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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Nimbe CleopatramAlexandro wider vndgibt fic Demetrio.

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Das 1. Buch

XI. Cap.

Schaden gethan hatte/ damit sie ihm einen vngná| botte sich/ vmb diese freyheit zu geben dreyhundertdigen fonig machten: Aber der könig schweig still centner golds.darzu.

6 Vnd Jonathas zog auch dem könig entge:gen gen Joppe/ da sprachen sie einander an/ vndblieben vber nacht da bey einander.

7 Vnd Jonathas geleitet den konig biß andas wasser/ genant Eleutherus: Darnach zogerwieder heim gen Jerusalem .

s Vnd der könig Ptolemeus nam die ståtteeyn biß gen Seleucia am meer/ vnd vnderstundfich Alexandrum zu vertreiben.

9 Vnd schickt botten zu Demetrio/ daß er zuihm koinen solt/ einen bund mit ihm zu machen/ sowolt er ihm seine tochter geben/ die Alexander hat-te/ vnd wolt ihm helfen/ daß er könig würde.10 Vnd sprach: Es hätte ihn gerewet/ daß erAlexandro die tochter gegeben hatte/

II Vnd gab Alexandro schuld/ er hätte ihmnach dem leben vnd königreich getracht.

12 Ererzeiget auch seinen haff; öffentlich/ vndwendet sich von Alexandro/ vnd nam jhm die tochter/ vnd gab sie Demetrio.

13 Vnd da Ptolemeus gen Antiochia fam/sest er beyde kronen auf/ deß reichs Egypti/ vnddeß reichs Asiæ.ind

Berjage Merandrum. 14 Aber der könig Alexander war dazumal inCilicia : Denn etliche Stätte waren daselbst vonjhm abgefallen.

Ptolemeus todt.

Jonathas verklagtbey Demetrio.

Demetrius erzeiget

29 Das williget der könig/ vnd gab Jonathebriefe darüber/ die lauten also:

Jonathan.

30 Der fönig Demetrius entbeut seinem brudez Jonathe/ dem Jüdischen volck/ seinen gruß.31 Wir senden euch eine abschrift/ deß briefs/ Brief Demetrit anden wir an vnsern vatter den Lasthenen ewerthalben geschrieben habe/ daß shr solches wissen moget.32 Der fönig Demetrius entbeut Lastheniseinem vatter seinen gruß.odd

33 Wir gedencken vnsern freunden vnd treswen bundsgenossen/ den Juden/ guts zu thun/ vonwegen shrer trewe vnd freundschafft gegen vns.

34 Darumb so bestettigen wir/ daß die priester zu Jerufalem/ das ganze Judea/ vnd diedreyståtte/ Apherem/ Lydda vnd Ramatha/ vnd shrezugehör/ innen haben sollen.

35 Wir erlassen ihnen auch alles/ das sie zu-vor dem kong haben jährlich geben müssen/ getreid/ obs/ zehend/ schoss/ salzzinß/ fornstewer.

36 Von diesen allen sollen sie forthin gefreyetseyn/ vnd solche freyheit soll ihnen veft vnd ståt geshalten werden.

37 Dieses briefes abschrift soll mann Jonathe geben/ daß mans aufden heiligen berg stelle/ alsan einen ehrlichen vnd offentlichen orth.

38 Danunder könig Demetrius fahe/ daß imgangen fönigreich frieden war/ vnd sich niemand15 Da crnum von Ptolemeo höret/ zoger wis mehr wider ihn sette/ Da ließ er das friegsvolckder ihn mit ihm zu kriegen. Aber Ptolemeus von sich/ das im königreich daheim war/ einen jeswar starck gerüst/ vnd zog ihm entgegen/ vnd verden wieder in seine statt: Aber das frembde kriegs-jagt ihn.

16 Vnd Alexander flohe in Arabien/ daß erda sicher were: Aber der könig Ptolemeus warsehr mächtig:

17 Darumb ließ Zabdiel/ der Araber/ seinemgaft/ dem Alexander/ denkopfabhawen/ vnd schicktjhn dem könig Ptolemeo.

Is Vu Ptolemeus starb am dritte tag hernach:Da wurden die krieger/ so Ptolemeus in die stättegelegt hatte/ auch vinbracht vom volck in ståtten.19 Also nam Demetrius das reich eyn/ imhundert vnd siben vnd sechzigsten jahr.

