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zeitlich abſterben auff genommen worden: So ſollen wir billich alte, mit deß lichen Czotts ſchi
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Abdanckung hey den Begraͤbnuſſen. 179
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ckung zu frieden fein, vnnd allein ſeine allmächtige Barmher tig keit bitten daß dieſelb ſolchHerꝛlein mit andern Chriſtglaͤubigen/ an feinem groſſen vnd herr ichen Tag ein frewdenreAufferſtehung gnaͤdiglich verleihen, auch onſern gnudigen Fürſen vnnd Hrerꝛen ſampt ſein erFůͤrſtl. Gn. geliebten Gem ahelin/ ꝛc. in ſolchem zugeſtandenen leidigen Fal vatterltch roſten/hre Jůrſil. Frſt. Gn. dieſes eids ander wwerts erfrewen, vnd dic ſelbe wie auch die jungen Hernlein/ Fraͤwlein/ das gantze Fůrſtliche Hauß N. Landſchafft/ vnd vns alle vor weiterem 400 beswahren, Gnad vnd Segen verleihen woöͤlle/ vnnd ſolches zu erlangen, fo ſprechen ein heyligesVatter vn ſer/ ꝛc...
. Formula 4.WMuͤndtliche Abdanckung bey einer Begrabnuß-anderer Foꝛm.CA Ennach det Edel vnd He Johann Friderich e bon N. der allhtetgena Academiz Iuris Studiofus ſeliger, vorgeſtern vn verſehens von einem feiner Com»© menſilium vnnd alten bekandten/ vbel/ ſchwerlich vnd dermaſſen verwundet worden:
daß er darüber endtlich ſein zeitliches Leben aufgeben vnnd verlieren inů ſſen/ mit hochſter vnnfein) hoͤchſter vnnd
ſchwerer Bekümmernuß gegen wertigen ſeines geliebten Bruders/ deß ölen vnnd Wetten Jo-
ann N. Artium ac Hhiloſophiæ ſtudioſi: vnd darauff deß obgemelten Johann Friderich R.ſiligen abgeſtorbener Leichnam Chriſtenlicher Ordnung nach/ auff diß mahl zu der Erden besſtattet werden ſolle: So wollen wir ons an dieſem Hrth auff dem Weg zu feiner Chriſten ichenBegraͤbnuß/ von ſeinem Adenlichen Herkemmen vnd Leben/ jhme zur Gedachtnuß vnnd zurLetze/ allein dieſes mit einander kurzlich erinnern/ berichten vnd erholen.
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Es iſt ehren gedachter Juncker Friderich feliger/ von färtrefflichen Adellchen Eltern an dieſe
Welt erbozenbhenandllich von dem Edlen vnd Veſten Johann N. zu N. vnd N. 2c. dem Eltern
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geheimen Rahts zu N. vnnd dann der Edlen vnd Tugendtreichen Frawen Margreth N. geboꝛ-ner N. deß Edlen vnnd Geſtrengen Junckern Benedicti N. zu Obern vand Nidern N. Kön.Ma jeſt. zu N. Kaͤmmerlings/ auch hernaher ad eundem Regem Galliæ, vnd ſonſten LegatTochter/ welchen jetzt gemelten ſeinen lieben Elteren/ dieſer jhres Sohns onverſehener tödlicheabgang/ ohn zweiffel ein trawrige vnd klägliche Bottſchafft ein wirdt: Bie nun ehrengedach—ter Juncker N. der Elter, ein fuͤrtrefflicher Gelehrter vom Adel/ vnd deß loblichen Gymnalij
zu R. Scholarcha: alf6 hat er auch neben anderen feinen Söhnen, den gemelten feinen Sohn
Johann Friderich ſeligen erfilich da ſelbſt in Schola patria zur ehre vnd erkandtnuß Gottes/ zurZucht, Adelichen Tugenden/ vnd in guten Kuͤnſten vnd Sprachen vnderꝛichten/ vnd aufferzie-hen laſſen. Darauff auch den ſelben hernacher zu N. vnnd N. bey den Studijs ferꝛners mis groſ-ſem onkoſten erhalten endtlichen jhne zu der allhieigen hochberüͤhmbten Academia verſchicket/vnd henehen etlichen Herzen Brofeſſoribus jhne,/ inſonderheit dem Ehꝛen veſten vnnd Hechge-lehrten Herzen Johann Michael). der Rechten Hoctori feinem Koſtherꝛen trewlich em men-diert vnd befohlen. Der dann vmb fo viel deſto mehr ober die ſem leidigen vnd vnverſchenen Todefall betrübt vnd bekümmertiſt. Inmaſſen auch nicht weniger ein gantze lobliche Academia{hsren groſſen Schmertzen vnd Trawrigkeil/ vber die ſen hochbetr übten Abſchetot/ mit jhrer ſtatt-lichen vnd anſehenlichen gegen wertig keit/ mehr dann vber flůſſig be; euget vnnd zu erkennen gibt:ohne zweiffel fo wol vmb ſeines deß verſtorbenen liehen Herꝛen Vatters willen, als wegen deßverſcheidenen gehabten herzlichen Gaaben vnd Ingenij, ſeiner Erndition vnnd Geſchicklig keit-feines Frombkeit vnnd Gottsforcht/ feines ſtillen vnd eingezogenen Lebens/ vnnd fürnemblichauch der Vrſachen halben: daß der liebe Juncker Johann Friderich N. ſeliger feine Audia foferꝛn gebracht: daß er biß kunfftigen Sambſtag ein publicum Specimen erudirionis& Vitæ,fein Leben im ein vnd zwentzigſten Jahr ſeines bluůenden Alters/ obgehoͤrter maſſen vnverſehentrawrig vnd klaͤglich vollendet vnd beſchloſſen. ö
Die hohe Goͤttliche Majeſtat wolle feiner abgeſcheidenen Seelen/ in der ewigen Fremd onndSeligkeit/ dahin ſolche vngezweiffelt auffgenommen vnd verſetzt worden/ in Ewig keit pflegen/vnnd fin deß lieben Junckern ſeligen abgeſtorbenen Leychnam, an dem groſſen Tag der herꝛli-chen Majeſtaͤtiſchen Zulunfft vnſers einigen Herzen, Erloͤſers ond Seligmachers Jeſu Chriſti mit allen außer woͤhlten Kindern Gottetz ein fröͤliche vnd ſelige Au fferſtehnng gnädig vnd Vaͤt-lerlich verleihen.. Wan