Off. 20/2.
Cap. VI.
Das IV. Buch Efra.
schrecken/ denn das wort vom ende/ wird von derbefestigung deß erdreichs verstanden.
15 Dieweil das wort gleichsam selber erschriscket vnd bewogen wird.
16 Denn sie weiß/ daß ihr ende muß verendert
werden.
17 Vndes geschahe/ da ich diß gehöret hatte/stund ich auff meinen füffen/ vnd horete zu/ vndfihe/ eine stimme redete/ vnd shr schallwar wie dasrauschen vieler wasser/ vnd sprach:
Is Sihe die zeit fommet/ vnd es wird seyn/wenn ich werde beginnen herzu zunahen/ heimzufuchen die/ so aufferden wohnen.
19 Vnd wenn ich werde Rechenschafft for:dern/ von denen/ so mit ihrer vngerechtigkeit vnbillicher weise seyn schädlich gewesen/ vnd wenndas elende Sions wird ein ende haben/ vnd wenndie zeit/ so da kommen sol/ wird versiegelt werden.
30 Alsdenn wil ich diese zeichen thum: Eswerden bücher geöffnet werden/ vor dem gesichtdeß Himmels/ vnd das werden zugleich alle menschen sehen:
21 Vnd die kinder eines jahres alt/ werden re-den mit shren stimmen/ vnd die schwangern wersDen vnzeitige geburten gebaren/ finder von dreyenoder vier monden/ vnd die werden leben vnd aufffommen.
22 Vnd die drter so befeat seyn/ werden plo:lich scheinen/ als wenn sie nicht befact weren/ vnddie vollen speißkanamern werden bald ledig gefunsden werden.
23 Vnd eine pofaune wird erfchallen/ welchealle horen/ vnd bald erschrecken werden.
24 Vnd es wird zu der zeit ein freund seinenfreund/ wie einen feind durch frieg angreiffen/ vndDie erde wird mit diesen erschrecken/ vnd die brunnquelle werden stehen bleiben/ vnd innerhalb dreystunden nicht fliessen.
25Vnd es wird seyn ein jeglicher/ der unterallen denen/ davon ich dir verkündiget habe/ vberbleiben wird/ der wird errettet werden/ vnd wirdmein heyl/ vnd das ende einer zeit sehen.
26 Vnd es werdens sehen die Menschen/ soangenommen seyn/ die den todt von ihrer Geburtnicht geschmecket haben/ vnd das hers derer/ so auferden wohnen/ wird verändert/ vnd in einen an-dern sinn verkehret werden.
27 Denn das bose wird abgeschafft/ vnd derbetrug abgethan werden.
28 Der glaub aber wird blühen/ vnd die vntreu wird vberwunden werden/ die warheit/ die inso viel tagen ohne frucht gewesen ist/ wird offenbarwerden.
29 Vndes geschahe/ da er das zu mir redete.Vnd fihe/ ich sahe denselbigen der vor mir stund/gemehlig an.
30 Vnder redete zu mir dieses: Ich bin kommen/ daß ich dir fund thue die zeit der zukünfftisgen nacht.
31 So dunun abermal beten/ vnd abermalfieben tage fasten wirst/ so wil ich dir abermal großfer dinge/ denn diese in den tagen/ davon ich gehoret habe/ verkündigen.
32 Denn deine stimme ist von dem Allerhöchften erhöret. Denn der da mächtig ist/ hat deinenrechten wandel gesehen/ vnd die keuschheit/ so duvon Jugend auff bewehret hast/ bedacht.
33 Darumb hat er mich gesandt/ dieses allesdir kunde zu thun/ vnd zu sagen: Sey getrost vndfürchte dich nicht.
34 Vnd eile nicht/ wie du in der vorigen zeitgethan hast/ vergebliche dinge zu gedencken/ damitdu mit deinem eile nit irzest/ die lezze zeit zuerkenne.
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35 Vnd nach diesem weinete ich abermal vndfastete sieben tage/ daß ich drey wochen erfüllete/welche mir bestimmet waren.
36 Vndes geschah in der achten nacht/ vndmein herz ward abermal sehr erschrocken/ vnd ichfieng an vor dem Allerhöchsten zu reden.
37 Denn mein Geist war sehr einbrünstig/vnd meine seele ward sehr geångstet.
38 Vndich sprach: HErzdu hast geredetim anfang der schöpffung/ vnd deß ersten tages gessprochen: Es werde hummel vnd erden/ vnd durchdein wort ist ein vollkommen werck geworden.
39 Vndeswar zu der zeit der geist der finstersnis vnd stillschweigen allenthalben.Der schall dermenschlichen stimm war noch nicht von dir gesmacht.
40 Allda haftu von deinen Schäßen heissenherfür kommen ein helles liecht/ damit deine werckemöchten gesehen werden.
41 Deß andern tages haftu geschaffen dielufft der feste/ vnd ihm befohlen/ daß sie zertheilete/vnd einen vnterscheid machte zwischen den was-sern/ daß ein Theil in die hohe wiche/ ein theil aberDanieden blibe/
42 Deß dritten tages haftu dem wasser befoh-len/ sich zu samlen in den siebenden theil deßerdreichs. Sechs theile aber hastu trucken erhalten/daß man darin besden vnd bauen möchte.
43 So bald dein wort erschollen ist/ alsbaldist ein werck darauß geworden.
44 Dennes seyn alsbald herfür kommen vielvnd mannigfältige früchte/ vnd mancherley ding/so lieblichen geschmack haben/ sampt blummen vonvnwandelbaren farben/ vnd würke/ sowunderlischen geruch geben. Vnd diese dinge seyn am dritten tage gemacht.
45 Am vierdten tage befahleft du/ daß dawürde der sonnen glans/ das liecht deß monden/vnd die ordnung der sternen.
46 Vnd hast ihnen befohlen/ daß sie den menschen dieneten/ der noch fünfftig solte geschaffenwerden.
47 Deß fünfften tages aber hast du dem fiesbenden theil/ da das wasser verfamlet war/ geboten/ daß er herfür bråchte thiere/ vogel vid fische/vnd es geschach also.
48 Das wasser/ fo verendert/ vnd ohn lebenwar/ brachte thiere herfür welche auß Gotteswillen befohlen wurden/ damit dadurch die volckerdeine wunderthaten erkenneten.
49 Vnd daselbst haft du erhalten zwo feelen/vnd haft den namen der einen genant Behemoth /den namen der andern hast du genant Leviathan.
50 Vnd hast dieselbige eine von der anderngethan/ denn der siebende theil/ da das wasserversfamlet war/ fondt fie nicht zugleich halten.
51 Vnd hast Behemoth zugeordnet einentheil/ der getrucknet war am dritten tage/ daß er dasselbst wohnete/ da tausend berge seyn/
52 Dem Leviathan aber haft du eingeräumesden siebenden vnd feuchten theil/ vnd hast daselbstihn gehalten/ daß er verschlinge/ welche/ vnd wendu wilt.
53 Am sechsten tage aber hast du der erden besfohlen/ daß sie vor dir herfür bráchte vieh vnd thiesre/ der friechenden thiere.
54 Vnd vber diesem haftu geschaffen Adam/welchendu gesehet hast zum Obersten vber alles/was du gemacht hattest/ vnd von diesem entspriesssen wir alle/ auch das volck/ welches du erwehlethaft.
55 Diß alles aber hab ich für dir HEri gesredt/ dieweil du vnsert halbe die erde geschaffe haft.R56 Von