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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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Scheinet daß zum

croft der letzten zerstö

Cap. X.

Das IV. Buch Efra.

vnsere finder haben schmach gelitten/ vnd vnserepriester sind verbrandt/ vnsere Leviten sind in dasgefängnis geführet/ vnd vnsere Jungfrauen sindgeschändet/ vn vnsere weiber mit gewalt geschwächet/ vnd die gerechten/ so vnter vns seyn/ weggesführet/ vnd vnsere kleine finder sind getödtet/ vndvnsere Jüngling dienstbar/ vnd vnsere starckenfind schwach worden.

23 Vnd das das allergröfte ist/ Sion ist sei-ner ehr beraubt/ denn sie ist denen in die hande gesgeben/ die vns hassen.

24 Darumb schlage deine grosse traurigkeitauß deinem siñ/ vnd lege die grösse deines schmer-zens von dir/ daß dir der Allmächtige wider gndsdig werde/ vnd der Allerhöchste dir ruhe schaffe/vnd ergezung von deiner arbeit.

25 II. Vnd es geschahe/ daich also zu ihr resrung die herzlichkeit dete/ ward jhr angesicht vnd gestalt alsbald hell/folt entgegen gefest ihr gesicht ward glänzend/ also/ daß ich mich sehrwerden. Von erba für ihr entfekete/ vnd gedacht/ was das were?

der Christlichen firchen

wung der neuen stattJerusalem fihe Off.21, 10.

26 Vnd sihe/ alsbald gieng von ihr ein großgedohn/ ein schall ihrer stimm/ so sehr schrecklichwar/ also daß die erde von dem gedohn des weibesbewegt ward. Vnd ich sahees.

27 Vnd fihe/ ich sahe das weib nicht mehr/sondern es ward eine stadt erbauet/ vnd es wardmir der ort gezeiget/ deffen grundfest sehr groß

war.

28 Vnd ich fürchte mich/ vnd rief mit lauterftimm/ vnd sprach: Wo ist der Engel Briel/welcher anfänglich zu mir kommen ist? Dann erhates gemacht/ daß ich in die entzückung diser hosHen gedancken kommen bin/ vnd mein ende ist zumverderben gerahten/ vnd mein gebett zum hohn

worden.

29 Vnd da ich dißredete/ sihe/ da kam er zumir/ vnd sahe mich.

30 Vnd sihe/ ich lag als ein todter/ vnd meinverstand war hinweg.

31 Vnd er hielt mich bey der rechten hand/vnd stärckte mich/ vnd stellete mich auf meine füß-se/ vnd sprach zu mir: Was ist dir? vnd warumbist dein verstand/ vnd die sinne deines herzensverwirzet? warumb erschrickestu?

32 Vnd ich sprach: Darumb/ daß du michverlassen hast. Ich zwar habe gethan nach deinenworten/ vnd bin aufs feld gegangen/ vnd sihe/ dahabe ich etwas gesehen/ das ich nicht außredenfan.

33 Vnd er sprach zu mir: Stehe wie einmann/ so wil ich dich vnterweisen.

34 Vnd ich sprach? Rede mein HEr/ dubist in mir/ verlaß mich doch nicht/ daß ich nichtohn vrsach sterbe.

35 Denn ich habe gesehen das/ davon ich nichtwuste/ vnd hore/ das ich nicht verstehe.

36 Oder werden meine sinne bethöret/ vndtraumet meiner feelen?

37 Darumb bitte ich dich jekt/ daß du deinemknecht von diesen hohen dingen vnterzicht thunwolleft.

35 Vnd er sprach zu mir: Hore/ Ich wildich lehren vnd dir sagen/ von den dingen/ dars

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42 Jegund aber fihestu nicht mehr eine gestalteines weibes/ sondern dir ist erschienen/ daß einestatt erbauet werde.

43 Vnd daß sie dir erzehlet hat von dem fallihres Sohns/ hat diesen verstand.

44 Das weib so du gesehen hast/ ist Sion/vnd daß sie mit dir geredet hat/ vnd sie auch nochsehen wirst/ wie ein erbauete stadt.

