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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Cap. XVI.

S.Lucae.

89

Die schuldnermeines herzen.

Gr. Batos:

von mir: graben mag ich nicht/ so scháme ich| vnd frenet eine andere/ der bricht die ehe()/( 0) Matt. 5. 32.welches ein groffes mich zu betteln.

maß nasser wahren besdeutet/ warvon sihe1.Reg.7.26.

4 Ich weiß wol was ich thum wil/ wenn ich8. 7 Oder/ hand- nun von dem ampt gesetzet werde/ daß sieGr. Coros: mich in ihre häuser nemmen.

schrift.

welches ein grossesmáß trockener wahren

i Deß vngerechten

s Vnd er rief zu sich alle schuldner seinesbedeutet /1.Reg.4.22. heren/ vnd sprach zu dem ersten: Wie vielhaußhatters/ nach dem bist du meinem herzen schuldig? er sprach:Fetbe für lift gebraucht Hundert ftonnen bls.

er erfahren/ was der=

hatte.

k Es wird zwar an

halter ins gemein gestobet/ daß er klug vndfürsichtig gewesen/ vnd

6 Vnd er sprach zu ihm: Nim deinendem vnserechten haus- brief/ setze dich/ vnd schreibe flugs fünfzig.7 Darnach sprach er zu dem andern: Duuf das zukünftige ge- aber/ wie viel bistu schuldig? er sprach: Hun-en auf die weise/ dert malter weizen. Vnd er sprach zu ihm:vnd die ſtat/ feinen ſite Nim deinen brief vnd schreib achßig.

sehen hat: aber daß er

nemlich durch vntrew

hen'rath schaffen wolfen/ war an ihm nichtzu loben.

1 D.i. die gottlosen/

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8 Vnd der her lobete den vngerechtenhaushalter/ daß er fliglich gethan hatte.die difer weit gantz vnd Denn die' kinder dieser welt sindnichts nach Gott vnd denn die" kinder des liechts inm R. in weltlichen schlechte.

gar ergeben find/ vnd

feinem wort fragen.

handien vnd geschäfsten/ so dis zeitliche teben

betreffen: denn in him

tischen vnd geistlichen

fachen/ verhete fich ans

ders/ wie zu sehen/Matt.25.2.

n D.i. die fromenvnd gläubigen/ diedurch den Geist Gottes

P

0

ond19.9. Marc. 10.11.

vnd wer die abgescheidene von dem manne 1.Cor.7.10.freyet/ der bricht auch die ehe.

X

P Etliche meinen/dises fene cine histeri/oder wahrhaftige gee

schicht: andere hattensfür eine gleichnis. Esseyn: daß nemlich das

tan aber wo! brides

eine histori sey/ was die

manns and armen 2ae

19 PEs war aber ein reicher mann/ der* fleidet sich mit' purpur vnd föstlichem' leinwad/ vnd lebet alle tag herlich vnd infreuden.20 Es war aber ein armer/ mit name" La personen des reichenzarus/ der lag für seiner thuir/ voll schweren/ sari/ jhr leben vnd zu21 Vnd begerte sich zu sättigen von denbrosamen/ die von des reichen tische fielen:doch kamen die hunde/ vnd leckten ihm seineschweren.

22 Es begab sich aber/ daß der arme starb/vnd ward" getragen von den Engeln in Abrahams schos: der reiche aber starb auch/vndward' begraben.

a

C

stand allhie auf erden/

vnd ihren abscheid aufaber die beschreibungdes zustands der from

diser welt betrift: mas

men in ienem teben/den schoß Abrahams /die qual des reichenmanns in der fewreflammen/ das tropflein

wasser das er begehreesAbraham antange

vnd sein gesprech mit

daß solches gleichnussweise gesagt werde.

23 Als er nun in der helle vnd in der qual tullianus, verstehenflüger/ war/ hub er feine augen auf/ vnd sahe Abra- durch diſen reichenihrem ge ham von ferne/ vnd Lazarum in seinemschos/

9 Und ich sag euch auch: Machet euchfreunde( 1) mit dem i vngerechten Mammon/ auf daß/ wenn ihr nun darbet/ sieeuch" aufnemmen in die* ewige hitten.

Z

C

10 Wer im geringsten a trew ist/ der istettenhtet vnd widers auch im groffen trew: vñwer im geringstengebohren find/ fichen vnrecht ist/ der ist auch im grossen vnrecht.11 So ihr nun in dem vngerechtenMammon nicht trew fent/ wer wil euch daswarhaftige vertrawen( 2)?

das was himmlisch ist.Joh.12.36. Ephef.5.8.1.Theff.s.5,8. 1.Ioh.1.1,6.

o D.t. wie sie ein

art und weise an fich

haben.

P D.i. machet

Burch ewer guthätiginfonderheit den glau

teit gegen den armen/

bigen/ daß fie vber euchnichts tlagen/ sonderneuch vor Gott segnen

24.13.

