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—. Predigt.. KEe Fat, ſo entfenet er ſich ab demſelbigen/ verlaſſet feine altenhn weg, wendet omb, vnd bekehꝛet ſich zum HErꝛen.pn, Diefes kan auß folgender Gleichnuß, noch klarer abge⸗ Sinch. nommen werden. Wann du ſchon“ o Menſch/ vmb Mit-hann ternacht, eintweders an der ſeiten eines gaͤhen Bergs/ neben
ſſ einer tüffen Klufft, vber hohe Seroffen vnnd Felſen /odervber einen ſchmalen Staͤg geheſt/ darunder ein tiefes Waſſerö lauffet: ſo foͤꝛchteſt du dich doch nicht/ weil du von keiner ge
ö fah: weiſt: Komme aber am Tag wider/ vnnd beſchawe diejdn gähen Berg die hohen Felſen/ die ſoꝛglichen Scroffen ynda die tůffen Klůfft; beſchawe den ſchmalen Staͤg/ vnnd denö. tuͤffen ſchnell lauffenden Strom. Darunder/ vber/ vnd ne-zig ben welchem du in der vergangenen Nacht gegangen biſt/ be-t hertzige die auſſerſte gefahr/ deren du zuvoꝛ nicht wahꝛgenom—ent men: fo wirſtu dich ab deinem groſſen fraͤffel verwunderen/
vnd dich erfrewen/ daß du ſo groſſer gfahꝛ entrunnen biſt; ja
ſchnſ du wirſt von gantzem Hertzen darüber erzittern/ wann dudent, nur daran gedenckeſt/ vnd dich keins wegs mehr auff denſelbi-ahh, gen Weg bey tag wagen, welchen du in der finſtere der Nachtan ſorgloſer weiß gegangen biſt ſonder wirſt ehe einen weittenunn Wmbweg ſuchen. ö4er, Ein ſolche geſtalt hat es uch mit dir/ o ſundiger Menſch:r, In deinem erſten vnd natürlichen Stand, darinnen du emng pfangen vnd geboꝛen biſt/ haſtu einen Vmbhang vo: deinem
Angeſicht alſo daß du weder die groͤſſe vnd abſchewligkeitvr deiner Suͤnden/ noch den Zoꝛn Gottes / noch den Fluch deßfi Geſatzes/ noch den Hoͤlliſchen abgrund, welcher feinenn Rachen gegen dir auff ſperꝛet/ ſehen kanſt/ ohngeacht/ du albereit auff der Fallbruck der Hoͤllen ſteheſt: vnd weil du dieſeſchreckliche Gefahr nicht ſiheſt, ſo ſchuheſtu dich deß wegenn, nicht vor einiger Suͤnd,ſonder lauffeſt vnbeſinnter vnd forg-ö oſer weiß in allerley laſter hineyn/ wie ein grim miger Jer. Dengfin Streit, vnd eyleſt alſo ſprungs weiß der Hoͤl-
ic gen zu. ö! Wann
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