Buch 
Thesaurus Notariorum[,] Das ist: Notariat Und Formular Buch : Underscheiden in sechs Theil, jnhaltend: Ein aussführlichen Bericht vom Ampt der Notarien, so wol in gemein: alss sonderlich den Contracten, Testamenten, und letsten Willen, wie auch Gerichtlichen Handlungen, und anderm, welches solchen drey Haubtstucken anhängig ist : Auss den Keys. Rechten, und derselben fürtreffenlichen Lehrern Schrifften, in verständtlicher Frag, und Antwort, auch richtiger Ordnung Theorice und Practice beschrieben : Von newem ubersehen, verbessert, auch wie auss den zu Eingang und End gesetzten Registern zu ersehen, mehr alss zuvor niemal augirt, gemehrt, und zum fünfften mahl in Truck verfertigt / Durch Johann Rudolph Sattlern, Gerichtschreibern der Statt Basel
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6mare,ts,

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Preſentation Gevatterſchafftgaab. 177Formula 2.

ö. Gevatterbittung/ anderer foꝛm..

. se. lieber vnnd guter freund: Es hat mir kurtz verſchienet

EZ Lagen, Gott der Allmächtig mein liebe Haußfraw mit einem jungen Sohn erfrewer.Weil dann derſelbige/ als der in Sünden geboren iſt/ damit er durch das Waſſer der Wi-

dergeburt von der Erbfünde abgewaͤſchen werd, zu dem heyligen Tauff befuͤrdert werden ſoll:

So iſt an euch mein vnd jhro meiner lieben Haußfrawen freundliche Bitt/ jhr wollen morgendenMit wochen vmb zwey vhren in der Pfarrkirchen S. N. allhie erſcheinen, ſhne meinen Sohnhey dem heyligen Tauff/ init der Chriſtlichen Glaubens Bekandtnuß vertreten/ fein Zeuge vndmein Gevatter werden. Will ich vnd mein Haußfraw ſolches vmb euch hin wideru mben freun d-lichen verdienen.Mehr Maͤndt: wie auch Schrifftliche Gevatterbit tungen/ an Furſtliche vnd geringen Stands Perſo-nen/ ſind im nachfolgenden ſechßten Theil Item meinem Tractat de Epiſtolis germanice co nſceibendisvnd der Inſtructione oratoris zu finden.Formula 3.

Antwort auff Gevatterbittung

gs Hrſamer/ Beſcheidener⸗ lieber vnd guter freund. Daß der Allmaͤchti-e ge Gott euch vnd ewer liebe Haußfraw mit einem jungen Sohn geſegnet hab ieh mit ſon-dern Frewden vernommen/ thun auch deßhalben euch von Hertzen wunſchen: er derliebe Gott jhme die Gnad ſeines heyligen Geiſts verleihen woͤlle/ damit er zu der Ehr Gottes/ inTugenden auff wachſe/ von Tag zu Tag an Verſtandt zunemme/ vnd euch ein frewd vnd troſtſein moͤge. Was demnach ewer an mich gethanes begeren anlangen thut: Weil daſſelbige ʒuder Gottes gereicht/ vnd der vrſachen halben nicht abgeſchlagen werden ſoll; Will ich mich auffernambſete zeit einſtellen/ vnd ſo viel an meiner Perſon gelegen iſt/ eweren lieben Sohn zu demheyligen Tauff befürdern helffen/ dann euch auch in anderem zu dienen bin ich bereit.

Formula 4.

Preſentation eines r ſten/ Gedbatterſchafft55

gab.

CA Er Durchleuchtigſten/ auch Durchleuchtigen/ Hochgebornen Chur:= end Fuͤrſten Geſandte. Durchleuchtige, Hoch: vnd Wolgeborne Fuͤrſten/ Graffen S yond Herꝛen/ auch Fuͤrſtin/ Fra wen vnd Fraͤwlein/ der auch Durchleuchtig/ Hochge-boren Fůrſt vnd Herz, Herꝛ N. ꝛc. mein gnaͤdiger Fuůͤrſt vnd Herꝛ/ hat mir in gnaͤdigen Befelchgeben/ mit kartzem zu vermelden: KDemnach wer Furſtlich Gnaden durch benedeyung deß Allmächtigen/ mit einem jungenHerꝛen gnaͤdiglich hegabet/ vnd denſelben bey der Chriſtlichen Tauff zu vertreiten⸗ jhr Fuͤrſtl.Gn. ꝛc. Freund: Sch waͤgerlich erſucht/ gebetten vnd allhero geladen worden: So haben Desrowegen jhr Furſtl. Gn. ſich Freund: S chwaͤgerlich vnnd gantz willig ein zuſtellen nicht vnder-laſſen ſollen noch wollen. Erfrewen ſich auch, daß ſie allbereit heutigs Tags das EhriſtlicheWerck vollbracht haben. Ew. Fuͤrſtl. Gn. von Hertzen vnd mit eyferigem Wunſch congratu-lierend/ vnd den Allmaͤchtigen Gott bittend/ er geruhe mit feiner reichen Benediction/ Segen/vnnd feines heyligen Geiſtes Gnad/ gedachten jungen Herꝛen beyzuſtehen/ damit der ſelbig zuvorderſt zu Chriſtlicher/ reiner Religlon/ demnach auch zu allen Furſtlichen Tugenden alſo er-zogen werde: daß er in die Fußſtapffen feiner hochloͤblichen Voraͤllern treten mittler zeit Diesfer loͤblichen Landſchafft ruͤhmlich vorſtehn/ vnd Ewer Fuͤrſtlich Gnaden ſolches zu ſonderenerfrewlichem belieben vnd wolgefallen gereichen moge. Wie dann in gemein jhr Fůrſtl. Gn. die-ſes hochloͤblichen Fuͤrſtlichen Hauſes N. Ehr /Auffnemmen/Gedeyen vnd Wolfahrt/ hertzlichgern ſehen vnd wünſchen. Bund zu anzeigung ſolchen jhrer Fuͤrſtlichen Gnaden wolmeynen-ben geneigten Freund: Schwagerlichen Gemüths, bra ſen tieren jhr Fürſſl Gn. dieſe gleich-wol an ſich ſelbſten geringfüge Verehrung. Freundlich/ Schwaͤgerlich bittend/ Ewer Fůrſt-lich Gn. woͤllen ſolche mit gutem freundtlichem willen annemmen nicht der Verehrung gering-heit anſehen/ ſonder dieſelbige vielmehr für ein Pfandt vnnd Zeichen, wolmeynender Affectionvnnd zuneigung erkennen. Sirch zumahlen Freundt: Schwägerlich hedanckend ö. g r