2.B. Mof. 15. 17.Zob.1.20.
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Das IV.Buch Efra.
Derer land impechy- vnd aschen- hauffen ligt/also wil ich auch die straffen/ welche mir nicht ge-Hörchet haben/ spricht der HErz/ der da allmachtigift.
10 Diß faget der HErzzu Efra: verkündigemeinem volck/ daß ich ihnen das reich Jerusalem geben wil/ welches ich Israel wolte gegeben haben.II Vnd ich wil jener herzligkeit zu mir nehmen/ vnd ihnen ewige hütten zueignen/ welche ichjenen bereitet hatte.
12 Das holk deß lebens sol jhnen eine wolrieschende salbe seyn/ sie sollen weder arbeiten nochmüde werden.
13 Gehet hin/ so werdet ihr nehmen/ erbieteteuch wenig tage/ daß sie mögen anstehen/ das reichist euch schon bereitet/ wachet/ himmel vnd erdenfeyn zeugen/
14 Denn ich habe das böse vertilget/ vnd dasgute geschaffen/ so wahr als ich lebe/ spricht derHEr.
15 Dumutter vmbfange deine finder/ erzeuchsie mit freuden wie eine taube/ vnd stärcke shre füsse/ denn ich habe dich erwehlet/ spricht der HErr.
16 Vnd die todten wil ich von ihrer stett erwecken/ vnd sie auß den gräbern führen/ dieweil ichmeinen namen in Israel erfandt habe.
17 Fürchte dich nicht du finder mutter/ dennich habe dich erwehlet spricht der HErr.
Is Jch wildir zu hülf senden meine diener/ Jefaiam vnd Jeremiam/ nach welcher rath ich geheiliget/ vnd zugerichtet habe zwölf báume/ so sehrvoll sind/ von mancherley früchten.
19 Vnd so viel brunnen/ so von melch vndHonig fliessen/ vnd sieben grosse berge/ so von ro-fen vnd lilien stehen/ davon wil ich deine findermit freuden erfüllen.
20 Verschaffe der witwen recht/ richte derwaisen sache/ gib den dürftigen/ beschůze den verlaffenen/ den nackenden bekleide/ den verwundtenvnd francken heile/
21 Spotte deß lahmen nicht/ schüße den ge-brechlichen/ vnd den blinden laß vor mir ans liechtfommen.
22 Erhalt in deinen mauren alt vnd Jung.23 Wo du todten findest/ die verhülle/ vndlege sie ins grab/ so wil ich dir die oberstelle in meisner aufferstehung geben.
24 Mein volck sey stille vnd warte/ denn deineruhe wird kommen.
25 Dufrommepflegerinne ernehre deine kinder/ stärcke jhre füsse.
26 Vnd von den knechten/ so ich dir gegebenhabe/ sol keiner vmbkommen/ denn ich wil sie außdeiner anzahl fordern.
27 Werdenicht müde/ denn wenn der tag derangst vnd trübsal kommen wird/ so werden andereweinen vnd traurig seyn/ du aber wirft frolich seyn/vnd die fülle haben.
28 Es werden volcker wider dich eivern/ abernichts werden sie wider dich aufrichten können/spricht der Herz.
29 Meine Hände werden dich beschirmen/ daßdeine sohne das hellische fewer nicht sehen.30 Biß frolich du mutter mit deinen findern/denn ich wil dein retter seyn/ spricht der HErz.
31 Gedenck deiner finder/ so da schlaffen/ dennich wil sie auß der erden herfür bringen/ vndjhnenbarmherzigkeit erzeigen/ denn ich bin barmherzig/Spricht der Herz der allmächtig ist.
32 Vmb fahe deine finder/ biß daß ich komme/vnd ihnen barmherzigkeit erzeige/ den meine brun-nen lauffen vber/ vnd meine gnade kan nicht versfeihen.
Cap.III.
33 Jch Efra empfieng vom HErin einen besfehl auf dem berge Oreb/ daß ich zu Israel gehenfolte/ aber da ich zu jhnen fam/ verwarffen stemich/ vnd verachteten das Gebot deß HErm.
34 Derenthalben sage ich euch/ shr Heyden/die ihr diß höret vnd vernehmet. Erwartet ewershirten/ er wird euch ewige rühe geben/ denn er istnahe/ welcher amende der weltkommen wird.
