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Offenbahrung
APOCALYPSIS,
Oder:
Offenbahrung St. Johannis
* Des Theologen.
* Das ist/ der von Gott vnd göttlichen sachen redet. IAlso wird hier Johannes der Apostel/ nach vieler altenLehrern meynung/ geheissen/ weil er von der GottheirChri-sti/ in dem anfang seines Evangelij: deßgleichen in seinem ersten Sendbrief / fo dan auch in diser Offenbahrungsehr deutlich gelehrt: gleichwie auch die ganze Offenbahrung voller göttlichen gesichten vnd geheimussen. Haben derowegen groß vnrecht/ alle/ die hierauß wollenschliessen/ daß ein anderer Johannes/ als der Apostel/ die-ses buch geschrieben habe: da doch die eltefte Lehrer in derChristenheit/ Juftinus Martyr, Irenæus , Clemens, Ori genes , Hieronymus vnd andere mehr/ dieses ausser allem
zweiffel gefeßet/ vnd die ganze Chriftliche Kirche/ ohngeacht wenig anderer widriger meynung/ es allezeit darfürgehalten. Es beweisen es ebenmässig seine versendungin die Insul Pathmos/ vnd fein name/ den er hier nachder Propheten Erempel/ ohne andern Titul/ außdrucket/deßgleichen/ daß er Chriftum das Wort Gottes heisset/Cap. 19. welches allein bey Johanne zu finden. So erscheinet auch/ so wol auß diesem Buch selbsten/ als dessen erfüllung/ die nun allbereit von der ganzen welt wirdwahrgenommen/ daß niemand anders/ dann ein Apoftel Chrifti/ oder durch seinen Geist getrieben/ dißBuch geschrieben habe.
Innhalt dieses Buchs.
Deadend
Sist dieses Buch/ welches nach art eines Sendbrieffs an die Gemeinden gestellee/ das letzteBuch des Newen Testaments/ vnd gleichsamb dessen versiglung. Ist von Johanne dem Apostel geschrieben worden/ nach dem zeugnuß der alten Scribenten/ ohngefehr vier vnd sechzig jahr/ nach Chrifti himmel.fahrt/ gegen dem ende der regierung Käysers Domitiani, von dem auch Johannes/ nach vielfaltiger verfolgung derChristen/ in die Inful Pathmos vertrieben worden/ da diese Offenbahrung/ zu troft vnd warnung der ChriftlichenGemein/ ihme beschehen/ wie er selbsten Cap.1. V.9. bezeuget. Vnd wiewol etliche alte Lehrer darfür halten/ daß Jo-hannes sein Evangelium/ auff anfuchen der Asiatischen Gemeinden/ erst nach seiner erlösung auß Pathmos/ geschrieben/ so ist doch glaubwürdiger auß dem zweyten Berß dieses ersten Capitels/ vnd anderswo her/ daß er dieseOffenbahrung zuletzt geschrieben: Es hat Johannes/ in betrachtung der sachen/ die hierinnen begriffen/ wie auch/nach ihme/ die Chriftliche kirche für gut angesehen/ das ganze Newe Testament mit diesem Buch zu beschliessen/ wiedann es auch die scharffe vermahnung/ zu end dieses Buchs/ nichts darzu oder darvon zu thun/ Cap.22. V.18,19. mitsich bringet. Diese Schrifft/ ob sie wol/ als eine Prophetische Schrifft/ die von zufünfftigen dingen handelt/ an vielenorten schwer zuverstehen/ ist dannoch voll göttlicher lehren/ vnd dienet zur widerlegung vieler Kekereyen/ die dazumalen allbereit im schwang gegangen/ Stärcket sonderlich die Gemeinde Chrifti vnd berichtet/ was für widerwer.tigkeiten/ vom Teufel vnd seinen werckzeugen/ fürnemlich von dem Antichrift vnd seinen dienern/ folgender zeit sie wurden betreffen: wie auch/ was für schwere straffen die feinde der Gemeinde jederzeit/ besonders im lekten Gericht/ zugewarten haben: was für wundersame erlösung Gott seiner Gemein jederzeit werde erweisen: vnd insonderheit/ was esfür ein guten außgang mit allemnehmen/ was für ein sieg/ herzlichkeit vnd seligkeit sie/ nach Chrifti widerkunfft zumGericht/ im himmlischen Jerusalem ewiglich geniessen werde. Es wird diß Buch füglich in drey Theil abgetheilet:Das erste ist eine Vorrede/ begriffen in den acht ersten versen/ des ersten Capitels. Das andere/ eine Erzehlung derProphetischen Gesichten vnd Weissagungen/ deren dingen/ die von selbiger zeit