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Das II. Buch
23 Vnd nach dem mein Vatter/ als er in dieöbern Lander zog/ macht er einen König nachjhm:
24 Damit man wüßte( wo sich etwan ein vn-fall zutrüge/ oder sonst vnfriede) wer Herz seynsolte/ vnd das Reich nicht zerzüttet würde/
25 Also auch ich/ weil ich sehe/ daß die vmblisgende Fürsten nach meinem Königreich trachten/wo mirs vbel gienge: Hab ich meinen Sohn An-Antiochus Eupator. tiochum zum Könige gemacht/ welchen ich euchofft trewlich befohlen habe/ wann ich in die obernLänder gezogen bin/ Denselbigen befehl ich euchjetzt auch.
Antiochi tod.
Judas nimt Jerufaslem wider chn/ vndreiniget Iden Tempel.
26 Derhalben vermahne vnd bitte ich euchvmb aller Wolthat willen/ so ich allen in gemein/vn insonderheit gegen einem jeglichen erzeiget hab/daß ihr mir vnd meinem Sohn fortan freundlichvnd trewlich seyn wollet:
27 Dann ich versche michs zu ihm/ er werdefich gnädiglich vnd freundlich gegen euch halten/vnd meiner Weise folgen.
28 Also starb der Mörder vnd GottslåstererAntiochus in grossem Schmerzen/ wie er andernLeuten gethan hatte/ in einem frembden Lande/ vndin der Wildnuß/ eines jammerlichen Todies/
29 Vnd Philippus/ der mit ihm aufferzogenwar/ bestattet ihn zur Erden. Vnd weil er sich fürdeß Antiochi Sohn besorget/ floheer in Egyptenzum Könige Ptolemeo Philometor.
Das X. Cap.
3. Judas erobert die Statt widerumb/ 3. Vnd reiniget den Tempel/15. Schlegt die Edomiter / 22. Stürmt vnd erobert zween feste Thum/ 29.Erbelt einen herzlichen sieg durch wunderbarlichen göttlichen Beystandwider Zimotheum/ 32. Derselbig fleucht gen Gazara. 33. Judas beidsgert den Ort/ 36. Vnd gewinnet ihn/ 37. Timotheus vnd sonst vielVolcks werden darinn erschlagen.
so gab Gott dem Maccabeovnd seinem Hauffen den Mut/daß sie den Tempel vnd dieStatt wieder einnamen/
2 Vndzerstöreten die andernAltar vnd Kirchen/ so die Hey:den hin vnd wider auffden Gas-
fen hatten auffgericht.
3. Vnd nach dem sie den Tempel gereinigethatten/ machten sie einen andern Altar/ vnd namen Fewerstein vnd schlugen Fewer auff/ vndopfferten wieder/ welches in zweyen Jahren vndsechs Monden nit geschehen war/ vnd opffertenRauchwerck/ vnd zündeten die Lampen an/ vndlegten die Schawbrot auff.
4 Da nun solches alles geschehen war/ fielensie auff ihr Angesicht nider für dem HErzen/ vndbeteten/ daß er sie ja nicht mehr in solchen jammerwolte kommen lassen: Sondern/ ob sie sich mehr anshm verfündigen würden/ daß er sie gnädiglichstraffen/ vnd nit in der Gottslåsterer/ der graufamen Heiden/ Hånde geben wolt.
5 Vnd GOtt schicket es also/ daß auff denTag der Tempel gereiniget ward/ auff weichenihn die Heiden vervnreiniget hatten/ nemlich aufden fünf vnd zwanzigsten Tag deß MondenCasleu:
6 Vnd sie hielten mit Frewden acht tage fey-er/ wie ein fest der Caubhütten. Vnd gedachten dasran/ daß sie vor einer kleinen zeit jhr Sauberhüttenfest in der wildniß vnd in den Holen/ wie die wildenThier/ gehalten hatten.
7 Vnd trugen Meyen vnd grüne Zwengevnd Palmen/ vnd lobeten Gott / der ihnen denSieg gegeben hatte/ seinen Tempel zu reinigen.s. Sie liessen auch ein Gebott außgehen durchdas ganze Judenthumb/ daß man diesen Tagjährlich feyren solt.