35 Seyd bereit/ die belohnung deß reichs züempfangen/ denn das ewige liccht wird euch leuchten für vnd für in alle ewigkeit.
36 Fliehet den schatten dieser welt/ empfahetdie liebligkeit ewer herzligkeit/ ich ruffe offentlichmeinen heyland zum zeugen.
37 Empfahet das vertraute geschencke/ seytfrölich/ vnd saget danck dem/ der euch zu dem himlischenreich beruffen hat/
38 Machet euch herfür/ stehet auf/ vnd scherdie zahl derer so gezeichnet seyn/ zu der mahlzeit deßHErin/
39 Welche sich der finsterniß dieser weltengosgen haben/ vnd haben vom Heren schöne Kleiderempfangen.
40 Sion nimb deine zahl an/ vnd vmbfangedie deinen/ so mit weissen fleidern angethan seyn/die das Gesetze des HEren erfüllet haben.
41 Die zahl deiner finder/ die du begehrest/ isterfüllet/ bitte den Herzen/ daß dein volck geheiligetwerde/ welches von anbegin beruffen ist.
42 Jch Esra sahe auf dem berg Sion einegrosse schaar/ welche ich nicht zehlen kandte/ dielobten alle den HErm mit lobgesangen.
43 Vnd mitten vnter jhnen war ein Jungsling/ der mit seiner lang alle vbergieng/ vnd setzteeinem jeglichen eine krone aufs haupt/ vnd wardimmer grösser/ ich aber verwunderte mich hiersüber fast sehr.
44 Dafragte ich den Engel/ vnd sprach: Liesber Herz/ wer sind diese
45 Er antwortet vnd sprach zu mir: Diesefinds/ die das fterbliche kleid abgeleget/ vnd dasvnsterbliche angethan/ vnd den namen GOttesbefandt haben/ jekt werden sie gekronet/ vnd emspfahen Palmzweige.
46 Weiterfragte ich den Engel: Wer ist aberder Jüngling/ der ihnen die krone aufsehet/ vndgiebet jhnen palmzweige in die hande?
47 Vnder antwortet/ vnd sprach zu mir: Erist Gottes Sohn/ welchen sie in der weltbekandthaben/ Ich aber fieng an hochlich zu preisen/ die/welche so feste vor dem namen des HErbestansden waren.
4s Da sprach der Engel zu mir: Gehe hin/vnd verkündige meinem volck/ was vnd wie grossewunder des Herrn deines Gottes du gesehen hast.
Das III. Cap.
Efra bekümmert sich sehr vmb die vrsache/ warumb doch Gott Sion/ vnd dieJüdische Synagogen verworffen habe/ I. Hält dagegen den ſündlichen zuſtanddes Heydnischen Babylons / die nicht beffer ift/ 2. Widerhotet zudem ende von
weitem her/ den vrsprung des gantzen menschlichen geschlechts von Adam an/ 4.Gedencket dessen falles/ 7. Item der sünden der ersten weit/ S. Vnd derfunden nach der fündfluth/ 12. Jtem wie Gott / Abraham vnd seinen saamenihmerwchtet/ 13. Vnd den kindern Ifrael das Gefeh gegeben habe: welchesfie doch nicht gehalten haben/ 20. Besondern sie sind eben so wol sünder als vnsser erster vatter Adam/ 21. Ob nun wol Gott den David erwecket/ vnd einengewissen Gottesdienst geftiftet/ 23. So haben sie dennoch alle ecfündiget/ wie
Adam/ 26. Babylon hat es auch nicht besser gemacht/ 28. II. Hierauf entsfrehjet nun dem Efra die frage/ woher es denn komme/ daß da Jüden vnd Hers
dan gleich fern an fünden/ dennoch Sion verworffen/ vnd die Heyden angenomsSion/ als in Babylon funden werden/ 32.
nien werden/ 29. Zumain weil ia noch vermuthlich/ daß mehr gerechte in
Mdreyffigsten jahr nach der zersStörung der stadt/ war ich in Basbylon/ vnd da ich auf meinembette lag/ erschrack ich/ vnd allersley gedancken plagten mich imherzen.
2 Vber