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Fast- und Baettag Wie der in den 4. Pfarrkirchen zu Basel, sonderlich aber in der Pfarrkirchen des Muensters geuebet worden : Das ist: Verzeichnuss I. Des Christlichen Oberkeitlichen Mandat und ausskuendens, obgemeldten Fasttags : II. Dreyer am selbigen tag gehaltener Buosspredigen, deren Die erste durch D. Johan Wolleb, ... Die andre durch M. Theoder Zwinger, ... Die dritte durch D. Wolgang Meyer ... verrichtet worden ... : III. Des Gebaetts, so der Gemeind Gottes fuergelesen : IV. Der Capituln so zwischen den Predigten abgehoert : V. Der Gesaengen, so vor, nach, und zwischen den Predigten abgesungen worden
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A&. 8. 22.

ph. 3. 5.

2. Chron.36.9. 11.Reg i.

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4 Die Dritteverderbnuſſen vnſerer Hertzen/ nachfoꝛſchen ſollen. Wannein König höret/ daß ſich jrgend ein Verꝛather/ oder Moͤr-der/ in feinem Pallaſt folk verſteckt haben, jhn vmzubringen/fo laſſet er den ſelbigen an allen orten vnd enden ſuchen/ er laſ-fee keinen Winckel vner foꝛſchet biß daß er gefunden, et fütgezogen/ vnd abgeſchafft ſeye: Alſo můſſen wir auch alle vndjede Sünden in vns ja die aller inner lichſten verderbnuſſenvnſerer Hertzen/ fur Verꝛaͤther der Gottlichen Maſeſt at/Moꝛder onſerer Seelen halten/ vnd deß wegen alle Ecken vndWinckel vnſerer Hertzen durchſtreiffen/ nicht nachjaſſen,biß daß wir fie herfür gebracht vnd abge ſchafft haben. Da-rumb befihlt uns der Prophet Joel daß wir n ek. Hertzenzerꝛeiſſen ſollen/ cap. 13. vnd Petrus befihlt Sinioni demZauberer/ er ſolle Gott bitten/ daß er jhm die Gedanckenfeines Hertzens verzeihen wolle.

Aber wie geht es jeßzunder in der Welt zue Groſſe Sündenachtet man für kleine Sünden kleine Sünden achtet manfür keine Suͤnden/ vnd machet darüber kein Gewiſſen. DieMenſchen erſuchen ſich gmeinlich fo ſchlechtlich oben hindaß fie ſehwaͤrlich einige Sůnd in jhnen finden koͤnnen. Snhaben fo viel Deckmantel vnd entſchuldigun gen jhꝛer Suͤn-den/ daß auch die groͤbſten vbertrettungen deß Gſatzes gmein-lich gring geachtet/ oder nur für nothwendige Vbel gehaltenwerden/ die man entweders gar nicht abſchaffen koͤnne/ odetſonſt dulden muͤſſe/ groͤſſer vnheil zu fuͤrkommen. ö

In grober Vnwiſſenheit ſtecken/ nach dem man ein langezeit zur Predigt gegangen: die Menſchen/ oder andere ding/alß Neichthumb' Ehꝛ vnd fleiſchliche Wollüͤſt meh: lieben,alß Gott: ſich auff feinen fleiſchlichen Arm, das iſt/ aufffeinen groſſen malt, Reichthumb oder Freund verlaflen:|in Religions ſachen auff beyden Seitten hincken/ mit Abegoͤttiſchen Leuthen vnnothwendige Gemein ſchafft haben: die

Luc. 1M 19, Predigten deß Göͤttlichen Woꝛts ver ſaumen oder verachten:

Am 5. 10.

leicht fertiglich ſchweren: dem Nechſten fluchen mit denWorten