vnder ans

deren zuhöreren.

g N. in zuberei

fung der malzeit/ wieMatt.8.15.

40 Martha aber machet ihr vil zu schaffen/ ihm zu dienen. Vnd sie trathinzu/ vndh Ob. daß sie sprach: HEr/ fragestu nicht darnach/ daßfie es mit vnd neben mich meine schwester leßt allein dienen? SageN. wie du mich ihr doch/ daß sie es auch angreiffe.

mir helffe. Gr. daß

mir annemme.

wol mögest tractiren.

k Wie man moge

41 Jesus aber antwortet vnd sprach zuFettg werden/ vnd ins jhr: Martha/ Martha/ du hast vil isorge( 25) Pf.17.4.Matt. vnd mihe.

Himmelreich kommen.

6.33. Phil.3.14.

k

1 Wie sie mich/* Eines aber ist noth( s)/ Maria hat

durch waren glauben/

42

empfangen und meine das' gute theil erwehlet/ das sol nicht von ihrgenommen werden.

tehr in ihr hertz faffenmöchte.

a Schreibe vns fürein gewisse forth zu befen: Wie auch Johañes seinen Jüngerngethan hatte Nach

welcher wir auch vnfer gebett richtengen.

b S.Mat.6.9,& c.

die erklärung dises ges

betts.

Das XI. Cap.

Chriftus tehret seine Jünger betten/ s. Verheisset/ durch gleichnus/ voneinem freund vnd Batter/ erhörung denen/ so recht betten/ vnd mit dem gebett

anhatten/ 14. Treibet einen Leuffel auf der flum war/ 17. Berantwore

tet solch wunderwerck/ wider die låsterung der Juden/ 24. Erzehlet deßjenisgen Menschen ellenden zustand zu welchem der vnreine Geist widerkehret/

27. Schret/ worinn die wahre feligkeit beſtehe/ 29. Straffet die/ so ein zeichenvon Mittag vnd der Niniviten/ 33. Vnd die/ ſo das liecht/ welches der

begereten/ 31. Sezzet ihrer hartnäckigkeit entgegen das exempel der tonigin

H. Geist in ihren hertzen angezündet hatte/ muthwilliger weise verbergenvndverdunckien/ 37. Wird von einem Phariseer zu gaft geladen/ da er anlafbekomt/ der Phariseern gleißneren/ ehrgeitz vnd Gottlosigkeit zu straffen.

Ndes

es begab sich/ daß er waran einem ort/ vnd betet/ vndda er aufgehöret hatte/ sprachfeiner Junger einer zu ihm:HERR/ lehre vns beten/wie auch Johannes seine2 Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr be:

06. genug Junger lehrete.

Marth.6.13.

h Die Sum vndmeinung dieser gleichs

freund den andern/

s Vnd er sprach zu ihnen: Welcher iſt mus iſt deſe: Weil anonder ench/ der einen freund hat/ vnd gieng auch gar zuzu ihm zu mitternacht/ vnd spreche zu ihm: der nacht/ end etwasLieber freund/ leihe mir drey brot:

6 Denn es ist mein freund zu mir fom-men von der straffen/ vnd ich habe nicht dasich ihm fürlege.

ner zeit/ als mitten in

anspricht vnd cinstandig darumb anhaltet/

dieweit er deffen nothehrlichen vnd billichen

wendig bedarffin einer

fach/ als damit er mogegasifren seyn/ vnd cisnem freund/ der vberjhm kommen/ etwas

derselbe freund bereden

7 Und er drinnen würde antworten/ vnd feid unversehens jusprechen/ mache mir keine vnruhe/ die thuir fürtegen: so wird sichist schon zugeschloffen/ vnd meine kindlin find and benbey mir in der kammer/ ich fan nicht aufstehen/ vnd dir geben.

8 Ich sage euch/' vnd ob er nicht aufftehet/ vnd gibt jhm/ darumb/ daß er sein freundist/ so wird er doch vmb seines vnverschämten geilens willen aufstehen/ vnd ihm geben* wie vil er bedarff.

n

9 Und ich sage euch auch: Bittet/ so wirdeuch gegeben: Suchet/ so werdet ihr fin-den: Klopffet an/ so wird euch aufgethan.

10 Denn wer da bittet der nimt: Vndwer da suchet/ der findet: Vnd wer da anflopffet: dem wird aufgethan.

II Wo bittet vnder euch ein sohn den vat:ter vmbs brot/ der ihm einen stein darfür biete( 2)? Und so er vmb einen fisch bittet/ derIhm eine schlange für den fisch biete?

12 Oder so er vmb ein en bittet/ der ihmein scorpion dafür biete?

13 So denn jhr/ die ihr arg seyt/ könnetetern findern gute gaaben geben/ vil mehrwird der vatter& im himmel a den heiligenGeist geben denen/ die jhn bitten.

