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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Cap. IX.

Maccabeorum.

tausent Macedonier. Wie die Macedonier außforcht still gehalten/ vnd die acht tausent Juden alslein mit der hülf Gottes hundert vnd zwanzig tau-fent mann erschlagen/ vnd groß gut dardurch erLanget haben.

21 Da er ihnen mit solchen worten ein herz gemacht hatte/ daß sie vmb des gesezes vnd shres vatterlands willen gerne sterben wolten:

22 Macht er vier hauffen/ vnd ordnet seinebrüder vorn an die spizen: daß sie es führen solten/nemblich/ Simon/ Joseph/ vnd Jonathas/ vndgab einem jeden fünfzehen hundert mann zu.

23 Darnach ließ er Eleazarum das heiligebuch lesen/ vnd gab jhnen ein zeichen/ daß ihnenGotthelfen würde/ vnd zog also vorn an der spiszen/ für den andern her/ vnd traf mit dem Ni

canor.

24. Aber der allmächtige GOtt stund ihnencanor in die flucht bey/ daß sie das ganze heer in die flucht schlugen/vnd viel wund machten/ vnd bey neun tausent erfchlugen.

geschlagen.

Timotheus.Bachides.20000. Heiden ershlagen.

Unlochus muß mithanden auß Persenchen. 2.Macc.6.1.

1.Macc.6.4.

25 Vnd jagten denen nach/ die da kommenwaren/ daß sie die Juden kauffen wolten/ vnd namen jhnen das gelt.

26 Doch mußten sie gleichwol wider vmbkehren: denn es war der abend vor dem fabbath. Daswar die vrsache/ daß sie aufhöreten jhnen nachzucylen.

27 Darnach plünderten sie/ vnd namen dieHarnisch vnd wehre/ vnd hielten den sabbath/ vndlobten vnd preiseten Gott / der sie aufden tag erhalten/ vnd wider angefangen hatte seine gnade zu erzeigen.

2s Nach dem sabbath theilten sie den raub außvnter die armen witwen vnd waifen/ vnd das vbrisge behielten sie für sich vnd ihre kinder.

29 Vnd sie hielten ein gemein gebett/ daß derbarmherzige Gott wolt feinen zorn gar von ihnenabwenden.

30 Darnach thaten sie viel schlachten mit Timotheo vnd Bachide/ vnd erschlugen vber zwanzigtausent mann/ vnd eroberten die vestung/ vndtheileten den raub gleich vnter sich/ vnd vnter dievertriebene waisen/ witwen vnd alten.

31 Vnd da sie geplündert hatten/ brachten siedie waffen auf die veftung/ vnd führeten auch großfen raub gen Jerufalem/

32 Vnd brachten vmb einen Hauptmann beyTimotheo/ einen gottlosen mann/ der die Judenfehr geplagt hatte.

Das IX. Cap.

3. Wie Antiochus in feinem hochmut von Gott wird angegriffen vnd geKraft) 9. Wie er den Juden gar freundlich schreibt/ 28. Vnd elendiglichftirbt.

Mb dieselbe zeit/ muste Antiochus mit schanden auß Persenabziehen.

2 Dann als er gen Persepo:lin gezogen war/ vnd hatte sich davnterstanden die firche zu plundern/ vnd die statt einzunehmen/ waren die burgerauf/ ond wehreten sich/ vnd trieben den Antiochumzurück/ daß er mit schanden mußte abziehen.

3 Als er nun für Ecbatana war/ kam es fürshn/wie es Nicanor vnd Timotheo ergangen were.4 Daergrimmeter/ vnd gedachte die schmachanden Juden zurächen/ vnd fuhr tag vnd nacht/daß er ja bald hinkame: Denn es trieb jhn Gottes zorn/ daß er so frech geredt hatte als bald er genJerufalem fáme/ so wolte er aus der statt ein todtengruben machen.

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tiochum.

5 Darumb strafet ihn der allmächtige HErr/ Gottes firaf vber Under GOtt Jfrael/ mit einer heimlichen plage/ dieniemand heilen konte. Dann alsbald er solchesgeredt hatte/ kam ihn ein solches reissen im leib an/vnd so ein grosses grimmen in den därmen/ daßman ihm nicht helfen konte.

6 Vnd zwar es geschah ihm eben recht/ darumb/ daß er ander leuthe mit mancherley vnd vorvnerhorter marter geplagt hatte.

7 Noch ließ er von seinem trotz nicht ab/ son-dern ward noch wütiger/ vnd brante für boßheitwider die Juden/ vnd cilete/ vnd im rennen fiel ervon dem wagen so hart/ daß es ihn in allen seinenglicderen reiß.

s Damuste der/( so zuvor sich für groffer hofsfart düncken ließ/ er wolte dem Meer gebieten/ vnddie berge auf einander sehen) von einem einigen fallsich in einer fenften tragen lassen/ daß frey jederman anjhm sahe die gewalt Gottes.

9 Es wuchsen auch maden auß dem verfluchten leibe/ vnd verfaulet mit groffem schmerzen/ daßganze stücke von seinem leibe fielen/ vnd stanck sovbel/ daß niemand für dem gestanck bleibenfonte.

10 Vnd der sich vor düncken licß/ er rühreteanden himmel/ den fondte niemand fragen/ vmbdes vnleidlichen stancks willen.

II Da mußter von seinem hochmuth ablassen/vnd sich erkennen/ weil er von Gott so angegriffen war/ vnd die schmerzen immer grösserwurden.

buf.

12 Vnd da er zuletzt den gestanck selbst nicht Antiochi ale nerischemehr erleiden kondte/ da sprach er: Es ist jarecht/daß man sich für GOTTdemütige/ vnd daß einfterblicher mensch nit so vermessen sey/ daß er sichdüncken lasse/ er sey Gott gleich.

13 Vnd der boßwicht hub an vnd betet zum maHErzen/ der sich nun nicht mehr vber ihn erbarsmen wolt/

14 Vnd verhieß/ daß er die heilige statt/ die erzuvor gedacht zu vertilgen/ vnd ein todtengrubedarauß zu machen/ frey wolte lassen.

15 Vnd die Juden/ die er zuvor nicht warthgeacht/ daß sie solten begraben werden/ sondern denvogeln vnd thieren zu freffen geben wolt/ die wolter frey laffen/ wie dicbürger zu Athen .

16 Vnd den heiligen tempel/ den er zuvor besraubt hatte/ wolt er mit allerley schmuck wider zieren/ vnd vielmehr heiliges gerdhts dahin geben/weder zuvor da gewest were/ vnd was jährlich aufdie opfer gienge/ das wolt er von seinen eigenenrenten reichen.

17 Darzuwolt er selbst ein Jude werden/ vndan allen orten die gewalt Gottes preisen vnd verskündigen.

Is Da aber die franckheit nicht wolte nachlasssen: Dann es war Gottes gerechter zorn zu hareober ihn kommen/ verzweifelt er an seinem leben/vnd schreib diese demütige schrift an die Juden/wie folgt.

19 Antiochus/ der könig vnd fürft/ entbeut den Antiochi shift andefrommen Juden seinen gruß.

20 So shr sampt ewern findern frisch vnd gesundt seyt/ vnd gehet euch wol/ deß dancke ichGott / ich aber bin sehr franck.

21 Dieweil ich gern wolt einen gemeinen frieden erhalten/ wie es denn die noth erfordert/ nachdem ich auf der reise auf Persen franck bin worsden/ dencke ich gnädiglich an ewre trewe vndfreundschaft.

22 Wiewolich hoffe/ daß es solbesser mit mirwerden.23

Juden.