Buch 
Thesaurus Notariorum[,] Das ist: Notariat Und Formular Buch : Underscheiden in sechs Theil, jnhaltend: Ein aussführlichen Bericht vom Ampt der Notarien, so wol in gemein: alss sonderlich den Contracten, Testamenten, und letsten Willen, wie auch Gerichtlichen Handlungen, und anderm, welches solchen drey Haubtstucken anhängig ist : Auss den Keys. Rechten, und derselben fürtreffenlichen Lehrern Schrifften, in verständtlicher Frag, und Antwort, auch richtiger Ordnung Theorice und Practice beschrieben : Von newem ubersehen, verbessert, auch wie auss den zu Eingang und End gesetzten Registern zu ersehen, mehr alss zuvor niemal augirt, gemehrt, und zum fünfften mahl in Truck verfertigt / Durch Johann Rudolph Sattlern, Gerichtschreibern der Statt Basel
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zeitlich abſterben auff genommen worden: So ſollen wir billich alte, mit deß lichen Czotts ſchi

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Abdanckung hey den Begraͤbnuſſen. 179

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ckung zu frieden fein, vnnd allein ſeine allmächtige Barmher tig keit bitten daß dieſelb ſolchHerꝛlein mit andern Chriſtglaͤubigen/ an feinem groſſen vnd herr ichen Tag ein frewdenreAufferſtehung gnaͤdiglich verleihen, auch onſern gnudigen Fürſen vnnd Hrerꝛen ſampt ſein erFůͤrſtl. Gn. geliebten Gem ahelin/ ꝛc. in ſolchem zugeſtandenen leidigen Fal vatterltch roſten/hre Jůrſil. Frſt. Gn. dieſes eids ander wwerts erfrewen, vnd dic ſelbe wie auch die jungen Hernlein/ Fraͤwlein/ das gantze Fůrſtliche Hauß N. Landſchafft/ vnd vns alle vor weiterem 400 beswahren, Gnad vnd Segen verleihen woöͤlle/ vnnd ſolches zu erlangen, fo ſprechen ein heyligesVatter vn ſer/ ꝛc...

. Formula 4.WMuͤndtliche Abdanckung bey einer Begrabnuß-anderer Foꝛm.CA Ennach det Edel vnd He Johann Friderich e bon N. der allhtetgena Academiz Iuris Studiofus ſeliger, vorgeſtern vn verſehens von einem feiner Com»© menſilium vnnd alten bekandten/ vbel/ ſchwerlich vnd dermaſſen verwundet worden:

daß er darüber endtlich ſein zeitliches Leben aufgeben vnnd verlieren inů ſſen/ mit hochſter vnnfein) hoͤchſter vnnd

ſchwerer Bekümmernuß gegen wertigen ſeines geliebten Bruders/ deß ölen vnnd Wetten Jo-

ann N. Artium ac Hhiloſophiæ ſtudioſi: vnd darauff deß obgemelten Johann Friderich R.ſiligen abgeſtorbener Leichnam Chriſtenlicher Ordnung nach/ auff diß mahl zu der Erden besſtattet werden ſolle: So wollen wir ons an dieſem Hrth auff dem Weg zu feiner Chriſten ichenBegraͤbnuß/ von ſeinem Adenlichen Herkemmen vnd Leben/ jhme zur Gedachtnuß vnnd zurLetze/ allein dieſes mit einander kurzlich erinnern/ berichten vnd erholen.

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Es iſt ehren gedachter Juncker Friderich feliger/ von färtrefflichen Adellchen Eltern an dieſe

Welt erbozenbhenandllich von dem Edlen vnd Veſten Johann N. zu N. vnd N. 2c. dem Eltern

geheimen Rahts zu N. vnnd dann der Edlen vnd Tugendtreichen Frawen Margreth N. geboꝛ-ner N. deß Edlen vnnd Geſtrengen Junckern Benedicti N. zu Obern vand Nidern N. Kön.Ma jeſt. zu N. Kaͤmmerlings/ auch hernaher ad eundem Regem Galliæ, vnd ſonſten LegatTochter/ welchen jetzt gemelten ſeinen lieben Elteren/ dieſer jhres Sohns onverſehener tödlicheabgang/ ohn zweiffel ein trawrige vnd klägliche Bottſchafft ein wirdt: Bie nun ehrengedachter Juncker N. der Elter, ein fuͤrtrefflicher Gelehrter vom Adel/ vnd deß loblichen Gymnalij

zu R. Scholarcha: alf6 hat er auch neben anderen feinen Söhnen, den gemelten feinen Sohn

Johann Friderich ſeligen erfilich da ſelbſt in Schola patria zur ehre vnd erkandtnuß Gottes/ zurZucht, Adelichen Tugenden/ vnd in guten Kuͤnſten vnd Sprachen vnderꝛichten/ vnd aufferzie-hen laſſen. Darauff auch den ſelben hernacher zu N. vnnd N. bey den Studijs ferꝛners mis groſ-ſem onkoſten erhalten endtlichen jhne zu der allhieigen hochberüͤhmbten Academia verſchicket/vnd henehen etlichen Herzen Brofeſſoribus jhne,/ inſonderheit dem Ehꝛen veſten vnnd Hechge-lehrten Herzen Johann Michael). der Rechten Hoctori feinem Koſtherꝛen trewlich em men-diert vnd befohlen. Der dann vmb fo viel deſto mehr ober die ſem leidigen vnd vnverſchenen Todefall betrübt vnd bekümmertiſt. Inmaſſen auch nicht weniger ein gantze lobliche Academia{hsren groſſen Schmertzen vnd Trawrigkeil/ vber die ſen hochbetr übten Abſchetot/ mit jhrer ſtatt-lichen vnd anſehenlichen gegen wertig keit/ mehr dann vber flůſſig be; euget vnnd zu erkennen gibt:ohne zweiffel fo wol vmb ſeines deß verſtorbenen liehen Herꝛen Vatters willen, als wegen deßverſcheidenen gehabten herzlichen Gaaben vnd Ingenij, ſeiner Erndition vnnd Geſchicklig keit-feines Frombkeit vnnd Gottsforcht/ feines ſtillen vnd eingezogenen Lebens/ vnnd fürnemblichauch der Vrſachen halben: daß der liebe Juncker Johann Friderich N. ſeliger feine Audia foferꝛn gebracht: daß er biß kunfftigen Sambſtag ein publicum Specimen erudirionis& Vitæ,fein Leben im ein vnd zwentzigſten Jahr ſeines bluůenden Alters/ obgehoͤrter maſſen vnverſehentrawrig vnd klaͤglich vollendet vnd beſchloſſen. ö

Die hohe Goͤttliche Majeſtat wolle feiner abgeſcheidenen Seelen/ in der ewigen Fremd onndSeligkeit/ dahin ſolche vngezweiffelt auffgenommen vnd verſetzt worden/ in Ewig keit pflegen/vnnd fin deß lieben Junckern ſeligen abgeſtorbenen Leychnam, an dem groſſen Tag der herꝛli-chen Majeſtaͤtiſchen Zulunfft vnſers einigen Herzen, Erloͤſers ond Seligmachers Jeſu Chriſti mit allen außer woͤhlten Kindern Gottetz ein fröͤliche vnd ſelige Au fferſtehnng gnädig vnd Vaͤt-lerlich verleihen.. Wan