Scheinet daß zum
croft der letzten zerstö
Cap. X.
Das IV. Buch Efra.
vnsere finder haben schmach gelitten/ vnd vnserepriester sind verbrandt/ vnsere Leviten sind in dasgefängnis geführet/ vnd vnsere Jungfrauen sindgeschändet/ vn vnsere weiber mit gewalt geschwächet/ vnd die gerechten/ so vnter vns seyn/ weggesführet/ vnd vnsere kleine finder sind getödtet/ vndvnsere Jüngling dienstbar/ vnd vnsere starckenfind schwach worden.
23 Vnd das das allergröfte ist/ Sion ist sei-ner ehr beraubt/ denn sie ist denen in die hande gesgeben/ die vns hassen.
24 Darumb schlage deine grosse traurigkeitauß deinem siñ/ vnd lege die grösse deines schmer-zens von dir/ daß dir der Allmächtige wider gndsdig werde/ vnd der Allerhöchste dir ruhe schaffe/vnd ergezung von deiner arbeit.
25 II. Vnd es geschahe/ daich also zu ihr resrung die herzlichkeit dete/ ward jhr angesicht vnd gestalt alsbald hell/folt entgegen gefest ihr gesicht ward glänzend/ also/ daß ich mich sehrwerden. Von erba für ihr entfekete/ vnd gedacht/ was das were?
26 Vnd sihe/ alsbald gieng von ihr ein großgedohn/ ein schall ihrer stimm/ so sehr schrecklichwar/ also daß die erde von dem gedohn des weibesbewegt ward. Vnd ich sahees.
27 Vnd fihe/ ich sahe das weib nicht mehr/sondern es ward eine stadt erbauet/ vnd es wardmir der ort gezeiget/ deffen grundfest sehr groß
war.
28 Vnd ich fürchte mich/ vnd rief mit lauterftimm/ vnd sprach: Wo ist der Engel Briel/welcher anfänglich zu mir kommen ist? Dann erhates gemacht/ daß ich in die entzückung diser hosHen gedancken kommen bin/ vnd mein ende ist zumverderben gerahten/ vnd mein gebett zum hohn
worden.
29 Vnd da ich dißredete/ sihe/ da kam er zumir/ vnd sahe mich.
30 Vnd sihe/ ich lag als ein todter/ vnd meinverstand war hinweg.
31 Vnd er hielt mich bey der rechten hand/vnd stärckte mich/ vnd stellete mich auf meine füß-se/ vnd sprach zu mir: Was ist dir? vnd warumbist dein verstand/ vnd die sinne deines herzensverwirzet? warumb erschrickestu?
32 Vnd ich sprach: Darumb/ daß du michverlassen hast. Ich zwar habe gethan nach deinenworten/ vnd bin aufs feld gegangen/ vnd sihe/ dahabe ich etwas gesehen/ das ich nicht außredenfan.
33 Vnd er sprach zu mir: Stehe wie einmann/ so wil ich dich vnterweisen.
34 Vnd ich sprach? Rede mein HEr/ dubist in mir/ verlaß mich doch nicht/ daß ich nichtohn vrsach sterbe.
35 Denn ich habe gesehen das/ davon ich nichtwuste/ vnd hore/ das ich nicht verstehe.
36 Oder werden meine sinne bethöret/ vndtraumet meiner feelen?
37 Darumb bitte ich dich jekt/ daß du deinemknecht von diesen hohen dingen vnterzicht thunwolleft.
35 Vnd er sprach zu mir: Hore/ Ich wildich lehren vnd dir sagen/ von den dingen/ dars
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42 Jegund aber fihestu nicht mehr eine gestalteines weibes/ sondern dir ist erschienen/ daß einestatt erbauet werde.
43 Vnd daß sie dir erzehlet hat von dem fallihres Sohns/ hat diesen verstand.
44 Das weib so du gesehen hast/ ist Sion/vnd daß sie mit dir geredet hat/ vnd sie auch nochsehen wirst/ wie ein erbauete stadt.
45 Vnd daß sie dir gesagt hat/ daß sie dreyssigjahr vnfruchtbar gewesen were/ das sind die dreys-sigjahr/ darinnen noch kein opfer geschehen.