X. Cap.
9 Also hat Antiochus der Edle ein Ende.To Nun folget von dem Antiocho Eupator/ Antiochus Eupator,deß gottlosen Antiochi Sohn/ was für Kriege vn-ter ihm für vnd für gewesen sind.
II Da Eupator Konig ward/ seget er Ensiam/der vor Hauptmann in Phenice vnd Celospriawar/ zum obersten Fürsten .
Lyfias.
12 Aber Ptolemeus Macron/ der die Juden protemens Macron.gern ben recht geschützet hette/ weil sie bisher soviel gewalts vnd vnrechts erlitten hatten/ arbeitetdahin/ daß man sie folt mit Frieden lassen.
13 Derhalben verklagten ihn seine Freundebey dem Eupator/ vnd hiessen ihn offentlich einenVerzather/ darumb daß er die Insel Cypern/welche jhm Philometor befohlen hatte/ Antiochodem Edlen auffgegeben hatte/ vnd muste ein geringer Ampt haben. Da gråmet er sich so sehr/ daßer sich selbst mit Gifft vmbbracht.
14. Da nun Gorgias vber diesen Ort Hauptmann ward/ nam er Kriegsknecht an/ vnd legetsich sonderlich wider die Juden.
15 Desselben gleichen vnterstunden sich auchdie Edomiter / wodie Edomiter / wo sie vermochten/ trieben sie dieJuden auß den vesien vnd gelegenen Flecken/ vndnamen zu sich die abtrunnigen Juden auß Jerusfalem verjagt.
16 Da machte sich Maccabcus vnd seinHauff zusammen/ vnd beteten/ daß ihnen GOttwolte benstehen.
17 Vnd fielen den Edomiten in die vesten flecken/ vnd eroberten sie mit gewalt/ vnd erwürgetenalles/ was sich auff den Mawren zur gegenwehrstellet/ vnd was sie sonst ankamen/ biß in die zwanBig taufent.
IS Es entrunnen jhnen aber auf zween starckeThurne ben neun tausend die sich wider denSturm gerüstet hatten.
dyan.
Gorgias.
Edomiter.
19Da verordnet Maccabeus den Simon/ Judas graft te feteJoseph vnd Zacheum/ vnd ließ ihnen so vil Leute/daß sie starck genug waren zum Sturm/ Er aberzog fort für andere Stätte.
20 Aber der Hauff bey Simon ließ sich die soauf dem Thurn waren/ mit Gelt bewegen/ vndnamen fünff vnd dreissig tausent gülden von shnen/ vnd liessen sie davon kommen.
21 Da es nun Maccabeus erfuhr/ brachte erdie Hauptleute zusammen/ vnd flagte sie an/ daßsie ihre Brüder vmbs Gelt verkaufft/ vnd dieFeinde davon hetten kommen lassen/
22 Vnd ließ sie tödten als Verzather/ vndstürmet alsbald die zween Thurne.
23 Vnd es glückt ihm/ vnd erwürget in denzweyen Bestungen mehr dann zwanzig tausent
Mann.
24 Timotheus aber/ welchen die Juden zuvo?geschlagen hatten/ rüstete sich mit viel frembdemVolck/ vnd samblete einen grossen reisigen Zeugauß Afien/ vnd kam der Meynung/ daß er die Jusden ganz vertilgen wolt.
25 Bud da er ans Cand fam/ betet Maccabesus vnd sein Hauff zum HERREN/ vnd streweeten Aschen auf ihre Häupter/ vi legten Säck an/
26 Vnd fielen nieder für dem Altar/ vnd baten/ daß ihnen Gott gnädig/ vnd ihren Feindenvngnädig seyn wolte/ vnd sich wider die sehen/ sosich wider jhn sezen/ wie im geseh geschriben stehet.
27 Da sie also nun gebeten hatten/ namen fieihre Wehre/ vnd zogen einen guten Weg für dieStatt hinaus/ biß sie zu den Feinden kamen.
2s Vnd alsbald die Sonne auffgieng/ traffen sie an einander/ wiewol es ein vngleicher zeugwar: Dan die Juden hatten einfrewdige Zuverssicht zum HErren( welche ein gewiß Zeichen des
Siege
Timotheus von Jusschlagen.
das in die flucht gee