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Das III. Buch der Maccabeer.
mannheit verlieffen/ vertilget/ vnd groß wasserder sundfluth über sie geschicket.
5 Du hast auch die hochmütigen Sodomiter/derer sünden helt am tage waren/ mit fewer vndschwefel verbrandt.
Cap. III.
21 Konte weder gehen noch stehen/ noch einwort machen/ so hatte jhn das gericht Gottes versstricket.
22 Daher seine freunde vnd leibdiener/ als siesahen/ daß ihn die straff geschwind vnd scharffangriffe/ traweten ihm nicht das leben zu/ zo-gen ihn derwegen schnell heraus mit grossemschrecken.
6 Vnd hast sie zum beyspiel gesetzet allennachkommen. Du hast an dem frechen Pharao /der dein heiliges volck Israel mit schwerer dienstbarkeit belegte/ deine gewalt bewiesen/ vndihn mit manchen vnd viclerley plagen gezüchselbst fam/ ließ ers ihm doch gar nicht teid seyn/tiget.
7 Vnd hastanjhm fund gemacht deine grossestärcke/ vnd da er Ifrael mit wagen vnd volcknachjagete/ in der tieffe des meers erfäuffet.
s Bud die/ so dir allein/ der du aller Creaturzu gebieten haft/ traueten/ frey hindurchgeführet/die auch daher die wercke deiner hände erkandt/ vnddich allmächtigen Gott gelobet haben.
9 Du Konig/ der du die vnvmbgreifflichevnd vnmäßliche grosse erde erschaffen haft/ duhast diese stadt erwehlet/ vnd diesen ort geheisliget/ zu deines namens chre/ wiewol du femmesdinges bedarffft/ vnd hast shn durch vielerleygrosse erscheinung herrlich gemacht/ zumruhm vnd Preiß deines grossen vnd herzlichenNamens.
Io Vnd aus lieb/ die du getragen hast gegendem hauß Israel/ hast du gnädige verheissung ge-than/ daß/ wann vns ein vnglück treffen/ vnd nothzu handen stoffen würde/ vnd wir an diesen ortkommen/ vnd zu dir beten würden/ daß du vnswollefterhören.
II Nun HErz/ du bist warhafftig vnd getrew/dann du hast auch offtermaln vnsern våttern/wann sie auch in cufferster noth gewesen/ ge-holffen/ vnd haft sie aus vielem vnglück er
rettet.
12 Schaue an/ du heiliger König/ wir werdennun vid vnser grossen vnd vielen sünden willenvndertrucket/ vnd sind vnsern feinden vnderworffen/ vnd werden vnsers vnvermögens halbenverachtet.
13 Vnd in diesem vnsern vnfall vnterfängetsich dieser stolze vnd gottlose mensch zu freveln/vnd wider deinen heiligen ort/ den du deinem nasmen zugeeignet hast.
14 Dan deine wohnung des Himmels thron/ist den menschen vnbegreifflich. Weil es diraber gefallen hat/ daß deine chre in deinemVolck Ifrael wohnete/ haftu diesen ort gehei:liget.
15 Ráche dich ja nicht an vns/ durch diese jhrevnreinigkeit/ vnd straffe vns ja nicht durch ihreentheiligung.
16 Auff daß sich die gottlosen in shrem zornnicht erheben/ vnd sich nicht frewen in der Hoffartshrer zungen/ vnd sprechen: Wir haben gleichwol das hauß des Heiligthumbs betreten/ nichtanderst/ wie sonsten die häuser der greuel betretenwerden.
17 Vertilge vnsere fünde/ vnd zerstrewe vnsere misfechat/ vnd beweise deine Barmherzigkeitzu dieser stunde.
IS Erbarm dich vnser bald/ vnd lege den ruhmin den mund derer/ die für dir ligen/ vnd zerschlagenes herzen seyn/ vnd schaffe vns friede.
II. Darauffhat Gott / der alles heimsucht/19ond für allen heilig ist/ vnd in seinem heiligthumbdas heilige Gebet erhöret/ den stolzen vnd über:mütigen freveler geschlagen
20 Daß er auff beyden seiten hin vnd her gewebechat/ wie ein rohr/ das vom winde bewegetwird/ ward gerühret/ lag auff der erden.
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23 Eine weil hernach abez/ als er wieder zu sich
sondern zog mit bittern drauworten davon.
24 Als er aber in Egypten fam/ vnd in seinerboßheit zumam/ hat er nicht allein durch vorange-zeigte/ feine mithelffer vnd benstand/ bey denenfeine gerechtigkeit galt/ in vnzehlichem mutwillenverharret/ sondern ist auch so weit gerathen/ daßer an allen orten låsterungen anrichtete.
25 Viel auch seiner freunde/ die in seinenanschlag verwilligten/ folgeten ganz vnd gar sei-nemwillen.
26 Vnd der König nahm ihm für/ dem volckoffentlich eine schmach anzuhängen/ vnd richteteeine seule auff/ am thurn beym hofe/ vnd grub einesolche schrifft daran.
27 Daßniemand/ der nicht opffern würde/ injhr heiligthumb eingehen solte/ vnd daß die Judenvnter das volck auffgeschriben/ vnd zu knechtengemacht werden solten.
25 Vnd so sich jemand widerspenstig erzeigenwürde/ daß er mit gewalt bezwungen/ vnd getod=tet werden solte.
29 Item/ daß den jenigen/ so auffgeschriebenwürden/ ein Mahl solte gebrant werden an jhremleib/ nemlich ein Ephew- blat/ welches des WeinsGottes zeichen ist:
30 Welche aller ihrer vorigen freyheit hiedurch solten verlustiget werden.
31 Gleichwol aber/ damit es nicht das ansehenhatte/ als wann er allen Juden gleich wäre/ thaterdiß mit hinan: Da etliche aus ihnen wolten mitdenen/ so shrem heiligthumb einverleibet waren/vmbgehen/ daß dieselbige gleich bürgerrecht mitdenen zu Alexandria haben solten.
32 Also funden sich etliche in der stadt/ welcheihre wohlher gebrachte religion verlieffen/ vnd er-gaben sich/ nhoffnung/ sie würde hiedurch zu großsen dingen kommen/ wann sie mit dem Könige sovil mehr vmbgehen würden.
33 Die meisten aber blieben redliches gemühts/vnd wichen nicht ab von ihrem Gottesdienst/ vndboten lieber frey geld dar/ für ihr leben/ daß sie alsomit dem auffschreiben überhaben würden/ warenguter Hoffnung/ daß ihnen hülffe wiederfahrenwürde.
34 Für denen aber/ so von ihnen abgefallenwaren/ trugen sie einen Abscheu/ vnd hielten sie fürfeind shres volcks/ vnd wolten mit jhnen im handelvnd wandel nichts zu schaffen haben.
Das III. Cap.
Der König beschleufft ben sich/ die Juden hin vnd her zu tödten/ z. Rteamand darff sich ihrer annehmen/ 8. II. Lafft ein ernstlich mandat ausgeben/wider die Juden/ 12. Sie gefangen zu nehmen/ vnd ihm von flund an zuz
schicken.
2 aber auch diß der gottlosetyrann erfuhr/ ift er so erzürsnet/ daß er nicht allein widerAlexandriam civerte/ sonsdern auch denen auff demlande hefftig widerstrebete/vnd gebot/ daß man eilendsalle zusammen bráchte/ vnd eines schnoden todesSterben lieffe.
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* In dem