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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Das IV. Buch Efra.

56 Von den andern volckern aber/ so vonAdam geboren seyn/ hast du gesaget/ daß sie nichtsseyn/ vnd sie sind verglichen einem speichel/ vndhaft ihren reichthumb gleich gemacht einem tropfsfen/ so von einem gefeß fleust.

57 Aber nun HErz/ fihe die volcker/ so vornichts geachtet sind die haben angefangenvber vns zu herzschen/ vnd vns zu fressen.

58 Wir aber dein volck/ welches du genandthaft deine erstgebornen/ deinen einigen Sohn/feind vbergeben in jhre hände.

59. Ist nun vnsernthalben die welt erschaffen/warumb befizen wir denn nicht vnser erbtheil derwelt? Wie lang soll doch dises wären?

Das VII. Cap.

Der Engel beantwortet/ dienechst vorgegebene frage: Daß darumb die kirthe Gottes nicht mit der welt erbe/ dieweil sie mußte/ durch einen engen weg/ zuihrem erbe gehen: Erkläret solches mit etlichen gleichnissen/ 1. Lehret daraufEfram/ daß er mehr auf das künftige/ als gegenwertige sehen soll/ 16. Vnd daßdie gottlosen auf eigenem willen verderben/ 21. Bertróftet Efram/ daß Christusmit dem jüngsten gericht gewiß tommen werde/ 28. II. Efra will das verbicsten/ vnd führet ettiche exempel ein/ derer die für die gottlosen gebeten haben/ 36.Barumb solt ers denn auch nicht thun? 41. Darauf wird geantwortet/ daßes mit dem jüngsten gerichte/ gar einen andern bescheid habe/ 42. III. Dasmacher Efram was ongedultig/ daß er meinet/ weil der fündige mensch für ges

richte folle geſteller werden/ daß es weit beffer gewesen were/ Gott hette des

Adams fall verhütet/ oder daß der mensch niemain geboren were/ 46. Daraufwird ihm aber der Bescheid/ daß der mensch müsse einen geistlichen tampf auferden führen/ vnd ringen nach dem besten/ 57. Darauf gibt sich Efra wasbeffer zu friden/ vnd getröstet sich der groffen barmherzigkeit Gottes/ die cr

dennoch über die menschen ergehen läffet/ daß gleichwol noch etliche viele felig

werden/ 62.

No es geschach/ als ich diese redevollendet hatte/ ward zu mir gesand der Engel/ welcher zu mirin den ersten nachten gesandt

war.

2 Vnd sprach zu mir: Esrastehe auf/ vnd höre die wort/ die ich kommen binDir anzutragen.

3 Budich sprach: Mein Gottrede/ vnd ersprach zumir: Es ist ein Meer gesezt/ an einenraumen ort/ deffen tieffe vnermeßlich ist.

4 Es hat aber einen engen eingang/ welcherden flüssen gleich ist.

5 Wer wird denn seyn/ der begehret in dasselbige meer zu gehen/ daß er dasselbige besichtige/oder darüber herzsche? So er nicht wird gehendurch den engen weg/ wie wird er auf die weitekommen können?

6 Deßgleichen ein anders: Es ist ein statt ge-bawet/ vnd gesezet aufeinem ebenen felde: Vollaller gåter.

7 Ihr eingang aber ist enge/ vnd an einem jehen ort/ also/ daß zur rechten hand feuer ist/ zurlincken aber ein treffes wasser.

s Es ist aber hiezwischen/ das ist/ zwischendem feuer vnd wasser/ ein enger fußsteig/ daß aufdemselben nichts/ denn nur ein einiger mensch ge-Hen fan:

9 Wenn aber diese statt einem menschen zumerbe gegeben würde/ wie würd er sein erb könnenerlangen/ so er sich nimmer durch die vorgesetztegefahr wagen würde?

To Bnd ich sprach: HERR/ dem ist also.Vnd er sprach zu mir/ also hält sichs auch mitdem theil Israel..

II Denn ihrenthalben hab ich die welt geschaffen/ aber da Adam meine Gesetz vbertrat/ ist beschlossen vber shmwas geschehen ist.