an/ biß zum ende der welt/ über dieGemeinde Chrifti kommen werden/ biß zum sechsten verß des letzten Capit. Von dannen/ biß zum ende des Buchs/wird die verfiglung vnd der beschluß dieses Buchs/ wie auch des ganzen Newen Testaments erzehlet. Die Weissa.gungen betreffend/ die bey dem neundten verß des ersten Capitels anfangen/ vnd mit dem sechsten verß des zwey vndzwanzigsten Capitels sich enden/ werden selbige durch vnderschiedliche abtheilungen vnd Prophetische Gesichte für.gestellet: dergleichen auch etliche bey den Propheten des Alten Testaments/ als bey Jesaia/ Ezechiel / Daniel/ Zacharia/ vnd andern gefunden werden/ wie auß den glossen zu ersehen. Wie es Gott gefallen die zufünfftige ding/ zuwet.len mir flaren worten zuweilen mir dunckelen abbildungen vnd Gesichten für zustellen/ so wol vnsern fleiß/ in forschung.derselbigen/ desto mehr zuerwecken/ als auch deren grösse vnd wichtigkeit desto besser anzudenten: So thut er auch allhieinsonderheit durch Johannem/ weil in diesen Weissagungen viel ding fürkommen/ welche die straffen vnd veränderungen des Römisch. Reichs betreffen/ warauß dasselbe leicht anlaß nehmen mögen/ die Christen desto mehr zuverfolgen.Daher auch Paulus 2. Theff. 2. da er von diesen fachen handelt/ eine verdeckte art zu reden gebraucht.
Der Gesichten nun/ die in diesen Weissagungen fürkommen/ find insonderheit sieben: Das erste fanget anvon dem neundten verß des ersten Capitels/ vnd wåret biß zum ende des dritten: Bilder vns Chriftum ab/ in seinemköniglichen vnd priesterlichen stand/ der vnder den sieben leuchtern oder Gemeinden gewandelt: sampt seinen Send-schreiben vnd Gebotten/ an die sieben Gemeinden in Asia / darinn Johannes sich meistens auffgehalten. Das zweyteGeficht/ weiset an die Herzlichkeit Gottes/ der auff seinem Thron siget/ vor welchem das Lamb stunde/ vmbgeben vonvier vnd zwanzig Eltesten/ vnd vier Thieren/ mit dem Buch/ das mit sieben Sigeln verfigelt/ sampt den Wundern/die nach öffnung eines jedwedern Sigels in der welt geschehen: dieses Gesicht wäret biß zum end des siebenden Capit.Das dritte Geficht/ ist die Erscheinung der sieben Engeln mit ihren Posaunen/ deren einer auff den andern gefolget:wäret biß zum end des cilfften Capitels. Das vierdte Gesicht/ ist das Gesicht des schwangern weibs in findsnöthen/das von dem Drachen in die Wüste verfolgt worden/ vnd der zweyen Thieren/ welche die Heilige verfolgen/ vnd welchendas Lamb/ stehend auffdem Berg Sion/ mit seiner gesellschafft/ an der zahl hundert vnd vier vnd vierzig tausend/ dieihm gefolget/ widerstehet/ ist begriffen im zwölfften/ dreyzehenden vnd vierzehenden Capitel. Das fünffte Gesicht/ist das Gesicht der sieben Schalen/ vnd der plagen/ die auff den Thron des Thiers auß den Schalen außgegossen worden: wird beschrieben im fünfzehenden vnd sechzehenden Capitel. Darauff im sechsten Gesicht/ folger die abbildungder grossen Babylonischen Huren/ die da sasse auff dem Thier mit sieben Häuptern/ das ist/ auff der Statt mit siebenBergen/ vnd des schweren Gerichts Gottes/ über sie vnd das Thier/ sampt dem Triumph- Lied der himlischen Schaa.ren/ die mit Chrifto ihrem Haupt vereiniget/ über ihrem vrtheil: ist begriffen im siebenzchenden/ achtzchenden vndneunzehenden Capitel. Das siebende Gesicht/ steller für die bindung des Satans für tausend Jahr/ sampt seinerloßlassung für eine kurze zeit/ vnd vollendung aller dingen/ die darauff erfolget/ durch das lehte Gericht Gottes/ überTeufel/ Todt vnd alle Gottlosen/ vnd durch die hinabfahrt des himmlischen Jerusalems / zu einer herzlichen vnd ewigen wohnung aller Ausserwehlten: begriffen in dem zwanzigsten/ ein vnd zwanzigsten vnd dem ersten Theil des zweyvnd zwanzigsten Capitels.
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