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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Das IV. Buch Esra.

sagen.

Cap.VI.

52 Danndu solt ihr sagen/ warumb seyn die/die du jetzt geboren haft/ denen nicht gleich/ so vordir gewesen seyn/ sondern kleiner in der grösse?

34 Vnd ich spräch zushm: Nein HErz/ songe die/ welche da gebäret/ vnd sie wird dir esdern ich habe auß Mitleidigkeit also geredt/ dannes angsten mich meine Nieren alle stunden/ wannich begehre zu erkündigen den weg deß Allerhöchsten/ vnd zu erforschen ein theil seines Gerichts.35 Vnd er sprach zu mir: Du vermagst esnicht zu thun/ vnd ich sprach: Warumb HErz/worzu ward ich dann gebohren? Oder warumbward mir nicht meiner Mutter leib zum grabe/auf daß ich nicht hätte die mühe Jacobs sehen/vnd das elend des geschlechts Israel anschawendorffen.

36 Vnder sprach zu mir/ zehle mir die dinge/die noch nicht kommen seyn/ saffile mir die hin vndwieder gefallene tropffen/ vnd mache mir wiedergrünen die verdorzete blumen.

37 Deffene mir die verschlossene holen/ vndbringe mir herfür/ die darinn verschlossene winde/zeige mir das Bildnis einer stimme/ vnd alßdannwil ich dir fund thun die mühe/ welche du begehrestzu sehen.

38 Vnd ich sprach: HErdu Herzscher/ werist der diese dinge solte wissen/ dann nur der/ welcher vnter den menschen keine wohnung hat.

39 Jch aber bin vnverständig/ wie kan ich dannvon diesen dingen reden/ darumb du mich gefrasget haft?

40 Bnder sprach zu mir: Gleich wie du keines dieser dinge thun fanst/ also kanst du nicht erforschen mein Gerichte/ noch meine Liebe/ die ichdem volck verheissen habe.

41 Vnd ich sprach: Aber sihe HErr: Dubist nahe denen dingen/ so amende kommen sollen/was mages dann für eine gestalt haben mit denen/so vor vns gewesen seyn/ oder denen so nach vnskommen/ oder auch mit ons selbst?

42 Vnd er sprach zu mir: Ich wil meinegerichte einem frank vergleichen/ gleich wie indem das leste nicht zu langsam kompt/ also fomptdas erste auch nicht zu geschwinde.

43 Vnd ich antwortete vnd sprach: Kontestdu nicht die/ so geschaffen seyn/ vnd noch find/ vndgeschaffen sollen werden/ zugleich schaffen/ damitdu dein Gericht desto che hettest ergehen lassen?

44 Vnd er antwortet mir/ vnd sprach: Dasgeschöpfe fan nicht den Schöpfer vbereilen/ vnddie welt fan nicht zugleich alle/ die darinn sollengeschaffen werden/ tragen.

45 Da sprach ich: Wie du zu deinem knechtegesagt hast/ daß du die creaturen einsmals leben-dig gemacht habest/ vnd die welt habe sie da alle gestragen/ also hätte sie neben denselben auch die/ sojetzt verhanden seyn/ ja zu gleich mit köñen tragen.

46 Vader sprach zu mir/ frage die mutter desweibes/ vnd sprich zu ihr: Wann du gebierest/warumb geschicht solches nach langheit der zeitDerenthalben begehre von ihr/ daß sie dir zehenzugleich gebare.

47 Vnd ich sprach/ das wird sie zwar nichtthun können/ sondern das muß geschehen nachlangheit der zeit.

48 Vnder sprach zu mir: Also hab ich die er-de zur mutter gegeben/ diese/ so darauf gefået seyn/nach vnterscheid der zeit herfür zu bringen.

49 Dann gleich wie ein kleines find nichtthut die dinge/ so den alten zugehozen/ also hab ichsmit der zeit/ so von mir erschaffen ist.

50 Budich fragte/ vnd sprach: Dieweil dumir nun haft anleitung gegeben/ so wil ich weitervor dir reden/ dann vnser mutter/ davon du mirgesagt hast/ ist sie noch jung/ oder gehet ihr dasalter an?