II

12 Und so ihr in dem frembden nit trewseyt/ wer wil euch geben das jenige dasewer ist?

( 3)

h

13 Kein hausknecht kan zweyen hertenmögen. Sihe Deuter. dienen/ entweder er wird einen hassen/ vnd( 1) Matth. 6.19. Den andern lieben: oder wird einem anhangen/ vnd den andern verachten. Ihr könnet9 Welcher nicht Gott fampt dem Mammon dienen.14 Das alles höreten die Phariseer auch/

ond 19.21. 1.Tim. 6.

19.

gewonnen wird.

ges

r. S.Matt. 6.24.

durch den tod: d.i.wan

Od. eriget: N. die waren geizig(+)/ vnd spotteten sein.15 Vnd er sprach zu ihnen: Ihr seyts/

ihr sterbet/ vnd all das

gut/ das ihr in difer

west gehabt/ taffen die ihr euch selbst rechtfertiget für den men

muffet.

Die armen de schen/ aber Gott kennetewere herzen: dennen ihr guts gethan was hoch ist vnder den menschen/ das ist einMachen/ daß ihr grewel für Gott(.

habt.

aufgenommen werdet:

in dem sie euch, her gus

thätigkeit und wahren

hr an ihnen geübt/ für

16 Das gesetz vnd die Propheten weissa

Chriftlichen tieb/ die gen bis auf Johannes)/ vnd von der zeit anGott zengnuß geben. Wird das' reich Gottes durchs Evangeliumgeprediget/ vnd jederman dringet mit gewalt

x D.i. in den himmel.y Der verstand ist:-

die tret oder vntrew hineyn( 3).

erzeigt sich so wohl in

die in dem menschenist/ 17 Es ist aber leichter/ daß himmel vndgroffen/ als geringen erden vergehen/ denn daß ein" tittel am gesetzbeficiffiget in geringen a falle).

sachen: denn wer sich

frew zu seyn/ der wird

fich viel mehr befleissi

gen in groffem tretz

Au seyn: wer aber in gec

n

0

18 Wer sich scheidet von seinem weibe/

ringen vntrew ist/ dem ist auch im grossen nicht zu trawen. z N. in denzeitlichen vnd weltlichenquteren/ welche viel geringer find denn die geistliche vnd hinfftische. a Dieselbe wohl anlegt/ zuGottes ehre/ vnd zu übung der liebe gegen dem nechsten. b Geistlichen gaben Gottes/ von welthen 1.Cor.12.8. Gr.vtelen. c Od. wenigsten. dt Weil die reichthumben oftermahlen eintsweder vnrechtmeffiger weise erworben/ oder nicht recht angewendet oder gebraucht werden. And. gebens:e Diein dem falschen oder betrieglichen/ weil es dem warhaften gut entgegen gesetzt wird/. 11.geistliche vnd himlische gaben Gottes/ die das wahre gut deß menschen find/ durch welche er gebefferet vndzur fetigkeit beförderet wird: da bergegen die zeitliche guter niemand beffer machen/ sondern den menschenoft schädlich/ vnd an ihrer seeligkeit hinderlich find: S. drund. c.18. 24.( 2) Matt. 6. 20.f D.i.in den zeitlichen guteren/ die euch nicht gegeben werden/ als solten sie allerdings ewer seyn/vnd ihr ewers gefallens damit schatten vnd walten/ oder derfelben allein geniessen möchtet: sonder daß ihrnur haushalter drüber seyet/ vnd den armen vnd dürftigen darvon mittheiet. g D.i. die innerlichegaben des H. Geistes/ als glaube/ gedult/ hofnung/ vnd dergleichen/ die euch gegeben werden/ auf daß hrdadurch feciig werdet.h D.i. fich an den einen hatten.( 3) Matt.6.24.i S. ein exempel drund. c.18.11,12( s) Pfal.7.10. k Hoffertig/ hochmútig : dasfich wider Gott vnd feine wahrheit erhebet:+ vnd von der weit hoch gehalten wird.( 6) 1.Sam.16.7.1 D.i. die erfüllung dessen/ was das gesetz vnd die Propheten von dem Messia( 8) Matt.11.12. m D.i. das geringste punctfein/ das im gesetz vnd den pro=pheten ist fürgebildet vnd geweifsagt worden n Richt erfüllt werde.( 9) Pfal. 102. 27.

( 7) Matt.11.13.

geweiffagt haben.

EL40.8.vnd 51.6.Matt.5.18.

Es sey denn vmb ehebruch.

( 4) Matt.23.14.

mann/ Herodem.

I S. Am.6.4,& c.f D.i. mit purpuretleideren. S.Matt.27.28. Marc.15.17.t Gr.Byffos: dißwar cine gattung von

sehr feinem tuch/ oder

24 Rief/ vnd sprach: Vatter Abraham/erbarm dich mein/ vnd sende Lazarum/ daßer das eusserste seines fingers ins wasser tauleinwalt/ von welcheursche/ vnd füle meine zunge: Denn ich leide peinin dieser flamme(").

