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Tommulars vierdter Theil.
Daß demnach ſolche Acta vnd Handlung voꝛ vnd an vnſerm veroꝛdneten Hoffgericht-in vnſer Statt JJ. ſchrifft und muͤndtlich vorgeſchriebener geſtalt geübt, gehandler vnd er-gangen ſeyen/ haben wir zu Vrkundt deſſelben vnſers Hoffgerichte Inſigel von auſſen dasran hencken/ vnd dem Appellanten verſchloſſen zuſtellen laſſen. Geben in vnſer Glen%auff Sambſtag den N. Martii, nach Chriſti vnſers Herzen Geburt/ im N. Jahr.
Mandato RKeverendiſs. Domini, Domini N.
Archiepiſcopi Moguntinen. PrincipisFlectoris,& c. N. N. Doctor,& JudiciiCuriæ Aſſeſſor.
Der ſihenzehende Termin.
Execution/ Vollziehung/ vnd Vollſtreckung ergange-ner Vrtheil.
Das CVI
II. Capitul.
Von Execution vnd Volnſtreckung derergangenen Vrtheilen.
Quæſt. 1.
nen Rechten wirdt dieſer vnderſcheid gehal-ten: Wanñ die Vrtheil auff ein gewiß Suter
Wann ſoll ein jede Vrtheil exequirt/| gangen/ fo ſoll auff daſſelb Gut jnnerhalb
vnd vollſtreckt werden?
Oein Vrtheil Rechtlicher ord-nung nach ergangen/ vnd nach eroff-nung derſelben der Gegentheil davonnicht appelliert/ oder da er ſchon appelliert/doch dieſelbige Appellation erloſchen/ oderder Appellant dieſelbig fallen zu laſſen/ ſich
erklaͤrt oder ſo endlich in zweyter Inſtantz die
erſte Vrtheil von dem obern Richter conſir-mirt vnd approbirt wirdt: ſo ſoll die Execu-tion der Vrtheil fuͤr: vnd an die hand genom-men werden. Dann auff ſolchen fahl die Vr-theil alßbald in jhꝛe Krafft gehet/ vnd ſoll hie-rinn gar kein hinderſich ſehen ſeyn: dann daes nicht beſchehen/ alle in der Rechtsfertigungangewendte muͤhe/ auch aller außgebener ko-ſten/ vergebenlich ſeyn/ vnd alſo einer der er-langten Vrtheil ſich wenig zu erfrewen ha-ben wurde. Darumb in dieſem billich fuͤrſe-hung gethan werden ſolle.
Quæſt. 2.
In was zeiten fol ſolche Execution
vnd Volnſtreckung der Vrtheilenbeſchehen?
Je nachdem es die Oꝛdnungen/ Statu-ten/ oder Gewonheiten des Gerichts/ voꝛ de-me die Vrtheil ergangen iſt/ zugebẽ/ oder zu-laſſen. Darumb ſich der Nichter nach denſel-bigen zu verhaltẽ hat. In gemeinẽ geſchrieb-
vier zehrt tagen/ nach dem die Vrtheil in kraͤff-| ten erwachſen/ wuͤrcklich exequiert vnd voln-zogen werden. Da aber die Vrtheil auff persſonlich klag vnd orderung gefellt woꝛden: foſoll ſie in vier Monaten volnzogen werden.Jedoch mag der Richter auß erheblichẽ rechtsmaͤſſigen Vrſachen ſolche zeit auch verfüregen oder erſtrecken. Wie ich dann etwan gnStattgerichtẽ geſehẽ: daß Burger gegẽ Bur-gern/ zu dreyen mahlẽ/ von acht tagẽ/ zu achttagẽ: Froͤmbden aber:alß die auff dem koſtengelegen/ gegen Burgern auch zu dreyen mah-len/ aber etwan nach geſtaltſame der ſachenvon dreyen/ zweyen oder einem tag zu demandern die Vrtheil zu exequiern gebottẽ/ vdda ſolchen nicht ſtatt beſchehen/ alßdañ durchden Richter die Execution fuͤrgenom̃en worte
den iſt.| Quæſt.ʒ.
Durch wen ſoll die Execution derVrtheil beſchehen-Eben durch den oꝛdenlichen Richter der dieVrtheil ſelbſt gefehlt hat. Sie mochte dann| ohne eines andern hilff nicht beſchehen: aufewelchen fahl der ordenliche Richter denſelbenvmb befurderung der Juſtitien durch Com-paßbrieff erſuchen ſoll dann in ſolchen fůͤh-len je ein Obrigkeit der andern die Hand zu
'
Richter je auff ſolchen fahl nicht hilffliche
bieten ſchuldig iſt. Wofehr aber ein andelet
hihijſ/i odö.nchgner BElugtn ilſſt/iniAMn.um
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