14 Und er treib einen Teuffel auß/ der* war stum/ vnd es geschah/ da der Teufelaußfuhr/ da redet der stumme. Vnd dasvolck verwunderte sich.

vnd ihm gebe/ was c

begert: Bit mehr weirdGott/ der nicht alleinvnser freund/ sondern

auch vnser hinauschermenschen an gutthäsvns erhören in neethen/ wany, wir das

Batter ist/ vnd die

tigkeit weit vbertrifft/

jenige von ihm bitten/was billich vnd seinemH. Willen gemäß ist

und im gebet anhaltendnachts: Den er alle-

es seye deß tags oder

zeit bereit ist uns zu erhören.

i D. i. vber feld ed.im fürüberreifen.k Od. zu bette.1 Hier ist ein vndersscheid/ zwischen Gokvid den menschen.

aufzustehen: vnd was

er

Denn Gott nit bedarfvns gibt das gibt erauch

che wir ihm dars

vns gern vñwilliglich

umb bitten. El.65.24.m D.i.beschwer

lichen vnd vnseitigen

anhaltens willen/ welsches bisweilen bey denMenschen vnanges

nehm ist aber nicht beyThess. 17.( 1) Matth.7.7.n

Gott . Luc.18.7.1, 1.

n N.Brot.

21. 22. Marc.11..24.Joh.14.7.13.vad 15.7.

und

16.24. Jac.1.5,6.

I.Job.3.22. f.I.

o Verst. wenn arecht bittet vnd im ge

anhelt. S.Jac.4.

be

Jo

2.1

M

2.

கு

ben

Ma

bett

dar

3. vnd die gl.Matth.7.vb.8.

foc

fter

(

Wel

( 2) Matt.7.9. Od.himlischer.

15 Etliche aber vnder ihnen sprachen/ ertreibet die Teufel auß durch Beelzebub/ den Gr.der aus dem himobersten der Teuffel(+).

heili

met lift.9 Durch dengen Geist verstehet er

alle gaben/ dievnsbiledieweil der H. Get

sam vnd nötig find:

der fürnemsten vnd

16 Die andern aber versuchten ihn/ vndbegehrten ein zeichen von ihm vom himmel( s),17 Er aber vernam" shre gedancken/ vnd nothwendigsten gabensprach zu ihnen: Ein jeglich reich/ so es mitihm selbst vneins wird/ das wird wüste( 6)/vnd ein haus fellet* vber das ander.

squallallerlands-

alle

tig

lige

het

dem

1101

Sam

ren gaben.Hatte den befeffenen ftum vnd blind gemacht.

vn

wer

12.22.

18 Ist denn der Satanas auch mit ihm( 3) Matt.9.32.selbst vneins/ wie wil sein reich bestehen/ dieweil ihr sagt/ Jch treibe die Teuffel auß durchBeelzebub?

on

Ch

den

( 4) Mat.9.14.

Sonft Beelzebub S. darvon Mat.10.25.

wid

lebe

find

fied

fond

12.24. Marc.3.22,

betrach

* Gr. suchten.PHỐI 6, I.tungen.Marc.3.24.

19 So aber ich die teufel durch Beelzebub( 5) Matt 12.3.außtreibe/ durch wen treiben sie ewvere kinder+ 20. berangsauß? Darumb werden sie ewere richter seyn.( Mattia, Ja20 So ich aber durch Gottes finger dieTeufel außtreibe/ so bkomt je das reich Got- berichtlie Nicht daß vnsere tet/ so sprechet: Vnser Batter im himmel/ tes zu euch( 7).vergebung cine vrsach Dein Name werde geheiliget. Dein reich

fam/ S.Matt.6.11.

d Gr. von tag zutag. 2.alle tage.

feye/ daß Gott vns ver

gibet: Sondern/ die-

Weil Chriftus vns auf komme. Dein wille geschehe auf erden wiegnaden verheißt/ Gott im himmel.

werde vns auch vnsere

sünden vergeben/ wan

wir vnserem Nächsten

3 Gib vns vnser täglich brot dim-

vergeben/ Matt. 6.14. merdar.

Bnd eben darmit hat

vns Christus treiben

vnd reitzen wollen/ daß

4 Vnd vergib vns vnser sünde:

C

f

Denn

wir vnserem Nächsten Auch wir vergeben allen die vns schuldig

gern vnd willig vergeben; sonst betten wir wider vns selbst/ vnd tonnen dise wort nicht mit warheit sprechen. D.i.die wider vnß gefündiget vnd vns beleidiget haben.

a

21 Wenn ein starcker gewapneter seinenpallast bewahret/ so bleibet das seine mitfrieden:

x Gr. hauß wi

ist.

y Oder/ ewereSöhne.S.Mat.12.27.

z Dimit ihrem

verurtheiten

thun vnd zeugnus such

a D. i. Ullmachtwie Ex.8.19. Matt.12.28. ftehet: Durch den

22 Wenn aber ein stärckerer vber ihn seift Gottes.fomit( 3)/ vnd vberwindet shn/ so nimt er ihmseinen harnisch/ darauf er sich verließ/ vndtheilet den raub auß.

angefochten.

auf

fen

Diet

fes

net

ond

bofe

das

bet.

f

dich

tet

hn.

Meis

Sie

wufd

b Gr.ift kommen.

dard

( 7) Matt.12.28.

heiti

er hat: Db. alle feineguter.

c tod.( alles) was

7.3.

are

X

d Sicher vnd vn

und g

( 8) Col.2.15. e Matthæus nennet es die gefeß/ d. i. den haußrath.23 Wer

Tit.

( 18