25 Abraham aber sprach: Gedencke sohn/daß du dein guts empfangen haft in deinemleben()/ vnd Lazarus dagegen hat boses empfangen/ nun aber wird er getröstet/ vnd duwirft gepeiniget.

26 Vnd vber das alles, ist zwischen vnsvnd euch eine grosse fluft befestiget/ daß dieda wolten von hinnen hinab fahren zu eüch/fönten nicht/ vnd auch nicht von dannenvns herüber fahren.

zu

27 Daspracher: So bitte ich dich vatter/daß du jhn sendest in meines vatters haus:28 Den ich habe noch fünf briider/ daß erihnen bezeuge/ auf daß sie nicht auch komenan diesen ort der qual.

29 Abraham sprach zu ihm: Sie habenMosen vnd die Propheten( 3)/ laß sie diesel-bigen hören.

Abra

30 Er aber sprach: Nein vatterham/ sondern wenn einer von den todtenihnen gienge/ so würden sie busse thun.

zu

31 Er sprach zu jhmi: Hören sie Mosenvnd die Propheten nicht/ so werden sie auchnicht glauben/ ob jemand von denaufstünde.

Plinius sagt/ daß er

dem gold gleich ge-

schätzt werde. Hift.Nat. lib.19.c.1o. vndwird von der seiden

außtrucklich vnder-fcheiden/ Apoc.18.12.azarus/ ten Christusweckt hat/ Marie

u Diser ist nicht der

von den todten aufers

vnd Marthe bruder:dan derselbe ein reichervnd fürnemmermann

gewesen/ wie abzuneme

men Joh.11.19.

X Od. pfortensoder vorderem thor.y Thaten also densarmen Lazaro mehrguts 7 vnd erzeigtenihm aroffere barmhersBigkeit/ denn der reiche

mann.

z D.i. feine fcoleward aufgenommen indie ewige ruh vnd freus

de in den hämmet/ dar-nece

auferwehlten GOttesverfamtet werdenHebr. 11.16. Es wird

aber des Abrahams dieweit er der fürneme

vor anderen gedacht!

ften einer vnder denPatriarchen/ vnd aller

släubigen vatter ges

toefen/ Rom.4..II.

a Dieweil der teib

Abrahams noch nicht

auferstanden vnd imhimmet ist: so muß dis

ses nicht nach dem

buchstaben/ sondernvon der gemeinschafeder ewigen feeligkeit/ in

todten welcher die gläubige

feet Lazari neben demheiligen PatriarchenAbraham vnd allen

gottseligen/ die auß difer welt gescheiden/ ist auf und angenommen worden/ verstanden werden. S.Matt.8.11. vnd Joh.13.23. b N. mit groffem pracht vnd pomp. Von Lazari begrábnus wird nichtsgemeldet/ sondern anstatt diffen/ alles was ſeiner ſecten widerfahren iſt. c Disewort/ wie auch

höllischen quat/ als auch den vnverändertitchen zustand der ſecten nach diſem leben/ im himmel und in der

hollen.

( 11) Ef.66.24. Marc.9.44.

( 12) Iob.21.13.

ettiche folgende/ müssen nicht eigentlich verstanden werden/ dann weit die seel ein geistliches wesen ist/ hatfie feine augen/ zungen noch finger: fonder gleichnus weise/ hiedurch anzudeuten so wohl die grösse derd Od. abgrund:e D.i.ficd.i. ein weiter vnd tieffer vnderscheid/ welcher durch Gottes willen vnd macht befestiget ist.mit ernst zur bus vermahne/ vnd ihnen fürhatte/ was für schwere straf die vnbusfertigen in der hölle mussfen aufstehen. f D.i. die schriften Mosis vnd der Propheten/ die ihnen täglich geprediget vnderkläret werden.( 13) E1.8.20. vnd 34.16. Ioh.5.39. Act.17.11. g D.i. gehorsamefeyn.Wie dann auch die Juden nicht geglaubt haben/ obwohlder andere Lazarus von dentodten ist auferweckt worden. And. sich nichttassen vberreden.

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Das XVII. Cap.

1. Christus warnet für ergernuß/ 3. Lehret daß man seinem bruder so oftvergeben müsse/ als er rewe bezeuget/ s. Die Jünger bitten vmb vermehrungdeß glaubens/ er beschreibt die kraft desselben/ 7. Erkläret durch die gleichnußeines knechts der vom acker heimtompt/ daß man für Gott nichts verdiene/ sondern allein thue das man schuldig/ 11. Er reiniget zehen außfätzige/ auf denennur einer danckbar ist/ 20. Lehret welcherich die zukunft seines reichs seynwerde. 26. Beschreibt die tetste zeiten/ welche er vergleicht mit den zeiten Nesvnd Loths.

Die

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