46 Aber nach dreyffig jahren hat Salomondie stadt gebauet/ vnd hat geopffert/ da hat die vnsfruchtbare einen Sohn geboren.
47 Daß sie aber dir gesagt hat/ daß sie denSohn mit vnruhe erzogen habe/ das war die wohnung in Jerufalem.
4s Vnd daß sie dir gefaget hat/ daß ihr Sohn/da cr in sein bette kommen/ durch einen fall/ so ihmbegegnet/ gestorben sey/ das ist der fall Jerusalem /so geschehen ist.
49 Daß du haft ihr gleichnis gesehen/ wie sieihren Sohn beweinete/ vnd angefangen hast sie zutrösten/ ist geschehen wegen dessen/ daß dir diß sol-tefund gethan werden.
so Vnd nun sihet der Allerhöchste/ daß duvon herzen betrübt senest/ vnd daß du von herzenfür sie leid tragest/
51 Darumb hat er dir gezeiget die herzlichkeitIhrer ehre/ vnd die schönheit shres schmücks/ denndarumb sagte ich dir/ daß du bleiben soltest auf demfelde/ da kein hauß gebauet ist.
52 Dennich wußte/ daß der HErr der Aller-höchste dir dise dinge anfieng zu zeigen.
53 Darumb hab ich dir gesagt/ daß du kommen soltest auf dem acker/ da kein grund einigesgebaues geleget war.
54 Denn es fonte auch nicht das werck einesmenschlichen gebaues bestehen an dem ort/ da deßAllerhöchsten stadt gezeiget werden solte.
55 Darumb fürchte du dich nicht/ vnd deinher erschreckenicht/ sondern gehe herein/ vnd besfihe die schöne vnd grösse deß gebaues/ so viel dumit dem gesichte begreiffen kanst.
56 Darnach wirftu horen/ so viel du mit dei-nenohren horen kanst.
57 Denn du bist selig für vielen/ vnd bist beydem Höchsten beruffen/ dahin wenig beruffenseyn.
5s Aber die nacht vber/ so morgen kommenwird/ solt du hie bleiben.
59 Alsdenn wird dir der Allerhöchste kundthun die gesichte der lezten dinge/ welche der Hoch-ste thun wird denen/ so auf erden wohnen/ zu denletzten zeiten.
60 Vnd ich schlief die nacht/ vnd die anderedaselbst/ wie er mir gesagt hatte.
Das XI. Cap.
Esra fihet im traum einen wunderfelzamen Adler/ mit zwelfflügeln/ vnd3. topfen/ 1. Der flcuget vnd heraschet auferden.s. Redet durch den bauch/ 10.Vnd entstehen auß ihm viel andere federn/ die auch regieren/ aber bald hinwisder vergehen/ II. Der eine topf schrecket die gantze erde/ 32. Darnach friffetcin kopf den andern auf/ 35. III. Es erscheinet ein Low/ 36. Der redet wie ein
über du dich fürchtest/ denn der Allerhöchste hat mensch wider den Adler/ 37. Schilt denselben hart/ wegen seiner vnthaten/ 38.
dir viel geheimnisse geoffenbaret.
39 Er hat deinen richtigen wandel gesehen/daß du ohne aufhören vmb deines volcks willen bestrübet warest/ vnd vmb Sions willen sehr weisnetest.
40 Diß ist derenthalben der verstand deß ge-sichts/ so dir kurz zuvor erschiene.
41 Das weib/ das du gesehen haft weinen/haft du angefangen zu trösten.
Vnd daß Gott wider ihn zürne/ 43. Flucht ihm deßwegen den vndergang/ 45.
No ich hatte einen fraum/ vndfihe/ es stieg auß dem Meer einAdler/ welcher zwölfflügel/ vnddrey köpffe hatte.
2 Vnd ich sahe/ vnd sihe/er breitete seine flügel auß in die
gange welt/ vnd alle winde des himmels bliesenaufjhn/ vnd wurden versamlet.3 234
Es scheinet/ als wolte
der Scribent in diesem
traum das Reich desgrossen RömischenAntichrists beschreiben.