12 Vnd die eingänge zu diser welt/ find enge/schmal vnd voller schmerz vnd mühe gewesen/darzu wenig vnd bose/ vnd voller gefahr/ vndvmbher mit groffer arbeit beleget.

13 Dagegen die eingänge der grossen weltseyn weit vnd sicher/ vnd bringen früchte der vn-Sterblichkeit.

Cap. VII.

lichen vnd eiteln leben/ nicht hinwandern/ so werden sie nicht können die guter cinpfangen/ so beygelegt seyn.

15 Warumb bistu denn jez so erschrocken/ weildu sterblich bist?

16 Warumb nimbst du nicht zu hergen waskünftig ist/ sondern nur das/ was gegenwertig ist e

17 Da antwortet ich/ vnd sprach: HErdu Herzscher/ sihe/ du hast es durch dein Gesezgeordnet/ daß die Gerechten dise dinge erben sollen.

Is Die gottlosen aber sollen vmbkommen.Sollen den die gerechten angst davon bringen/ dasie das raume hoffen: Denn welche gottlos geshandelt/ vnd die angst nicht gelitten haben/ diewerden auch das raume nicht sehen.

19 Vnder sprach zu mir: Es ist fein richtervber Gott/ vnd fein weiser ober den Höchsten.

20 Denn viel von denen/ so vorhanden seyn/fommen vmb/ dieweil sie das gegebene gesetzeGottes auß den augen setzen.

21 Denn Gott hat ernstlich gebotten/ denenso in dise welt kommen/ was sic/ wenn sie kommenseyn/ thun follen/ damit sie ieben/ vnd was sie hal-ten sollen/ damit sie nicht gestraffet werden.

22 Sie aber haben sich nicht wollen beredenlaffen/ vnd widersprechen/ hm/ vnd gehen mit al-lerley rencken vmb.

23 Vnd nehmen ihnen für/ jhre mißhandlungzu beschönen/ vnd wider den Hochsten zu reden/daß er nicht sey.

24 Vnd haben seine wege nicht erkandt/ sonsdern seine geseze verachten sie/ vnd seine verheissfungen verleugnen sie/ vnd glauben seinen Rechtennicht/ vnd seine werck/ die er geboten hat/ vollbrinsgen sie nicht.

25 Darumb Esra/ das leere bleibt dem leeren/vnd das volle den vollen.

26 Sihe/ es wird die zeit kommen/ vnd diezeichen/ welche ich verkündiget habe/ werden kommen/ alsdenn wird die braut offenbar werden/ vndindem sie erscheinet/ wird gezeiget fverden die erde/so jetzt entzogen wird.

27 Vnd ein jeglicher so vbergeblieben ist/von dem zuvor angedrdueten vnglück/ der wirdmeine wunder sehen.

28 Denn mein Sohn Jesus wird erscheinenmit denen/ die jhm nachfolgen/ vnd es werden erfrewet werden/ welche sind vbrig geblieben vierhundert jahr lang.

29 Vnd es wird geschehen nach disen jahren/wird mein Sohn Christus sterben/ vnd alle menschen/ so dem haben.

30 Vnd die zeit wird verwandelt werden inder alten stille/ sieben tage lang/ wie in den vorigen strafen/ also/ daß niemand vbrig bleibe.

31 Vndes wird geschehen nach siben tagen/wird eine zeit erwecket werden/ so noch nicht waschet/ vnd das verdorbene wird sterben.

32 Vnd die erde wird wider geben/ welchedarinnen schlaffen/ vnd der staub diejenigen/ so inder stille wohnen/ vnd die gråber werden widergesben die seelen/ welche ihnen anbefohlen seyn.

33 Da wird dann der Allerhöchste erscheinenaufdem thron des gerichts/ alles elend wird fürsüber gehen/ vnd langmütigkeit wird versamletwerden.

34 Das gericht aber wird allein übrig bleiben:Die warheit wird bestchen/ vnd der glaube wirdfräfte gewinnen..

35 Vnd das werck wird folgen/ vnd der lohnwird offenbar gemacht werden/ vnd gerechtigkeitwird erwachen/ vnd vngerechtigkeit wird nicht

14 So nundie/ die jetzt leben in diesem angst mehr herzschen.

36 II. Vnd