Gerichtliche Acten. 267
hand bieten welt:{ff man deſfelben Höhere| des Schuldners Gütern ferꝛnere ExecutionVberkeit der Execution halben anzurüffen vnd Volnſtreckung, wie recht iſt befehehen-ſchuldig: vnd mag die Parthey/ deren alſo zu Und fahls man zu ſolchẽ Gütern kein Kaͤuf-der Execution nicht verholffen werden will,| fer finde Fönte- ſo mögen diefelbt dem Glaͤu-denſelben Richter deßwegen rechtlich bekla⸗| biger für ein ernante fumm Gelts, oder eingen. ſtheil der Schuld, nach erfantußf des Ge-Quæſt· 4. ö Jedoch auff den fahl. Güter/ welche jhme alſo an bezahlung gezWie vnd welcher geſtalten die Vr⸗| geben worden, n,,theilen exequiert vnd vollnzogen werth nicht ertragen mochten: fo ſoll jhmewerden ſollen⸗ quff andern des Beklagten Guͤtern ferrnerIn actione reali, das iſt, ſo auff ein gewiß Execution voꝛbehaltt ſeyn. Im gegentheil-Gut/ alß ein Hauß/ Acker/ Weingartẽ / Wie⸗| da ſich befunden daß der Kläger mehr dannfen, Pferd/ Vchſen/ oder ander dergleichen| fein foꝛderung empfangẽ hette: ſo ſoll gleichs-Gut oder Ding/ geklagt woꝛden/ vnd das fahls daſſelbige dem Beklagten wider hin-rumb die Vrtheil ergangen iſt: fo ſoll zuvor| auß gegeben werden. Vnd da er der Schuld-vnd eh die Voinſtreckung beſchicht/ der vers ner gar nicht/ oder nicht vollkommen zu be-luͤrſtigen Parthey/ dem Kläger ſolch Gut in zahlen in vermögen hette: mag man alß-einer gewiſſen zeit einzuraumen vnd zuzuſtel⸗ dann mit der Gefangenſchafft vnd verſtri-len gebotten werden/ vnd n,. Kt ckung gegen jhme verfahren.den fahl er ſolchem nicht wuͤrcklichen ſtatt.3 ö Gut oder Ding von den Beklag⸗| Quæſt. 5.ten thaͤtlichen genommen vnd dem Kläger | Sind nicht etliche Guter im Rechten
zugeſt ellt werden... auff gewiſſe maß befreyet: daß nicht all-Aber in actione perſonali, das iſt/ da die| nei un N NE icfelb ener h N WrKlag allein auff eines Perſon beſchehen vnd werden mag?
k Vrtheil ergangen if* wirdt es.der Execution alſo gehalten. Wann der Be⸗...;k.. lc.| gehördeiner Kindbetterin oder kranckẽ PersVolnſtreckung in anderen feinen Guͤteren ſon/ welche alle biß auffs euſſerſte/ natürlichen
Ja: Alß/ Jaͤhrlich Dienſtgelt/ Pferd/
zum erſten die. vnd je die SOON| Quæſt. 6.zuvoꝛderſt/ vnd ſo dieſelben nicht gelangen;
moͤchten/ demnach ererſt die ligenden Guter| Iſt auch auff eines Anwaldts Per-vnd letſtlichen fein des Bellagtẽ Schuldner,| fon zu erequirn 2
die der Schuld geſtaͤndig ſind/ angreiffen/ Ob wol ein Vrtheil auff die Perſon ei-die eines jeden Dres brauch/ herkom̃en/ vnd| nes Anwaldts gerichtet/ vnd gefellt werdengewonheit nach/ auffruͤffen/ verganten vnd mag: ſo ſoll doch die Execution nicht gegenverkauffen. Vnd was alfa erloͤßt wirdt, dar⸗ des Anwaldts/ ſonder ſeines Principalenvon ſoll die klaghaffte Parthey vmb jhre Perſon/ oder Guter geſchehen: es were dannHauptforderung/ auch den erlangten Ge⸗| der Anwaldt ſelbs auch intereſſirt/ vnd mit-richtskoſten bezahlt werden. Verbleibt etwas hegriffen/ oder hette ohne Gewalt gehandlet.vberig/ fo ſoll es dem Schuldner wider erſtat⸗ Spec. de excc. ſentent.. 3. n. 4.
tet werden: Iſt aber hingegen nieht genug Gantbrieff/ vnd von Prioritet oder Vor zugſam erloͤßt worden/ daß der Kläger vmb all| der Schuldglaͤubigern jhr bezahlung betref-fein Foꝛderung bezahlt werden möchte/ ſo ſoll 0 fend/ it gereits im andern Theil/ den 36. vndfür den vherꝛeſt dem Glaͤubiger an anderen 39. Tapituln eingebracht.
Das