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Det tempet beraubt.
2. Mac.3.24.
C
Zempet verunreiniget.
Das II. Buch
Cap. VI.
genügen/ sondern greif auch die heiligste ståtte auf| Jovis Olympii firchen/ vnd den tempel zu Bariserden an/ vnd Menclaus der verzather führet jhn zim/ des Jovis Xenii kirchen/ dieweil frembdeleushineyn.te daselbst wohneten.
16 Daraubet er mit seinen verfluchten håndendie heiligen gefäß/ vnd alles was die andern königezum tempel gegeben hatten/ zum schmuck vnd zierde/ daß raffet er mit seinen fündigen hånden hin-weg/
17 Vnd vberhub sich sehr/ vnd sahe nit/ daßder HEr solches verhenget vber die/ so in der stattwaren/ vmb ihrer fünde willen. Das war die vrsfache/ daß Gott die heilige stått so schändlich zusrichten ließ.
Is Sonst folt es dem Antiocho eben gangenfeyn/ wie dem Heliodoro/ der vom konig Seleuco* gesandt war/ die schazkammer zu besichtigen/ vnd|ward wol drob zerschlagen/ daß er mußte von seisnem freveln fürnemen abstehen.
19 Denn Gott hat das volck nicht außerwehlet vmb der stette willen/ sondern die stette vmb desvolcks willen.
20 Darumb mußte sich der heilige tempel auchmit leiden/ da das volck gestrafft ward/ wie er auchwiderumb deß volcks genoß. Denn wie der tempelvon den feinden eyngenommen ward/ da der HErrzornet: also ist er wider zu ehren vnd zu rechtkommen/ da der HErz jhnen wider gnedig ward.21 Die summa aber alles/ was Antiochus außdem tempel geraubet hat/ sind achtenhundert centsner silbers/ die nam er mit sich/ vnd zog flugs genAntiochia / mit einem solchen stolz vnd hoffart/daß er gedacht/ er wolt nun die erde machen/ daßman drauf schifte/ wie aufdem meer/ vnd das meer/daß man daraufwandelte/ wie auf der erden/
22 Vnd lick hinder ihm zu Jerusalemetlicheamptleute/ bose buben/ Philippum auß Phrygia /der noch ärger vnd wilder war denn sein herz:
23 Zu Garizim Andronicum/ vnd neben denbeiden Menelaum/ welcher vber die andern allewar/ daß er sein eigen volck so plaget.
24 Weil aber Antiochus den Juden so garfeind war/ schickt er ihnen den schendlichen bubenApollonium/ mit zwey vnd zwanzig tausent manins land/ vnd gebot jhm/ Er solt alle erwachsenemánner erwürgen/ die weiber aber vnd das jungevolck verkaufen.
25 Als er nun für Jerusalem kam/ stellet ersich fridlich/ biß auf den sabbathtag/ da die Judenan feyren/ da gebot er flugs seinen leuten/ sie soltensich rüsten.
26 Als nun jederman zulief/ vnd schen wolte/was da werden würde/ ließ er sie alle erstechen/ vndfam also mit dem gangen zeuge in die statt/ vnd er:schlug eine grosse menge.
27 Aber Judas Maccabeus machte sich dasvon mit neun brüdern in die wildnis vnd das gesbirge/ Vnd enthielt sich da mit allen/ so sich zuihm geschlagen hatten/ von den fräutern/ daß ernit müßte vnder den vnreinen Heiden leben.
Das VI. Cap.
1. Antiochus vbet groſſe Tyranney wider die Juden/ 2. Entwether
den Tempel/ vnd alles was heilig zu Jerusalem / 7. Zwinget die Juden zuHeidnischen opfern in allen statten. 13. Solche Strafe schicket Gott vmb
denn vom Gesetz Gottes abfallen.
der fünde willen/ vnd daß man sich beſſere. 18. Eleasar wij lieber fierbenIt lange darnach sandte der konig einen alten mann von Antiochia/ daß er die Jude zwingen solste/ daß sie von ihresvätter gefeßabficlen/ vnd GOttes geses nichtmehr hielten/
2 Vnd daß er den tempel zuJerusalem folte vervnreinigen/ vnd ihn heiffen des
3 Aber solch wüstwesen thet jederman sehr wehe:4. Denn die Heiden schwelgeten vndim tempel/ vnd trieben allerley vnzucht mit denprasferenweibern an der heiligen stette/ vnd trugen viel hin-eyn/ das sich nicht geburet.
