Cap. IX.
Maccabeorum.
tausent Macedonier. Wie die Macedonier außforcht still gehalten/ vnd die acht tausent Juden alslein mit der hülf Gottes hundert vnd zwanzig tau-fent mann erschlagen/ vnd groß gut dardurch erLanget haben.
21 Da er ihnen mit solchen worten ein herz gemacht hatte/ daß sie vmb des gesezes vnd shres vatterlands willen gerne sterben wolten:
22 Macht er vier hauffen/ vnd ordnet seinebrüder vorn an die spizen: daß sie es führen solten/nemblich/ Simon/ Joseph/ vnd Jonathas/ vndgab einem jeden fünfzehen hundert mann zu.
23 Darnach ließ er Eleazarum das heiligebuch lesen/ vnd gab jhnen ein zeichen/ daß ihnenGotthelfen würde/ vnd zog also vorn an der spiszen/ für den andern her/ vnd traf mit dem Ni
canor.
24. Aber der allmächtige GOtt stund ihnencanor in die flucht bey/ daß sie das ganze heer in die flucht schlugen/vnd viel wund machten/ vnd bey neun tausent erfchlugen.
geschlagen.
Timotheus.Bachides.20000. Heiden ershlagen.
Unlochus muß mithanden auß Persenchen. 2.Macc.6.1.
1.Macc.6.4.
25 Vnd jagten denen nach/ die da kommenwaren/ daß sie die Juden kauffen wolten/ vnd namen jhnen das gelt.
26 Doch mußten sie gleichwol wider vmbkehren: denn es war der abend vor dem fabbath. Daswar die vrsache/ daß sie aufhöreten jhnen nachzucylen.
27 Darnach plünderten sie/ vnd namen dieHarnisch vnd wehre/ vnd hielten den sabbath/ vndlobten vnd preiseten Gott / der sie aufden tag erhalten/ vnd wider angefangen hatte seine gnade zu erzeigen.
2s Nach dem sabbath theilten sie den raub außvnter die armen witwen vnd waifen/ vnd das vbrisge behielten sie für sich vnd ihre kinder.
29 Vnd sie hielten ein gemein gebett/ daß derbarmherzige Gott wolt feinen zorn gar von ihnenabwenden.
30 Darnach thaten sie viel schlachten mit Timotheo vnd Bachide/ vnd erschlugen vber zwanzigtausent mann/ vnd eroberten die vestung/ vndtheileten den raub gleich vnter sich/ vnd vnter dievertriebene waisen/ witwen vnd alten.
31 Vnd da sie geplündert hatten/ brachten siedie waffen auf die veftung/ vnd führeten auch großfen raub gen Jerufalem/
32 Vnd brachten vmb einen Hauptmann beyTimotheo/ einen gottlosen mann/ der die Judenfehr geplagt hatte.
Das IX. Cap.
3. Wie Antiochus in feinem hochmut von Gott wird angegriffen vnd geKraft) 9. Wie er den Juden gar freundlich schreibt/ 28. Vnd elendiglichftirbt.
Mb dieselbe zeit/ muste Antiochus mit schanden auß Persenabziehen.
2 Dann als er gen Persepo:lin gezogen war/ vnd hatte sich davnterstanden die firche zu plundern/ vnd die statt einzunehmen/ waren die burgerauf/ ond wehreten sich/ vnd trieben den Antiochumzurück/ daß er mit schanden mußte abziehen.
3 Als er nun für Ecbatana war/ kam es fürshn/wie es Nicanor vnd Timotheo ergangen were.4 Daergrimmeter/ vnd gedachte die schmachanden Juden zurächen/ vnd fuhr tag vnd nacht/daß er ja bald hinkame: Denn es trieb jhn Gottes zorn/ daß er so frech geredt hatte als bald er genJerufalem fáme/ so wolte er aus der statt ein todtengruben machen.
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tiochum.
5 Darumb strafet ihn der allmächtige HErr/ Gottes firaf vber Under GOtt Jfrael/ mit einer heimlichen plage/ dieniemand heilen konte. Dann alsbald er solchesgeredt hatte/ kam ihn ein solches reissen im leib an/vnd so ein grosses grimmen in den därmen/ daßman ihm nicht helfen konte.
6 Vnd zwar es geschah ihm eben recht/ darumb/ daß er ander leuthe mit mancherley vnd vorvnerhorter marter geplagt hatte.
7 Noch ließ er von seinem trotz nicht ab/ son-dern ward noch wütiger/ vnd brante für boßheitwider die Juden/ vnd cilete/ vnd im rennen fiel ervon dem wagen so hart/ daß es ihn in allen seinenglicderen reiß.
s Damuste der/( so zuvor sich für groffer hofsfart düncken ließ/ er wolte dem Meer gebieten/ vnddie berge auf einander sehen) von einem einigen fallsich in einer fenften tragen lassen/ daß frey jederman anjhm sahe die gewalt Gottes.
9 Es wuchsen auch maden auß dem verfluchten leibe/ vnd verfaulet mit groffem schmerzen/ daßganze stücke von seinem leibe fielen/ vnd stanck sovbel/ daß niemand für dem gestanck bleibenfonte.
10 Vnd der sich vor düncken licß/ er rühreteanden himmel/ den fondte niemand fragen/ vmbdes vnleidlichen stancks willen.
II Da mußter von seinem hochmuth ablassen/vnd sich erkennen/ weil er von Gott so angegriffen war/ vnd die schmerzen immer grösserwurden.
buf.
12 Vnd da er zuletzt den gestanck selbst nicht Antiochi ale nerischemehr erleiden kondte/ da sprach er: Es ist jarecht/daß man sich für GOTTdemütige/ vnd daß einfterblicher mensch nit so vermessen sey/ daß er sichdüncken lasse/ er sey Gott gleich.
13 Vnd der boßwicht hub an vnd betet zum maHErzen/ der sich nun nicht mehr vber ihn erbarsmen wolt/
14 Vnd verhieß/ daß er die heilige statt/ die erzuvor gedacht zu vertilgen/ vnd ein todtengrubedarauß zu machen/ frey wolte lassen.
15 Vnd die Juden/ die er zuvor nicht warthgeacht/ daß sie solten begraben werden/ sondern denvogeln vnd thieren zu freffen geben wolt/ die wolter frey laffen/ wie dicbürger zu Athen .
16 Vnd den heiligen tempel/ den er zuvor besraubt hatte/ wolt er mit allerley schmuck wider zieren/ vnd vielmehr heiliges gerdhts dahin geben/weder zuvor da gewest were/ vnd was jährlich aufdie opfer gienge/ das wolt er von seinen eigenenrenten reichen.
17 Darzuwolt er selbst ein Jude werden/ vndan allen orten die gewalt Gottes preisen vnd verskündigen.
Is Da aber die franckheit nicht wolte nachlasssen: Dann es war Gottes gerechter zorn zu hareober ihn kommen/ verzweifelt er an seinem leben/vnd schreib diese demütige schrift an die Juden/wie folgt.
19 Antiochus/ der könig vnd fürft/ entbeut den Antiochi shift andefrommen Juden seinen gruß.
20 So shr sampt ewern findern frisch vnd gesundt seyt/ vnd gehet euch wol/ deß dancke ichGott / ich aber bin sehr franck.
21 Dieweil ich gern wolt einen gemeinen frieden erhalten/ wie es denn die noth erfordert/ nachdem ich auf der reise auf Persen franck bin worsden/ dencke ich gnädiglich an ewre trewe vndfreundschaft.
22 Wiewolich hoffe/ daß es solbesser mit mirwerden.23 ở nô
Juden.