45 Vnd daß sie dir gesagt hat/ daß sie dreyssigjahr vnfruchtbar gewesen were/ das sind die dreys-sigjahr/ darinnen noch kein opfer geschehen.

46 Aber nach dreyffig jahren hat Salomondie stadt gebauet/ vnd hat geopffert/ da hat die vnsfruchtbare einen Sohn geboren.

47 Daß sie aber dir gesagt hat/ daß sie denSohn mit vnruhe erzogen habe/ das war die wohnung in Jerufalem.

4s Vnd daß sie dir gefaget hat/ daß ihr Sohn/da cr in sein bette kommen/ durch einen fall/ so ihmbegegnet/ gestorben sey/ das ist der fall Jerusalem /so geschehen ist.

49 Daß du haft ihr gleichnis gesehen/ wie sieihren Sohn beweinete/ vnd angefangen hast sie zutrösten/ ist geschehen wegen dessen/ daß dir diß sol-tefund gethan werden.

so Vnd nun sihet der Allerhöchste/ daß duvon herzen betrübt senest/ vnd daß du von herzenfür sie leid tragest/

51 Darumb hat er dir gezeiget die herzlichkeitIhrer ehre/ vnd die schönheit shres schmücks/ denndarumb sagte ich dir/ daß du bleiben soltest auf demfelde/ da kein hauß gebauet ist.

52 Dennich wußte/ daß der HErr der Aller-höchste dir dise dinge anfieng zu zeigen.

53 Darumb hab ich dir gesagt/ daß du kommen soltest auf dem acker/ da kein grund einigesgebaues geleget war.

54 Denn es fonte auch nicht das werck einesmenschlichen gebaues bestehen an dem ort/ da deßAllerhöchsten stadt gezeiget werden solte.

55 Darumb fürchte du dich nicht/ vnd deinher erschreckenicht/ sondern gehe herein/ vnd besfihe die schöne vnd grösse deß gebaues/ so viel dumit dem gesichte begreiffen kanst.

56 Darnach wirftu horen/ so viel du mit dei-nenohren horen kanst.

57 Denn du bist selig für vielen/ vnd bist beydem Höchsten beruffen/ dahin wenig beruffenseyn.

5s Aber die nacht vber/ so morgen kommenwird/ solt du hie bleiben.

59 Alsdenn wird dir der Allerhöchste kundthun die gesichte der lezten dinge/ welche der Hoch-ste thun wird denen/ so auf erden wohnen/ zu denletzten zeiten.

60 Vnd ich schlief die nacht/ vnd die anderedaselbst/ wie er mir gesagt hatte.

Das XI. Cap.

Esra fihet im traum einen wunderfelzamen Adler/ mit zwelfflügeln/ vnd3. topfen/ 1. Der flcuget vnd heraschet auferden.s. Redet durch den bauch/ 10.Vnd entstehen auß ihm viel andere federn/ die auch regieren/ aber bald hinwisder vergehen/ II. Der eine topf schrecket die gantze erde/ 32. Darnach friffetcin kopf den andern auf/ 35. III. Es erscheinet ein Low/ 36. Der redet wie ein

über du dich fürchtest/ denn der Allerhöchste hat mensch wider den Adler/ 37. Schilt denselben hart/ wegen seiner vnthaten/ 38.

dir viel geheimnisse geoffenbaret.

39 Er hat deinen richtigen wandel gesehen/daß du ohne aufhören vmb deines volcks willen bestrübet warest/ vnd vmb Sions willen sehr weisnetest.

40 Diß ist derenthalben der verstand deß ge-sichts/ so dir kurz zuvor erschiene.

41 Das weib/ das du gesehen haft weinen/haft du angefangen zu trösten.

Vnd daß Gott wider ihn zürne/ 43. Flucht ihm deßwegen den vndergang/ 45.

No ich hatte einen fraum/ vndfihe/ es stieg auß dem Meer einAdler/ welcher zwölfflügel/ vnddrey köpffe hatte.

2 Vnd ich sahe/ vnd sihe/er breitete seine flügel auß in die

gange welt/ vnd alle winde des himmels bliesenaufjhn/ vnd wurden versamlet.3 234

Es scheinet/ als wolte

der Scribent in diesem

traum das Reich desgrossen RömischenAntichrists beschreiben.