5 Man opfert auf dem altar verbottene opferim geses/
6 Und hielt weder sabbath noch andere geswönliche feyertag/ vnd dorft sich gar niemandmercken lassen/ daß er ein Jud were:
7 Sondern man trieb sie mit gewalt alle monsden zum opfer/ wenn deß königs geburtstag war.Weñ man aber des Bacchi fest begieng/ dazwangman die Juden/ daß sie in frånßen von ebhew/ demBaccho zu ehren/ eynhergehen mußten.
s Man hatte auch auß deß Ptolemei angebenein gebott lassen außgehen/ an die stätte der Heisden/ die vmb Jerufalem waren/ daß sie die Judenallenthalben zum opfer zwingen solten.
9 Vnd so etliche darauf bestunden/ daß sie esnicht mit den Heiden halten wolten/ die soft manflugs erstechen. Da fahe man einen grossen jamer.
Baschi feft.
To wo frawen wurden fürgeführet/ daß sie Erempel von zwo frasihre söhne beschnitten hatten/ den band man die wen.findlein an die brüste/ vnd führet sie herumb durchdie ganze statt/ vnd wurffen sie zu legt ober diemaur hinab.
II Etliche hatten sich in der nähe verkrochenin die locher/ daß sie den sabbath halten möchten:dieselbige/ als es Philippo angezeigt ward/ versbrennt man: Denn sie wolten sich nicht wehren/daß sie sich am sabbath nicht vergriffen.
gottfeligen.
12 Ich muß aber hie den leser vermahnen/ daß Bermahnung an dieer sich nicht ergere vber diesem jamer/ sondern gesdencke/ daß ihnen die straffe nicht zum verderben/sondern vns zur warnung widerfahren sey.
13 Denn das ist ein grosse gnade/ daß Gott den sündern stewret/ daß sie nicht fortfahren/ vnd istbald hinder ihnen her mit der straffe.
14 Denn vnser HERR Gott sihet ons nichtso lange zu/ als den andern Heiden/ die er leßt hin-gehen/ biß sie shremaß der sünden erfüllt haben/ daßer sie darnach straffe/
15 Sondern wehret vns/ daß wirs nicht zu vilmachen/ vnd er zu lezt sich nicht an vns rechenmüsse.
16 Derhalben hat er seine barmherzigkeit nochnie von vns gar genommen. Vnd ob er uns mit eisnem vnglück gezüchtiget hat/ hat er dennoch seinvolck nicht gar verlassen.Diß hab ich zu siner ersmahnung hie sagen wollen.
17 Nun wollen wir wider auf die historienfommen.
in bekentniß Göttlls
ner/ Eleasar/ ein betagter/ vnd doch sehr schöner chertebre.IS Es war der fürnemsten schriftgelehrten ei: Eleafars beffendigkeitmann/ demselben sperzeten sie mit gewalt den mundauf/ daß er solt schweinen fleisch essen.
19 Aber er wolt lieber ehrlich sterben/ denn soschändlich leben/ vnd leid es gedultig.
so verbotten fleisch affen auß liebe deß zeitlichen les20 Vnd da er zur marter gieng/ strafet er die/bens.
21 Die nun verordnet waren/ daß sie die leutezuschweinenfleisch wider das geses dringen solten/weil sie ihn so ein lange zeit gekant hatten/ namensie ihn auff einen ort/ vnd sagten/ sie wolten jhmfleisch bringen/ das er wol essen dürfte: er solt sichaber stellen/ als were es geopffert schweinen fleisch /vnd solts dem konig zu liebessen/22 Das