20 Zu dieser zeit bracht Jonathas sein volckim lande Juda zusammen/ die burgf zu Jerusa­ lem wieder zu erobern/ vnd ließ bollwerck vnd gesschütz darfür aufrichten.

21 Da zogen etliche abtrünnige zum königDemetrio/ vnd verklagten den Jonathan/ vndsagten/ daß er die burgf belagert hätte.

22 Daerzürnet der konig sehr/ vnd zog eylendgen Ptolemais/ vnd schreib Jonathe/ daß er dieburgf nit belägern solt/ vnd solt eilend zu ihmgen Ptolemais kommen/ da wolt er mit ihm vonetlichen sachen reden.

23 Da aber Jonathe diese bottschaft fam/ ließer nicht ab von der belagerung/ vnd wehlet etlicheeltesten in Israel/ vnd priester/ die mit ihm ziehensolten/ vnd macht sich auf/ vnd waget sein leben.24 Vnd nam viel foftlicher kleinot mit sich/von gold/ silber/ vnd kleider/ vnd zogen gen Ptolesmais zum fonige/ vnd fand gnad bey ihm.

25 Da jhn nun die abtrůnnigen seines volckverklagten:

26 Hielt ihn der könig ehrlich/ wie er zuvorfich freundlich gegen gehalten war/ vnd that shm grosse ehr für allen( cinen fürsten/

Senathan.

27 Vnd bestetiget ihn in seinem hohenpriesterampt/ vnd in allen andern ehren/ die ez bißher gehabthatte/ ond hielt ihn für seinen füznembsten freund.28 Jonathas bat auch den könig/ daß er ganzzem Judea/ vnd den dreyen vogteyen in Samasria vnd Galilea/ den schoff; erlassen wolte/ vndem

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volck/ das er in den Insulen hin vnd her angenommen hatte/ behielt er bey sich: Darumb ward shmdas ennländische volck sehr gramm.

Lasthenes.

tiochum wider Des

39 Da aber Tryphon/ ein hauptmann/ derets Tryphon erreget newa deß Alexandri freund gewesen war/ sahe/ daß merium.das kriegsvolck einen hassz wider den könig Desmetrium gefasset hatte/ zog er zu dem Araber E-malfuel/ der den jungen Antiochum/ den sohn Alesrandri/ erzoge.

40 Ben diesem hielt er an/ daß er ihm den knasben geben solt/ so wolt er ihn wiederumb in seinesvatters reich einsetzen. Vnd sagte dem Araber/wie vnd warumb das kriegsvolck den konig Desmetrium hasfete/ Vnd bheb also eine zeitlang beydem Araber.

41 Mittler zeit schrieb Jonathas dem könig Jonathæ fchrift anDemetrio/ vnd bat jhn/ er wolte denen/ so auf der Demetrinm.burgk lagen/ gebieten zu weichen/ vnd ihm dieburgk zu reumen vnd eynzugeben: denn sie thätenIsrael viel schaden.

42 Daschrieb Demetrius dem Jonathe also:Nicht allein dieses so du begerest/ sondem viel mehrehre vnd guts wil ich dir vnd deinem volck thun/ sobald ich kan.

43 Aber jetzt bin ich in grosser gefahr: Darumb thue so wol an mir/ vnd schick mir hülfe:Denn alle mein friegsvolck ist von mir abgefallen/ vnd seßet sich wider mich.

44 Darumb schicket jhm Jonathas drey tau-sent guter frieger/ die kame gen Antiochia zum konig/ der konig ward ihrer zukunft sehr erfrewet.

45 Nun richtet das volck in der statt eine aufruhr an/ bey hundert vnd zwanzig tausent mann/ Demetrius von denvnd wollen denkönig todtschlagen. Aber der könig Juden erzetter.flohe in seine burgf.

46 Da name das volck die gassen eyn/ vndwolten die burgf stürmen.

zu

47 Darumb fordert der könig die Juden/ jhnschüßen. Da liefen die Juden alle dem könig zu/vnd theileten sich in die Gassen/45 Vnd erschluge denselben tag hundert taufentmann/