51 Bud er antwortet mir/ vnd sprach: Fras

53 So wird sie dir antworten/ die andern seynin der kraft meiner jugend geboren/ vnd andere zurzeit des alters/ da die mutter abnimbt.

54 Derenthalben betrachte auch du/ daß auchihr kleiner seyd/ als die/ so vor euch gewesen seyn.

55 Vnd die nachkommen werden kleiner seyn/als shr/ die da seyn creaturen/ denen das alter anstritt/ vnd denen die stärcke der jugend entgehet.

56 Dasprach ich/ HErzich bitte/ so ich gna-de für deinen augen funden habe/ daß du deinemfnecht fund thust/ durch wen du deine creatur wollest heimsuchen.

Das VI. Capitel.

Gott zeuget/ daß der anfang und ende der zeit allein bey ihm stehe/ I. Efrawil der vorigen zeit ende/ vnd der fünftigen anfang wissen/ 7. Darauffwirdnicht geantwortet/ befondern nur ettiche exempel eingeführet/ darauß er verſeeshen kan/ daß einer zeit ende der anfang sey der andern/ 8. II. Efra wil gleichswol nicht aufhören/ besondern dennoch das ende der zeichen wissen/ 11. Daraufhöret er eine starcke stimmel 17. Ihre auffage wird erzehlet/ 18. Vnd Esra be-fohlen weiter zu faften/ 31. Das thuter/ 35. III. Diedet weiter zum HEran/ gs.Erzehlet die tagewerck der ersten Erschaffung/ 38. Schleust daß alle geschöpfwegen der Kirchen Gottes erschaffen seyen/ ss. Darumb fraget er wie es dankomme/ daß die Kirche Gottes nicht mit der welt erbe/ 59.

No er sprach zu mir: Jm anfangdeß crdenkreises/ vnd che von derwelt außgange etwas war/ vndche die winde zusamñen weheten.Vnd che die stimme des donnersgehöret ward.

2 Vnd eheder glans des blizes leuchtet: Vndche der grund des Paradeises bestätiget ward.

3 Ehe dann die schönen blumen gesehen wursden/ vnd che dann verfamblet wurden die vnzehlischen Heerscharen der Engel.

4 Ehe dann die höhe der luft erhaben ward/Vnd che dann die Maß des himmels namenbefam/ vnd ehe dann die Ofen in Sion brandten.

5 Eheman erforschete/ was in gegenwertigenjahren geschehen solte/ vnd che dann die gedanckenderer/ die jetzt fündigen/ entfrembdet wurden/ vndche dann versiegelt worden die/ so den glaubenssschatz gesamblet hatten.

6 Dahab ichs vorhin gedacht/ vnd alle dingeseynd durch mich alleine gemacht/ vnd durch keinen andern/ vnd das ende wird durch mich auchkommen/ vnd durch keinen andern.

7 Vnd ich antwortet/ vnd sprach: Welchewird seyn die vnterscheidung der zeit: Oder wannwird der vorigen zeit ende/ vnd der folgenden an-fang seyn? Er sprach zu mir:

s Von Abraham biß auf Isaac/ als von jhmgeboren seyn/ Jacob vnd Esau/ da hielt die handJacob anfänglich die fersen deß Esaus.

9 Dann das ende dieser zeit ist Esau / der ansfang der folgenden Jacob.

10 Die hand deß menschen zwischen den fersenvnd hand/ anders frage nicht Efra. Vnd ich antswortet vnd sprach:

II HErdu Herzscher/ so ich gnade gefunden habe vor deinen augen/ so bitte ich/ daß du deinen knechten wollest fund thun das ende deiner zeischen/ derer ein theil du mir die vorige nacht hastoffenbaret.

12 Vnd er antwortet/ vnd sprach zu mir:Stehe auf deine füsse/ vnd höre ein sehr gewaltigestimme.

13 Sie wird seyn gleichsam wie ein erdbidem/vnd doch wird der ort nicht beweget werden/ daßdu darauf stehen mögest.

14 Darumb wann sie redet/ solt du nicht ersschrecken/